Die 13 besten Premier Inn Hotels in London

Die modernen Premier Inn Hotels bieten gerade in London ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und sind in fast jedem Stadtteil zu finden.

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Wer in London übernachten will, findet eine schier endlose Auswahl von Hotels in allen Preisklassen. Von der schäbigen Absteige, die oft nicht mal besonders billig ist, bis hin zum exorbitant teuren Luxus-Apartment. Aus langjähriger Erfahrung empfehle ich inzwischen am liebsten die Hotels der Kette Premier Inn, da hier in der Regel das Preis-Leistungs-Verhältnis absolut top ist. Aber auch in den neuen Hotels in Deutschland, von denen es im September 2025 bereits über 60 gibt, stimmt einfach alles. Der Standard ist vor allem in den neuen Hotels hervorragend: Sehr bequeme, große Betten, ansprechendes Design, modernes Bad, großer Flachbild-TV, Schreibtisch und oft auch ein bequemer Sessel, Wasserkocher mit Kaffee und Tee im Zimmer sind selbstverständlich, auch in Deutschland! 24-Stunden-Rezeption, freundliches, motiviertes und hilfsbereites Personal und eine schicke Bar neben der Rezeption bzw. in Großbritannien auch fast immer ein Restaurant mit günstigem und gutem Essen sind ebenfalls Standard. Aufzüge und Barrierefreiheit sind ebenfalls üblich.

Premier Inn Hotel London Southwark Tate Modern
Komfort im Premier Inn Hotel: Typisches Zimmer in einem der modernen Premier Inn Hotels in London, hier in Southwark (Tate Modern). Die Zimmer sehen fast immer gleich aus. Ein zusätzliches Sofa-Bett in manchen Zimmern kann bei Bedarf als weiteres Bett genutzt werden. ©SCRITTI

Da das Design der Hotels einem einheitlichen Konzept folgt, sehen die Zimmer je nach Gebäude meist ähnlich aus. Aber am Design und Beleuchtungskonzept mit einer Kombination aus Grau- und Violett-Tönen ist eigentlich nichts auszusetzen. Man fühlt sich in der Regel sofort wohl, wenn man eines der modernen und gemütlichen Zimmer betritt. Es gibt noch weitere Gründe, die für Premier Inn Hotels sprechen, zum Beispiel die Premier Plus Zimmer mit mehr Komfort, über die ich hier im Beitrag berichte. In London und Edinburgh gibt es zudem eine Reihe von modernen und coolen Hub by Premier Inn Hotels, über die ich hier im Beitrag berichte.

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Stadtspaziergang: Bohemian Vibes in Crystal Palace

Das charmante Crystal Palace im Süden von London liegt hoch oben auf einem Hügel und bietet grandiose Aussichten.

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Im September 2023 hatte ich endlich die Gelegenheit, den Londoner Stadtteil Crystal Palace zu besuchen. Schon lange stand der Ort auf meiner London To-do-Liste, nachdem ich gelesen hatte, dass er von der Sunday Times 2022 zum „Best Place to Live in London“ auserkoren wurde. Begründet wurde dies vor allem mit dem „bohemian vibe“, phantastischen Ausblicken, viel Grün mit Parks, coolen Cafés, Indie Shops und schönen historischen Gebäuden. Der Ort Crystal Palace hat seinen Namen eigentlich von der großen Ausstellungshalle Crystal Palace aus Gußeisen und Glas, die hier von 1854 bis 1936 im angrenzenden, weitläufigen Park stand (mehr dazu weiter unten). Und in der Tat, als bekennender Bohemian habe mich gleich bei meinem ersten Besuch schockverliebt und mit Crystal Palace nun einen neuen Lieblingsstadtteil, den ich unbedingt noch weiter erkunden muss. Crystal Palace ist mit 111 Metern Höhe einer der höchsten Punkte im Süden von London, was atemberaubende Ausblicke auf die City einerseits und in die weite Landschaft von Kent auf der anderen Seite mit sich bringt.

Vom Zentrum von Crystal Palace aus hat man nach Norden wie entlang der Straße Gipsy Hill immer wieder phantastische Ausblicke auf die Skyline von London. ©SCRITTI

Im Zentrum auf der Spitze des Hügels, das sich auf ein Dreieck (das „Triangle“) aus den drei Straßen Westow Hill, Westow Street und Church Road eingrenzen lässt, gibt es lauter nette kleine Läden, Restaurants, Pubs und Cafés und ein Kino aus den 1930er Jahren im Art Deco Stil. Der Ort versprüht in der Tat den Charme eines kleinen Städtchens irgendwo versteckt in den Weiten englischer Landschaften. Die Hektik der Großstadt London ist weit entfernt, und man schaltet gleich bei der Ankunft automatisch einen Gang runter – nachdem man sich die steile Straße zur Ortsmitte hochgearbeitet hat. Wer hätte gedacht, dass es in London so etwas wie ein Bergdorf gibt?

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London Spezial: Ist London eine sichere Stadt?

Die meisten regelmäßigen Besucher*innen von London empfinden die Stadt als sehr sicher – wenn man ein paar grundsätzliche Regeln beachtet.

Es kommt bei Erstbesucher*innen von London immer wieder mal die Frage auf: Ist London eigentlich eine sichere Stadt? Muss man sich in London Gedanken wegen Kriminalität machen? Die Frage wird immer wieder auch in der Totally London Gruppe auf Facebook diskutiert. Der Tenor hierzu ist einhellig: Insbesondere die Frauen, von denen sehr viele regelmäßig alleine nach London reisen, sind sich einig: Sie haben sich so gut wie noch nie unsicher oder sehr unwohl gefühlt! Manche fühlen sich in deutschen Großstädten abends deutlich unsicherer als zum Beispiel in London.

An den Wochenenden kann es in London sehr voll werden. Wo sich viele Touristen drängen wie im Sommer auf der London Bridge, lauern auch gerne Taschendiebe auf Beute. ©SCRITTI

Natürlich gibt es auch in London Verbrechen wie in jeder anderen Metropole auch. Das ist zwangsläufig, insbesondere da in Großbritannien die sozialen und kulturellen Unterschiede oft sehr groß sind. Es gibt im britischen Kapitalismus unbestreitbar eine große Gruppe an armen Menschen, die immer mehr an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden und kaum Aussichten auf sozialen Aufstieg haben. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass es immer wieder Schockmeldungen gibt wie jene, dass es noch nie so viele Tote durch Messerkriminalität gab wie in den letzten Jahren. Aber hierbei geht es in aller Regel um Banden- und Drogenkriminalität. Und die spielt sich normalerweise nicht dort ab, wo sich Touristen aufhalten.

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Daytrips von London: Salisbury, Stonehenge und Alternativen

Das berühmte Steinmonument von Stonehenge und das benachbarte Städtchen Salisbury mit beeindruckender Kathedrale sind von London aus bequem per Bahn in einem Tagesausflug erreichbar. Doch es gibt noch bessere Alternativen, wie etwa der prähistorische Steinkreis von Avebury, der frei zugänglich und weit weniger touristisch ist.

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UPDATE 2026: Die Organisation London Walks bietet auch 2026 bis Oktober etwa einmal im Monat geführte Tagesausflüge nach Bath und Avebury mit Guide Simon an. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der prähistorische Steinkreis von Avebury die bessere Alternative zum kommerziellen Stonehenge ist und Kenner dieses Ziel bevorzugen! Der Ausflug startet per Bahn im Bahnhof London Paddington und führt vor Ort in einem gecharterten Tourbus von Bath zum imposanten Steinkreis von Avebury. Frühzeitige Anmeldung wird empfohlen. Weitere Tagesausflüge mit London Walks führen regelmäßig in die Cotswolds, nach Cambridge und Oxford.

Für viele Touristen, die etwas mehr Zeit in London verbringen und die etwas Besonderes jenseits des Trubels der Großstadt erleben wollen, lohnt sich ein Tagesausflug zu Zielen außerhalb von London. Ganz oben auf dieser Liste stehen die historischen Städte Oxford, Cambridge oder auch das berühmte Steinmonument von Stonehenge, das vor allem zur jährlichen Sommersonnenwende am 21. Juni die Besucher in Scharen anzieht (auf englisch Solstice) und zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Zu vielen solcher touristischen Ziele werden von London aus von verschiedenen Veranstaltern Tagestouren mit Bussen angeboten. Da es jedoch von London aus in alle Richtungen sehr gute Bahnverbindungen gibt, kann man auch auf eigene Faust auf Entdeckungstour gehen.

Die berühmten Steine von Stonehenge stehen ganz oben auf der Liste mit Tagesausflügen von London. ©SCRITTI

Viele interessante Ziele sind in weniger als zwei Stunden per Bahn direkt erreichbar, etwa die Städte: Bath Spa (1:20 Std), Brighton (58 Min), Birmingham (1:30 Std), Bristol (1:35 Std), Cambridge (50 Min), Eastbourne (1:25 Std), Oxford (55 Min), Peterborough (50 Min) oder eben auch Salisbury (1:25 Std) im Südwesten nicht weit entfernt von Stonehenge. Vom Bahnhof Salisbury kann man per Bus oder Taxi weiter ins rund 16 Kilometer entfernte Stonehenge fahren. Die Stadt Salisbury mit der beeindruckenden Kathedrale und dem historischen Marktplatz ist aber auf jeden Fall auch einen Besuch wert. Eine Alternative zu Stonehenge bildet der Steinkreis von Avebury.

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London Spezial: Die Geschichte von U-Bahn, Bus und Tram in der Metropole

Das London Transport Museum beherbergt im Depot im Stadtteil Acton eine Vielzahl historischer Fahrzeuge und Materialien aus der Londoner Verkehrsgeschichte.

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UPDATE 2026: Der nächste Termin zum Besuch des Museum Depots in Acton vom London Transport Museum ist von Donnerstag 9. April bis Sonntag 12. April 2026. Das übergeordnete Motto lautet „Icons of London“: 2026 ist ein Jahr der Meilensteine mit 120 Jahre Bakerloo-Linie, 70 Jahre seit der Einführung der berühmten roten Routemaster-Busse und 10 Jahre Night Tube. Von Plakatkunst über ikonische Designstücke bis hin zum weltberühmten Design der Tube Map und der Londoner Fahrzeuge können Besucher im Depot in eine Sammlung mit über 320.000 Objekten eintauchen. Weitere Termine für die Depot Open Days sind Freitag, 3. bis Sonntag 5. Juli 2026 sowie Freitag, 18. bis Sonntag 20. September 2026. Bei der Veranstaltung gibt es immer auch Führungen zu den unterschiedlichsten Themen.

Das London Transport Museum ist eine Institution und immer wieder einen Besuch wert. Auf sehr anschauliche Weise wird hier in ehemaligen Markthallen von 1871 in Covent Garden seit 1980 die Geschichte der Mobilität in London erzählt. Von den Anfängen mit Pferdekutschen bis zum heute ausgedehnten Verkehrsnetz mit U-Bahnen, Tram, DLR, Overground und natürlich den berühmten Doppelstockbussen. Über das Verkehrswesen in London wird auf spannende Weise auch die Entwicklung der Stadt zur heutigen Größe erzählt. Ohne den Bau der Eisenbahn- und U-Bahn-Linien ins Umland wäre die heutige Struktur der Stadt überhaupt nicht möglich gewesen. Ohne öffentliche Verkehrsmittel wäre ein Leben in London undenkbar. Im Museum am Covent Garden gibt es auch eine Auswahl an typischen Fahrzeugen der Londoner Verkehrsgeschichte.

Im Acton Depot des London Transport Museums gibt es eine große Sammlung von Omnibussen, Trams und U-Bahnen aus allen Epochen. ©SCRITTI

Da der Raum mitten in der Innenstadt ohne adäquaten Gleisanschluss natürlich begrenzt ist, verfügt das London Transport Museum noch über eine weniger bekannte Außenstelle: Das Museum Depot in Acton im Westen von London mit direktem Anschluss an das Londoner U-Bahn-Netz. In diesem Depot werden U-Bahnen, Busse und allerlei andere Objekte mit Relevanz für die Londoner Transportgeschichte aufbewahrt. Drei- bis viermal im Jahr hat auch die Öffentlichkeit an langen Wochenenden Zutritt. Die nächsten Termine für Open Depot Days in 2026 sind 9. bis 12. April, 3. bis 5. Juli sowie 18. bis 20. September 2026.

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Meister der Moderne: Charles Holden, Architekt für London Underground

Der herausragende Architekt Charles Holden wurde 1875 geboren und ist vor allem wegen seiner Bauten für die Londoner U-Bahn im Stil der Moderne der 1930er Jahre berühmt.

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Am 12. Mai 1875 wurde der Architekt Charles Holden in Bolton, Lancashire geboren. Bekannt wurde Holden vor allem für seine teils ikonischen Entwürfe für Stationen der Londoner U-Bahn, die vor allem bei den Erweiterungen der Northern Line und der Piccadilly Line in den 1930er Jahren entstanden und heute als typische, wegweisende Gebäude im Stile der Moderne und des Art Deco angesehen werden. Im Jahr 2026 werden tatsächlich einige der ersten U-Bahn-Stationen nach Plänen von Charles Holden hundert Jahre alt! Holden arbeitete eng an der Seite von Frank Pick, der damals als Chef der Underground Electric Railways Company of London (UERL) in den 1930er Jahren das Londoner Verkehrswesen transformierte und für eine moderne und einheitliche Designsprache in allen Bereichen sorgte. Mehr zu diesem herausragenden Design insbesondere bei Plakaten und Postern im Stil des Art Deco gibt es hier im Beitrag.

Das Ufo ist gelandet! Und zwar schon 1933 mitten in Southgate im Norden von London. ©SCRITTI

Im Frühjahr 2023 hatte ich zum ersten Mal die Möglichkeit, die U-Bahn-Station Southgate an der Piccadilly Line im Norden von London im Original zu besichtigen, nachdem ich diese schon lange auf meiner Liste hatte. Für mich ist dieses elegante runde Gebäude, das wie ein gerade gelandetes Ufo mitten in Southgate sitzt, ein Meisterwerk unter den vielen Stationen, die Charles Holden in den 1920er und 1930er Jahren für die Londoner U-Bahn entworfen hat und die heute in der Regel unter Denkmalschutz stehen. Wenn man einmal auf die herausragenden Gebäude von Charles Holden aufmerksam geworden ist, sieht man schnell seine Handschrift auch bei anderen Bauten für die Londoner U-Bahn. Auch hundert Jahre nach deren Entstehen überzeugen sie immer noch durch Modernität, Funktionalität und zeitloses Design.

Von Charles Holden gestaltete, modernistische Gebäude aus den 1930er Jahren sind auch jedes Jahr Bestandteil des Open House London Festivals im September und können wie etwa das Senate House bei dieser Gelegenheit besichtigt werden. Alles was man rund ums Open House Festival wissen muss, steht hier im Beitrag.

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Architektur-Erlebnis: Art Deco in London (Teil 2)

Im Londoner Stadtteil Ealing kann man auf Entdeckungstour nach ikonischen Art Deco Gebäuden aus den 1930er Jahren gehen.

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London ist für jeden Architektur-Interessierten ein wahres Mekka mit Gebäuden, die teils um Jahrhunderte zurückreichen und heute immer noch in Teilen existieren. Die Kirche St Bartholomew-the-Great in Smithfield etwa gilt als älteste Gebetsstätte von London, die bis ins Jahr 1123 zurückreicht und auch heute noch Gebäudeteile aufweist, die hunderte von Jahre alt sind. Obwohl es auch in London während des „Blitz“ im Zweiten Weltkrieg starke Zerstörungen gab, haben doch sehr viele representative Gebäude vor allem aus den 1920er und 1930er Jahren bis heute überlebt. Besonders in den Vorstädten, in den „Suburbs“ lassen sich noch viele interessante Gebäude finden, die man heute rückblickend dem Stil des Art Deco zuordnet. Viele Vorstädte im Westen von London entstanden in jener Epoche zwischen den beiden Weltkriegen, als die Moderne das allgemeine Leben erfasste und den Menschen ganz neue Annehmlichkeiten des Lebens außerhalb der engen Innenstadt versprach.

Dank schneller Eisenbahn- und U-Bahn-Verbindungen und preiswerter Immobilienfinanzierung ergaben sich so für Hunderttausende ganz neue Perspektiven. Der moderne Pendler und „Commuter“ war geboren. Besonders der dicht besiedelte Westen von London glänzt bis heute mit zahlreichen Art Deco Schätzen, die in der Boom-Zeit der 1930er Jahre entstanden. Das reicht von Kinos über Fabriken, Kaufhäuser, Apartmentblocks, Wohnhäuser und Verwaltungsgebäude bis zu Kirchen.

Das Hoover Building in Perivale an der Western Avenue Ausfallstraße von Mitte der 1930er Jahre wurde sorgfältig restauriert und war einst die britische Zentrale der gleichnamigen amerikanischen Staubsauger Marke. ©SCRITTI

Alleine im Stadtteil Ealing, der mit über 367.000 Einwohner*innen zum drittgrößten Bezirk (Borough) von Greater London zählt, kann man ganze Tage mit der Suche nach beeindruckenden Art Deco Gebäuden von London verbringen. Eine Karte mit den interessantesten Locations für den London Ealing Art Deco Walk findet sich am Ende dieses Beitrags.

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Stadtspaziergang: London Ealing, kompakte Kleinstadt mit Charme

Der Stadtteil Ealing im Westen von London hat mit der Elizabeth Line eine hervorragende Anbindung und eignet sich nun gut als Standort für den Städte-Trip.

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Im März 2023 bin ich bei zum ersten Mal im Londoner Stadtteil Ealing im Westen der Stadt gelandet. Anlass dafür war mein Besuch der Open Depot Days im benachbarten Acton Depot des London Transport Museums, die meist nur an drei Wochenenden im Jahr stattfinden und über die ich hier im Beitrag berichte. Ich war positiv überrascht über den Stadtteil am westlichen Ende von London, der mit über 367.000 Einwohner*innen zum drittgrößten Bezirk (Borough) von Greater London zählt. Er umfasst dabei sieben größere Ortschaften, nämlich Acton, Ealing, Greenford, Hanwell, Northolt, Perivale und Southhall. Ealing ist auch bekannt als die „Queen of the Suburbs“ wegen der vielen Parks und grünen, von Bäumen gesäumten Straßen. Zudem gibt es in der Gegend einige wichtige und gut erhaltene Art Deco Gebäude aus den 1930er Jahren wie das weltberühmte Hoover Building, für die ich hier im Beitrag eine kleine Architektur-Tour zusammengestellt habe.

Broadway und New Broadway in Ealing sind die Hauptverkehrsachsen mit Einkaufsmöglichkeiten in Shopping Centern und sehr vielen Cafés und Restaurants. ©SCRITTI

Mit dem Bahnhof Ealing Broadway hat der Bezirk zudem einen großen Nahverkehrsknoten. Hier im Westen enden einerseits die U-Bahnen der Central Line und der District Line aus dem Zentrum von London kommend. Es stoppen auch Regionalzüge von Great Western auf der Great Western Mainline, der Hauptstrecke Richtung Westen. Das größte Plus aber ist die Elizabeth Line, die neue Ost-West-Bahnlinie, die seit ihrer Eröffnung im Mai 2022 in Ealing Broadway hält, und nun unglaublich schnelle Verbindungen in die Innenstadt von London ermöglicht. Die Fahrt mit dem Zug der Elizabeth Line dauert nur 22 bis 24 Minuten bis ins Zentrum von London.

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Zwischenstopp: Die digitale Zukunft der Kunst im Outernet London

Am Eingang zur U-Bahn Station Tottenham Court Road im Zentrum von London gibt es kostenlos atemberaubende, immersive 360 Grad Kunst.

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UPDATE April 2025: Aktuelle empfehlenswerte Installationen, die ich gesehen habe, sind Nature’s Confetti, The Dawn of Venus, das interaktive The Rain oder Squares Cubed. Teilweise laufen diese auch nur saisonal wie etwa das Baumblüten-Spektakel Nature’s Confetti. Mehr dazu hier im Beitrag. Das interaktive Tetris begeistert viele junge und alte Computerspieler. Außerdem laufen zu bestimmten Zeiten auch weiterhin Forsaken, der bildgewaltige und beliebte Butterfly Trail oder The Summer Palace. Die genauen Zeiten für die Shows gibt es in der Outernet App oder auf der Outernet Webseite unter What’s on.

Ein Grund, warum ich und viele andere immer wieder gerne nach London kommen: Hier gibt es einfach Dinge, die es sonst nirgends gibt. Und die einem im Idealfall den Atem rauben! Insbesondere wenn es um Kunst, Kultur und Technik der Gegenwart geht. Nicht nur die Show ABBA Voyage mit den leibhaftigen virtuellen Abbildern der vier Schweden im Jahr 1979 ist ein überwältigendes Erlebnis, wie ich in diesem Blog bereits hier und hier berichtet habe. Ein ähnlich beeindruckendes Spektakel findet sich seit Ende 2022 mit der größten digitalen Galerie Europas im Now Building von Outernet. Und dieses ist auch noch kostenlos! Outernet ist ein ganzer Komplex aus verschiedenen Locations rund um die U-Bahn-Station Tottenham Court Road am Übergnag zur Oxford Street. Das Unternehmen beschreibt sich selbst als immersive entertainment district in the heart of London where communities come together to enjoy culture in breathtaking new ways. We’ve brought together the best content and latest immersive technology to create new experiences for music, arts, culture and creators.

Room to Breathe: Den ganzen Tag über laufen in den beiden Räumen von Outernet an der Station Tottenham Court Road gigantische digitale Installationen. ©SCRITTI

Wenn man am neu gebauten Zugang zur Elizabeth Line an der Station Tottenham Court Road in den Untergrund geht oder diesen verlässt, läuft man mehr oder weniger direkt auf die offenen, digitalen Räume im Now Building zu. Quasi im Vorbeigehen kann man hier kostenlos in phantastische 360 Grad Rauminstallationen eintauchen. Ein großer und ein kleinerer Raum sind rundum mit digitalen Leinwänden ausgekleidet und ermöglichen so unglaubliche digitale Projektionen und Erfahrungen. Was da vom Boden bis zur Decke passiert, ist wirklich atemberaubend und lässt die vorbeilaufenden Menschen innehalten – was natürlich durchaus gewollt ist, etwa mit der Installation „Room to Breathe“ in dem kleineren Raum.

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Die schönsten Bahnen: Zeitreise mit der Bluebell Railway in Sussex

Die historische Bluebell Railway befindet sich nur eine Stunde Bahnfahrt von London entfernt und bezaubert durch Dampfzugfahrten in satt grüner Landschaft mit blauen Bluebells Blumen im Frühjahr.

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Jetzt im Frühjahr beginnt wieder die Saison der historischen Eisenbahnen. In Großbritannien werden diese Heritage Railways genannt. Es geht also weniger um Nostalgie, sondern um die Eisenbahn als kulturelles Erbe und „lebendige Geschichte“. In kaum einem anderen europäischen Land gibt es so viele historische Eisenbahnen, die in der Regel ehrenamtlich von Vereinen am Leben erhalten und mit historischen Fahrzeugen betrieben werden. Die Briten lieben ihre Eisenbahnen! Eine Übersicht mit Landkarte und Veranstaltungskalender bietet die Webseite Heritage-Railways.com. Meist geht es dabei um Strecken, die in den 1960er Jahren durch den Kahlschlag der so genannten „Beeching Axe“ stillgelegt wurden. Damals ging auch in Großbritannien der Trend hin zum Automobil, und die staatliche Eisenbahn British Rail kämpfte wie überall mit veralteter Technik, vernachlässigter Infrastruktur und vermeintlich hohen Kosten. Richard Beeching hat deshalb im Auftrag der Regierung zwei Papiere verfasst: The Reshaping of British Railways (1963) und The Development of the Major Railway Trunk Routes (1965), die das Schicksal vieler Nebenstrecken wegen vermeintlicher Unwirtschaftlichkeit besiegelten. Wir kennen das gleiche Vorgehen aus Deutschland, wo bis in die 1990er Jahre tausende Bahnkilometer von der Deutschen Bahn stillgelegt wurden, weil die Bahn als altmodisch und teuer und Busverkehr vermeintlich als modern und als wirtschaftlich galt. Die Konsequenzen insbesondere fürs Klima sind bekannt.

Auf der 17,7 Kilometer langen Bluebell Railway in West Sussex finden das ganze Jahr über Fahrten mit historischen Dampfzügen in herrlich viktorianischem Ambiente statt. ©SCRITTI

In Großbritannien konnten zum Glück schon recht früh viele solcher zur Stilllegung vorgesehener Strecken von Eisenbahn Enthusiasten übernommen und damit zumindest abschnittsweise für die Zukunft gerettet werden. Heute sind dies wichtige Touristenmagnete, an denen meist am Wochenende Fahrten in historischen Zügen oder Motto Events wie Teatime- oder Dinner-Züge meist in viktorianischem Ambiente geboten werden. Etwa eine Stunde Bahnfahrt von London entfernt findet sich zum Beispiel die Bluebell Railway in herrlicher, typisch englischer Landschaft. Ihren Namen hat die Bahn von den gleichnamigen Glockenblumen, die meist im April entlang der Strecke blaue Blumenteppiche bilden. Um die kleinen Bluebells gibt es in Großbritannien einen regelrechten Hype, wie man im Blog von A decent Cup of Tea nachlesen kann.

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