Kopenhagen ist eine moderne, pulsierende und faszinierende Stadt am Wasser und zurecht Hauptstadt der Architektur und neuerdings auch lebenswerteste Stadt der Welt! Also nichts wie hin in eine der schönsten Städte der Welt!
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Kopenhagen ist eine jener Städte,von denen man immer wieder einmal etwas gehört und eigentlich nur positive Vorstellungen hat. Man denkt dabei an moderne Architektur, skandinavisches Design, viel Wasser und natürlich an die Fahrrad-Hauptstadt Europas (nach Amsterdam). Seit Jahren gilt Kopenhagen als eine der Städte mit der größten Lebensqualität weltweit. Erst im Juli 2026 belegte Kopenhagen erneut in einem weltweiten Städte-Ranking im Global Liveability Index der Economist Intelligence Unit (EIU) den ersten Platz als lebenswerteste Großstadt der Welt! Das jährliche Ranking bewertet 173 Städte weltweit anhand von Kriterien wie Stabilität, Gesundheitswesen, Kultur und Umwelt, Bildung und Infrastruktur, um diejenigen mit der höchsten Lebensqualität zu ermitteln. Die dänische Hauptstadt sicherte sich zum zweiten Mal in Folge den ersten Platz. Eine gute Infrastruktur und Gesundheitsversorgung sowie ein hochwertiges, kostenloses Bildungssystem tragen dazu bei, dass die Menschen in Kopenhagen gerne leben und zu den glücklichsten der Welt zählen. Wen wundert es also, dass es immer mehr Menschen in den Norden nach Kopenhagen zieht?
Ein riesiges Plus in Kopenhagen ist die Lage der Stadt direkt am Wasser und am Meer, was natürlich enorm zur Lebensqualität beiträgt. Ich haben selten eine Stadt erlebt, in der es so grandios gelungen ist, die Zonen am Wasser für das urbane Leben zu erschließen, in den Alltag der Menschen zu integrieren und zugleich das maritime Erbe hochleben zu lassen. Es ist eine wahre Freude, am Wasser entlang zu spazieren und moderne wie historische Gebäude zu bewundern oder alte wie moderne Brücken zu nutzen, um von einer Seite auf die andere zu kommen. Was ist also das Tolle an Kopenhagen? Und sind die Menschen dort wirklich zufriedener als im Rest der Welt?
Im Juli steht London ganz im Zeichen der Regenbogenflagge mit der großen Pride Parade am 4. Juli. Hinzu kommen weitere unzählige Sommer Events und eine ganz besondere Sommer-Spezialität, die zurückgekehrt ist. Wem es draußen zu heiß ist, der findet große Kunst in klimatisierten Räumen.
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Nach der unerträglichen Hitzewelle im Juni 2026 kann man jetzt zum Glück wieder etwas aufatmen. Nicht nur in Deutschland stöhnten die Menschen unter apokalyptischen Temperaturen. Auch London und der Süden Englands haben ihren Anteil vom Kontinent abbekommen und in den Alarmmodus geschaltet. Vor allem in der weitgehend nicht klimatisierten Londoner U-Bahn sind heiße Sommertage stets die Hölle. Hoffen wir, dass der restliche Sommer erträglich bleibt. Notfalls muss man halt zur Abkühlung auf die britische Insel fahren. In London jedenfalls ist der Juli wieder vollgepackt mit Events und Veranstaltungen. Zugleich quillt die Stadt über von Touristen und auch Einheimischen, für die bereits die Sommerferien begonnen haben. Zum Glück gibt es unzählige Events, auf die sich die Menschenmassen im Idealfall verteilen. Ein besonderes Highlight ist im Juli immer die jährliche Pride-Parade, bei der am Samstag, den 4. Juli 2026 die Massen wieder mitten durch London ziehen werden. Parallel dazu findet im Hyde Park in den ersten beiden Juli-Wochen immer das berühmte BST Hyde Park Festival mit herausragenden Konzerten statt. Absolutes Highlight ist in diesem Jahr das Konzert von Duran Duran am Sonntag, den 5. Juli 2026. Unterstützung bekommen die New Wave-Legenden aus den 1980ern unter anderem von Scissor Sisters und der weiteren Legende Nile Rodgers & CHIC. Hier gibt es Infos und Tickets für die Show. Für treue ABBA-Fans veranstaltet der Internationale ABBA Fanclub am Samstag, den 4. Juli 2026 das jährliche London ABBA Picnic im St. James‘ Park. Treffpunkt ist im südöstlichen Bereich nahe der Brücke über den See.
Termine, Termine: Eine der besten Übersichten zu Veranstaltungen in London
Eine gute Quelle für Veranstaltungstermine in London über das ganze Jahr ist der Blog Memoirs of a Metro Girl. Egal ob Bierfestival, Bootsrennen, Pride-Parade oder herausragende Ausstellungen – Metro Girl stellt alles immer sehr übersichtlich mit Zeiten und den passenden Links zusammen. Ergänzt werden die Einträge durch Hinweise über die nächsten Bahn- oder U-Bahn-Stationen sowie Kennzeichen für besonders familienfreundliche Aktivitäten. Das Londoner Metro Girl schreibt über sich selbst: „After working for years as a journalist, I started this blog in spring 2012 to write about the things I have a passion for. I see Memoirs Of A Metro Girl as a celebration and exploration of the history and attractions London has to offer – some well-known on the tourist trail, but also some hidden parts off the beaten track.“ Man kann den Blog auch per Email abonnieren und erhält dann eine Nachricht bei neuen Posts. Hier im Beitrag finden sich die Termine für Juli 2026.
Die beste Sandwich Erfindung des Sommers ist zurück
Das beste Sommer-Sandwich aller Zeiten ist zurück! In den Supermärkten von Marks & Spencer gibt es jetzt wieder etwas ganz Besonderes, das bereits im vergangenen Jahr viele London Besucher und Food Blogger fast durchdrehen ließ: Die Limited Edition des Red Diamond Strawberry & Creme Sandwich! Die Idee kommt offenbar aus Japan, und sogar die BBC hatte darüber berichtet. Ich habe es wie viele andere ausprobiert: Leicht süß, aber nicht zu süß mit absolut geschmacksintensiven Erdbeeren. Just delicious! Das Strawberry & Creme Sandwich wird in diesem Jahr um eine weitere Kreation ergänzt: Das erste Dessert-Sandwich Großbritanniens, das Chocolate Strawberry and Pistachio Creme Sandwich besteht aus Toast mit Kakaonote, gefüllt mit Pistaziencreme, einer Schicht belgischer Fairtrade-Schokoladensauce und reifen britischen Erdbeeren. Mitglieder der Facebook-Gruppe Totally-London haben es bereits getestet und für GUT befunden! Unbedingt ausprobieren, solange es sie noch gibt!
Am ersten Juli-Wochenende gibt es zum zweiten Mal in diesem Jahr Tage der Offenen Tür im Museums Depot in Acton vom London Transport Museum. In den großen Hallen wird alles gesammelt und aufbewahrt, was bedeutend für den Londoner Nahverkehr war. An drei Wochenenden im Jahr gibt es bei den Depot Open Days jeweils einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der großen Halle in Acton mit rund 320.000 Objekten. Das Motto an den drei Tagen von Freitag, 3. bis Sonntag 5. Juli 2026 ist „Powering London“: Im Zentrum steht, wie Elektrizität die Stadt seit über 125 Jahren antreibt, von den ersten elektrischen Trams und U-Bahnen bis zur aktuellen modernsten Technik. Es gibt auch immer Führungen und Diskussionsrunden und ein umfangreiches Programm für Kinder. Was es im Museums Depot alles Spannendes zu entdecken gibt, steht hier im Beitrag.
Wem es draußen im Sommer zu warm wird, der findet in London vielerorts kostenlos Abkühlung in Museen und Galerien. Noch bis 31. August 2026 läuft in der Tate Modern Galerie an der Southbank, dem südlichen Themseufer, eine viel beachtete Ausstellung: A Second Life bietet tiefe Einblicke in das Schaffen der britischen Künstlerin Tracey Emin und wird in der Fachwelt gefeiert. Kritiker loben die Werkschau als ehrfürchtige Würdigung, die Emin endgültig in den absoluten Kunstolymp erhebt und ihre Radikalität sowie persönliche Offenheit zelebriert.
Im Nordosten von Heilbronn verbirgt sich ein wahres Kleinod: Der Botanische Obstgarten ist eine grüne Oase mit historischen Gartenhäusern unterschiedlichster Architektur und vielen Obstbäumen, die im Frühling den kleinen Park in ein prachtvolles Blütenmeer verwandeln.
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Reisender kommst du nach Heilbronn, dann sei nicht schockiert. Die Großstadt Heilbronn am Neckar hat keinen guten Ruf, und viele Bewohner hassen ihre Stadt regelrecht. Heilbronn, das am Ende des Zweiten Weltkriegs fast vollständig zerstört wurde, ist aber in der Realität gar nicht so schlimm. In den letzten Jahren hat sich vor allem mit der Bundesgartenschau 2019 viel getan, ein komplett neuer moderner Stadtteil wurde entwickelt, und viele Akteure bemühen sich inzwischen darum, das Schicksal der Stadt in neue Bahnen zu lenken. So wurde etwa der mitten durch die Stadt fließende Neckar neu entdeckt und zumindest damit angefangen, das Flussufer mehr ins Zentrum des Geschehens zu rücken und mit neuen Parkanlagen erlebbar zu machen.
Die Industriestadt Heilbronn ist umrahmt von Weinbergen, und daher auch als Weinstadt bekannt. Unterhalb dieser Weinberge entlang des Hausbergs Wartberg befindet sich ein ganz besonderes Kleinod, das viele Einheimische überhaupt nicht kennen und auch noch nie besucht haben: Der Botanische Obstgarten. Ein kleiner rustikaler Park, der jedes Jahr im Frühling in einem Meer aus Blüten und Blumen versinkt. Ein echter Geheimtipp also ist diese friedliche grüne Oase im Nordosten der Stadt, die ganz besondere architektonische Kleinode und einen tieferen Einblick in die Kulturgeschichte von Gartenbau und Gartenarchitektur bietet.
Das traditionelle Seebad Eastbourne östlich von Brighton lockt mit dem schönsten Pier und der schönsten Seepromenade Großbritanniens, langen Stränden und dem höchsten Kreidefelsen im Westen der Stadt. Hier kann man bereits im Frühling Sonne und Farben tanken und nebenbei noch Art Deco Architektur bewundern.
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Eines der berühmtesten Seebäder Großbritanniens ist zweifellos Brighton südlich von London, das auch den Spitznamen „London by the Sea“ trägt. Brighton ist in der Tat eine angenehme, deutlich kleinere Stadt als London mit kilometerlangem Kiesstrand, in die es auch heute noch viele Londoner dank schneller Bahnverbindungen zieht. Entsprechend großstädtisch geht es auch in Brighton zu mit vielen Touristen, viel Trubel rund um das berühmte Pier, viel Verkehr und viel Lärm. Nur wenige Besucher verirren sich jedoch bis heute in das weiter östlich gelegene, viel entspanntere Seebad Eastbourne mit dem schönsten Pier und einer der schönsten Seepromenaden Großbritanniens. Eastbourne liegt in der Grafschaft East Sussex und ist mit rund 103.000 Einwohnern nach Brighton die zweitgrößte Stadt in Sussex. London liegt etwa 87 Kilometer oder eine eineinhalbstündige Zugfahrt entfernt. Nordöstlich an der Küste findet man bekannte Seeorte wie Hastings sowie Folkestone und Dover mit dem Fährhafen. In westlicher Richtung folgen Newhaven (ebenso mit Fährverbindungen nach Frankreich) und Brighton.
Eastbourne liegt zudem geografisch günstig am östlichen Ende der South Downs, einer hügeligen Kreidelandschaft an deren Ende man auch Beachy Head findet, den mit 162 Metern höchsten Kreidefelsen in Südengland. Die weiten hügelige Landschaften im Hinterland von Eastbourne und steil zur Küste abfallende Kreidefelsen im Westen der Stadt bereichern das Bild. Zudem hat Eastbourne statistisch mit die höchste Anzahl an Sonnenstunden pro Jahr in Großbritannien, weshalb sich die Stadt auch selbst gern The Sunshine Coast nennt. Es gibt also genügend Gründe, öfter mal einen Abstecher nach Eastbourne zu machen, zumal sich von hier aus auch zahlreiche Ausflüge in die Umgebung anbieten! Doch was ist das Besondere an Eastbourne?
Das Reisejahr 2026 bietet aktuell neue Hotel-Schnäppchen, Tickets für neue Touren und Shows in London sowie neue Bahnverbindungen in brandneuen Zügen durch Österreich.
In drei Monaten ist es wieder so weit: Bereits der vierte Jahrestag der atemberaubenden immersiven Konzert Show ABBA Voyage in London steht an, und zwar am Mittwoch, den 27. Mai 2026. Tickets für die Jubiläumsshow gingen jetzt in den Verkauf und können derzeit noch über die ABBA Voyage Webseite gebucht werden. Unglaublich, aber das phänomenale ABBA-Konzert mit den digitalen ABBAtaren läuft nun bereits seit fast vier Jahren ununterbrochen in London und hat inzwischen rund vier Millionen Besucher glücklich gemacht. Der Jubiläumstag ist jedes Jahr etwas ganz besonderes für die Fans aus aller Welt, da bislang immer mindestens zwei leibhaftige ABBAs mit im Publikum waren. Im Mai 2025 konnte ich zum ersten Mal Frida von ABBA live erleben, worüber ich hier im Beitrag berichte. In diesem Jahr soll es keine große VIP-Party geben sondern nur eine „normale Show für die Fans“. Wir werden sehen, was uns am 27. Mai 2026 in London erwartet.
Ich habe in diesem Blog ja schon öfter erläutert, warum zu meinen Favoriten neben Motel One Hotels die Häuser von Premier Inn zählen, die es überall in Großbritannien gibt und inzwischen auch mit über 60 Hotels in 31 deutschen Städten. Der Discounter Aldi bietet aktuell wieder in Kooperation mit Animod eine Gutschein-Aktion für Übernachtungen in Premier Inn Hotels in Deutschland an. Für 49 Euro gibt es eine Übernachtung in einem beliebigen Premier Inn Hotel in Deutschland für 2 Personen (also 24,50 Euro pro Person). Frühstück oder Zusatznächte kosten extra. Der Gutschein kann nach dem Kauf ein Jahr lang über die Aldi-Webseite abhängig von der Auslastung der Hotels eingelöst werden. Weitere Details dazu sowie alle Infos und meine Empfehlungen für Premier Inn Hotels in Deutschland gibt es hier im Beitrag.
Faszinierende Geheimnisse im Untergrund von London
Seit kurzem können wieder über das London Transport Museum neue Tickets für die beliebten „Hidden London“ Underground Touren bis September 2026 gebucht werden. Die Touren durch aufgegebene U-Bahn Stationen und vergessene Tunnel sind ein ganz besonderes Erlebnis und oft sehr schnell ausgebucht. Warum in einer kompletten, funktionsfähigen Geisterstation unter dem Bahnhof Charing Cross Filme gedreht werden oder warum in einem Gang unter dem Bahnhof Euston immer noch Poster aus den 1960ern hängen, steht hier im Beitrag. Dort finden sich auch Links zu den verschiedenen Touren und zur Buchung.
Neue Schnellverbindungen mit der Westbahn
Mit einer Premierenfahrt von Wien nach Villach hat das private Bahnunternehmen Westbahn in Österreich am 27. Februar 2026 den Start der neuen Verbindungen auf der Südstrecke gefeiert. Erstmals kam in Österreich einer von drei brandneuen Hochgeschwindigkeitszügen des Typs SMILE des Schweizer Herstellers Stadler Rail zum Einsatz. Ab 1. März 2026 verkehrt die Westbahn neben den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) fünfmal täglich zwischen Wien und Villach und bietet damit eine attraktive Reisealternative in nagelneuen Zügen.
Das bunte Dorf Portmeirion an der Nordküste von Wales ist eine surreale Fantasiewelt im italienischen Stil, die oft schon als Filmkulisse diente, über die Jahrzehnte auch zahlreiche Künstler angelockt hat und ein Vorbild für eine „Architektur des Vergnügens“ sein will.
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Einer der seltsamsten und zugleich auch beeindruckendsten und irgendwie auch schönsten Küstenorte, die ich je besucht habe, ist Portmeirion im Norden von Wales. Der Ort gehört zur Gemeinde Penrhyndeudraeth und liegt auf einer kleinen Halbinsel an der Mündung des Flusses Dwyryd in die irische See, in der Nähe des Snowdonia National Park mit seinen spektakulären Bergketten. Am 2. April 2026 feierte Portmeirion hundertjähriges Jubiläum, nachdem am Osterwochenende 1926 zum ersten Mal offiziell Gäste im Hotel Portmeirion empfangen wurden. Bei einer kleinen Rundreise durch Wales im Juni 2011 sind wir auch in Portmeirion vorbeigekommen. Portmeirion wurde über mehrere Jahrzehnte zwischen 1925 und 1975 vom Architekten Sir Clough Williams-Ellis im Barockstil entworfen und erbaut und befindet sich heute im Besitz einer gemeinnützigen Stiftung. Es gibt zwei Hotels, Souvenirshops, Cafés und Restaurants, und die meisten der kleinen Wohnhäuser und Cottages dienen als Ferienwohnungen für Touristen.
Wenn man den Ort das erste Mal betritt, glaubt man sich in einer etwas bizarren Filmkulisse. Man wird von farbigen bunten Häuschen begrüßt, umgeben und verziert mit Säulen, Portalen, Bögen und Türmchen und umrahmt von Palmen und Zypressen. Man fühlt sich tatsächlich irgendwo in eine italienische Idylle versetzt und vergisst, dass man sich in einem eigentlich eher unwirtlichen Landstrich befindet, in dem die Häuser meist grau und aus Stein und Schiefer sind.
Die große, bunte Filmkulisse, die der Ort darstellt, wurde verständlicherweise auch schon für zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen oder Musikvideos genutzt. Doch warum macht sich jemand die Mühe, über fünf Jahrzehnte solch eine heile Welt in Bonbon-Farben zu erschaffen?
London lockt im Januar mit Licht-Festivals und phantasievollen Installationen gegen den Winterblues. Ein spannender Dokumentarfilm berichtet über Träume, aus denen ein echtes Wunderland erwachsen ist.
Um der allgemeinen Tristesse im Januar etwas entgegenzusetzen und auch um den Erfolg mit den Christmas Lights Beleuchtungen zur Weihnachtszeit fortzuführen, gibt es in London seit einigen Jahren spezielle „Light Festivals“ mit Lichtkunst, Skulpturen und Installationen von anerkannten Künstlern aus diesem Bereich. Die Evolution durch LED hat ja in den letzten Jahren vieles verändert und ganz neue Möglichkeiten für das Spiel mit Licht und Beleuchtung eröffnet. Im Winter gibt es inzwischen diverse kostenlose Festivals an unterschiedlichen Orten der Metropole, um die Menschen trotz Winterblues ins Freie zu locken und nebenbei noch zum Shoppen und Ausgehen zu animieren.
Das bekannteste und älteste Licht Festival ist jenes zwischen den Hochhäusern von Canary Wharf. Das Winter Lights Festival findet 2026 bereits zum zehnten Mal statt und zwar vom 20. bis 31. Januar 2026. In Aktion sind die Licht-Installationen zwölf Tage lang immer bei Dunkelheit zwischen 17 und 22 Uhr. Das Festival steht 2026 unter dem Motto „Traumlandschaft“ und entführt die Besucher laut Veranstalter auf eine Reise durch surreale, ätherische und zutiefst menschliche Erlebnisse. Mehr Hintergrund zum Winter Lights Festival und weitere Kunstobjekte, die man in Canary Wharf entdecken kann, gibt es hier im Beitrag.
Das kleinere und intimere Festival rund um die Battersea Power Station konnte bislang einen ganzen Monat lang ab Ende Januar besucht werden. Rund um das ikonische, ehemalige Kraftwerk im Stil des Art Deco, das in den vergangenen Jahren als großes Shopping- und Unterhaltungszentrum seine Wiederauferstehung erlebt hat, fanden sich 2025 acht teils recht große Lichtinstallationen von internationalen Künstlern. 2026 wird das Lichtfestival allerdings nicht in seiner bisherigen Form stattfinden, erläutert Will Emery, Communications Manager der Battersea Power Station Development Company. „Wir konzentrieren uns darauf, das ganze Jahr über ein attraktives Programm mit neuen Veranstaltungen sowie Kultur- und Kunstpartnerschaften zu präsentieren.“ Im Rahmen dessen wird das größte Kunstwerk des Lichtfestivals 2025, „Aurora“ von James Glancy Design, in die Turbinenhalle A zurückkehren. Wie das The Light Festival vom Januar 2025 und die Installation „Aurora“ aussahen, erfährt man hier im Beitrag.
Das Kulturforum Southbank Centre am Südufer der Themse bietet jährlich ab November ein spezielles Weihnachtsprogramm. Teil davon sind mit Winter Light auch Lichtinstallationen von verschiedenen Künstlern im Freien entlang der Promenade am Themseufer. Diese können noch bis 18. Januar 2026 besichtigt werden.
Ein ganz neues Festival mit Licht und Sound gibt es 2026 mit Vibrance am letzten Januar-Wochenende in der City of London. Am 29. und 30. Januar 2026 wollen Künstler, Designer und Performer der Guildhall School mit Vibrance unvergessliche Erlebnisse mit Licht, Klang und Live-Performance an fünf ikonischen Orten in der City of London schaffen. Historische Wahrzeichen, versteckte Gärten und beeindruckende Fassaden werden jeweils zwischen 17:30 Uhr und 20:30 Uhr durch Farbe, Musik und Erzählungen neu interpretiert. Man darf gespannt sein!
Ein echtes Wunder: Wie aus einem Traum Realität wurde
Wenn in den dunklen Wintermonaten die Sehnsucht nach Sonne, Farben und grünen Landschaften wächst, muss man nicht unbedingt bis ans andere Ende der Welt reisen, um dieses Bedürfnis etwas zu stillen. Man kann auch in den hohen Norden nach Hamburg fahren, in ganz neue, unbekannte Welten eintauchen und sich dabei regelrecht verzaubern lassen. Wie das geht? Man muss einfach das Miniatur Wunderland besuchen! Dort gibt es alles, was man in der dunklen Jahreszeit so schmerzlich vermisst, und einem gute Laune macht: Gutes Wetter, viel Licht, Farben, üppige grüne Landschaften und tiefblaues Meer!
Faszinierend: Als animierte Miniaturfiguren wandern Frederik und Gerrit Braun (rechts) im Film „Wunderland“ durch die von ihnen selbst geschaffene Miniaturwelt. Foto: Screenshot Wunderland Trailer
Wer es jedoch nicht so schnell nach Hamburg schafft oder aus unerfindlichen Gründen gar noch nie vom Miniatur Wunderland gehört hat, der kann sich die ganze Geschichte noch einmal in schönen und beeindruckenden Bildern am heimischen TV erzählen lassen.
Das London Transport Museum zeigt in einer neuen Ausstellung die Bedeutung und den Einfluss des Art Deco auf die Gestaltung von Postern, die Fahrgastkommunikation und die Designsprache des Nahverkehrs in London bis heute.
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Was: „Art deco: the golden age of poster design“, Ausstellung mit Postern und Grafikdesign Wo:London Transport Museum in Covent Garden Wann: 21. November 2025 bis Frühjahr 2027. Der Eintritt zur Global Poster Gallery innerhalb des Museums ist im Eintritt enthalten.
Die Moderne und vor allem der Stil des Art Deco spielen eine herausragende Rolle in der Designsprache und der Wahrnehmung des öffentlichen Verkehrs in London. Das liegt vor allem daran, dass viele maßgebliche Entwicklungen in den 1920er und 30er Jahren stattfanden, in denen die Londoner U-Bahn weit in die Vororte expandierte und in der Folge dort das klassische „Suburbia“ mit großen Wohnanlagen und neuen Stadtzentren entstand. Diese ganze Zeit wurde maßgeblich von zwei herausragenden Persönlichkeiten geprägt, die sich den Prinzipien der Moderne und des Zeitgeistes verpflichtet fühlten: Frank Pick und Charles Holden. Frank Pick war von der Gründung des London Passenger Transport Board im Jahr 1933 bis 1940 dessen Geschäftsführer und stellvertretender Vorsitzender und weitgehend für das Design des Londoner Transportwesens, dessen Schrift oder das klassische rote runde Logo (Roundel) verantwortlich. Eng an Picks Seite arbeitete Architekt Charles Holden, der für eine Vielzahl der in dieser Zeit entstandenen, modernistischen U-Bahn-Gebäude verantwortlich war, die sich durch geometrische Formen, stromlinienförmige Kurven und funktionale Schönheit auszeichnen. Mehr zur Architektur von Charles Holden in London findet sich hier im Beitrag.
So ist es kein Wunder, dass die Archive des London Transport Museum voll sind mit Objekten aus der Zeit des Art Deco. Das Museum erzählt in den ehemaligen Hallen des Blumenmarktes von 1872 in Covent Garden seit 1980 in beeindruckender Weise und mit vielen Exponaten die Geschichte der Mobilität in London und ist immer wieder einen Besuch wert.
Eine neue Ausstellung mit dem Titel Art deco: the golden age of poster design in der Global Poster Gallery innerhalb des Museums beleuchtet seit kurzem den Einfluss des Art Deco auf das Kunst- und Designerbe des Londoner Nahverkehrs. Anlässlich des 100. Jahrestages der Pariser Weltausstellung von 1925, auf der rückblickend Art Deco seinen Ursprung hat, bietet diese Ausstellung die Gelegenheit, mehr über diesen so prägenden Stil in Design und Architektur zu erfahren und einzigartige, noch nie öffentlich ausgestellte Kunstwerke zu entdecken.
Das beschauliche Richmond im Südwesten von London hat neben einer idyllischen Uferpromenade an der Themse einen wunderschönen Bahnhof im Stil des Art Deco, der nach umfassender Restaurierung nun wieder in alter Pracht erstrahlt und ein Grund mehr für einen Ausflug in diese Ecke von London ist.
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Richmond, gelegen an der Themse im Südwesten von London, gehört sicherlich zu den schönsten Stadtteilen der Metropole. Es wundert nicht, dass hier in der gutbürgerlichen Idylle rund 15 Kilometer vom Zentrum entfernt vor allem Leute leben, die es sich leisten können. Ich kann einen Ausflug nach Richmond und einen Spaziergang am beschaulichen Ufer der Themse entlang oder durch den großen Richmond Park immer wieder empfehlen. Auch die Royal Botanic Gardens von Kew grenzen direkt an Richmond an und zählen zu den größten, umfangreichsten und ältesten botanischen Gärten der Welt. Besonders idyllisch ist die Fahrt nach Richmond mit dem Ausflugsschiff über die Themse, was allerdings einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Mehr dazu steht hier im Beitrag.
Viele Wege führen nach Richmond. Am schnellsten erreicht man Richmond aus London heraus per Bahn, entweder mit der District Line der Londoner U-Bahn oder mit Zügen der Mildmay Line der London Overground, die beide im Bahnhof Richmond ihre Endstation haben. Hinzu kommen noch Vorortzüge von South Western Railway (SWR), die vom Bahnhof London Waterloo aus den Bahnhof Richmond auf direktem Weg in nur 16 Minuten erreichen. Von dort ist es nur ein Fußweg von etwa zehn Minuten bis zum Themseufer, wo das Herz von Richmond schlägt.
Wenn man per Bahn in Richmond ankommt, dann erwartet einen seit Sommer 2025 gleich die erste Attraktion direkt im Bahnhof: Das wunderschöne, frisch und stilecht renovierte Bahnhofsgebäude im Stil des Art Deco von 1937! Zahlreiche wiederhergestellte Details lassen einen in die Eisenbahnwelt der 1930er Jahre eintauchen und verströmen eine Aura von zeitloser Eleganz und Modernität, die anschaulich zeigt, wie weit die Architekten in jener Epoche ihrer Zeit voraus waren. Wer erleben will, wie man vergessene Schätze durch sorgfältige Restaurierung wieder wach küssen kann, sollte unbedingt hinfahren.
Mit den automatisch fahrenden Zügen der Docklands Ligh Railway DLR lassen sich der Osten und Südosten von London mit neu emporwachsenden Stadtvierteln aus einer ganz neuen Perspektive entdecken. In Kombination mit Seilbahn und Schiff ergibt sich zudem eine außergewöhnliche und spannende Sightseeing Tour bis nach Greenwich.
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Seit nunmehr bald 40 Jahren verkehren die automatisierten und fahrerlosen Züge der Docklands Light Railway (DLR) überwiegend oberirdisch durch den Osten und Südosten von London. Vor 38 Jahren fuhr am 31. August 1987 der erste Passagierzug, nachdem Königin Elisabeth II. die DLR offiziell am 30. Juli 1987 eröffnet hatte. Schätzungsweise 40.000 Menschen reisten an diesem Tag mit den ersten Bahnen, die damals nur aus zweiteiligen Triebwagen bestanden und durch ein Gelände fuhren, das noch weitgehend aus Baustellen im Niemandsland der ehemaligen Docks bestand. Anlass für den Bau der DLR war die Erschließung der London Docklands in den 1980er Jahren, in denen sich rund um das Finanzzentrum in Canary Wharf in den vergangenen Jahrzehnten ein komplett neuer Stadtteil entwickelte. Am Anfang hielten die Züge nur an 15 oberirdischen Stationen, und die Linie endete im Westen in Tower Gateway, im Norden in Stratford und im Süden in Island Gardens auf der Nordseite der Themse kurz vor Greenwich. Im Laufe der Jahre hat sich daraus ein Netzwerk mit 34 Kilometern Länge und 45 Stationen entwickelt, das von aktuell sieben Linien bedient wird. Außer auf dem Weg von/zum City Airport verirren sich nicht allzu viele Touristen in den neu entwickelten Osten von London. Dabei eignen sich die Züge der DLR hervorragend für eine spannende Sightseeing Tour durch weniger bekannte Stadtteile von London zum Preis eines Nahverkehrstickets.
Dass die Züge der DLR automatisiert und ferngesteuert verkehren, so dass in der Regel kein Fahrpersonal benötigt wird, hat einen immensen Vorteil: Wie im Obergeschoss der berühmten Londoner Doppelstockbusse befinden sich die ersten Sitze für die Fahrgäste direkt hinter den Glasscheiben an der Front der Fahrzeuge. Zudem verkehrt die DLR vielerorts auf einem aufgeständerten Fahrweg hoch über dem Straßenniveau. Beste Aussichten auf die Stadt sind von hier aus garantiert!