Das bunte Dorf Portmeirion an der Nordküste von Wales ist eine surreale Fantasiewelt im italienischen Stil, die oft schon als Filmkulisse diente, über die Jahrzehnte auch zahlreiche Künstler angelockt hat und ein Vorbild für eine „Architektur des Vergnügens“ sein will.
(Website) or on the bottom (mobile device).
Einer der seltsamsten und zugleich auch beeindruckendsten und irgendwie auch schönsten Küstenorte, die ich je besucht habe, ist Portmeirion im Norden von Wales. Der Ort gehört zur Gemeinde Penrhyndeudraeth und liegt auf einer kleinen Halbinsel an der Mündung des Flusses Dwyryd in die irische See, in der Nähe des Snowdonia National Park mit seinen spektakulären Bergketten. Bei einer kleinen Rundreise durch Wales im Juni 2011 sind wir auch in Portmeirion vorbeigekommen. Portmeirion wurde über mehrere Jahrzehnte zwischen 1925 und 1975 vom Architekten Sir Clough Williams-Ellis im Barockstil entworfen und erbaut und befindet sich heute im Besitz einer gemeinnützigen Stiftung. Es gibt zwei Hotels, Souvenirshops, Cafés und Restaurants, und die meisten der kleinen Wohnhäuser und Cottages dienen als Ferienwohnungen für Touristen.
Wenn man den Ort das erste Mal betritt, glaubt man sich in einer etwas bizarren Filmkulisse. Man wird von farbigen bunten Häuschen begrüßt, umgeben und verziert mit Säulen, Portalen, Bögen und Türmchen und umrahmt von Palmen und Zypressen. Man fühlt sich tatsächlich irgendwo in eine italienische Idylle versetzt und vergisst, dass man sich in einem eigentlich eher unwirtlichen Landstrich befindet, in dem die Häuser meist grau und aus Stein und Schiefer sind.
Die große, bunte Filmkulisse, die der Ort darstellt, wurde verständlicherweise auch schon für zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen oder Musikvideos genutzt. Doch warum macht sich jemand die Mühe, über fünf Jahrzehnte solch eine heile Welt in Bonbon-Farben zu erschaffen?
Von London aus schnell ans Meer – das geht am besten per Bahn in Richtung Southend-on-Sea. Jenseits des Trubels der Großstadt bietet sich ein entspannter Tag mit Spaziergang entlang der Küste in Leigh-on-Sea an, das an ein idyllisches Fischerdorf erinnert.
For an English translation use the Google Translator Button in the menu on the right (Website) or on the bottom (mobile device).
Wenn an einem schönen Wintertag in London die Sonne scheint und man sich nach einem entspannenden Spaziergang mit Licht und Weite sehnt, empfehle ich einen Tagestrip an die Küste. Zum Glück ist das Meer von London aus ja schon in rund einer Stunde Bahnfahrt erreichbar. Eines der nahegelegensten Seebäder ist Southend-on-Sea östlich von London, wo sich die Themse in einer weiten Bucht mit der Nordsee verbündet. Southend ist seit dem 19. Jahrhundert quasi die Badewanne des Londoner East End. Besonders beschaulich geht es dabei in Southends Stadtteil Leigh-on-Sea zu, rund 65 Kilometer von London entfernt und von London aus gesehen zwei Bahnstationen vor dem Bahnhof Southend Central.
Leigh-on-Sea ist von London aus der am schnellsten erreichbare Ort, an dem man richtige Seeluft schnuppern und ein Gefühl von British Seaside erleben kann, sommers wie winters. Genau genommen befindet sich Leigh-on-Sea noch nicht direkt am Meer, sondern in der großen Bucht, in der die Themse in die Nordsee übergeht, dem so genannten Thames Estuary. Aber am Horizont erkennt man bereits das über zwei Kilometer lange Pier von Southend, und dahinter befindet sich tatsächlich die Nordsee. Zudem hat Leigh-on-Sea den Charme eines kleinen Fischerdorfs an der britischen Küste, dem man sich auch an einem sonnigen Wintertag nur schwer entziehen kann.
London lockt im Januar mit Licht-Festivals und phantasievollen Installationen gegen den Winterblues. Ein spannender Dokumentarfilm berichtet über Träume, aus denen ein echtes Wunderland erwachsen ist.
Um der allgemeinen Tristesse im Januar etwas entgegenzusetzen und auch um den Erfolg mit den Christmas Lights Beleuchtungen zur Weihnachtszeit fortzuführen, gibt es in London seit einigen Jahren spezielle „Light Festivals“ mit Lichtkunst, Skulpturen und Installationen von anerkannten Künstlern aus diesem Bereich. Die Evolution durch LED hat ja in den letzten Jahren vieles verändert und ganz neue Möglichkeiten für das Spiel mit Licht und Beleuchtung eröffnet. Im Winter gibt es inzwischen diverse kostenlose Festivals an unterschiedlichen Orten der Metropole, um die Menschen trotz Winterblues ins Freie zu locken und nebenbei noch zum Shoppen und Ausgehen zu animieren.
Das bekannteste und älteste Licht Festival ist jenes zwischen den Hochhäusern von Canary Wharf. Das Winter Lights Festival findet 2026 bereits zum zehnten Mal statt und zwar vom 20. bis 31. Januar 2026. In Aktion sind die Licht-Installationen zwölf Tage lang immer bei Dunkelheit zwischen 17 und 22 Uhr. Das Festival steht 2026 unter dem Motto „Traumlandschaft“ und entführt die Besucher laut Veranstalter auf eine Reise durch surreale, ätherische und zutiefst menschliche Erlebnisse. Mehr Hintergrund zum Winter Lights Festival und weitere Kunstobjekte, die man in Canary Wharf entdecken kann, gibt es hier im Beitrag.
Das kleinere und intimere Festival rund um die Battersea Power Station konnte bislang einen ganzen Monat lang ab Ende Januar besucht werden. Rund um das ikonische, ehemalige Kraftwerk im Stil des Art Deco, das in den vergangenen Jahren als großes Shopping- und Unterhaltungszentrum seine Wiederauferstehung erlebt hat, fanden sich 2025 acht teils recht große Lichtinstallationen von internationalen Künstlern. 2026 wird das Lichtfestival allerdings nicht in seiner bisherigen Form stattfinden, erläutert Will Emery, Communications Manager der Battersea Power Station Development Company. „Wir konzentrieren uns darauf, das ganze Jahr über ein attraktives Programm mit neuen Veranstaltungen sowie Kultur- und Kunstpartnerschaften zu präsentieren.“ Im Rahmen dessen wird das größte Kunstwerk des Lichtfestivals 2025, „Aurora“ von James Glancy Design, in die Turbinenhalle A zurückkehren. Wie das The Light Festival vom Januar 2025 und die Installation „Aurora“ aussahen, erfährt man hier im Beitrag.
Das Kulturforum Southbank Centre am Südufer der Themse bietet jährlich ab November ein spezielles Weihnachtsprogramm. Teil davon sind mit Winter Light auch Lichtinstallationen von verschiedenen Künstlern im Freien entlang der Promenade am Themseufer. Diese können noch bis 18. Januar 2026 besichtigt werden.
Ein ganz neues Festival mit Licht und Sound gibt es 2026 mit Vibrance am letzten Januar-Wochenende in der City of London. Am 29. und 30. Januar 2026 wollen Künstler, Designer und Performer der Guildhall School mit Vibrance unvergessliche Erlebnisse mit Licht, Klang und Live-Performance an fünf ikonischen Orten in der City of London schaffen. Historische Wahrzeichen, versteckte Gärten und beeindruckende Fassaden werden jeweils zwischen 17:30 Uhr und 20:30 Uhr durch Farbe, Musik und Erzählungen neu interpretiert. Man darf gespannt sein!
Ein echtes Wunder: Wie aus einem Traum Realität wurde
Wenn in den dunklen Wintermonaten die Sehnsucht nach Sonne, Farben und grünen Landschaften wächst, muss man nicht unbedingt bis ans andere Ende der Welt reisen, um dieses Bedürfnis etwas zu stillen. Man kann auch in den hohen Norden nach Hamburg fahren, in ganz neue, unbekannte Welten eintauchen und sich dabei regelrecht verzaubern lassen. Wie das geht? Man muss einfach das Miniatur Wunderland besuchen! Dort gibt es alles, was man in der dunklen Jahreszeit so schmerzlich vermisst, und einem gute Laune macht: Gutes Wetter, viel Licht, Farben, üppige grüne Landschaften und tiefblaues Meer!
Faszinierend: Als animierte Miniaturfiguren wandern Frederik und Gerrit Braun (rechts) im Film „Wunderland“ durch die von ihnen selbst geschaffene Miniaturwelt. Foto: Screenshot Wunderland Trailer
Wer es jedoch nicht so schnell nach Hamburg schafft oder aus unerfindlichen Gründen gar noch nie vom Miniatur Wunderland gehört hat, der kann sich die ganze Geschichte noch einmal in schönen und beeindruckenden Bildern am heimischen TV erzählen lassen.
Das London Transport Museum zeigt in einer neuen Ausstellung die Bedeutung und den Einfluss des Art Deco auf die Gestaltung von Postern, die Fahrgastkommunikation und die Designsprache des Nahverkehrs in London bis heute.
For an English translation use the Google Translator Button in the menu on the right (Website) or on the bottom (mobile device).
Was: „Art deco: the golden age of poster design“, Ausstellung mit Postern und Grafikdesign Wo:London Transport Museum in Covent Garden Wann: 21. November 2025 bis Frühjahr 2027. Der Eintritt zur Global Poster Gallery innerhalb des Museums ist im Eintritt enthalten.
Die Moderne und vor allem der Stil des Art Deco spielen eine herausragende Rolle in der Designsprache und der Wahrnehmung des öffentlichen Verkehrs in London. Das liegt vor allem daran, dass viele maßgebliche Entwicklungen in den 1920er und 30er Jahren stattfanden, in denen die Londoner U-Bahn weit in die Vororte expandierte und in der Folge dort das klassische „Suburbia“ mit großen Wohnanlagen und neuen Stadtzentren entstand. Diese ganze Zeit wurde maßgeblich von zwei herausragenden Persönlichkeiten geprägt, die sich den Prinzipien der Moderne und des Zeitgeistes verpflichtet fühlten: Frank Pick und Charles Holden. Frank Pick war von der Gründung des London Passenger Transport Board im Jahr 1933 bis 1940 dessen Geschäftsführer und stellvertretender Vorsitzender und weitgehend für das Design des Londoner Transportwesens, dessen Schrift oder das klassische rote runde Logo (Roundel) verantwortlich. Eng an Picks Seite arbeitete Architekt Charles Holden, der für eine Vielzahl der in dieser Zeit entstandenen, modernistischen U-Bahn-Gebäude verantwortlich war, die sich durch geometrische Formen, stromlinienförmige Kurven und funktionale Schönheit auszeichnen. Mehr zur Architektur von Charles Holden in London findet sich hier im Beitrag.
So ist es kein Wunder, dass die Archive des London Transport Museum voll sind mit Objekten aus der Zeit des Art Deco. Das Museum erzählt in den ehemaligen Hallen des Blumenmarktes von 1872 in Covent Garden seit 1980 in beeindruckender Weise und mit vielen Exponaten die Geschichte der Mobilität in London und ist immer wieder einen Besuch wert.
Eine neue Ausstellung mit dem Titel Art deco: the golden age of poster design in der Global Poster Gallery innerhalb des Museums beleuchtet seit kurzem den Einfluss des Art Deco auf das Kunst- und Designerbe des Londoner Nahverkehrs. Anlässlich des 100. Jahrestages der Pariser Weltausstellung von 1925, auf der rückblickend Art Deco seinen Ursprung hat, bietet diese Ausstellung die Gelegenheit, mehr über diesen so prägenden Stil in Design und Architektur zu erfahren und einzigartige, noch nie öffentlich ausgestellte Kunstwerke zu entdecken.
„The Clock“ ist ein faszinierendes cineastisches Meisterwerk von Christian Marclay, das über 24 Stunden Minute für Minute Szenen aus einem Jahrhundert Filmgeschichte aneinander reiht, die ein spannendes Kaleidoskop des menschlichen Alltags ergeben. BIs Ende Januar wird The Clock in der Neuen Nationalgalerie Berlin gezeigt.
For an English translation use the Google Translator Button in the menu on the right (Website) or on the bottom (mobile device).
Was: „The Clock“, 24-stündige Videoarbeit von Christian Marclay Wo:Neue Nationalgalerie Berlin Wann: 29. November 2025 bis 25. Januar 2026
Die Neue Nationalgalerie am Kulturforum in Berlin präsentiert noch bis 25. Januar 2026 das cineastische Meisterwerk The Clock des Videokünstlers Christian Marclay. Täglich zehn Stunden lang von 10 bis 20 Uhr (außer montags). Für die Präsentation des Werks wurde in dem ikonischen modernistischen Glaspavillon von Architekt Ludwig Mies van der Rohe, der erst im August 2021 nach jahrelanger Restaurierung wiedereröffnet wurde, im Erdgeschoss ein kompletter Kinoraum errichtet. The Clock von Christian Marclay ist eine 24-stündige Videoarbeit, die anhand eines Jahrhunderts Filmgeschichte den realen Zeitverlauf synchron nachzeichnet. Seit ihrer Premiere in London im Jahr 2010 und dem Gewinn des Goldenen Löwen bei der 54. Biennale di Venezia am 4. Juni 2011 hat die Arbeit große Aufmerksamkeit erregt und wurde seither in weltweit bedeutenden Museen gezeigt wie dem Centre Pompidou in Paris, der Tate Modern in London oder dem MoMA in New York. Nun ist The Clock erstmals in Berlin zu sehen und zwar noch bis Ende Januar 2026. Es gibt weltweit nur sechs Kopien des Meisterwerks, und der Künstler hat verfügt, dass der Film nie zeitgleich an mehreren Orten gezeigt werden darf.
Wir haben uns The Clock an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zu unterschiedlichen Zeiten angesehen und konnten uns nur schwer der Magie dieses grandiosen Werkes entziehen. Wir haben jeweils eineinhalb bis zwei Stunden The Clock verfolgt, und es wurde uns in keinem Moment langweilig. Im Gegenteil! Das Werk verfügt über alles, was einen guten Film ausmacht: Ironie, Witz, Spannung, eine oft verblüffende Geschichte und eine perfekt begleitende Filmmusik. Der Künstler Christian Marclay hat in The Clock mit einem Team über drei Jahre in akribischer Kleinarbeit tausende – wirklich tausende! – Szenen aus einem Jahrhundert Filmgeschichte aneinander gereiht und ein 24 Stunden dauerndes Epos geschaffen, das durch einen ganz besonderen Effekt zusammengehalten wird.
Die einmaligen Christmas Lights in den Wochen vor Weihnachten locken inzwischen Massen von Besuchern nach London. Es ist immer eine ganz besondere Zeit, in der man sich auf vielfache Weise verzaubern lassen und auch zudem einiges entdecken kann.
For an English translation use the Google Translator Button in the menu on the right (Website) or on the bottom (mobile device).
Wie jedes Jahr war ich auch 2025 wieder in der Vorweihnachtszeit in London, um mir die aktuellen Christmas Lights anzuschauen. Es ist immer wieder ein besonderes Erlebnis, in dieser Zeit nach London zu reisen und in die vielen bunten Lichterwelten einzutauchen. Man kommt tatsächlich hier schon Mitte November in totale Weihnachtsstimmung und möchte dann nichts anderes, als umgehend mit dem Dekorieren des eigenen Weihnachtsbaumes zu beginnen. In der Tat unterscheidet sich Weihnachten in Großbritannien und im englischsprachigen Raum deutlich von Weihnachten in Deutschland. Nicht nur der überwältigende Kitsch hat hier eine ganz andere Dimension. Als festlicher Weihnachtsschmuck geeignet ist so gut wie alles, und man hängt sich auch gerne Londoner Doppelstockbusse, britische Telefonzellen oder glitzernde Dinosaurier an den Weihnachtsbaum. Die Weihnachtszeit beginnt tatsächlich schon im November mit den ganzen Dekorationen und den Weihnachtseinkäufen. Man sieht in London auch überall schon Leute Weihnachtsbäume kaufen.
Leider gibt es in Sachen Christmas Lights auch 2025 in London nur bedingt Neues zu entdecken. Der Trend geht definitiv zur Nachhaltigkeit, so dass vielerorts die gleichen Dekorationen wie im Vorjahr verwendet werden und die Aha-Erlebnisse der mehrjährigen Besucher selten werden. Doch London wäre nicht London, wenn man nicht immer auch auf neue Lichtblicke und Ideen stoßen würde, wenn man die ausgetretenen Pfade einmal verlässt. Eines der Highlights, die immer noch mit Spannung erwartet werden, ist etwa der jährlich wechselnde besondere Weihnachtsbaum im Bahnhof St. Pancras. Auch die liebevoll dekorierten Schaufenster der großen Kaufhäuser bieten 2025 wieder besondere Einblicke. Und ein an Opulenz kaum zu überbietendes Highlight findet sich im Nobelviertel Mayfair. All das und noch mehr kann zudem bei einer virtuellen Tour erlebt werden.
Anni-Frid Lyngstad, die dunkelhaarige Sängerin von ABBA, feiert am 15. November 2025 ihren 80. Geburtstag. Ihre Fans lieben sie noch immer und können sie hin und wieder bei der Show ABBA Voyage antreffen. Eine Hommage.
For an English translation use the Google Translator Button in the menu on the right (Website) or on the bottom (mobile device).
Unglaublich, aber wahr: Am Samstag, den 15. November 2025 feierte Anni-Frid Synni Lyngstad, die dunkelhaarige Sängerin von ABBA, der größten Pop Band der Musikgeschichte, ihren 80. Geburtstag! Für mich persönlich war das Jahr 2025 ein ganz besonderes Jahr, und dazu gehört auch dieser Geburtstag von Frida. Ich habe ja in diesem Blog schon mehrfach über die herausragende Show ABBA Voyage in London berichtet, die die Besucher in ein Live-Konzert mit ABBA im Jahr 1979 eintauchen lässt. Zuletzt über die möglichen Überraschungen, die auf die Fans zum dritten Jahrestag von ABBA Voyage am 27. Mai 2025 in London warteten. Ich war natürlich auch dieses Jahr beim Jubiläum vor Ort mit rund 3.000 anderen ABBA-Fans und einiger Prominenz. Und was soll ich sagen? Dieser Abend war einer der schönsten Tage meines Lebens, den ich garantiert niemals vergessen werde!
Wie üblich bei den bisherigen Feiern zum Jubiläum von ABBA Voyage war der Bereich hinter der ABBA Arena komplett abgesperrt, und es waren Zelte für die Aftershow Party mit den geladenen Gästen aufgebaut. Nachdem wir das Foyer der ABBA Arena betreten und unsere Jubiläums Anhänger erhalten hatten, haben wir nach Prominenten Ausschau gehalten, konnten aber im Gewühl der Menschen niemand Konkretes ausmachen. Die Spannung war also groß, nachdem wir kurz vor Beginn der Show das Innere der Arena betraten und im Dancefloor-Bereich mit den 3.000 anderen Fans auf die kommenden Ereignisse warteten. Im Jahr 2024 gab es ja vor der Jubiläumsshow eine Fragerunde mit Björn und Benny, so dass im Vorfeld schon bekannt war, das die beiden ABBA-Männer auf jeden Fall anwesend sein werden. Aber 2025? Würde erneut ein Mitglied der echten, leibhaftigen ABBA sich unters Publikum mischen und die Jubiläumsshow besuchen? Mein Blick richtete sich gebannt nach oben zum Balkon über dem linken Eingang zur Halle, wo ich bei meinem zweiten Besuch am 26. September 2022 zufällig Benny erspäht hatte, worüber ich hier im Beitrag berichte.
Als eigentlich schon Zeit für den Beginn der Show war, wurde es oben auf dem Balkon lebendig. Verschiedene Leute tauchten auf, setzten sich oder liefen hin und her. Und dann geschah ein Wunder, von dem ich niemals zu träumen wagte.
Bereits Anfang November werden in London die Christmas Lights in den Haupteinkaufsstraßen eingeschaltet, und die Stadt erstrahlt wieder im Lichterglanz bis in den Januar hinein. Ein Besuch in dieser Jahreszeit ist ein absolutes Must.
For an English translation use the Google Translator Button in the menu on the right (Website) or on the bottom (mobile device).
Während der Herbst mit seinem Farbenrausch noch voll im Gange ist, bewegen wir uns schneller als erwartet schon wieder auf Weihnachten zu. Heiligabend ist keine acht Wochen mehr entfernt. In Großbritannien beginnt die sogenannte „Festive Season“ traditionsgemäß bereits Anfang November. Die ersten großen Highlights sind das Anschalten der inzwischen legendären Christmas Lights in London in den ersten beiden Wochen im November. Los geht es in diesem Jahr bereits am Montag, den 3. November 2025 mit den Christmas Lights in der Haupteinkaufsmeile Oxford Street gefolgt von Regent Street und Carnaby Street um die Ecke am 6. November 2025. Im Laufe des Novembers kommen dann die diversen Weihnachtsmärkte, Schlittschuhbahnen und Licht Festivals wie am Southbank Centre oder in Kew Gardens dazu.
Es ist also wieder viel geboten, und eine Reise nach London lohnt in dieser Jahreszeit ganz besonders! Ich werde auch Ende November wieder nach London aufbrechen und bin gespannt, was in diesem Jahr an Winter Lights alles geboten wird. Alle Infos rund um die Saison mit Christmas Lights und Licht-Festivals in London mit aktualisierten Daten gibt es hier im Beitrag.
Gutschein Aktion für Bahnreise und Premier Inn Hotels
Doch auch überall in Deutschland lassen sich Lichtinstallationen und Weihnachtsmärkte entdecken. Ein Vorteil der dunklen Jahreszeit: Reisen wird wieder etwas günstiger. Hotels versuchen mit besonderen Schnäppchen Gäste zu locken. Ich empfehle ja gerne die Hotels der Kette Premier Inn, die es überall in Großbritannien gibt und inzwischen auch mit über 60 Hotels in 29 deutschen Städten. Der Discounter Aldi bietet aktuell in Kooperation mit dem Reiseveranstalter Ameropa erneut eine Gutschein-Aktion an für Übernachtungen in Premier Inn Hotels in Deutschland in Kombination mit der An- und Abreise per Bahn. Weitere Details dazu sowie alle Infos und meine Empfehlungen für Premier Inn Hotels in Deutschland gibt es hier im Beitrag.
Ticket Schnäppchen für Bahnreisen mit dem Eurostar
Wer jetzt doch Lust auf die spektakulären Christmas Lights in London bekommen hat und noch schnell vor Weihnachten die Metropole besuchen möchte, kann auch noch kurzfristig für teils nur 40 Euro pro Strecke mit dem Eurostar zum Beispiel von Brüssel oder Paris nach London reisen. Einzige Bedingung: Man muss spontan und etwas flexibel bei den Reisezeiten sein. Wie man Bahntickets nach Paris, Amsterdam oder London zum Schnäppchen-Preis bekommen kann, steht mit vielen anderen Tipps zu Reisen mit dem Eurostar hier im Beitrag.
Gibt es bald Konkurrenz für die Eurostar-Züge nach London?
Doch es gab jüngst weitere Neuigkeiten zu Bahnreisen von Deutschland durch den Kanaltunnel nach Großbritannien! Wird es in absehbarer Zukunft neben Eurostar weitere Anbieter geben, die durch den Kanaltunnel bis London fahren?
Anfang November startet in London die Vorweihnachtszeit mit den teils spektakulären Christmas Lights und zauberhafter Atmosphäre.
For an English translation use the Google Translator Button in the menu on the right (Website) or on the bottom (mobile device).
UPDATE November 2025: Die Daten im Beitrag und Links wurden weitgehend für die Christmas Saison 2025 aktualisiert.
Es ist mal wieder soweit: In London beginnt Anfang November die alljährliche Christmas Season. Die meisten Installationen mit den berühmten Christmas Lights werden jedes Jahr in den ersten zwei Wochen im November eingeschaltet und teilweise mit großem Tamtam der Öffentlichkeit präsentiert. In der Regel läuft die Weihnachtssaison bis in den Januar hinein, so dass man auch noch nach Weihnachten und Silvester, wenn es wieder etwas ruhiger wird, diese besondere Atmosphäre erleben kann. Mit Spannung erwartet wird unter anderem immer das Einschalten der großflächigen Lichtdeko über den Einkaufsstraßen Carnaby Street in Soho Regent Street (beide am 6.11.25) oder der Haupteinkaufsmeile Oxford Street (am 3.11.25), alle in Nachbarschaft der U-Bahn Station Oxford Circus. London steigert sich in den Wochen vor Weihnachten in einen regelrechten Weihnachtsrausch, der mit einer besonders festlichen Atmosphäre inzwischen Hunderttausende Touristen lockt und natürlich auch in erster Linie zum Shoppen animieren will. Auch die Gastronomie macht mit, und man kann sich der vorweihnachtlichen Stimmung kaum entziehen. Trotzdem oder gerade deswegen gibt es kaum eine andere Stadt, in der man die tristen und dunklen Tage im November und Dezember besser verbringen kann. Für viele London Enthusiasten gehört ein Besuch in der Vorweihnachtszeit inzwischen zum Pflichtprogramm. Was inzwischen leider dazu führt, dass die Stadt in dieser Zeit im Zentrum hoffnungslos überfüllt ist.
Neben diversen Weihnachtsmärkten gibt es unzählige Lichtinstallationen in den großen Einkaufsstraßen und Shoppping Centern, aber auch kleinere, mehr künstlerische Projekte in Seitenstraßen, auf Plätzen und in den Stadtteilen. Jedes Jahr kommen neue Veranstaltungen hinzu, so dass es schwer fällt, den Überblick zu behalten. Zu meinen persönlichen Highlights gehörten bislang die phantasievolle, stets einem Motto folgende Beleuchtung in der Carnaby Street oder der meist überdimensionale Christbaum Schmuck in den historischen Markthallen von Covent Garden (ab 12.11.25). Die genauen Termine, wann welche Attraktion wo startet, gibt es auf verschiedenen Webseiten oder in einem Beitrag von Londonist.
Ich habe in diesem Blog schon mehrfach über diese faszinierende und für viele auch schönste Jahreszeit in London berichtet. Eine Zusammenfassung der Highlights im Winter 2023 gibt es hier im Beitrag. Meine Erfahrungen zu den Christmas Lights 2024 und neue Insider-Tipps gibt es hier im Beitrag. Nachfolgend eine kleine Übersicht, was einen in den rund acht Wochen zwischen Anfang November und Anfang Januar in London erwartet.
Das beschauliche Richmond im Südwesten von London hat neben einer idyllischen Uferpromenade an der Themse einen wunderschönen Bahnhof im Stil des Art Deco, der nach umfassender Restaurierung nun wieder in alter Pracht erstrahlt und ein Grund mehr für einen Ausflug in diese Ecke von London ist.
For an English translation use the Google Translator Button in the menu on the right (Website) or on the bottom (mobile device).
Richmond, gelegen an der Themse im Südwesten von London, gehört sicherlich zu den schönsten Stadtteilen der Metropole. Es wundert nicht, dass hier in der gutbürgerlichen Idylle rund 15 Kilometer vom Zentrum entfernt vor allem Leute leben, die es sich leisten können. Ich kann einen Ausflug nach Richmond und einen Spaziergang am beschaulichen Ufer der Themse entlang oder durch den großen Richmond Park immer wieder empfehlen. Auch die Royal Botanic Gardens von Kew grenzen direkt an Richmond an und zählen zu den größten, umfangreichsten und ältesten botanischen Gärten der Welt. Besonders idyllisch ist die Fahrt nach Richmond mit dem Ausflugsschiff über die Themse, was allerdings einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Mehr dazu steht hier im Beitrag.
Viele Wege führen nach Richmond. Am schnellsten erreicht man Richmond aus London heraus per Bahn, entweder mit der District Line der Londoner U-Bahn oder mit Zügen der Mildmay Line der London Overground, die beide im Bahnhof Richmond ihre Endstation haben. Hinzu kommen noch Vorortzüge von South Western Railway (SWR), die vom Bahnhof London Waterloo aus den Bahnhof Richmond auf direktem Weg in nur 16 Minuten erreichen. Von dort ist es nur ein Fußweg von etwa zehn Minuten bis zum Themseufer, wo das Herz von Richmond schlägt.
Wenn man per Bahn in Richmond ankommt, dann erwartet einen seit Sommer 2025 gleich die erste Attraktion direkt im Bahnhof: Das wunderschöne, frisch und stilecht renovierte Bahnhofsgebäude im Stil des Art Deco von 1937! Zahlreiche wiederhergestellte Details lassen einen in die Eisenbahnwelt der 1930er Jahre eintauchen und verströmen eine Aura von zeitloser Eleganz und Modernität, die anschaulich zeigt, wie weit die Architekten in jener Epoche ihrer Zeit voraus waren. Wer erleben will, wie man vergessene Schätze durch sorgfältige Restaurierung wieder wach küssen kann, sollte unbedingt hinfahren.