September-Tipps: Eine unvergängliche Seele, offene Züge und Häuser sowie exotische Rückkehrer aus einer anderen Zeit

Im September bringt in London das jährliche Open House Festival Einblicke hinter sonst verschlossene Türen von hunderten historischen Gebäuden. In Deutschland lädt der Tag der Schiene in die Welt der Eisenbahn, und in Amsterdam gibt es eine bedeutende Werkschau einer großen Künstlerin, die unerwartet verstorben ist.

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Wie jedes Jahr ist im September noch viel geboten, vor allem im Freien. Eines meiner jährlichen Highlights spielt sich immer in London ab, und in der Regel versuche ich das Open House Festival auch nicht zu verpassen. Doch blicken wir zuerst in die Niederlande: In Amsterdam eröffnet am 11. September 2026 eine ganz besondere Ausstellung, die durch ein tragisches Ereignis plötzlich in einem ganz neuen Licht erscheint. Wie vor kurzem bekannt wurde, ist die großartige japanische Künstlerin Yayoi Kusama am 14. August 2026 im Alter von 97 Jahren in Tokio in einem Krankenhaus friedlich verstorben. Ihr Tod wurde in einer kurzen Nachricht auf ihrer Webseite bekannt gegeben. Dort heißt es unter anderem: Bis zuletzt blieb sie künstlerisch aktiv und legte den Pinsel nie aus der Hand, stets auf der Suche nach der Essenz von ewiger Liebe und der Unvergänglichkeit der Seele. Vom 15. März bis 2. August 2026 war im Museum Ludwig in Köln eine große Werkschau über die Kunst von Yayoi Kusama zu sehen, die ein künstlerisches Schaffen von über 70 Jahren abdeckte und mit mehr als 450.000 Besuchern zu einem absoluten Rekord im Museum Ludwig führte. Ich hatte das große Glück und Vergnügen, diese Ausstellung gleich in der ersten Woche nach der Eröffnung zu besuchen, worüber ich hier im Beitrag ausführlich berichte. Diese große Werkschau über Yayoi Kusama wird nun wie geplant von 11. September 2026 bis 17. Januar 2027 auch in den Niederlanden im Stedelijk Museum in Amsterdam in Kooperation mit der Fondation Beyeler in Basel und dem Kölner Museum Ludwig gezeigt. Nach dem überraschenden Tod der Künstlerin bekommt diese Ausstellung eine ganz unerwartete neue Bedeutung. Man kann davon ausgehen, dass sie noch mehr als die Schau von Köln ein Besuchermagnet sein wird. Grund genug, Amsterdam (oder meine Empfehlung: Rotterdam) für eine Reise in den Blick zu nehmen. Bald gibt es mehr dazu im Blog.

Ein Wochenende rund um Züge in Deutschland

Schienenbus Roter Flitzer
Mit dem Schienenbus Roter Flitzer gibt es zum Tag der Schiene 2026 Sonderfahrten von Stuttgart nach Rastatt. ©SCRITTI

Bevor wir in den Zug nach Amsterdam einsteigen, werfen wir jedoch einen Blick hinter die Kulissen des Bahnverkehrs in Deutschland. Am Wochenende vom 18. bis zum 20. September 2026 findet zum fünften Mal deutschlandweit der „Tag der Schiene“ statt. Überall in Deutschland werden spannende Aktionen geboten, egal ob in Bahnhöfen, Museen oder bei Rundfahrten mit historischen oder modernen Fahrzeugen. Koordiniert werden die in diesem Jahr über 280 Veranstaltungen vom Bündnis Allianz pro Schiene. Deren Geschäftsführer Dirk Flege sagt: „Überall im Land freuen sich Bahnbeschäftigte, Ehrenamtliche, Kulturschaffende und Eisenbahnfans darauf, ihre Begeisterung mit den Besucherinnen und Besuchern zu teilen.“ Alle Veranstaltungen zum Tag der Schiene findet man hier.

Eine Woche lang offene Türen in London

London Harrow Zoroastrian Centre
Beim Open House Festival London kann man hinter die Kulissen von zahlreichen Gebäuden blicken wie etwa dem ehemaligen Art Deco Kino in Harrow. ©SCRITTI

Fast zeitgleich gibt es in London Einblicke hinter viele sonst verschlossene Türen: Das jährliche Open House Festival in London ist ein absolutes Highlight für alle Fans von Architektur und Geschichte. Hunderte bekannte und weniger bekannte Gebäude machen jedes Jahr im September mit und bieten meist kostenlose Besichtigungen und Touren an. Darunter gibt es so ikonische Orte wie der Sitz des Britischen Premierministers in 10 Downing Street oder das BBC Broadcasting House. Insgesamt läuft das Architekturfestival über einen Zeitraum von acht Tagen vom 12. bis 20. September 2026 mit Veranstaltungen auch unter der Woche. Wie man bei Open House dabei sein kann und welches meine persönlichen Architektur-Highlights sind, erfährt man hier im Beitrag.

Immer öfter schöner Schlafen in Deutschland

Premier Inn Hotel Berlin Alexanderplatz Plus Zimmer
In Deutschland gibt es inzwischen 75 Premier Inn Hotels, von denen viele auch Plus-Zimmer anbieten. ©SCRITTI

Die Expansion der britischen Hotelkette Premier Inn in Deutschland geht unvermindert weiter. Am 26. August 2026 wurde tatsächlich bereits das 75. Premier Inn Hotel in Deutschland eröffnet! Und zwar mitten in der Innenstadt von Halle (Saale). Somit kann man jetzt auch in Halle bequem und preiswert übernachten, sollte man mal wieder mit der Deutschen Bahn unvermittelt stranden. Weitere Premier Inn Hotels in Deutschland wurden zwischenzeitlich auch in Bremerhaven, Koblenz oder Göttingen eröffnet. Dazu kamen zusätzliche Standorte zu den bereits bestehenden in Freiburg, München, Hamburg, Hannover, Stuttgart und Berlin. Ein zweites Haus soll es demnächst auch noch in Mannheim und Konstanz geben. Am Bodensee findet sich neben dem bestehenden Premier Inn Hotel in Konstanz auch noch eines in Lindau nicht weit vom Seeufer. Einem entspannten Urlaub in geschmackvoll eingerichteten Zimmern mit super bequemen Betten und Blick auf die Alpen steht also nichts mehr im Weg! Warum ich von den neuen Premier Inn Hotels begeistert bin und welche besonderen Empfehlungen ich habe, steht unter anderem hier im Beitrag.

Die Dinosaurier sind zurück!

London Crystal Palace Park Dinosaurier
Aus einer anderen Zeit: Die historischen Dinosaurier im Crystal Palace Park. ©SCRITTI

Crystal Palace wird immer mehr zu einer festen Größe auf der Landkarte Londons. Wie entspannt das Leben in dem hügeligen Stadtteil im Süden von London ist inklusive toller Ausblicke auf die Skyline von London, darüber habe ich hier im Beitrag berichtet. Bekannt ist Crystal Palace vor allem auch für den großen Crystal Palace Park, der langsam zu neuem Leben erwacht und in dem sich früher der namensgebende The Crystal Palace befand. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Aktivitäten gestartet, um den etwas vernachlässigten Park auf den neuesten Stand zu bringen und wieder attraktiver zu machen. Dazu gehört auch ein ganz besonderes Restaurierungsprojekt, das jetzt erste Ergebnisse brachte und auf jeden Fall einen Besuch lohnt.

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London Spezial: Eine besonders kunstvolle Begrüßung im Bahnhof St Pancras

„I want my time with you“ – dieser Neonschriftzug begrüßt Bahnreisende aus aller Welt bei der Ankunft im Londoner Bahnhof St Pancras. Doch welche Geschichte steckt hinter dem großen Schriftzug? Und was hat dieser mit einer aktuellen Ausstellung einer großen britischen Künstlerin zu tun?

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Wenn man in London mit dem Eurostar im altehrwürdigen Kopfbahnhof St Pancras International ankommt – zweifellos einer der schönsten Bahnhöfe der Welt – begrüßt einen unübersehbar ein großer Schriftzug am Ende des Bahnsteigs unterhalb der großen Bahnhofsuhr: I want my time with you steht da in violett leuchtender Schreibschrift. Besonders deutlich wahrnehmbar ist der Neon-Schriftzug in der Dämmerung oder bei Dunkelheit. Viele Reisende machen davon spontan ein Foto, so wie auch ich bei jeder neuen Ankunft in London. Der Schriftzug zählt inzwischen sicherlich mit zu den meist fotografierten Motiven in London. Er findet sich auch in diesem Blog auf zahlreichen Seiten und lässt bei der Ankunft in London jedes mal aufs Neue viele Herzen höher schlagen. Kann es für Reisende eine schönere Begrüßung bei der Ankunft in einer fremden Stadt geben? Ich kenne bislang keinen Bahnhof, der etwas Vergleichbares bieten würde.

London St Pancras I want my time with you
Was steckt hinter dem I want my time with you Neon-Schriftzug im Bahnhof London St Pancras International? ©SCRITTI

Doch wer will da eigentlich mit wem Zeit verbringen? Warum hängt dieser Schriftzug überhaupt in der Bahnhofshalle von St. Pancras, die mehr einer Kathedrale als einem Bahnhof ähnelt? Was hat das alles zu bedeuten? Ist es Kunst? Oder einfach nur Marketing? Auch ich nahm den Schriftzug bislang als gegeben hin und wusste lange nicht, wer eigentlich dafür verantwortlich ist. Dies habe ich erst im Sommer 2026 über Umwege nach dem Besuch einer ganz besonderen Ausstellung in London herausgefunden.

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Kopenhagen: Welthauptstadt der Architektur und Lebensqualität

Kopenhagen ist eine moderne, pulsierende und faszinierende Stadt am Wasser und zurecht Hauptstadt der Architektur und neuerdings auch lebenswerteste Stadt der Welt! Also nichts wie hin in eine der schönsten Städte der Welt!

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Kopenhagen ist eine jener Städte, von denen man immer wieder Positives hört. Man denkt dabei an moderne Architektur, skandinavisches Design, viel Wasser und natürlich an die Fahrrad-Hauptstadt Europas. Seit Jahren gilt Kopenhagen auch offiziell als eine der Städte mit der größten Lebensqualität weltweit. Erst im Juli 2026 belegte Kopenhagen erneut in einem weltweiten Städte-Ranking im Global Liveability Index der Economist Intelligence Unit (EIU) den ersten Platz als lebenswerteste Großstadt der Welt! Das jährliche Ranking bewertet 173 Städte weltweit anhand von Kriterien wie Stabilität, Gesundheitswesen, Kultur und Umwelt, Bildung und Infrastruktur, um diejenigen mit der höchsten Lebensqualität zu ermitteln. Die dänische Hauptstadt sicherte sich zum zweiten Mal in Folge den ersten Platz. Eine gute Infrastruktur und Gesundheitsversorgung sowie ein hochwertiges, kostenloses Bildungssystem tragen dazu bei, dass die Menschen in Kopenhagen gerne leben und zu den glücklichsten der Welt zählen. Wen wundert es also, dass es immer mehr Menschen in den Norden nach Kopenhagen zieht?

Kopenhagen Nyhavn Kanal Boote
Postkarten Idylle pur: Der vor allem bei Touristen beliebte Nyhavn in Kopenhagen zeigt die historische Stadt am Wasser mit Gebäuden aus dem 17. und 18. Jahrhundert von ihrer schönsten Seite. ©SCRITTI

Ein riesiges Plus in Kopenhagen ist die Lage der Stadt direkt am Wasser und am Meer. Da man diesen Vorteil clever zu nutzen weiß, trägt dies natürlich enorm zur Lebensqualität bei. Ich haben selten eine Stadt erlebt, in der es so grandios gelungen ist, die Zonen am Wasser für das urbane Leben zu erschließen, in den Alltag der Menschen zu integrieren und zugleich das maritime Erbe hochleben zu lassen. Es ist eine wahre Freude, am Wasser entlang zu spazieren und moderne wie historische Gebäude zu bewundern oder alte wie moderne Brücken zu nutzen, um von einer Seite auf die andere zu kommen. Was ist also das Tolle an Kopenhagen? Und sind die Menschen dort wirklich zufriedener als im Rest der Welt?

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Juli-Tipps: Events ohne Ende, köstliche Sommer Sandwiches und radikale Kunstobjekte

Im Juli steht London ganz im Zeichen der Regenbogenflagge mit der großen Pride Parade am 4. Juli. Hinzu kommen weitere unzählige Sommer Events und eine ganz besondere Sommer-Spezialität, die zurückgekehrt ist. Wem es draußen zu heiß ist, der findet große Kunst in klimatisierten Räumen.

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Nach der unerträglichen Hitzewelle im Juni 2026 kann man jetzt zum Glück wieder etwas aufatmen. Nicht nur in Deutschland stöhnten die Menschen unter apokalyptischen Temperaturen. Auch London und der Süden Englands haben ihren Anteil vom Kontinent abbekommen und in den Alarmmodus geschaltet. Vor allem in der weitgehend nicht klimatisierten Londoner U-Bahn sind heiße Sommertage stets die Hölle. Hoffen wir, dass der restliche Sommer erträglich bleibt. Notfalls muss man halt zur Abkühlung auf die britische Insel fahren. In London jedenfalls ist der Juli wieder vollgepackt mit Events und Veranstaltungen. Zugleich quillt die Stadt über von Touristen und auch Einheimischen, für die bereits die Sommerferien begonnen haben. Zum Glück gibt es unzählige Events, auf die sich die Menschenmassen im Idealfall verteilen. Ein besonderes Highlight ist im Juli immer die jährliche Pride-Parade, bei der am Samstag, den 4. Juli 2026 die Massen wieder mitten durch London ziehen werden. Parallel dazu findet im Hyde Park in den ersten beiden Juli-Wochen immer das berühmte BST Hyde Park Festival mit herausragenden Konzerten statt. Absolutes Highlight ist in diesem Jahr das Konzert von Duran Duran am Sonntag, den 5. Juli 2026. Unterstützung bekommen die New Wave-Legenden aus den 1980ern unter anderem von Scissor Sisters und der weiteren Legende Nile Rodgers & CHIC. Hier gibt es Infos und Tickets für die Show. Für treue ABBA-Fans veranstaltet der Internationale ABBA Fanclub am Samstag, den 4. Juli 2026 das jährliche London ABBA Picnic im St. James‘ Park. Treffpunkt ist im südöstlichen Bereich nahe der Brücke über den See.

Termine, Termine: Eine der besten Übersichten zu Veranstaltungen in London

Memoirs of a metro girl Blog Hinweis
Im Blog Memoirs of a Metro Girl gibt es jeden Monat eine Übersicht zu Veranstaltungen in London. ©Memoirs of a Metro Girl

Eine gute Quelle für Veranstaltungstermine in London über das ganze Jahr ist der Blog Memoirs of a Metro Girl. Egal ob Bierfestival, Bootsrennen, Pride-Parade oder herausragende Ausstellungen – Metro Girl stellt alles immer sehr übersichtlich mit Zeiten und den passenden Links zusammen. Ergänzt werden die Einträge durch Hinweise über die nächsten Bahn- oder U-Bahn-Stationen sowie Kennzeichen für besonders familienfreundliche Aktivitäten. Das Londoner Metro Girl schreibt über sich selbst: „After working for years as a journalist, I started this blog in spring 2012 to write about the things I have a passion for. I see Memoirs Of A Metro Girl as a celebration and exploration of the history and attractions London has to offer – some well-known on the tourist trail, but also some hidden parts off the beaten track.“ Man kann den Blog auch per Email abonnieren und erhält dann eine Nachricht bei neuen Posts. Hier im Beitrag finden sich die Termine für Juli 2026.

Die beste Sandwich Erfindung des Sommers ist zurück

M&S Strawberry Sandwich 2026
Limited Edition: M&S Erdbeer-Sandwich und neu zusätzlich mit Schoko und Pistaziencreme. ©UK

Das beste Sommer-Sandwich aller Zeiten ist zurück! In den Supermärkten von Marks & Spencer gibt es jetzt wieder etwas ganz Besonderes, das bereits im vergangenen Jahr viele London Besucher und Food Blogger fast durchdrehen ließ: Die Limited Edition des Red Diamond Strawberry & Creme Sandwich! Die Idee kommt offenbar aus Japan, und sogar die BBC hatte darüber berichtet. Ich habe es wie viele andere ausprobiert: Leicht süß, aber nicht zu süß mit absolut geschmacksintensiven Erdbeeren. Just delicious! Das Strawberry & Creme Sandwich wird in diesem Jahr um eine weitere Kreation ergänzt: Das erste Dessert-Sandwich Großbritanniens, das Chocolate Strawberry and Pistachio Creme Sandwich besteht aus Toast mit Kakaonote, gefüllt mit Pistaziencreme, einer Schicht belgischer Fairtrade-Schokoladensauce und reifen britischen Erdbeeren. Mitglieder der Facebook-Gruppe Totally-London haben es bereits getestet und für GUT befunden! Unbedingt ausprobieren, solange es sie noch gibt!

Wie elektrische Bahnen London voran brachten

London Transport Museum Acton depot Tube 1937
Mit dem historischen U-Bahn-Zug von 1938 aus dem Acton Depot vom London Transport Museum finden auch immer wieder Sonderfahrten statt. ©SCRITTI

Am ersten Juli-Wochenende gibt es zum zweiten Mal in diesem Jahr Tage der Offenen Tür im Museums Depot in Acton vom London Transport Museum. In den großen Hallen wird alles gesammelt und aufbewahrt, was bedeutend für den Londoner Nahverkehr war. An drei Wochenenden im Jahr gibt es bei den Depot Open Days jeweils einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der großen Halle in Acton mit rund 320.000 Objekten. Das Motto an den drei Tagen von Freitag, 3. bis Sonntag 5. Juli 2026 ist „Powering London“: Im Zentrum steht, wie Elektrizität die Stadt seit über 125 Jahren antreibt, von den ersten elektrischen Trams und U-Bahnen bis zur aktuellen modernsten Technik. Es gibt auch immer Führungen und Diskussionsrunden und ein umfangreiches Programm für Kinder. Was es im Museums Depot alles Spannendes zu entdecken gibt, steht hier im Beitrag.

Verstörende Kunst einer großen Meisterin

London Tate Modern Tracey Emin Exhibition 2026 Painting
Eines der zahlreichen Gemälde von Tracey Emin in der Tate Modern. ©SCRITTI

Wem es draußen im Sommer zu warm wird, der findet in London vielerorts kostenlos Abkühlung in Museen und Galerien. Noch bis 31. August 2026 läuft in der Tate Modern Galerie an der Southbank, dem südlichen Themseufer, eine viel beachtete Ausstellung: A Second Life bietet tiefe Einblicke in das Schaffen der britischen Künstlerin Tracey Emin und wird in der Fachwelt gefeiert. Kritiker loben die Werkschau als ehrfürchtige Würdigung, die Emin endgültig in den absoluten Kunstolymp erhebt und ihre Radikalität sowie persönliche Offenheit zelebriert.

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April-Tipps: Farbenrausch drinnen und draußen, kleine und große Züge, sowie ein ehrwürdiger Geburtstag

Der Frühling ist da, es grünt und blüht schon allerorten. Die besten Kirschblüten findet man meist in Greenwich oder Berlin. Doch auch Hamburg lockt mit allerlei bunten Sachen, und eine Legende der Pop-Musik feiert Geburtstag.

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Die Umstellung auf die Sommerzeit liegt hinter uns, und auch wenn manche Tage noch etwas unterkühlt sind, ist klar: Der Frühling ist da und nicht mehr aufzuhalten! Im vergangenen Jahr musste ich zweimal nach London reisen, um die Kirschblüte 🌸 im Greenwich Park endlich einmal in voller Pracht zu erleben. Am 10. April 2025 war es dann soweit. Obwohl der Greenwich Park mittlerweile ein beliebter Treffpunkt für Influencer aus aller Welt ist, war es trotzdem ein tolles Erlebnis. Wer um diese Jahreszeit in London ist, sollte unbedingt vorbeischauen! Die Kirschblütenallee findet man in der südwestlichen Ecke des Greenwich Parks auf dem Hügel in der Nähe des Ranger’s House. Da die Stelle Wind und Wetter ausgesetzt ist, blühen die Kirschblüten dort deutlich später als an anderen Stellen der Stadt. Kirschblüten gibt es in London in vielen Parks, so auch im Regent’s Park oder in Kew Gardens. Eine Übersicht mit Orten voller Kirschblüten in London gibt es bei Simone im Blog Totally London.

London Greenwich Park Kirschblüten Allee 2025
Beliebt bei Influencern in aller Welt: Ein Tunnel aus Kirschblüten im Greenwich Park Anfang April 2025. ©SCRITTI

Da der Winter in Deutschland doch recht kalt und lange war, stehen die Chancen gut, vor allem in nördlicheren Gefilden auch im April noch auf Kirschblüten zu treffen. Wo man zum Beispiel in Berlin die besten Orte für Kirschblüten findet, steht hier im Beitrag.

Blick hinter die Kulissen von Bahn und Bus in London

London Transport Museum Acton Depot
Historische Busse und Bahnen gibt es in London im Museums Depot in Acton zu entdecken. ©SCRITTI

Ein besonderes Highlight in London jedes Jahr im April sind die ersten Depot Open Days des London Transport Museum im riesigen Depot in Acton im Westen der Stadt. Dieses ist in der Regel nur dreimal im Jahr für Besucher geöffnet, da dort über das Jahr auch ganz normal an der historischen Sammlung von Bussen, Bahnen und Gerätschaften gearbeitet wird. Der nächste Termin zum Besuch des Museum Depots ist von Donnerstag 9. April bis Sonntag 12. April 2026. Das übergeordnete Motto lautet „Icons of London“, da 2026 ein Jahr der Meilensteine im Londoner Verkehrsgeschehen ist. Was es im Museums Depot alles Spannendes zu entdecken gibt, steht hier im Beitrag.

Mit dem Panik-Express durch Hamburg

Miniatur Wunderland Panik-Express Start Udo Lindenberg
Udo Lindenberg persönlich gab das Startsignal für den Panik-Express im Miniatur Wunderland. ©MiWuLa

Keine Panik Leute, der Sonderzug nach Pankow ist in Hamburg angekommen! Der in Hamburg lebende Rockstar Udo Lindenberg feiert dieses Jahr 80 Lebensjahre, und das Miniatur Wunderland in Hamburg wird 25 – da musste das Team vom MiWuLa einfach was zusammen gestalten! 80 Jahre Udo, 8 Jahrzehnte bewegtes Leben, 8 Waggons, die diese Reise widerspiegeln. In einem aktuellen Video im Youtube-Kanal vom MiWuLa wird erzählt, wie die Modellbauer dieses geniale Projekt verwirklicht haben und wie Udo Lindenberg höchstpersönlich den einzigartigen Panik-Express auf die Reise schickt. Dieser dreht nun im Deutschland-Abschnitt des Miniatur Wunderlands fröhlich seine Runden. Daher…keine Panik! Mehr über die phantastischen Welten im Miniatur Wunderland gibt es hier im Beitrag.

Und wenn man gerade in Hamburg ist, sollte man unbedingt noch ein weiteres einzigartiges Highlight mitnehmen!

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Die größte Künstlerin des 20. Jahrhunderts: Yayoi Kusamas psychedelisches Universum voll farbenfroher Punkte

Das Museum Ludwig in Köln präsentiert bis 2. August 2026 eine umfangreiche Werkschau der inzwischen 97 Jahre alten japanischen Künstlerin Yayoi Kusama. Über 300 Werke und immersive psychedelische Rauminstallationen entführen den Betrachter in eine ganz besondere Welt, die von farbenfrohen Punkten dominiert ist und in die man unbedingt eintauchen sollte.

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UPDATE August 2026: Wie erst Ende August 2026 bekannt wurde, ist die großartige japanische Künstlerin Yayoi Kusama am 14. August 2026 im Alter von 97 Jahren in Tokio in einem Krankenhaus friedlich verstorben. Ihr Tod wurde in einer kurzen Nachricht auf ihrer Webseite bekannt gegeben. Dort heißt es unter anderem: Bis zuletzt blieb sie künstlerisch aktiv und legte den Pinsel nie aus der Hand, stets auf der Suche nach der Essenz von ewiger Liebe und der Unvergänglichkeit der Seele. Vom 15. März 2026 bis 2. August 2026 war im Museum Ludwig in Köln eine große Werkschau über die Kunst von Yayoi Kusama zu sehen, die mit mehr als 450.000 Besuchern zu absoluten Besucherrekorden führte. Diese große Werkschau wird von 11. September 2026 bis 17. Januar 2027 nun in den Niederlanden im Stedelijk Museum in Amsterdam in Kooperation mit der Fondation Beyeler in Basel und dem Kölner Museum Ludwig gezeigt und bekommt nach dem Tod der Künstlerin eine ganz unerwartete neue Bedeutung.

Das Museum Ludwig in Köln widmete im Jahr 2026 anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums der legendären japanischen Künstlerin Yayoi Kusama eine große Ausstellung über ihr Lebenswerk. Über 300 Installationen, Bilder und Objekte einer der größten Künstlerinnen des 20. und 21. Jahrhunderts waren vom 15. März 2026 bis 2. August 2026 auf mehreren Etagen im Museum Ludwig in unmittelbarer Nachbarschaft des Kölner Doms und des Kölner Hauptbahnhofes zu entdecken. Sie gaben tiefe Einblicke in die faszinierende Welt einer Künstlerin, die am 22. März 2026 sage und schreibe 97 Jahre alt wurde und leider am 14. August 2026 verstorben ist. Das Werk der 1929 geborenen japanischen Künstlerin ist vor allem für die obsessive Wiederholung von Mustern, immersive Installationen und die Verschmelzung von persönlicher Psychologie mit visueller Kunst bekannt. Die Kunst von Yayoi Kusama ist eine Antwort auf Halluzinationen, die sie seit ihrer Kindheit erlebte. Halluzinationen, in denen sie den eigenen Körper und die Umgebung von Punkten, Blüten und anderen Wiederholungsmustern überwuchert wahrnahm. Bereits auf dem frühesten Bild in der Ausstellung, einer Kinderzeichnung aus dem Jahr 1934, sind diese Punkte sichtbar. Die Kunst diente ihr seitdem als Katharsis und Bewältigungsmechanismus, um Ängste abzubauen.

Köln Museum Ludwig Exhibition Yayoi Kusama 2026
Am Eingang zur Ausstellung über das Lebenswerk von Yayoi Kusama im Museum Ludwig in Köln wird der Besucher bereits auf eine Welt voller runder, störender Objekte eingestimmt. ©SCRITTI

Bei meinem Besuch in der ersten Woche nach der Eröffnung war die Ausstellung in Köln auch mehr als gut besucht. Auf mehreren Ebenen präsentierte das Museum Ludwig wichtige Stationen aus dem Schaffen von Yayoi Kusama. Dazu zählen frühe Zeichnungen, Gemälde, zahlreiche Skulpturen bis hin zu speziellen Räumen mit Spiegeln und Lichtreflexen, die einen in psychedelische Dimensionen entführen. Das optische Highlight und Liebling des Publikums in Köln war ein hoher Raum über zwei Etagen, komplett von überdimensionalen schwarzen Tentakeln mit gelben Punkten durchzogen, die einen verblüffenden Effekt auslösen.

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London Transport: Herausragendes Design im Stil des Art Deco

Das London Transport Museum zeigt in einer neuen Ausstellung die Bedeutung und den Einfluss des Art Deco auf die Gestaltung von Postern, die Fahrgastkommunikation und die Designsprache des Nahverkehrs in London bis heute.

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Was: „Art deco: the golden age of poster design“, Ausstellung mit Postern und Grafikdesign
Wo: London Transport Museum in Covent Garden
Wann: 21. November 2025 bis Frühjahr 2027. Der Eintritt zur Global Poster Gallery innerhalb des Museums ist im Eintritt enthalten.

Die Moderne und vor allem der Stil des Art Deco spielen eine herausragende Rolle in der Designsprache und der Wahrnehmung des öffentlichen Verkehrs in London. Das liegt vor allem daran, dass viele maßgebliche Entwicklungen in den 1920er und 30er Jahren stattfanden, in denen die Londoner U-Bahn weit in die Vororte expandierte und in der Folge dort das klassische „Suburbia“ mit großen Wohnanlagen und neuen Stadtzentren entstand. Diese ganze Zeit wurde maßgeblich von zwei herausragenden Persönlichkeiten geprägt, die sich den Prinzipien der Moderne und des Zeitgeistes verpflichtet fühlten: Frank Pick und Charles Holden. Frank Pick war von der Gründung des London Passenger Transport Board im Jahr 1933 bis 1940 dessen Geschäftsführer und stellvertretender Vorsitzender und weitgehend für das Design des Londoner Transportwesens, dessen Schrift oder das klassische rote runde Logo (Roundel) verantwortlich. Eng an Picks Seite arbeitete Architekt Charles Holden, der für eine Vielzahl der in dieser Zeit entstandenen, modernistischen U-Bahn-Gebäude verantwortlich war, die sich durch geometrische Formen, stromlinienförmige Kurven und funktionale Schönheit auszeichnen. Mehr zur Architektur von Charles Holden in London findet sich hier im Beitrag.

So ist es kein Wunder, dass die Archive des London Transport Museum voll sind mit Objekten aus der Zeit des Art Deco. Das Museum erzählt in den ehemaligen Hallen des Blumenmarktes von 1872 in Covent Garden seit 1980 in beeindruckender Weise und mit vielen Exponaten die Geschichte der Mobilität in London und ist immer wieder einen Besuch wert.

London Transport Museum Global Poster Gallery
In einem abgegrenzten Bereich innerhalb des London Transport Museums gibt es in der Global Poster Gallery die Ausstellung mit zahlreichen Postern im Stil des Art Deco. ©SCRITTI

Eine neue Ausstellung mit dem Titel Art deco: the golden age of poster design in der Global Poster Gallery innerhalb des Museums beleuchtet seit kurzem den Einfluss des Art Deco auf das Kunst- und Designerbe des Londoner Nahverkehrs. Anlässlich des 100. Jahrestages der Pariser Weltausstellung von 1925, auf der rückblickend Art Deco seinen Ursprung hat, bietet diese Ausstellung die Gelegenheit, mehr über diesen so prägenden Stil in Design und Architektur zu erfahren und einzigartige, noch nie öffentlich ausgestellte Kunstwerke zu entdecken.

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Kulturtipp: Der Film The Clock – Minute um Minute, 24 Stunden lang

„The Clock“ ist ein faszinierendes cineastisches Meisterwerk von Christian Marclay, das über 24 Stunden Minute für Minute Szenen aus einem Jahrhundert Filmgeschichte aneinander reiht, die ein spannendes Kaleidoskop des menschlichen Alltags ergeben. BIs Ende Januar wird The Clock in der Neuen Nationalgalerie Berlin gezeigt.

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Was: „The Clock“, 24-stündige Videoarbeit von Christian Marclay
Wo: Neue Nationalgalerie Berlin
Wann: 29. November 2025 bis 25. Januar 2026

Die Neue Nationalgalerie am Kulturforum in Berlin präsentiert noch bis 25. Januar 2026 das cineastische Meisterwerk The Clock des Videokünstlers Christian Marclay. Täglich zehn Stunden lang von 10 bis 20 Uhr (außer montags). Für die Präsentation des Werks wurde in dem ikonischen modernistischen Glaspavillon von Architekt Ludwig Mies van der Rohe, der erst im August 2021 nach jahrelanger Restaurierung wiedereröffnet wurde, im Erdgeschoss ein kompletter Kinoraum errichtet. The Clock von Christian Marclay ist eine 24-stündige Videoarbeit, die anhand eines Jahrhunderts Filmgeschichte den realen Zeitverlauf synchron nachzeichnet. Seit ihrer Premiere in London im Jahr 2010 und dem Gewinn des Goldenen Löwen bei der 54. Biennale di Venezia am 4. Juni 2011 hat die Arbeit große Aufmerksamkeit erregt und wurde seither in weltweit bedeutenden Museen gezeigt wie dem Centre Pompidou in Paris, der Tate Modern in London oder dem MoMA in New York. Nun ist The Clock erstmals in Berlin zu sehen und zwar noch bis Ende Januar 2026. Es gibt weltweit nur sechs Kopien des Meisterwerks, und der Künstler hat verfügt, dass der Film nie zeitgleich an mehreren Orten gezeigt werden darf.

Neue Nationalgalerie Berlin The Clock
Die Neue Nationalgalerie in Berlin zeigt bis Ende Januar 2026 das Meisterwerk The Clock von Christian Marclay. ©SCRITTI

Wir haben uns The Clock an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zu unterschiedlichen Zeiten angesehen und konnten uns nur schwer der Magie dieses grandiosen Werkes entziehen. Wir haben jeweils eineinhalb bis zwei Stunden The Clock verfolgt, und es wurde uns in keinem Moment langweilig. Im Gegenteil! Das Werk verfügt über alles, was einen guten Film ausmacht: Ironie, Witz, Spannung, eine oft verblüffende Geschichte und eine perfekt begleitende Filmmusik. Der Künstler Christian Marclay hat in The Clock mit einem Team über drei Jahre in akribischer Kleinarbeit tausende – wirklich tausende! – Szenen aus einem Jahrhundert Filmgeschichte aneinander gereiht und ein 24 Stunden dauerndes Epos geschaffen, das durch einen ganz besonderen Effekt zusammengehalten wird.

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Architekturerlebnis: Jedes Jahr neue Highlights beim Open House Festival London

Das jährliche Open House Festival in London ist ein absolutes Highlight für alle Fans von Architektur und Geschichte und bietet Einblicke hinter sonst verschlossene Türen. Hunderte Gebäude machen jedes Jahr im September mit und bieten Besichtigungen und Touren an.

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Nicht nur für Architektur Fans bringt der September jedes Jahr ein absolutes Highlight: Das Open House Festival in London, veranstaltet von der gemeinnützigen Organisation Open City. Das Open House Festival London ist eines von weltweit über 60 gleichnamigen Events in unterschiedlichen Städten und findet jedes Jahr hauptsächlich am zweiten und dritten Wochenende im September statt. Insgesamt läuft das Architekturfestival über einen Zeitraum von acht Tagen vom 12. bis 20. September 2026 mit Veranstaltungen auch unter der Woche. In diesen Tagen gibt es unzählige Möglichkeiten für Fans von Architektur und Geschichte, hinter ansonsten verschlossene Türen zu blicken und so manchmal unglaubliche Entdeckungen zu machen. Auch 2026 beteiligen sich wieder über 600 Gebäude am Open House Festival, die wie immer viele Überraschungen für die Besucher bieten.

BAPS Shri Swaminarayan Mandir London Tempel
Der beeindruckende Hindu Tempel BAPS Shri Swaminarayan Mandir im Westen von London öffnet seine Türen auch wieder für das Open House Festival am 12. September 2026 von 10-16 Uhr. ©SCRITTI

Egal ob in Kirchen, großen historischen Komplexen, öffentlichen Gebäuden oder in kleinen Privatwohnungen. Im Mittelpunkt stehen dabei, wie der Name schon sagt „offene Häuser“ und Räume, die man besichtigen kann und die in der Regel in der restlichen Zeit des Jahres nicht zugänglich sind. Es beteiligen sich an dem Festival sehr viele Freiwillige, Institutionen und auch Privatleute, die einen Einblick in ihre besonderen Häuser und Wohnungen gewähren. In der Regel geschieht dies kostenlos. Seit Mitte Juli ist das Programm mit den teilnehmenden Gebäuden am Open House Festival 2026 auf der Open House Webseite online, und man kann sich schon mal durch Hunderte von Gebäuden arbeiten und die interessanten Objekte auf einer Liste vormerken. Auf der Open House Webseite gibt es eine Vorauswahl mit den Kategorien „Drop ins“ (also Objekte, in die man einfach reinschauen kann), geführte Touren oder „Walking Tours“.

Die interessantesten und bekanntesten Gebäude sind meist so stark nachgefragt, dass ein Zugang nur per Losverfahren möglich ist. Die Details zu den Gebäuden in der jährlichen Verlosung und die Termine für die Verlosungen werden meist Ende Juli bekannt gegeben. Ab Ende August kann man sich dann für den Besuch der übrigen Gebäude registrieren, sich für Touren anmelden und sich auf der Webseite seine persönliche Besuchsliste zusammenstellen.

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Juni-Tipps: Kühle Gärten, beschauliche Kanäle und endlose Strände

London lockt im Juni mit einem großen Garten-Festival oder beschaulichen Bootsfahrten auf dem Regent’s Kanal. Jenseits des Trubels bietet sich ein entspannter Tag am Meer an.

Das Pfingstwochenende wird auch in London wohl sehr voll werden. Zumal wieder jede Menge Events angesagt sind, und auch die Open Air Saison mit Festivals, Ausstellungen und Musikveranstaltungen begonnen hat. Ein Highlight am ersten Juni-Wochenende ist auf jeden Fall das beliebte Event London Open Gardens. Unzählige Gärten, die sonst für die Allgemeinheit verschlossen sind, öffnen am 7. und 8. Juni 2025 ihre Pforten und lassen die Besucher in über 100 kleinere und größere grüne Oasen eintauchen.

London Belgravia Eccleston Square Garden
Bei London Open Gardens gibt es Einblicke in Gärten wie am Eccleston Square in Belgravia. ©SCRITTI

Egal ob Dachgärten, Community Gardens, kleine Parks, historische Anlagen oder ganz private Hausgärten, die Auswahl ist riesig. Es werden auch Rundgänge oder Gesprächsrunden mit den Menschen angeboten, die Grünflächen für Natur, Klima und die Stadtbewohner pflegen und erhalten. Man muss Tickets buchen, um Zutritt zu den Gärten zu bekommen oder um an Walks, Führungen und Radtouren teilzunehmen.

Seltene Einblicke in die Verkehrsgeschichte

London Transport Museum Acton Depot
Historische Busse und Bahnen gibt es im Museums Depot in Acton zu entdecken. ©SCRITTI

Am ersten Juni-Wochenende gibt es zum zweiten Mal in diesem Jahr Tage der Offenen Tür im Museums Depot in Acton vom London Transport Museum. In den großen Hallen wird alles gesammelt und aufbewahrt, was bedeutend für den Londoner Nahverkehr war. An drei Wochenenden im Jahr gibt es jeweils einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des Depots mit rund 320.000 Objekten. Das Motto an den drei Tagen von Freitag 6. Juni bis Sonntag 8. Juni ist „All Signals Green“: Im Zentrum steht das Thema Nachhaltigkeit und wie Londons Öffentlicher Verkehr noch grüner werden kann. Es gibt auch immer Führungen und Diskussionsrunden und ein umfangreiches Programm für Kinder. Was es im Museums Depot alles Spannendes zu entdecken gibt, steht hier im Beitrag.

Am und auf dem Kanal durch den Norden von London

Regent's Canal Little Venice Narrow Boats
Mitten in London leben Menschen auf dem Regent’s Canal idyllisch auf Hausbooten. Eine der bekanntesten Bootsbewohnerin ist die deutsche ARD London Korrespondentin Annette Dittert. ©SCRITTI

Sonnige und heiße Sommertage verbringt man auch in London am besten am oder auf dem Wasser. Möglichkeiten für Bootstouren die Themse rauf und runter gibt es genügend, egal ob mit privaten Ausflugsschiffen oder ganz einfach mit dem River Bus im Linienverkehr. Ein etwas versteckteres Highlight sind die gemütlichen Bootsfahrten über den Regent’s Canal zwischen Camden und Little Venice, eine kleine grüne Oase mitten in London. Hier kann man auch sehr schön parallel zum Kanal nach Primrose Hill oder bis nach King’s Cross flanieren und eher unbekannte Seiten von London entdecken. Mehr dazu steht hier im Beitrag.

Worthing statt Brighton: Ein entspannter Tag am Meer

Wem es in London dann trotzdem zu heiß wird, der kann die Gelegenheit ja auch für einen Tagestrip ans Meer nutzen. Zum Glück ist das Meer von London aus ja schon nach einer Stunde Bahnfahrt erreichbar.

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