Unterwegs mit dem FlixTrain

FlixTrain, ideal für: #günstige Bahnreise #preiswerte Tickets #Alternative zu DB #unkompliziertes Ambiente #einfache Buchung

Kürzlich war ich zum ersten Mal unterwegs mit dem FlixTrain. Nach dem Erfolg der Fernbusse unter der Marke FlixBus betreibt die private Flixmobility ja seit einiger Zeit zwei Linien auch mit Zügen: Die Strecken Hamburg – Köln (ehemals HKX) und Stuttgart – Berlin. Beide Verbindungen werden von der Flixmobility GmbH nur vermarktet. Wie bei den Kooperationen mit privaten Unternehmen beim Fernbusverkehr kümmern sich andere Unternehmen um das Eisenbahntechnische. Bei der Strecke Stuttgart – Berlin ist das nach der Insolvenz des früheren Betreibers Locomore nun das tschechische Unternehmen Leo Express, das in Tschechien mit modernen Fahrzeugen erfolgreich in Konkurrenz zur Staatsbahn unterwegs ist. Seit der Kooperation mit FlixTrain läuft das Geschäft, so dass bereits seit 21. Juni 2018 die Züge nun zweimal täglich von Stuttgart nach Berlin und wieder zurückfahren. Morgens ab Stuttgart um 6:21 Uhr und Do, Fr, So, Mo nachmittags auch um 14:12 Uhr. Zustiege sind unter anderem in Stuttgart, Vaihingen (Enz) oder Heidelberg möglich. Die Rückfahrten erfolgen ebenfalls morgens und nachmittags. Tickets für die Gesamtstrecke gibt es teils schon ab 9,99 Euro. Im Dezember 2018 sollen weitere Verbindungen wie Berlin – München folgen. Aktuell beklagt die Flixmobility in den Medien aber, dass sie von der Deutschen Bahn diskriminiert wird und auch für ihre künftigen Züge nur schlechte Zugtrassen zugewiesen bekommt, um dem ICE keine Konkurrenz zu machen.

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FlixTrain im Berliner Hauptbahnhof vor der Abfahrt nach Stuttgart ©SCRITTI

Für Fahrgäste ab Berlin ist die nachmittägliche Rückfahrt von Berlin Hbf um 14:54 Uhr eine echte Alternative zu den Zügen der Deutschen Bahn. Der FlixTrain ist zwar eine Stunde langsamer als der ICE. Aber die Fahrzeit auf der Gesamtstrecke von 6,5 Stunden kann sich dennoch sehen lassen. Auch der FlixTrain nutzt auf weiten Teilen die Schnellfahrstrecken und fährt dort auch mit Tempo 200. Weiterlesen „Unterwegs mit dem FlixTrain“

Vorsicht: Bezahlte DB-Propaganda überall!

Bahn-Skandale und kein Ende: Nachdem LobbyControl über die PR-Machenschaften der Deutschen Bahn berichtete, greifen zahlreiche Medien die neuste PR-Affäre auf. Die schmutzigen Tricks der Bahn schreibt etwa die taz. Ein Berliner „Thinktank“ verbreitete mit angeblich unabhängigen Umfragen und Texten Bahn-Propaganda in Zeitungen und Online-Foren. Es wurden unter anderem Leserbriefe fingiert, um gute Stimmung für die Bahnprivatisierung zu machen.

Weitere Köpfe rollen, so wurde auch der Generalbevollmächtigten für Marketing und Kommunikation Ralf Klein-Bölting entlassen. Die taz schreibt: Am Donnerstag hatte die Bahn AG zugegeben, 1,3 Millionen Euro für nicht als solche deklarierte Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben zu haben. (…) Zudem bezahlte der Konzern private Lobbyunternehmen, die etwa fragwürdige Meinungsumfragen veröffentlichten, nach denen eine Mehrheit der Bevölkerung den Lokführerstreik von 2007 ablehnte.

Die Welt spricht von einer geheimen Medienmaschine und berichtet ausführlich, wie ihre eigenen Online-Foren und Blogs heimlich unterwandert wurden.

Beobachter in Baden-Württemberg erinnert ein solches Vorgehen doch schwer an die Propaganda-Aktionen im Zusammenhang mit Stuttgart 21. Auch hier werden mit allen Mitteln und auf vielen Ebenen Falschinformationen und Lügen verbreitet. Gigantische Summen stehen für die PR-Arbeit zum Projekt zur Verfügung. Fragwürdige Gutachten berechnen immer wieder gigantisch positive Effekte des Milliardengrabes. Allein: Das dumme Volk weigert sich vehement, all die Märchen zu glauben…

Hier gibt es die ausführliche Studie von LobbyControl als pdf zum Download.

Obama plant Zukunft für die Bahn in USA

us-intercity-passenger-rail-network
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Mit Barack Obama soll die Eisenbahn in den USA wieder eine Zukunft haben. Der US-Präsident hat angekündigt, Milliarden in den Ausbau des amerikanischen Schienennetzes zu investieren und Pläne für ein System von Hochgeschwindigkeitszügen vorgestellt. Obama hält den Ausbau des amerikanischen Schienennetzes für längst überfällig. Bis 2012 sollen acht Milliarden Dollar für bis zu zehn Schienennetze in den Ballungsgebieten investiert werden. Eine Verbindung quer durch die USA ist zunächst nicht geplant. Auf den Bahnstrecken mit bis zu knapp 1000 Kilometern Länge sollen Züge mit bis zu 240 Kilometern pro Stunde fahren können. Bislang verkehren lediglich zwischen Washington, New York und Boston Hochgeschwindigkeitszüge von Amtrak auf Basis des TGV unter der Marke Acela. Die Züge können Tempo 240 erreichen, sind jedoch nur eine halbe Stunde schneller als Regionalzüge. Die Fahrzeit für die rund 360 Kilometer von Washington nach New York sank unter drei Stunden.

Hier gibt es ein offizielles Dokument über die Regierungspläne zum künftigen Hochgeschwindigkeitsnetz der Bahn in den USA: US highspeed rail strategic plan (pdf ca. 2 MB).

Obama calls for high-speed rail development mit Film von Obamas Ansprache bei msnbc.

Obamas Pläne haben in den USA gleich zu heftigen Debatten über die Sinnhaftigkeit von Eisenbahnen geführt, wie man auf vielen Nachrichtenseiten und Blogs sehen kann. Tenor: Wozu brauchen wir Züge, wenn Fliegen und Autofahren viel billiger ist und schneller geht?

Mit dem Thema beschäftigen sich auch verschiedene US-Blogs:
California High Speed Rail Blog
Switching Modes

Hier gibt es eine SCRITTI-Reisereportage über eine Zugfahrt von San Francisco nach Chicago.