Architekturerlebnis: Pullman Court, das Bauhaus von London

Im Süden von London im Stadtteil Streatham finden sich zahlreiche architektonische Zeitzeugen der Moderne, darunter die Wohnanlage Pullman Court von 1936.

AKTUELLES: Die Wohnanlage Pullman Court, die erste im Stil der Internationalen Moderne in Großbritannien von 1936, ist auch 2025 mit dabei beim Open House Festivals in London und kann am Sonntag, den 14. September 2024 zwischen 10 und 16 Uhr ohne Anmeldung besichtigt werden.

London Suburbia ist eine Welt für sich, und es gibt hier noch eine Vielzahl an gut erhaltenen Gebäuden der Moderne zu entdecken. Vieles stammt aus den 1930er Jahren, weil sich zu dieser Zeit die Stadt entlang der Bahnlinien rasant ausbreitete und vielerorts auf bis dahin unbebautem Land ganze Stadtviertel neu entstanden. So ist es nicht verwunderlich, dass vor allem im Westen und Süden der Metropole zahlreiche Gebäude und Wohnanlagen im Stil des Art Deco anzutreffen sind. Darüber habe ich an unterschiedlicher Stelle schon berichtet, etwa über meinen Art Deco Walk in Ealing im Westen oder auch in Tooting im Süden (Beitrag in Planung). Ein ganz besonderes Highlight ist der Stadtteil Streatham in der Nachbarschaft von Tooting und Crystal Palace. Manche Quellen bezeichnen Streatham sogar als „the Art Deco capital of South London“. Dennoch verirren sich nur selten Touristen in diesen Teil Südlondons, wo das alltägliche Leben noch ziemlich normal ist und man entlang der High Street von ehemaligen Theatern und Kinos bis hin zu großen Estates erstaunlich viele Art Deco Schätze findet.

Pullman Court steht groß an der Fassade der Wohnanlage in Streatham, ein architektonisches Highlight im Stile der Internationalen Moderne von 1936. Direkt daneben befindet sich auch heute noch ein ebenfalls historisches Bus- und früheres Tramdepot. ©SCRITTI

Ein absolutes Highlight, das einem bei einem Rundgang in Streatham sofort ins Auge fällt, ist die Wohnanlage Pullman Court von 1936 an der zentralen Nord-Süd-Achse Streatham Hill, die südlich in die Streatham High Road übergeht. Es lohnt sich, den Weg nach Streatham zu suchen und die weißen Häuserblöcke mit viel Grün drum herum etwas genauer zu erforschen. Ihre zeitlose Modernität und Ästhetik begeistern noch heute und sind ein Beispiel für den Weitblick vieler Architekten in den 1920er und 1930er Jahren.

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Stadtspaziergang: Hampstead, Londons grüne Idylle mit Aussicht

Hampstead ist eine grüne Oase im Nordwesten von London und besticht mit tollen Aussichten auf die Stadt.

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Bei meinem Besuch in London im Mai 2024 verschlug es mich kurzfristig in den Stadtteil Hampstead im Bezirk Camden. Ich war früher schon ein paarmal in Hampstead Heath und nutzte nun die Gelegenheit, etwas tiefer ins Geschehen einzutauchen. Hampstead ist ein ruhiges und elegantes Wohnviertel inmitten einer grünen Hügellandschaft im Nordwesten von London und immer einen Besuch wert. Wenn man an den schönen Villen mit großen Gärten vorbeiläuft, versteht man schnell, warum sich hier vor allem Künstler und Intellektuelle niedergelassen haben. Es ist sicherlich nicht untertrieben zu behaupten, dass Hampstead eines der schönsten Viertel von London überhaupt ist. Es gibt tolle Cafés, Restaurants und Läden für die gehobene Klientel. Laut Wikipedia verfügt kein anderer Ort im Vereinigten Königreich über mehr Millionäre.

Kleine Straßen wie Flask Walk in der Nähe der U-Bahn Station Hampstead mit kleinen Shops und Cafés machen die besondere Atmosphäre in Hampstead aus. ©SCRITTI

Bekannt ist Hampstead vor allem für den weitläufigen Park Hampstead Heath, der 320 Hektar groß ist und über 25 größere Teiche und Gebiete mit alten Waldflächen, Sümpfen, Hecken und Grasflächen verfügt. Hier gibt es auch drei Teiche, in denen Schwimmen erlaubt ist, zwei nach Geschlecht getrennt, der dritte gemischt. In Hampstead Heath kann man sich wunderbar verlieren und auf dem Parliament Hill an einem sonnigen Tag beim Blick auf die Skyline von London die Zeit vergessen.

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Stadtspaziergang: Hinter den Kulissen in London Belgravia

Bei einem Stadtspaziergang durch die historischen Hinterhöfe im edlen Londoner Stadtteil Belgravia lassen sich ganz unerwartete Seiten von London entdecken.

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Im Juni 2024 haben wir an der neuen London Tour Belgravia: Behind the Facades der wunderbaren und wie immer bestens gelaunten Katie Wignall von Look Up London teilgenommen. Startpunkt der knapp zweistündigen Tour war an der U-Bahn Station Hyde Park Corner, und dann ging es durch verschiedene Mews und Hinterhöfe durch eher unbekannte Ecken des wohlhabenden Viertels Belgravia. Man konnte sehr schnell vergessen, dass man sich eigentlich im umtriebigen London gar nicht weit entfernt vom berühmten Buckingham Palace befindet.

Ländliche Idylle mitten in London: Der Pub The Grenadier in der Wilton Row. ©SCRITTI

Belgravia ist ein Stadtteil in den Bezirken City of Westminster und Royal Borough of Kensington and Chelsea im westlichen Zentrum von London zwischen Hyde Park, Green Park und Chelsea an der Themse. Es gibt hier relativ viele Botschaften und andere wichtige Institutionen in altehrwürdigen, in der Regel weiß getünchten Herrenhäusern. Man findet hier das vornehme London aus vergangenen Zeiten mit sauberen, ruhigen Straßen und typischen Wohnanlagen der Oberschicht. Die Hauspreise sind daher exorbitant und können bis zu 100 Millionen Pfund betragen. Insofern nutzen viele Reiche die Häuser von Belgravia eher als Investment, weshalb auch so viele davon leer stehen. Etwas unbeachtet fand sich hinter den eleganten Häuserzeilen der Platz für Pferde, Kutschen und das Dienstpersonal. Spannende Kontraste sind also bei diesem Stadtspaziergang durch die Geschichte Londons garantiert.

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London entdecken: Mit dem Boot über die Themse von Ost nach West

Bei einer entspannten Bootstour in London über die Themse zwischen Westminster und dem idyllischen Richmond oder Hampton Court im Westen lässt sich die Stadt aus einer ganz neuen Perspektive entdecken. Man kann die Schifffahrt auch ideal mit Bus und Bahn kombinieren.

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Bei unserem London Trip im Juli 2023 wollten wir eigentlich in den Südwesten von London nach Richmond und den dortigen, bekannten Park besuchen. Aber wer schon einmal in Richmond war, der weiß, dass man sich dort am Ufer der Themse nur schwer dem Reiz dieses wunderbaren Ortes entziehen kann. Als wir dann zufällig entdeckten, dass es um 16 Uhr eine Rückfahrt in die Innenstadt mit dem Anbieter Thames River Boats bis Westminster Pier gab, haben wir kurzerhand aufs Boot gewechselt. Und ich muss sagen, das war mit das Tollste, was ich seit langem an einem sonnigen Sommertag in London gemacht habe!

Richmond im Südwesten von London hat mit der tollen Uferpromenade seinen ganz besonderen Reiz und lockt vor allem am Wochenende zahlreiche Ausflügler an. Von hier aus fährt das Ausflugsboot nach Hampton Court oder bis nach Westminster. ©SCRITTI

Man erlebt bei solch einer Bootstour von Hampton Court oder Richmond aus über Kew Gardens und die westliche Themse bis Westminster (oder anders herum) einmal ganz andere Seiten von London. Wie immer in London ist auch solch eine Bootstour über den großen Fluss voller Geschichte. Man gleitet vorbei an Parks, grünen Oasen, historischen Palästen, viktorianischen Schleusen, traumhaften Herrenhäusern, ehrwürdigen Brücken und modernen Apartmenthäusern. Manchmal glaubt man sich beim Blick auf idyllische Uferpromenaden fast in einen kleinen Küstenort am Meer versetzt und möchte sofort in einen der schönen Pubs mit Terrasse am Ufer einkehren. Also nichts wie rauf aufs Wasser!

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London Spezial: Fabelhafte Street Art und mehr in Penge

Im Stadtteil Penge im Süden von London gibt es eine der größten Open Air Galerien der Stadt mit rund 200 ehrenamtlich organisierten Street Art Kunstwerken an Häuserwänden.

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Der Stadtteil Penge im Süden von London ist nicht gerade eine Gegend, in die viele Touristen kommen. Zumal der Stadtteil im Bezirk Bromley eher für die typische diverse Mischung an Bewohner*innen in South London bekannt ist und sich deutlich vom wesentlich bürgerlicheren Nachbar-Stadtteil Beckenham abhebt. Man sieht Beckenham mit seinen zahlreichen Kirchen und Parks noch an, dass es bis 1965 einmal ein gut gepflegtes Städtchen im ländlichen Kent war. Das nur rund zwei Kilometer entfernte Penge ist dagegen deutlich rauher und hat das typische South London Flair, weshalb es inzwischen auch viele junge Leute hierher zieht.

Bunte Häuserwände in der Southey Street im Londoner Stadtteil Penge. ©SCRITTI

Was einem in Penge sofort ins Auge sticht: Es gibt rund um die High Street und in verschiedenen Seitenstraßen erstaunlich viel bunte, extrem kunstvolle Street Art auf Häuserwänden. Rund 200 oft herausragende Kunstwerke wurden bislang im Bezirk von einer ehrenamtlichen Gruppe gestaltet, die Hauseigentümer und Künstler in Kontakt und mit Hilfe von Spenden die Kunstwerke auf Wände bringt. Ihr Ziel ist es, Penge schöner und das Leben in dem nicht ganz unproblematischen Bezirk besser zu machen. Eine wirklich beeindruckende Initiative, die tatsächlich gute Laune macht und Neugierige von außerhalb anlockt.

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Zwischenstopp: Eine knallbunte Hülle für das Barbican Centre

Der Künstler Ibrahim Mahama hat Teile des Barbican Komplexes in London im Rahmen eines Kunstprojektes mit einer gigantischen pinken Stoffhülle verpackt.

Der Barbican Komplex mitten in der City of London ist gemeinhin nicht für seine farbenfrohen Gebäude bekannt, wie man hier im Beitrag zur Geschichte der Anlage nachlesen kann. Die alles beherrschende Farbe des berühmten Häuserensembles im Baustil des Brutalismus ist Betongrau, stellenweise untermalt mit viel natürlichem Grün. Das hat sich im April 2024 für ein paar Monate radikal geändert: In der Mitte der Anlage mit dem Barbican Kulturzentrum und der Lakeside Terrasse mit den Wasserspielen dominiert nun ein kräftiges Lilapink. Das Gebäude des Barbican Centre ist weitgehend in eine überdimensionale, maßgeschneiderte Stoffhülle verpackt.

„Purple Hibiscus“ heißt die Installation des Künstlers Ibrahim Mahama, die im Frühjahr/Sommer 2024 das Barbican Centre in London verhüllt. ©SCRITTI

Man denkt dabei natürlich sofort an das berühmte Künstlerehepaar Christo und Jeanne-Claude, die mit der spektakulären Verpackung berühmter Gebäude wie dem Berliner Reichstag berühmt geworden sind. Die aktuelle Installation in London namens „Purple Hibiscus“ ist jedoch mehr wie ein luftiges, grell leuchtendes Gewand für das ansonsten betongraue, brutalistische Gebäude. Sie stammt von dem afrikanischen Konzept- und Objekt-Künstler Ibrahim Mahama aus Ghana. 

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Vertikales London: Stadt im Höhenrausch mit neuen Perspektiven

In London werden weiterhin unzählige Wolkenkratzer gebaut. In einigen der höchsten Gebäude gibt es an der Spitze nun kostenlose Aussichtsplattformen mit spektakulären Ausblicken.

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An unterschiedlichen Stellen in diesem Blog habe ich ja bereits über den Bauwahn in London berichtet, der insbesondere mit unzähligen Hochhäusern das Bild der Stadt dauerhaft verändert. Vor allem der Stadtteil Canary Wharf ist inzwischen kaum mehr wiederzuerkennen, wie ich schon 2022 in diesem Beitrag beschrieben habe. Wenn man sehen will, wie die Zukunft von Metropolen aussehen wird, dann lohnt sich auch in diesem Fall ein Besuch in London, wo der Kapitalismus in seltener Rücksichtslosigkeit weiterhin das Baugeschehen bestimmt.

Ein Wolkenkratzer nach dem anderen wächst in der City of London empor, hier der Stand im April 2024. Das beliebte und ästhetisch noch ansprechende Hochhaus „The Gherkin“ ist inzwischen kaum mehr zu sehen. ©SCRITTI

Der einzige Vorteil des Bauwahns für Touristen und Einheimische: Inzwischen ist es bei fast allen Hochhausplänen gängige Praxis, dass die Investoren gezwungen werden, in den oberen Etagen Aussichtsplattformen einzurichten, die der Öffentlichkeit kostenlos zugänglich gemacht werden müssen – und damit ganz neue Perspektiven auf die schönste Stadt der Welt eröffnen. Herausragend ist dabei im wahrsten Sinne des Wortes Horizon 22, aktuell Londons und Europas höchste kostenlose Aussichtsplattform im zweithöchsten Gebäude der Stadt (das höchste ist weiterhin The Shard) in der Nähe der Liverpool Street Station. Weniger als zwei Jahre nach der Eröffnung konnten im Juli 2025 bereits eine Million Besucher in Horizon 22 begrüßt werden.

London City Horizon 22 Skyscraper Building Outside
Die kostenlose Aussichtsplattform Horizon 22 ganz oben im zweithöchsten Gebäude der Stadt 22 Bishopsgate überragt derzeit (noch) alles. ©SCRITTI

Ob das noch lange so bleibt, ist fraglich. Derzeit kursieren Pläne für den Bau des mit 305 Metern Höhe und 73 Stockwerken höchsten Wolkenkratzers in London. Dieser soll nach den geänderten Plänen sogar noch das beliebte Wahrzeichen The Shard um ein paar Zentimeter überragen und im elften Stock einen öffentlichen Garten erhalten sowie eine kostenlose Aussichtsplattform an der Spitze des Gebäudes. Das Gelände von One Undershaft befindet sich mitten im Hochhausghetto der City of London, wo sich die Wolkenkratzer inzwischen zu stapeln scheinen und sich gegenseitig die Sicht nehmen. Mehr Hintergrund zu den Plänen für One Undershaft gibt es im Blog von Ian Visits.

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Bekonscot Model Village: Zeitreise in ein ideales England der 1930er Jahre in Miniatur

Zurück in die gute alte Zeit: Vor den Toren Londons verzaubert in Beaconsfield die älteste Miniaturwelt Großbritanniens die Besucher mit Art Deco Gebäuden und historischen Eisenbahnen.

Wo: Beaconsfield, Buckinghamshire
Anreise: Mit Chiltern Railways mehrmals pro Stunde von London Marylebone bis Beaconsfield (ca. 25-35 Minuten Fahrt), Oyster Card gilt nicht!
Besonderheit: Großbritanniens älteste Open Air Miniaturwelt im Stil der 1930er Jahre im Maßstab 1:12 bzw. 1:32
Öffnungszeiten: Von Februar bis November täglich 10-17:30 Uhr, Ticketpreise aktuell Erwachsene £14, Familien ab £28

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Knapp 40 Kilometer vom Zentrum Londons entfernt findet sich auf dem Weg nach Oxford und Birmingham in Beaconsfield in Buckinghamshire ein ganz besonderes historisches Kleinod: Die älteste Miniaturwelt Großbritanniens! Bereits 1929 wurde Bekonscot Model Village & Railway zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und bezeichnet sich daher sogar als das „älteste originale Modelldorf der Welt“. Auf einer Fläche von rund 1,5 Hektar findet sich heute eine wunderbare Miniaturwelt aus gepflegten, grünen Gärten, fein detaillierten Modellgebäuden (meist im Maßstab 1:12) und historischen Modellbahnen der Spur 1 (im Maßstab 1:32), die zwischen Koniferen, Felsen und Teichen ihre Runden durch ein Großbritannien zur Zeit der 1930er Jahre drehen. Besonderes Highlight sind einige herausragende, typische Gebäude im Art Deco Stil, die das Lebensgefühl der Zeit widerspiegeln. In Großbritannien ist Bekonscot so bekannt, dass es im TV sogar schon als Krimi-Kulisse mit einem Mordfall inmitten der Miniaturwelt diente. Und auch der Ort Beaconsfield selbst dient immer wieder als Kulisse für die Ermittlungen von Inspektor Barnaby in der TV-Serie Midsomer Murders.

Ähnlichkeiten beabsichtigt: Das berühmte Hoover Building im Art Deco Stil im Westen Londons taucht in der „New Town“ von Bekonscot als Hoovolux Fabrik wieder auf. ©SCRITTI

Beaconsfield ist bequem mit den Zügen von Chiltern Railways vom Bahnhof London Marylebone aus in rund 30 Minuten erreichbar. Ein Fußweg von etwa zehn Minuten führt einen vom Bahnhof in das beschauliche Örtchen und zur Miniaturwelt, die etwas unscheinbar im Wohngebiet hinter Privathäusern versteckt liegt. Dies ist nicht verwunderlich, entstand die Modellwelt doch in den 1920er Jahren im Garten des wohlhabenden Londoner Buchhalters Roland Callingham in Zusammenarbeit mit seinem Gärtner W. A. Berry.

Alles, was England ausmacht, meist im Maßstab 1:12: Bekonscot Model Village in Beaconsfield nordwestlich von London. ©SCRITTI

Callingham hatte das Gelände gekauft, um ursprünglich mal einen Teich und Tennisplätze für die Belustigung seiner Kollegen aus der Londoner High Society anzulegen. Doch es kam schließlich alles anders als gedacht.

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Zauberhafte Christmas Lights in London: Die Highlights 2023

Jedes Jahr in der Zeit vor Weihnachten verzaubert London seine Besucher mit ganz besonderen Christmas Lights.

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Seit ich in den Wochen vor Weihnachten Ende November oder Anfang Dezember jedes Jahr nach London fahre, hat sich meine Einstellung zu Weihnachten doch etwas geändert. Es ist diese Jahreszeit, in der die Tage kurz sind und die Dunkelheit überwiegt. Viele Menschen sind müde und deprimiert, weil der Sommer plötzlich unweigerlich vorbei ist, in Deutschland kaum mehr die Sonne scheint und es viel zu schnell viel zu wenig Tageslicht gibt. Da ist es geradezu Balsam für die Seele, wenn man in die Stadt des Lichts kommt: London, die aufregendste Stadt Europas, die jedes Jahr aufs Neue mit kreativen Illuminationen begeistert. Inzwischen entsteht sogar bei vielen Besuchern eine regelrechte Vorfreude darauf, in der Vorweihnachtszeit endlich wieder nach London zu kommen und die neuesten Christmas Lights zu entdecken.

Grüßen in der Regent Street auch in diesem Jahr wieder die großen Engel? ©SCRITTI

Hängen in der Regent Street wieder die betörend schönen Engel mit den weit ausgebreiteten Flügeln? Welches farbenfrohe Thema gibt es dieses Jahr in der Carnaby Street? Und wie sind die vielen anderen Deko-Schwerpunkte im Zentrum der Stadt geschmückt? Die meisten Illuminationen laufen bis in die erste Januarwoche hinein und enden zwischen dem 5. und 7. Januar 2024.

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Noch mehr wilde Tiere in London

Mit ihren monumentalen Tierskulpturen beeindrucken die Künstler Gillie and Marc auf den Plätzen von London

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Im September 2023 war das australische Künstlerpaar Gillie and Marc zurück in London mit seiner bislang größten Ausstellung mit lebensgroßen Tier-Skulpturen. Elf monumentale Skulpturen von Wildtieren gab es bis in den Sommer 2024 in der London Bridge City, das ist der Bereich zwischen dem Bahnhof London Bridge und dem Themseufer mit der Tower Bridge, mit der Ausstellung A Wild Life for Wildlife. Wie bei den bisherigen Monumenten der Künstler geht es darum, eindringlich auf den Klimawandel und vom Aussterben bedrohte Tierarten aufmerksam zu machen und gleichzeitig Spenden zur Unterstützung gefährdeter Arten zu generieren. UPDATE: Fünf dieser Skulpturen stehen noch bis Juli 2026 auf einem Art Trail in Kingston Upon Thames. Mehr über die Skulpturen, die man aktuell in London finden kann, steht hier im Beitrag.

Das Künstlerpaar Gillie and Marc ist bekannt für seine originellen Skulpturen, die auch immer zum Mitmachen einladen, so wie The white rhino with Dogman planned their next move. ©Gillie+Marc

UPDATE November 2024: Seite Ende Januar 2024 gibt es wieder am Paternoster Square hinter der St. Paul’s Cathedral in London ein weiteres neues Skulpturen Ensemble von Gillie and Marc. Es heißt Wild About Babies und zeigt Babies einiger der am meisten bedrohten Tierarten der Welt sowie eine überdimensionale Gorilla Mutter, die die universale, alles beschützende Mutter repräsentieren soll. Wie immer laden die Figuren zur Interaktion ein und sollen dazu beitragen, all die bedrohten Arten besser zu schützen. Diese Ausstellung läuft über ein Jahr bis Januar 2025. Die Skulptur Wild Table of Love mit dem großen Esstisch steht aktuell noch vor dem Bahnhof Paddington. Mehr zur Arbeit von Gillie and Marc und zu weiteren Skulpturen, die an verschiedenen öffentlichen Orten in London stehen, gibt es in diesem Blog-Beitrag.


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