April-Tipps: Farbenrausch drinnen und draußen, kleine und große Züge, sowie ein ehrwürdiger Geburtstag

Der Frühling ist da, es grünt und blüht schon allerorten. Die besten Kirschblüten findet man meist in Greenwich oder Berlin. Doch auch Hamburg lockt mit allerlei bunten Sachen, und eine Legende der Pop-Musik feiert Geburtstag.

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Die Umstellung auf die Sommerzeit liegt hinter uns, und auch wenn manche Tage noch etwas unterkühlt sind, ist klar: Der Frühling ist da und nicht mehr aufzuhalten! Im vergangenen Jahr musste ich zweimal nach London reisen, um die Kirschblüte 🌸 im Greenwich Park endlich einmal in voller Pracht zu erleben. Am 10. April 2025 war es dann soweit. Obwohl der Greenwich Park mittlerweile ein beliebter Treffpunkt für Influencer aus aller Welt ist, war es trotzdem ein tolles Erlebnis. Wer um diese Jahreszeit in London ist, sollte unbedingt vorbeischauen! Die Kirschblütenallee findet man in der südwestlichen Ecke des Greenwich Parks auf dem Hügel in der Nähe des Ranger’s House. Da die Stelle Wind und Wetter ausgesetzt ist, blühen die Kirschblüten dort deutlich später als an anderen Stellen der Stadt. Kirschblüten gibt es in London in vielen Parks, so auch im Regent’s Park oder in Kew Gardens. Eine Übersicht mit Orten voller Kirschblüten in London gibt es bei Simone im Blog Totally London.

London Greenwich Park Kirschblüten Allee 2025
Beliebt bei Influencern in aller Welt: Ein Tunnel aus Kirschblüten im Greenwich Park Anfang April 2025. ©SCRITTI

Da der Winter in Deutschland doch recht kalt und lange war, stehen die Chancen gut, vor allem in nördlicheren Gefilden auch im April noch auf Kirschblüten zu treffen. Wo man zum Beispiel in Berlin die besten Orte für Kirschblüten findet, steht hier im Beitrag.

Blick hinter die Kulissen von Bahn und Bus in London

London Transport Museum Acton Depot
Historische Busse und Bahnen gibt es in London im Museums Depot in Acton zu entdecken. ©SCRITTI

Ein besonderes Highlight in London jedes Jahr im April sind die ersten Depot Open Days des London Transport Museum im riesigen Depot in Acton im Westen der Stadt. Dieses ist in der Regel nur dreimal im Jahr für Besucher geöffnet, da dort über das Jahr auch ganz normal an der historischen Sammlung von Bussen, Bahnen und Gerätschaften gearbeitet wird. Der nächste Termin zum Besuch des Museum Depots ist von Donnerstag 9. April bis Sonntag 12. April 2026. Das übergeordnete Motto lautet „Icons of London“, da 2026 ein Jahr der Meilensteine im Londoner Verkehrsgeschehen ist. Was es im Museums Depot alles Spannendes zu entdecken gibt, steht hier im Beitrag.

Mit dem Panik-Express durch Hamburg

Miniatur Wunderland Panik-Express Start Udo Lindenberg
Udo Lindenberg persönlich gab das Startsignal für den Panik-Express im Miniatur Wunderland. ©MiWuLa

Keine Panik Leute, der Sonderzug nach Pankow ist in Hamburg angekommen! Der in Hamburg lebende Rockstar Udo Lindenberg feiert dieses Jahr 80 Lebensjahre, und das Miniatur Wunderland in Hamburg wird 25 – da musste das Team vom MiWuLa einfach was zusammen gestalten! 80 Jahre Udo, 8 Jahrzehnte bewegtes Leben, 8 Waggons, die diese Reise widerspiegeln. In einem aktuellen Video im Youtube-Kanal vom MiWuLa wird erzählt, wie die Modellbauer dieses geniale Projekt verwirklicht haben und wie Udo Lindenberg höchstpersönlich den einzigartigen Panik-Express auf die Reise schickt. Dieser dreht nun im Deutschland-Abschnitt des Miniatur Wunderlands fröhlich seine Runden. Daher…keine Panik! Mehr über die phantastischen Welten im Miniatur Wunderland gibt es hier im Beitrag.

Und wenn man gerade in Hamburg ist, sollte man unbedingt noch ein weiteres einzigartiges Highlight mitnehmen!

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Kulturtipp: Yayoi Kusamas psychedelisches Universum voll farbenfroher Punkte

Das Museum Ludwig in Köln präsentiert bis 2. August 2026 eine umfangreiche Werkschau der inzwischen 97 Jahre alten japanischen Künstlerin Yayoi Kusama. Über 300 Werke und immersive psychedelische Rauminstallationen entführen den Betrachter in eine ganz besondere Welt, die von farbenfrohen Punkten dominiert ist und in die man unbedingt eintauchen sollte.

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Was: Große Werkschau über die Kunst von Yayoi Kusama (*1929, Matsumoto)
Wo: Museum Ludwig Köln
Wann: 15. März 2026 bis 2. August 2026, Täglich (außer Montag) 10 bis 18h oder 20h

Das Museum Ludwig in Köln widmet im Jahr 2026 anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums der legendären japanischen Künstlerin Yayoi Kusama eine große Ausstellung über ihr Lebenswerk. Über 300 Installationen, Bilder und Objekte sind seit dem 14. März 2026 auf mehreren Etagen im Museum Ludwig in unmittelbarer Nachbarschaft des Kölner Doms und des Kölner Hauptbahnhofes zu entdecken. Sie geben tiefe Einblicke in die faszinierende Welt einer Künstlerin, die kürzlich am 22. März 2026 sage und schreibe 97 Jahre alt wurde. Das Werk der 1929 geborenen japanischen Künstlerin ist vor allem für die obsessive Wiederholung von Mustern, immersive Installationen und die Verschmelzung von persönlicher Psychologie mit visueller Kunst bekannt. Die Kunst von Yayoi Kusama ist eine Antwort auf Halluzinationen, die sie seit ihrer Kindheit erlebt. Halluzinationen, in denen sie den eigenen Körper und die Umgebung von Punkten, Blüten und anderen Wiederholungsmustern überwuchert wahrnahm. Bereits auf dem frühesten Bild in der Ausstellung, einer Kinderzeichnung aus dem Jahr 1934, sind diese Punkte sichtbar. Die Kunst dient ihr seitdem als Katharsis und Bewältigungsmechanismus, um Ängste abzubauen.

Köln Museum Ludwig Exhibition Yayoi Kusama 2026
Am Eingang zur Ausstellung über das Lebenswerk von Yayoi Kusama im Museum Ludwig in Köln wird der Besucher bereits auf eine Welt voller runder, störender Objekte eingestimmt. ©SCRITTI

Bei meinem Besuch in der ersten Woche nach der Eröffnung war die Ausstellung auch mehr als gut besucht. Auf mehreren Ebenen präsentiert das Museum Ludwig wichtige Stationen aus dem Schaffen von Yayoi Kusama. Es gibt frühe Zeichnungen, Gemälde, zahlreiche Skulpturen bis hin zu speziellen Räumen mit Spiegeln und Lichtreflexen, die einen in psychedelische Dimensionen entführen. Das optische Highlight und Liebling des Publikums ist sicherlich ein hoher Raum über zwei Etagen, der komplett von überdimensionalen schwarzen Tentakeln mit gelben Punkten durchzogen ist, die einen verblüffenden Effekt auslösen.

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London Transport: Herausragendes Design im Stil des Art Deco

Das London Transport Museum zeigt in einer neuen Ausstellung die Bedeutung und den Einfluss des Art Deco auf die Gestaltung von Postern, die Fahrgastkommunikation und die Designsprache des Nahverkehrs in London bis heute.

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Was:Art deco: the golden age of poster design“, Ausstellung mit Postern und Grafikdesign
Wo: London Transport Museum in Covent Garden
Wann: 21. November 2025 bis Frühjahr 2027. Der Eintritt zur Global Poster Gallery innerhalb des Museums ist im Eintritt enthalten.

Die Moderne und vor allem der Stil des Art Deco spielen eine herausragende Rolle in der Designsprache und der Wahrnehmung des öffentlichen Verkehrs in London. Das liegt vor allem daran, dass viele maßgebliche Entwicklungen in den 1920er und 30er Jahren stattfanden, in denen die Londoner U-Bahn weit in die Vororte expandierte und in der Folge dort das klassische „Suburbia“ mit großen Wohnanlagen und neuen Stadtzentren entstand. Diese ganze Zeit wurde maßgeblich von zwei herausragenden Persönlichkeiten geprägt, die sich den Prinzipien der Moderne und des Zeitgeistes verpflichtet fühlten: Frank Pick und Charles Holden. Frank Pick war von der Gründung des London Passenger Transport Board im Jahr 1933 bis 1940 dessen Geschäftsführer und stellvertretender Vorsitzender und weitgehend für das Design des Londoner Transportwesens, dessen Schrift oder das klassische rote runde Logo (Roundel) verantwortlich. Eng an Picks Seite arbeitete Architekt Charles Holden, der für eine Vielzahl der in dieser Zeit entstandenen, modernistischen U-Bahn-Gebäude verantwortlich war, die sich durch geometrische Formen, stromlinienförmige Kurven und funktionale Schönheit auszeichnen. Mehr zur Architektur von Charles Holden in London findet sich hier im Beitrag.

So ist es kein Wunder, dass die Archive des London Transport Museum voll sind mit Objekten aus der Zeit des Art Deco. Das Museum erzählt in den ehemaligen Hallen des Blumenmarktes von 1872 in Covent Garden seit 1980 in beeindruckender Weise und mit vielen Exponaten die Geschichte der Mobilität in London und ist immer wieder einen Besuch wert.

London Transport Museum Global Poster Gallery
In einem abgegrenzten Bereich innerhalb des London Transport Museums gibt es in der Global Poster Gallery die Ausstellung mit zahlreichen Postern im Stil des Art Deco. ©SCRITTI

Eine neue Ausstellung mit dem Titel Art deco: the golden age of poster design in der Global Poster Gallery innerhalb des Museums beleuchtet seit kurzem den Einfluss des Art Deco auf das Kunst- und Designerbe des Londoner Nahverkehrs. Anlässlich des 100. Jahrestages der Pariser Weltausstellung von 1925, auf der rückblickend Art Deco seinen Ursprung hat, bietet diese Ausstellung die Gelegenheit, mehr über diesen so prägenden Stil in Design und Architektur zu erfahren und einzigartige, noch nie öffentlich ausgestellte Kunstwerke zu entdecken.

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Kulturtipp: Der Film The Clock – Minute um Minute, 24 Stunden lang

„The Clock“ ist ein faszinierendes cineastisches Meisterwerk von Christian Marclay, das über 24 Stunden Minute für Minute Szenen aus einem Jahrhundert Filmgeschichte aneinander reiht, die ein spannendes Kaleidoskop des menschlichen Alltags ergeben. BIs Ende Januar wird The Clock in der Neuen Nationalgalerie Berlin gezeigt.

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Was:The Clock“, 24-stündige Videoarbeit von Christian Marclay
Wo: Neue Nationalgalerie Berlin
Wann: 29. November 2025 bis 25. Januar 2026

Die Neue Nationalgalerie am Kulturforum in Berlin präsentiert noch bis 25. Januar 2026 das cineastische Meisterwerk The Clock des Videokünstlers Christian Marclay. Täglich zehn Stunden lang von 10 bis 20 Uhr (außer montags). Für die Präsentation des Werks wurde in dem ikonischen modernistischen Glaspavillon von Architekt Ludwig Mies van der Rohe, der erst im August 2021 nach jahrelanger Restaurierung wiedereröffnet wurde, im Erdgeschoss ein kompletter Kinoraum errichtet. The Clock von Christian Marclay ist eine 24-stündige Videoarbeit, die anhand eines Jahrhunderts Filmgeschichte den realen Zeitverlauf synchron nachzeichnet. Seit ihrer Premiere in London im Jahr 2010 und dem Gewinn des Goldenen Löwen bei der 54. Biennale di Venezia am 4. Juni 2011 hat die Arbeit große Aufmerksamkeit erregt und wurde seither in weltweit bedeutenden Museen gezeigt wie dem Centre Pompidou in Paris, der Tate Modern in London oder dem MoMA in New York. Nun ist The Clock erstmals in Berlin zu sehen und zwar noch bis Ende Januar 2026. Es gibt weltweit nur sechs Kopien des Meisterwerks, und der Künstler hat verfügt, dass der Film nie zeitgleich an mehreren Orten gezeigt werden darf.

Neue Nationalgalerie Berlin The Clock
Die Neue Nationalgalerie in Berlin zeigt bis Ende Januar 2026 das Meisterwerk The Clock von Christian Marclay. ©SCRITTI

Wir haben uns The Clock an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zu unterschiedlichen Zeiten angesehen und konnten uns nur schwer der Magie dieses grandiosen Werkes entziehen. Wir haben jeweils eineinhalb bis zwei Stunden The Clock verfolgt, und es wurde uns in keinem Moment langweilig. Im Gegenteil! Das Werk verfügt über alles, was einen guten Film ausmacht: Ironie, Witz, Spannung, eine oft verblüffende Geschichte und eine perfekt begleitende Filmmusik. Der Künstler Christian Marclay hat in The Clock mit einem Team über drei Jahre in akribischer Kleinarbeit tausende – wirklich tausende! – Szenen aus einem Jahrhundert Filmgeschichte aneinander gereiht und ein 24 Stunden dauerndes Epos geschaffen, das durch einen ganz besonderen Effekt zusammengehalten wird.

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Architekturerlebnis: Jedes Jahr neue Highlights beim Open House Festival London

Das jährliche Open House Festival in London ist ein absolutes Highlight für alle Fans von Architektur und Geschichte und bietet Einblicke hinter sonst verschlossene Türen.

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Nicht nur für Architektur Fans bringt der September jedes Jahr ein absolutes Highlight: Das Open House Festival in London, veranstaltet von der gemeinnützigen Organisation Open City. Das Open House Festival London ist eines von weltweit über 60 gleichnamigen Events in unterschiedlichen Städten und findet jedes Jahr hauptsächlich am zweiten und dritten Wochenende im September statt. Insgesamt läuft das Architekturfestival über einen Zeitraum von acht Tagen vom 13. bis 21. September 2025 mit Veranstaltungen auch unter der Woche. In diesen Tagen gibt es unzählige Möglichkeiten für Fans von Architektur und Geschichte, hinter ansonsten verschlossene Türen zu blicken und so manchmal unglaubliche Entdeckungen zu machen. Und Open City verspricht, dass es 2025 so viele Gebäude wie noch nie gibt und ebenso viele Überraschungen für die Besucher.

BAPS Shri Swaminarayan Mandir London Tempel
Der beeindruckende Hindu Tempel BAPS Shri Swaminarayan Mandir im Westen von London öffnet seine Türen auch wieder für das Open House Festival am Wochenende 20. und 21. September 2025. ©SCRITTI

Egal ob in Kirchen, großen historischen Komplexen, öffentlichen Gebäuden oder in kleinen Privatwohnungen. Im Mittelpunkt stehen dabei, wie der Name schon sagt „offene Häuser“ und Räume, die man besichtigen kann und die in der Regel in der restlichen Zeit des Jahres nicht zugänglich sind. Es beteiligen sich an dem Festival sehr viele Freiwillige, Institutionen und auch Privatleute, die einen Einblick in ihre besonderen Häuser und Wohnungen gewähren. In der Regel geschieht dies kostenlos. Seit Mitte Juli ist das Programm mit den teilnehmenden Gebäuden am Open House Festival 2025 nun auf der Open House Webseite online, und man kann sich schon mal durch Hunderte von Gebäuden arbeiten und die interessanten Objekte vormerken. Auf der Open House Webseite gibt es eine Vorauswahl mit den Kategorien „Drop ins“ (also Objekte, in die man einfach reinschauen kann), geführte Touren oder „Walking Tours“.

Die interessantesten und bekanntesten Gebäude sind meist so stark nachgefragt, dass ein Zugang nur per Losverfahren möglich ist. Die Details zu den Gebäuden in der diesjährigen Verlosung und die Termine für die Verlosungen wurden Ende Juli bekannt gegeben und finden sich hier. Ab Mittwoch, den 20. August 2025 kann man sich dann für den Besuch der übrigen Gebäude registrieren, sich für Touren anmelden und sich auf der Webseite seine persönliche Besuchsliste zusammenstellen.

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Juni-Tipps: Kühle Gärten, beschauliche Kanäle und endlose Strände

London lockt im Juni mit einem großen Garten-Festival oder beschaulichen Bootsfahrten auf dem Regent’s Kanal. Jenseits des Trubels bietet sich ein entspannter Tag am Meer an.

Das Pfingstwochenende wird auch in London wohl sehr voll werden. Zumal wieder jede Menge Events angesagt sind, und auch die Open Air Saison mit Festivals, Ausstellungen und Musikveranstaltungen begonnen hat. Ein Highlight am ersten Juni-Wochenende ist auf jeden Fall das beliebte Event London Open Gardens. Unzählige Gärten, die sonst für die Allgemeinheit verschlossen sind, öffnen am 7. und 8. Juni 2025 ihre Pforten und lassen die Besucher in über 100 kleinere und größere grüne Oasen eintauchen.

London Belgravia Eccleston Square Garden
Bei London Open Gardens gibt es Einblicke in Gärten wie am Eccleston Square in Belgravia. ©SCRITTI

Egal ob Dachgärten, Community Gardens, kleine Parks, historische Anlagen oder ganz private Hausgärten, die Auswahl ist riesig. Es werden auch Rundgänge oder Gesprächsrunden mit den Menschen angeboten, die Grünflächen für Natur, Klima und die Stadtbewohner pflegen und erhalten. Man muss Tickets buchen, um Zutritt zu den Gärten zu bekommen oder um an Walks, Führungen und Radtouren teilzunehmen.

Seltene Einblicke in die Verkehrsgeschichte

London Transport Museum Acton Depot
Historische Busse und Bahnen gibt es im Museums Depot in Acton zu entdecken. ©SCRITTI

Am ersten Juni-Wochenende gibt es zum zweiten Mal in diesem Jahr Tage der Offenen Tür im Museums Depot in Acton vom London Transport Museum. In den großen Hallen wird alles gesammelt und aufbewahrt, was bedeutend für den Londoner Nahverkehr war. An drei Wochenenden im Jahr gibt es jeweils einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des Depots mit rund 320.000 Objekten. Das Motto an den drei Tagen von Freitag 6. Juni bis Sonntag 8. Juni ist „All Signals Green“: Im Zentrum steht das Thema Nachhaltigkeit und wie Londons Öffentlicher Verkehr noch grüner werden kann. Es gibt auch immer Führungen und Diskussionsrunden und ein umfangreiches Programm für Kinder. Was es im Museums Depot alles Spannendes zu entdecken gibt, steht hier im Beitrag.

Am und auf dem Kanal durch den Norden von London

Regent's Canal Little Venice Narrow Boats
Mitten in London leben Menschen auf dem Regent’s Canal idyllisch auf Hausbooten. Eine der bekanntesten Bootsbewohnerin ist die deutsche ARD London Korrespondentin Annette Dittert. ©SCRITTI

Sonnige und heiße Sommertage verbringt man auch in London am besten am oder auf dem Wasser. Möglichkeiten für Bootstouren die Themse rauf und runter gibt es genügend, egal ob mit privaten Ausflugsschiffen oder ganz einfach mit dem River Bus im Linienverkehr. Ein etwas versteckteres Highlight sind die gemütlichen Bootsfahrten über den Regent’s Canal zwischen Camden und Little Venice, eine kleine grüne Oase mitten in London. Hier kann man auch sehr schön parallel zum Kanal nach Primrose Hill oder bis nach King’s Cross flanieren und eher unbekannte Seiten von London entdecken. Mehr dazu steht hier im Beitrag.

Worthing statt Brighton: Ein entspannter Tag am Meer

Wem es in London dann trotzdem zu heiß wird, der kann die Gelegenheit ja auch für einen Tagestrip ans Meer nutzen. Zum Glück ist das Meer von London aus ja schon nach einer Stunde Bahnfahrt erreichbar.

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London Spezial: Hidden Underground Touren in die Vergangenheit der U-Bahn

Die sehr beliebten Touren vom London Transport Museum durch stillgelegte U-Bahn Stationen und aufgegebene Tunnel entführen in eine faszinierende Welt tief im Untergrund und in die Vergangenheit von London.

Update Februar 2026: Es können wieder über das London Transport Museum neue Tickets für die beliebten „Hidden London“ Underground Touren bis September 2026 gebucht werden. Newsletter-Abonnenten können über einen speziellen Link bereits 24 Stunden vorher exklusiv Tickets für kommende Touren kaufen.

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Das London Transport Museum am Covent Garden (das übrigens wirklich einen Besuch wert ist, da über das Transportsystem von London auch viel über die geschichtliche Entwicklung der ganzen Stadt erzählt wird!) bietet regelmäßig als „Hidden London“ geführte Touren im Londoner Untergrund an. Ähnlich wie beim Verein Berliner Unterwelten geht es dabei um stillgelegte oder nicht mehr genutzte Tunnel, versteckte oder aufgegebene Stationen und geheime Wege im weit verzweigten Londoner U-Bahn System. Die Touren bieten meist nur Platz für wenige Teilnehmende und sind daher oft Monate im Voraus ausgebucht.

London Charing Cross Station Hidden London Underground Tour Escalators
Gespenstische Atmosphäre im stillgelegten Bereich der U-Bahn unter dem Bahnhof Charing Cross. ©SCRITTI

Um rechtzeitig Informationen über Termine und Tickets zu bekommen, abonniert man am besten den Newsletter des London Transport Museums. Die nächste Runde im Ticket-Verkauf startet am Mittwoch, den 25. Februar 2026. Newsletter-Abonnenten erhalten schon einen Tag vorher einen exklusiven Link, über den die begehrten Tickets erworben werden können. Es wird empfohlen, sich einen Account beim London Transport Museum zuzulegen, um den Ticketkauf zu beschleunigen. Aktuell kosten die Tickets für eine Tour pro Person meist zwischen 40 und 45 Pfund. Nicht gerade günstig, aber es lohnt sich auch für Nicht-Tube-Nerds! Die Touren dauern meist zwischen 75 und 90 Minuten.

Auf dem Programm stehen neben den Touren Euston: The Lost Tunnels und Charing Cross: Behind the silver screen, über die ich nachfolgend im Beitrag berichte, zum Beispiel Piccadilly Circus: The Heart of London, Baker Street: the world’s first Underground oder Aldwych: The End of the Line. Es gibt inzwischen auch noch eine oberirdische Walking Tour Secrets of central London durch das Theaterland und Covent Garden. Dieser Rundgang enthüllt wenig bekannte Fakten über die Gegend, die direkt aus den Archiven des London Transport Museum stammen. Man erfährt außerdem, wie bekannte Straßen die Londoner Verkehrsinfrastruktur prägten – vom Bau der Piccadilly Line und des Kingsway Tram Tunnels bis hin zum Bau der Elizabeth Line in den 2010er-Jahren. Aufregender sind jedoch sicherlich die Touren durch verlassene Tunnel und Bahnhöfe im Untergrund.

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London Spezial: Die Geschichte von U-Bahn, Bus und Tram in der Metropole

Das London Transport Museum beherbergt im Depot im Stadtteil Acton eine Vielzahl historischer Fahrzeuge und Materialien aus der Londoner Verkehrsgeschichte.

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UPDATE 2026: Der nächste Termin zum Besuch des Museum Depots in Acton vom London Transport Museum ist von Donnerstag 9. April bis Sonntag 12. April 2026. Das übergeordnete Motto lautet „Icons of London“: 2026 ist ein Jahr der Meilensteine mit 120 Jahre Bakerloo-Linie, 70 Jahre seit der Einführung der berühmten roten Routemaster-Busse und 10 Jahre Night Tube. Von Plakatkunst über ikonische Designstücke bis hin zum weltberühmten Design der Tube Map und der Londoner Fahrzeuge können Besucher im Depot in eine Sammlung mit über 320.000 Objekten eintauchen. Weitere Termine für die Depot Open Days sind Freitag, 3. bis Sonntag 5. Juli 2026 sowie Freitag, 18. bis Sonntag 20. September 2026. Bei der Veranstaltung gibt es immer auch Führungen zu den unterschiedlichsten Themen.

Das London Transport Museum ist eine Institution und immer wieder einen Besuch wert. Auf sehr anschauliche Weise wird hier in ehemaligen Markthallen von 1871 in Covent Garden seit 1980 die Geschichte der Mobilität in London erzählt. Von den Anfängen mit Pferdekutschen bis zum heute ausgedehnten Verkehrsnetz mit U-Bahnen, Tram, DLR, Overground und natürlich den berühmten Doppelstockbussen. Über das Verkehrswesen in London wird auf spannende Weise auch die Entwicklung der Stadt zur heutigen Größe erzählt. Ohne den Bau der Eisenbahn- und U-Bahn-Linien ins Umland wäre die heutige Struktur der Stadt überhaupt nicht möglich gewesen. Ohne öffentliche Verkehrsmittel wäre ein Leben in London undenkbar. Im Museum am Covent Garden gibt es auch eine Auswahl an typischen Fahrzeugen der Londoner Verkehrsgeschichte.

Im Acton Depot des London Transport Museums gibt es eine große Sammlung von Omnibussen, Trams und U-Bahnen aus allen Epochen. ©SCRITTI

Da der Raum mitten in der Innenstadt ohne adäquaten Gleisanschluss natürlich begrenzt ist, verfügt das London Transport Museum noch über eine weniger bekannte Außenstelle: Das Museum Depot in Acton im Westen von London mit direktem Anschluss an das Londoner U-Bahn-Netz. In diesem Depot werden U-Bahnen, Busse und allerlei andere Objekte mit Relevanz für die Londoner Transportgeschichte aufbewahrt. Drei- bis viermal im Jahr hat auch die Öffentlichkeit an langen Wochenenden Zutritt. Die nächsten Termine für Open Depot Days in 2026 sind 9. bis 12. April, 3. bis 5. Juli sowie 18. bis 20. September 2026.

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Designerglück: Die Eisenbahn als Objekt für Gestaltung

Im DB Museum in Nürnberg beschäftigt sich eine Sonderausstellung mit der Bedeutung von Design bei der Eisenbahn

Wo: DB Museum Nürnberg, Lessingstraße 6 nicht weit vom Hauptbahnhof neben den Bahngleisen
Anreise: Nürnberg Hauptbahnhof mit Bahn, S-Bahn, Bus
Besonderheit: Geschichte der Eisenbahn in Deutschland, Design und Kommunikation
Unterkunft: Das 2022 eröffnete Premier Inn Nürnberg Opernhaus nicht weit vom Museum entfernt und gegenüber der Nürnberger Altstadt, sowie zahlreiche weitere neue Hotels rund um den Hauptbahnhof

Im DB Museum in Nürnberg in der Nähe des Hauptbahnhofs läuft noch bis zum 12. Juni 2022 eine sehr interessante Ausstellung zum Thema „Design & Bahn.“ Im obersten Stockwerk im Museum für Kommunikation wird ein vertiefender Blick darauf geworfen, wie Design die Entwicklung der Eisenbahn seit den Anfängen im 19. Jahrhundert begleitet und beeinflusst hat. In 20 Episoden wird erzählt, wo Design Bahngeschichte und Bahn Designgeschichte geschrieben hat. Das reicht von der Gestaltung von Fahrzeugen, über die Inneneinrichtung von Zügen oder deren Möblierung bis hin zu Werbung und Marketing.

Gegenüberstellung von Alltagsdesign und Designobjekten bei der Eisenbahn. ©SCRITTI

Vieles wird dem Betrachter vertraut vorkommen, wie zum Beispiel die klassischen gelbgrünen Sitze aus den Intercity-Zügen der 70er Jahre oder die ikonischen Plakate mit dem berühmten Spruch „Alle reden vom Wetter“ und einer blau-beigen Bügelfalten-E10 im Rheingold-Design. Seit der Entwicklung der Marke ICE schließlich ist Design vollends untrennbar mit der Eisenbahn in Deutschland verschmolzen.

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Designerglück: Die knallbunte SPIEGEL-Kantine in Hamburg von Verner Panton

Im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg findet sich mit der SPIEGEL-Kantine der Rest eines ikonischen Designs im Pop Art Stil von Verner Panton aus den 1960er Jahren.

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Wo: Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, am Steintorplatz gegenüber Hamburg Hauptbahnhof
Anreise: Hamburg Hauptbahnhof mit Bahn, S-Bahn, Bus
Designer: Verner Panton (1926-1998)
Besonderheit: Letztes Überbleibsel verschiedener Räume in Pop Art Gestaltung

In den sozialen Medien tauchen immer wieder einmal Fotos von ziemlich abgefahren gestalteten Räumen komplett in Orange, Blau oder Grün auf, die mich neugierig gemacht haben: Ein regelrechter Farbenrausch mit Teppichboden, runden Tischen und Stühlen und kugelförmigen Deckenleuchten komplett in Orange und Lila! Was wie ein Bühnenbild aus einem Stanley Kubrick Film aussieht, gab es tatsächlich in real: Es handelt ich um die ehemalige Kantine im Hamburger Verlagshaus DER SPIEGEL von Verner Panton. Der dänische Architekt und Designer Verner Panton ist vor allem bekannt für seine Stühle aus Kunststoff wie den Panton Chair, einer der wichtigsten Stühle des 20. Jahrhunderts, und die Verwendung knalliger Pop Art-Farben. Der 1998 verstorbene Möbeldesigner und Innenarchitekt entwarf neben Lampen und Möbeln komplette Inneneinrichtungen zum Beispiel für Hotels und eben 1969 auch für das Verlagshaus DER SPIEGEL in Hamburg. Neben der Kantine gestaltete Panton auch eine separate „Snackbar“ sowie die übrige Inneneinrichtung des Verlagshauses. Prägend war Panton auch für die Möbel der Vitra AG in Basel, so dass seine Arbeiten auch im Vitra Design Museum in Weil am Rhein besichtigt werden können, über das ich an anderer Stelle berichte.

Die SPIEGEL-Kantine in Hamburg: Für manche ein (Alp-)Traum in Orange! ©SCRITTI

Für die einen ist die SPIEGEL-Kantine ein echter Pop Art Traum, für die anderen ein regelrechter Alptraum in Orange! Besonders abgefahren: Es gab auch einen Swimmingpool im Keller des Hauses, der in leuchtendem Rosa-orange-blau erstrahlte! Wohl dem, der damals als Journalist für das Nachrichtenmagazin tätig war!

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