Bequem per Bahn nach London reisen

Wie man bequem mit dem Eurostar von Deutschland aus über Brüssel oder Paris nach London reist, ist ausführlich auf meiner Seite mit UK-Reisetipps beschrieben. Seit 16. Oktober 2018 ist nun der Winterfahrplan 2018/2019 online, und es können wieder Tickets für Fahrten nach dem 10. Dezember 2018 gebucht werden. Aktuell gibt es bei der Deutschen Bahn Sparpreise für die Fahrt Köln – London ab 59,90 Euro. Diese sind aber wie immer schnell vergriffen. Von/zu etwas weiter entfernten Zielen in Deutschland kostet es im Idealfall nur 10 Euro mehr. Leider ist der Bug in der Fahrplanauskunft immer noch nicht behoben, dass man die Sparpreise NICHT bei Eingabe einer BahnCard angezeigt bekommt! Man muss weiterhin bei der DB ohne BahnCard buchen!

Der Bahnbetreiber Eurostar modernisiert seit geraumer Zeit seine Zugflotte und hat daher 17 neue Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ Siemens Velaro beschafft (Eurostar 320, Class 374). Diese entsprechen im Grundgerüst dem deutschen ICE 3 und sind seit Ende 2015 im Einsatz. Zunächst waren sie nur zwischen Paris und London unterwegs, inzwischen fahren die neuen Züge auch bis Amsterdam und es gibt Überlegungen, auch bis Frankfurt am Main zu fahren.

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Good old England: Sunset at Eastbourne Pier

Ich habe ja anderer Stelle schon über das britische Seebad Eastbourne am Ärmelkanal berichtet und warum es sich lohnt, dort zu jeder Jahreszeit ein paar entspannte Tage zu verbringen. Anders als im benachbarten Brighton, dem „London by the sea“ geht es in Eastbourne friedlich und beschaulich zu. Während man in Brighton Party macht und die Küstenstraße eher an eine Autobahn erinnert, dominieren in Eastbourne je nach Jahreszeit eher Familien oder außerhalb der Saison die ältere Generation das Geschehen.  Abends ist es ruhig, und der südliche Teil der Promenade ist fast frei von Straßenverkehr. Das hat durchaus seinen Charme, vor allem wenn man sich in den teils etwas betagteren Hotels zum Afternoon Tea mit Scones und Clotted Cream trifft und von Plüschsesseln aus den Blick aufs Meer und den kilometerlangen Strand genießt. Hier kann man noch echte britische Lebensart kennenlernen, auch oder gerade weil man sich dabei oft in eine andere Zeit zurückversetzt fühlt. In den weiß getünchten herrschaftlichen Hotels entlang der Seepromenade weht oft noch der Geist des guten alten Königreichs. Käme die Queen hier vorbei, sie würde mit Jubel und wehenden Fähnchen begrüßt! Die Hotelpreise sind daher günstig, und man bekommt je nach Jahreszeit Zimmer schon für unter 50 Euro die Nacht. Je nach Wetterlage kann man zudem gigantische Sonnenuntergänge erleben. Zwar geht die Sonne nicht über dem Meer unter, sondern im „Rücken“ der Stadt, doch das Farbenspiel ist dennoch grandios bis berauschend, wie die folgenden Fotos, aufgenommen an einem Abend Ende September 2018, zeigen.

Es lohnt sich, bei solch romantischer Stimmung auf das frisch sanierte Eastbourne Pier hinauszuschlendern und von dort den Blick auf die Stadt, über das Meer Richtung Frankreich und die Küste entlang zu den Kreidefelsen von Beachy Head zu genießen.

London: Megacity im Höhenrausch

Wenn man dieser Tage durch das Zentrum von London streift, dann fallen einem an allen Ecken und Enden die Baustellen auf – insbesondere rund um die „City“ und das Bankenviertel. Überall wachsen in den letzten Jahren Hochhäuser in den Himmel, Kapitalismus und Immobilienspekulation scheinen nicht zu bremsen zu sein. Herausragendes Wahrzeichen darunter ist inzwischen der spitze Glasturm The Shard neben dem Bahnhof London Bridge, der von überall her sichtbar ist und mit 310 Metern von Juli bis Oktober 2012 der höchste Wolkenkratzer Europas war. In einem Zeitungsbericht war einmal die Rede davon, dass gleichzeitig über 200 Hochhäuser über das Stadtgebiet verteilt in Planung oder Bau seien. Das mag zunächst unglaublich klingen, wenn man sich aber an unterschiedlichen Orten umsieht, dann kommt das der Realität schon ziemlich nahe. Selbst im Südosten im Stadtteil Lewisham wachsen um den Bahnhof herum mehrere Türme in die Höhe mit neuen Wohnungen und Apartments. Und das sind nicht nur einzelne, sondern wirklich gleich ein Dutzend. Ähnlich verhält es sich im zweiten Finanzviertel an der Canary Warf entlang der Themse, beim Bahnhof Waterloo oder an anderen zentralen Punkten rund um Bahnhöfe wie Lewisham oder East Croydon.

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London Spezial: Streetfood in Deptford

Nicht weit entfernt vom touristischen Trubel von Greenwich kann man in Deptford noch ein Stück ursprüngliches Süd-London mit seiner bunten Vielfalt und Kreativität finden.

Deptford, Südost London ideal für: #Alternativer Lifestyle, #Streetfood, #Märkte, #internationale Küche, #kleine internationale Läden, #Multikulti, #Bars

Greenwich im Osten südlich der Themse ist definitiv mein Lieblingsstadtteil von London. Es ist eine kleine, bezaubernde Welt für sich mit zahlreichen Restaurants, Bars, kleinen Läden, dem National Maritime Museum und natürlich dem großen Park, dem Observatorium auf dem Hügel und dem beeindruckenden Segelschiff „Cutty Sark“ direkt am Ufer der Themse. Doch dazu an anderer Stelle mehr.

Besonders an einem Samstag lohnt es sich, einen Abstecher von Greenwich über den Deptford Creek hinüber nach Westen in den Stadtteil Deptford zu machen. Deptford gilt derzeit noch als Geheimtipp. Es soll ein bisschen sein wie in den frühen Tagen von Shoreditch, bevor dieser Stadtteil im Nordosten mit den zahlreichen alten Fabriken und Lagerhäusern von Designern, Start-Ups und Filmemachern besetzt wurde und sich zum hippen und teuren Ausgehviertel mit unbezahlbaren Mieten gewandelt hat. Laut Wikipedia gilt Shoreditch inzwischen als Beispiel für eine nahezu abgeschlossene Gentrifizierung.

Es lohnt sich also, den Bereich zwischen der Station Deptford Bridge der Dockland Light Railway (DLR) im Süden und der Bahnstation Deptford im Norden zu erkunden, beides nur jeweils eine Station vom Bahnhof Greenwich entfernt. Zwischen New Cross Road im Süden und Deptford Bahnhof verläuft schnurgerade die Deptford High Street.

Trotz auch hier sichtbarer Gentrifizierung haben viele Gebäude noch ihren ursprünglichen Charme, und es gibt noch sehr viele kleine Läden, die vom Halal-Metzger über den Afro-Friseur und Stoffladen mit phantastievollen, grellbunten Stoffen auf die Bedürfnisse der Bewohner der benachbarten Viertel zugeschnitten sind. Dazwischen finden sich Bars, internationale Restaurants und coole Cafés. Weiterlesen „London Spezial: Streetfood in Deptford“

London Spezial: Wandern auf den Spuren alter Eisenbahnen

Auf der Seite LONDONIST bin ich auf einen interessanten Ausflugstipp gestoßen: In einem Video wandert Vicki entlang des idyllischen Parkland Walk, der über die ehemalige Eisenbahnlinie von Finsbury Park über Highgate bis Alexandra Palace führt.

Die Strecke des Parkland Walk beginnt in Islington am Bahnhof Finsbury Park, ist etwa 4 Kilometer lang und ohne größere Anstrengungen auch mit dem Fahrrad zu bewältigen. Sie führt vorbei an Brücken und Viadukten durch Stroud Green, Crouch End, Highgate und Muswell Hill. Von Süden kommend bietet sich ein Zwischenstopp im beschaulichen, ehemaligen Dorf Highgate an, da hier die Bahntunnel als Fledermaus-Habitat gesperrt sind und man den Parkland Walk verlassen muss, um oben rum durch Highgate weiter zu laufen. Gleich wenn man den schmalen Weg vom Parkland Walk nach oben kommt, befindet sich mit dem Boogaloo ein gemütlicher und cooler Pub mit einem kleinen Biergarten, Konzerten und einer eigenen Radiostation im Schuppen im Garten. Gleich um die Ecke vorbei an der U-Bahnstation Highgate liegt an der großen Kreuzung The Woodman, ein weiterer klassischer Pub mit großem Biergarten, wo man in der sommerlichen Abendsonne auch sehr gut speisen kann. Von Highgate ist man mit der U-Bahn auch schnell wieder zurück in die City gefahren. Hier eine kleine Fotostrecke auf dem Parkland Walk von Süden bis Highgate:

 

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London Spezial: Tagestrip ans Meer

London liegt ja bekanntlich nicht weit vom Meer, da ist es naheliegend, dass man mal gerne ein paar Stunden Seeluft schnuppern will. Ich empfehle in diesem Fall einem Ausflug nach Leigh-On-Sea und Southend-On-Sea, vor allem wenn Sonnenschein angesagt ist. Das ist von London aus der schnellste Weg ans Meer im Bereich der Themsemündung. Man fährt vom Bahnhof Fenchurch Street in der Nähe von Tower und Bank mit dem Zug Richtung Southend Central in rund einer Stunde bis Leigh-On-Sea, wo sich die Themse langsam zum Meer hin aufweitet. Dort gibt es unweit vom Bahnhof ein paar nette Cafés und Pubs, wo man vor allem auch im Winter in der Sonne sitzen und aufs Wasser schauen kann. Bei schönem Wetter kann man am Ufer entlang über Westcliff-On-Sea in etwa einer Stunde bis Southend-On-Sea spazieren. Unterwegs gibt es ein paar Restaurants und Pubs. Southend ist das erste größere Seebad in der Gegend und geprägt vom einem Pier mit Rummelplatz, was aber in der Abendsonne auch seinen besonderen Charme haben kann. Aber aufgepasst: Es gibt noch eine zweite Bahnlinie vom Bahnhof Liverpool Street bis zur Station Southend Victoria, die nicht am Wasser entlang, sondern durchs Hinterland führt.

Im Test: Hochwertiges Fotobuch von Saal-Digital

Wer viel reist, macht viele Fotos. Doch wo früher Fotoabzüge stapelweise in Schachteln verstaubten, liegen die Foto-Schätzchen heutzutage allzu oft auf der Festplatte und erreichen nur noch selten das Auge eines Betrachters. Hier kann ein schön gestaltetes Fotobuch Abhilfe schaffen, zumal man dann auch für Freunde und Bekannte etwas zum Vorzeigen hat.

Wir haben das Angebot der Saal-Digital Fotoservice GmbH über einen Gutschein getestet und ein Coofeetable-Buch mit Fotos von diversen Trips nach London gestaltet. Wir müssen feststellen: Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Die Qualität des Buches ist sehr gut, es wirkt auch sehr hochwertig. Weiterlesen „Im Test: Hochwertiges Fotobuch von Saal-Digital“