Im TV-Sender Arte lief 2018 eine Serie unter dem Titel Bahnhofskathedralen – Europas Reisepaläste. Eine Folge beschäftigt sich mit einem absoluten Architektur Juwel und wenn nicht sogar dem schönsten Bahnhof in einer europäischen Metropole: Der Bahnhof St Pancras in London, seit 2007 Start- und Endpunkt der Eurostar-Züge auf den Kontinent nach Brüssel, Paris und Amsterdam und zugleich Heimat eines opulenten viktorianischen Hotels. Die 26 Minuten lange Folge aus der Serie ist weiterhin auf Youtube zu finden. In weiteren Episoden werden die Geschichten von den großen Bahnhöfen in Antwerpen, Paris oder Budapest erzählt.

Im Text zur Sendung über den Londoner Bahnhof St Pancras heißt es: Der Bahnhof St Pancras war die letzte große Eruption der „Railway Mania“ des Industriezeitalters. Als die Midland Railway mit einer eigenen Verbindung in die Hauptstadt drängte, genügte ihr die Duldung auf dem fremden Gleis von Euston Station nur zu Beginn. Die zweite Weltausstellung 1862 rief nach einem Neubau: Die St Pancras Train Station war von Anfang an etwas Besonderes.

Allein die Bahnhofshalle mit ihrem 74 Meter breiten Bogen ist ein Meisterwerk der Baukunst. Der Kirchenarchitekt George Gilbert Scott, damals längst eine Berühmtheit, gewann den Wettbewerb für das Verwaltungsgebäude und Midland Grand Hotel. Die 38 Zimmer im Chambers Club, die Lobby, die Restaurants, der alte Ladies Smoking Room – damals der erste auf der Welt – und The Grand Staircase mit seinen Teppichkaskaden lassen einen heute wieder eine fremde, große Zeit betreten: die Zeit der Ersteröffnung 1873, die Zeit, da England Großmacht war.

Der Beitrag ist auf Youtube Teil der Playlist „BAUKUNST (Arte-Dokumentationen)“, in der noch viele weitere Meisterwerke der Architektur vorgestellt werden.
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