September-Tipps: Eine unvergängliche Seele, offene Züge und Häuser sowie exotische Rückkehrer aus einer anderen Zeit

Im September bringt in London das jährliche Open House Festival Einblicke hinter sonst verschlossene Türen von hunderten historischen Gebäuden. In Deutschland lädt der Tag der Schiene in die Welt der Eisenbahn, und in Amsterdam gibt es eine bedeutende Werkschau einer großen Künstlerin, die unerwartet verstorben ist.

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Wie jedes Jahr ist im September noch viel geboten, vor allem im Freien. Eines meiner jährlichen Highlights spielt sich immer in London ab, und in der Regel versuche ich das Open House Festival auch nicht zu verpassen. Doch blicken wir zuerst in die Niederlande: In Amsterdam eröffnet am 11. September 2026 eine ganz besondere Ausstellung, die durch ein tragisches Ereignis plötzlich in einem ganz neuen Licht erscheint. Wie vor kurzem bekannt wurde, ist die großartige japanische Künstlerin Yayoi Kusama am 14. August 2026 im Alter von 97 Jahren in Tokio in einem Krankenhaus friedlich verstorben. Ihr Tod wurde in einer kurzen Nachricht auf ihrer Webseite bekannt gegeben. Dort heißt es unter anderem: Bis zuletzt blieb sie künstlerisch aktiv und legte den Pinsel nie aus der Hand, stets auf der Suche nach der Essenz von ewiger Liebe und der Unvergänglichkeit der Seele. Vom 15. März bis 2. August 2026 war im Museum Ludwig in Köln eine große Werkschau über die Kunst von Yayoi Kusama zu sehen, die ein künstlerisches Schaffen von über 70 Jahren abdeckte und mit mehr als 450.000 Besuchern zu einem absoluten Rekord im Museum Ludwig führte. Ich hatte das große Glück und Vergnügen, diese Ausstellung gleich in der ersten Woche nach der Eröffnung zu besuchen, worüber ich hier im Beitrag ausführlich berichte. Diese große Werkschau über Yayoi Kusama wird nun wie geplant von 11. September 2026 bis 17. Januar 2027 auch in den Niederlanden im Stedelijk Museum in Amsterdam in Kooperation mit der Fondation Beyeler in Basel und dem Kölner Museum Ludwig gezeigt. Nach dem überraschenden Tod der Künstlerin bekommt diese Ausstellung eine ganz unerwartete neue Bedeutung. Man kann davon ausgehen, dass sie noch mehr als die Schau von Köln ein Besuchermagnet sein wird. Grund genug, Amsterdam (oder meine Empfehlung: Rotterdam) für eine Reise in den Blick zu nehmen. Bald gibt es mehr dazu im Blog.

Ein Wochenende rund um Züge in Deutschland

Schienenbus Roter Flitzer
Mit dem Schienenbus Roter Flitzer gibt es zum Tag der Schiene 2026 Sonderfahrten von Stuttgart nach Rastatt. ©SCRITTI

Bevor wir in den Zug nach Amsterdam einsteigen, werfen wir jedoch einen Blick hinter die Kulissen des Bahnverkehrs in Deutschland. Am Wochenende vom 18. bis zum 20. September 2026 findet zum fünften Mal deutschlandweit der „Tag der Schiene“ statt. Überall in Deutschland werden spannende Aktionen geboten, egal ob in Bahnhöfen, Museen oder bei Rundfahrten mit historischen oder modernen Fahrzeugen. Koordiniert werden die in diesem Jahr über 280 Veranstaltungen vom Bündnis Allianz pro Schiene. Deren Geschäftsführer Dirk Flege sagt: „Überall im Land freuen sich Bahnbeschäftigte, Ehrenamtliche, Kulturschaffende und Eisenbahnfans darauf, ihre Begeisterung mit den Besucherinnen und Besuchern zu teilen.“ Alle Veranstaltungen zum Tag der Schiene findet man hier.

Eine Woche lang offene Türen in London

London Harrow Zoroastrian Centre
Beim Open House Festival London kann man hinter die Kulissen von zahlreichen Gebäuden blicken wie etwa dem ehemaligen Art Deco Kino in Harrow. ©SCRITTI

Fast zeitgleich gibt es in London Einblicke hinter viele sonst verschlossene Türen: Das jährliche Open House Festival in London ist ein absolutes Highlight für alle Fans von Architektur und Geschichte. Hunderte bekannte und weniger bekannte Gebäude machen jedes Jahr im September mit und bieten meist kostenlose Besichtigungen und Touren an. Darunter gibt es so ikonische Orte wie der Sitz des Britischen Premierministers in 10 Downing Street oder das BBC Broadcasting House. Insgesamt läuft das Architekturfestival über einen Zeitraum von acht Tagen vom 12. bis 20. September 2026 mit Veranstaltungen auch unter der Woche. Wie man bei Open House dabei sein kann und welches meine persönlichen Architektur-Highlights sind, erfährt man hier im Beitrag.

Immer öfter schöner Schlafen in Deutschland

Premier Inn Hotel Berlin Alexanderplatz Plus Zimmer
In Deutschland gibt es inzwischen 75 Premier Inn Hotels, von denen viele auch Plus-Zimmer anbieten. ©SCRITTI

Die Expansion der britischen Hotelkette Premier Inn in Deutschland geht unvermindert weiter. Am 26. August 2026 wurde tatsächlich bereits das 75. Premier Inn Hotel in Deutschland eröffnet! Und zwar mitten in der Innenstadt von Halle (Saale). Somit kann man jetzt auch in Halle bequem und preiswert übernachten, sollte man mal wieder mit der Deutschen Bahn unvermittelt stranden. Weitere Premier Inn Hotels in Deutschland wurden zwischenzeitlich auch in Bremerhaven, Koblenz oder Göttingen eröffnet. Dazu kamen zusätzliche Standorte zu den bereits bestehenden in Freiburg, München, Hamburg, Hannover, Stuttgart und Berlin. Ein zweites Haus soll es demnächst auch noch in Mannheim und Konstanz geben. Am Bodensee findet sich neben dem bestehenden Premier Inn Hotel in Konstanz auch noch eines in Lindau nicht weit vom Seeufer. Einem entspannten Urlaub in geschmackvoll eingerichteten Zimmern mit super bequemen Betten und Blick auf die Alpen steht also nichts mehr im Weg! Warum ich von den neuen Premier Inn Hotels begeistert bin und welche besonderen Empfehlungen ich habe, steht unter anderem hier im Beitrag.

Die Dinosaurier sind zurück!

London Crystal Palace Park Dinosaurier
Aus einer anderen Zeit: Die historischen Dinosaurier im Crystal Palace Park. ©SCRITTI

Crystal Palace wird immer mehr zu einer festen Größe auf der Landkarte Londons. Wie entspannt das Leben in dem hügeligen Stadtteil im Süden von London ist inklusive toller Ausblicke auf die Skyline von London, darüber habe ich hier im Beitrag berichtet. Bekannt ist Crystal Palace vor allem auch für den großen Crystal Palace Park, der langsam zu neuem Leben erwacht und in dem sich früher der namensgebende The Crystal Palace befand. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Aktivitäten gestartet, um den etwas vernachlässigten Park auf den neuesten Stand zu bringen und wieder attraktiver zu machen. Dazu gehört auch ein ganz besonderes Restaurierungsprojekt, das jetzt erste Ergebnisse brachte und auf jeden Fall einen Besuch lohnt.

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London Spezial: Eine besonders kunstvolle Begrüßung im Bahnhof St Pancras

„I want my time with you“ – dieser Neonschriftzug begrüßt Bahnreisende aus aller Welt bei der Ankunft im Londoner Bahnhof St Pancras. Doch welche Geschichte steckt hinter dem großen Schriftzug? Und was hat dieser mit einer aktuellen Ausstellung einer großen britischen Künstlerin zu tun?

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Wenn man in London mit dem Eurostar im altehrwürdigen Kopfbahnhof St Pancras International ankommt – zweifellos einer der schönsten Bahnhöfe der Welt – begrüßt einen unübersehbar ein großer Schriftzug am Ende des Bahnsteigs unterhalb der großen Bahnhofsuhr: I want my time with you steht da in violett leuchtender Schreibschrift. Besonders deutlich wahrnehmbar ist der Neon-Schriftzug in der Dämmerung oder bei Dunkelheit. Viele Reisende machen davon spontan ein Foto, so wie auch ich bei jeder neuen Ankunft in London. Der Schriftzug zählt inzwischen sicherlich mit zu den meist fotografierten Motiven in London. Er findet sich auch in diesem Blog auf zahlreichen Seiten und lässt bei der Ankunft in London jedes mal aufs Neue viele Herzen höher schlagen. Kann es für Reisende eine schönere Begrüßung bei der Ankunft in einer fremden Stadt geben? Ich kenne bislang keinen Bahnhof, der etwas Vergleichbares bieten würde.

London St Pancras I want my time with you
Was steckt hinter dem I want my time with you Neon-Schriftzug im Bahnhof London St Pancras International? ©SCRITTI

Doch wer will da eigentlich mit wem Zeit verbringen? Warum hängt dieser Schriftzug überhaupt in der Bahnhofshalle von St. Pancras, die mehr einer Kathedrale als einem Bahnhof ähnelt? Was hat das alles zu bedeuten? Ist es Kunst? Oder einfach nur Marketing? Auch ich nahm den Schriftzug bislang als gegeben hin und wusste lange nicht, wer eigentlich dafür verantwortlich ist. Dies habe ich erst im Sommer 2026 über Umwege nach dem Besuch einer ganz besonderen Ausstellung in London herausgefunden.

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Juli-Tipps: Events ohne Ende, köstliche Sommer Sandwiches und radikale Kunstobjekte

Im Juli steht London ganz im Zeichen der Regenbogenflagge mit der großen Pride Parade am 4. Juli. Hinzu kommen weitere unzählige Sommer Events und eine ganz besondere Sommer-Spezialität, die zurückgekehrt ist. Wem es draußen zu heiß ist, der findet große Kunst in klimatisierten Räumen.

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Nach der unerträglichen Hitzewelle im Juni 2026 kann man jetzt zum Glück wieder etwas aufatmen. Nicht nur in Deutschland stöhnten die Menschen unter apokalyptischen Temperaturen. Auch London und der Süden Englands haben ihren Anteil vom Kontinent abbekommen und in den Alarmmodus geschaltet. Vor allem in der weitgehend nicht klimatisierten Londoner U-Bahn sind heiße Sommertage stets die Hölle. Hoffen wir, dass der restliche Sommer erträglich bleibt. Notfalls muss man halt zur Abkühlung auf die britische Insel fahren. In London jedenfalls ist der Juli wieder vollgepackt mit Events und Veranstaltungen. Zugleich quillt die Stadt über von Touristen und auch Einheimischen, für die bereits die Sommerferien begonnen haben. Zum Glück gibt es unzählige Events, auf die sich die Menschenmassen im Idealfall verteilen. Ein besonderes Highlight ist im Juli immer die jährliche Pride-Parade, bei der am Samstag, den 4. Juli 2026 die Massen wieder mitten durch London ziehen werden. Parallel dazu findet im Hyde Park in den ersten beiden Juli-Wochen immer das berühmte BST Hyde Park Festival mit herausragenden Konzerten statt. Absolutes Highlight ist in diesem Jahr das Konzert von Duran Duran am Sonntag, den 5. Juli 2026. Unterstützung bekommen die New Wave-Legenden aus den 1980ern unter anderem von Scissor Sisters und der weiteren Legende Nile Rodgers & CHIC. Hier gibt es Infos und Tickets für die Show. Für treue ABBA-Fans veranstaltet der Internationale ABBA Fanclub am Samstag, den 4. Juli 2026 das jährliche London ABBA Picnic im St. James‘ Park. Treffpunkt ist im südöstlichen Bereich nahe der Brücke über den See.

Termine, Termine: Eine der besten Übersichten zu Veranstaltungen in London

Memoirs of a metro girl Blog Hinweis
Im Blog Memoirs of a Metro Girl gibt es jeden Monat eine Übersicht zu Veranstaltungen in London. ©Memoirs of a Metro Girl

Eine gute Quelle für Veranstaltungstermine in London über das ganze Jahr ist der Blog Memoirs of a Metro Girl. Egal ob Bierfestival, Bootsrennen, Pride-Parade oder herausragende Ausstellungen – Metro Girl stellt alles immer sehr übersichtlich mit Zeiten und den passenden Links zusammen. Ergänzt werden die Einträge durch Hinweise über die nächsten Bahn- oder U-Bahn-Stationen sowie Kennzeichen für besonders familienfreundliche Aktivitäten. Das Londoner Metro Girl schreibt über sich selbst: „After working for years as a journalist, I started this blog in spring 2012 to write about the things I have a passion for. I see Memoirs Of A Metro Girl as a celebration and exploration of the history and attractions London has to offer – some well-known on the tourist trail, but also some hidden parts off the beaten track.“ Man kann den Blog auch per Email abonnieren und erhält dann eine Nachricht bei neuen Posts. Hier im Beitrag finden sich die Termine für Juli 2026.

Die beste Sandwich Erfindung des Sommers ist zurück

M&S Strawberry Sandwich 2026
Limited Edition: M&S Erdbeer-Sandwich und neu zusätzlich mit Schoko und Pistaziencreme. ©UK

Das beste Sommer-Sandwich aller Zeiten ist zurück! In den Supermärkten von Marks & Spencer gibt es jetzt wieder etwas ganz Besonderes, das bereits im vergangenen Jahr viele London Besucher und Food Blogger fast durchdrehen ließ: Die Limited Edition des Red Diamond Strawberry & Creme Sandwich! Die Idee kommt offenbar aus Japan, und sogar die BBC hatte darüber berichtet. Ich habe es wie viele andere ausprobiert: Leicht süß, aber nicht zu süß mit absolut geschmacksintensiven Erdbeeren. Just delicious! Das Strawberry & Creme Sandwich wird in diesem Jahr um eine weitere Kreation ergänzt: Das erste Dessert-Sandwich Großbritanniens, das Chocolate Strawberry and Pistachio Creme Sandwich besteht aus Toast mit Kakaonote, gefüllt mit Pistaziencreme, einer Schicht belgischer Fairtrade-Schokoladensauce und reifen britischen Erdbeeren. Mitglieder der Facebook-Gruppe Totally-London haben es bereits getestet und für GUT befunden! Unbedingt ausprobieren, solange es sie noch gibt!

Wie elektrische Bahnen London voran brachten

London Transport Museum Acton depot Tube 1937
Mit dem historischen U-Bahn-Zug von 1938 aus dem Acton Depot vom London Transport Museum finden auch immer wieder Sonderfahrten statt. ©SCRITTI

Am ersten Juli-Wochenende gibt es zum zweiten Mal in diesem Jahr Tage der Offenen Tür im Museums Depot in Acton vom London Transport Museum. In den großen Hallen wird alles gesammelt und aufbewahrt, was bedeutend für den Londoner Nahverkehr war. An drei Wochenenden im Jahr gibt es bei den Depot Open Days jeweils einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der großen Halle in Acton mit rund 320.000 Objekten. Das Motto an den drei Tagen von Freitag, 3. bis Sonntag 5. Juli 2026 ist „Powering London“: Im Zentrum steht, wie Elektrizität die Stadt seit über 125 Jahren antreibt, von den ersten elektrischen Trams und U-Bahnen bis zur aktuellen modernsten Technik. Es gibt auch immer Führungen und Diskussionsrunden und ein umfangreiches Programm für Kinder. Was es im Museums Depot alles Spannendes zu entdecken gibt, steht hier im Beitrag.

Verstörende Kunst einer großen Meisterin

London Tate Modern Tracey Emin Exhibition 2026 Painting
Eines der zahlreichen Gemälde von Tracey Emin in der Tate Modern. ©SCRITTI

Wem es draußen im Sommer zu warm wird, der findet in London vielerorts kostenlos Abkühlung in Museen und Galerien. Noch bis 31. August 2026 läuft in der Tate Modern Galerie an der Southbank, dem südlichen Themseufer, eine viel beachtete Ausstellung: A Second Life bietet tiefe Einblicke in das Schaffen der britischen Künstlerin Tracey Emin und wird in der Fachwelt gefeiert. Kritiker loben die Werkschau als ehrfürchtige Würdigung, die Emin endgültig in den absoluten Kunstolymp erhebt und ihre Radikalität sowie persönliche Offenheit zelebriert.

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London Spezial: Das jährliche Blumenspektakel in den Straßen von Chelsea

Jedes Jahr Ende Mai verwandelt sich der vornehme Londoner Stadtteil Chelsea mit Chelsea in Bloom in ein üppiges kostenloses Blumenfestival, das Besucher mit aufwändigen floralen Installationen verzückt und auch in anderen Stadtteilen Nachahmer findet.

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Jedes Jahr Ende Mai gibt es im vornehmen Londoner Stadtteil Chelsea ein ganz besonderes Event, das nicht nur Blumen- und Gartenliebhaber verzückt: Chelsea in Bloom lockt inzwischen Tausende Touristen in den Westen von London rund um den Sloane Square und die Einkaufsstraße King’s Road. Bei Chelsea in Bloom handelt es sich um das größte kostenlose Blumenfestival Londons, das jedes Jahr parallel zur berühmten (aber eintrittspflichtigen) RHS Chelsea Flower Show stattfindet. Die Chelsea Flower Show wird an fünf Tagen im Mai von der altehrwürdigen Royal Horticultural Society (RHS) veranstaltet und findet auf einer Fläche von 4,5 Hektar im Royal Hospital ebenfalls in Chelsea statt. Bei dieser jährlichen Gartenschau, die bis ins Jahr 1827 zurückreicht, werden neben Gartenprodukten aller Art auch Pflanzenneuheiten sowie eine wechselnde Zahl von Schaugärten präsentiert. Königin und König kommen regelmäßig auf einen Besuch vorbei. Chelsea in Bloom wurde im Jahr 2005 zum ersten Mal veranstaltet und ist quasi ein Nebeneffekt der Chelsea Flower Show. In diesem Jahr findet Chelsea in Bloom bereits zum 21. Mal von Montag, den 18. bis Sonntag, den 24. Mai 2026 statt. Das Festival verwandelt die Straßen, Geschäfte, Restaurants und Hotels in Chelsea regelmäßig in ein spektakuläres, blühendes Freiluft-Kunstgalerie-Erlebnis. Lokale Geschäfte und Floristen übertreffen sich gegenseitig mit aufwendigen Installationen aus Pflanzen und frischen Blumen, die Schaufenster, Eingänge von Geschäften und Fassaden schmücken. An zentralen Orten finden sich zudem überdimensionale florale Skulpturen.

London Chelsea in Bloom 2025 Fashion Blumen Installation
Floral Fashion seit 1993 hieß es in dieser Boutique mit üppigem Blumenschmuck passend zum Motto bei Chelsea in Bloom 2025. ©SCRITTI

Um für Abwechslung und jedes Jahr neue Herausforderungen bei den üppigen Blumen-Dekorationen zu sorgen, gibt es ein jährlich wechselndes Motto bei Chelsea in Bloom. 2026 lautet dieses Out of this World zum Thema Weltraum und Astrologie, 2025 war es Flowers in Fashion zum Thema Mode. Dazu gibt es einen Wettbewerb, bei dem am Ende der Show die besten Displays prämiert werden. Werden die Besucher also 2026 neue Höhenflüge bei Chelsea in Bloom erleben können?

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Die größte Künstlerin des 20. Jahrhunderts: Yayoi Kusamas psychedelisches Universum voll farbenfroher Punkte

Das Museum Ludwig in Köln präsentiert bis 2. August 2026 eine umfangreiche Werkschau der inzwischen 97 Jahre alten japanischen Künstlerin Yayoi Kusama. Über 300 Werke und immersive psychedelische Rauminstallationen entführen den Betrachter in eine ganz besondere Welt, die von farbenfrohen Punkten dominiert ist und in die man unbedingt eintauchen sollte.

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UPDATE August 2026: Wie erst Ende August 2026 bekannt wurde, ist die großartige japanische Künstlerin Yayoi Kusama am 14. August 2026 im Alter von 97 Jahren in Tokio in einem Krankenhaus friedlich verstorben. Ihr Tod wurde in einer kurzen Nachricht auf ihrer Webseite bekannt gegeben. Dort heißt es unter anderem: Bis zuletzt blieb sie künstlerisch aktiv und legte den Pinsel nie aus der Hand, stets auf der Suche nach der Essenz von ewiger Liebe und der Unvergänglichkeit der Seele. Vom 15. März 2026 bis 2. August 2026 war im Museum Ludwig in Köln eine große Werkschau über die Kunst von Yayoi Kusama zu sehen, die mit mehr als 450.000 Besuchern zu absoluten Besucherrekorden führte. Diese große Werkschau wird von 11. September 2026 bis 17. Januar 2027 nun in den Niederlanden im Stedelijk Museum in Amsterdam in Kooperation mit der Fondation Beyeler in Basel und dem Kölner Museum Ludwig gezeigt und bekommt nach dem Tod der Künstlerin eine ganz unerwartete neue Bedeutung.

Das Museum Ludwig in Köln widmete im Jahr 2026 anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums der legendären japanischen Künstlerin Yayoi Kusama eine große Ausstellung über ihr Lebenswerk. Über 300 Installationen, Bilder und Objekte einer der größten Künstlerinnen des 20. und 21. Jahrhunderts waren vom 15. März 2026 bis 2. August 2026 auf mehreren Etagen im Museum Ludwig in unmittelbarer Nachbarschaft des Kölner Doms und des Kölner Hauptbahnhofes zu entdecken. Sie gaben tiefe Einblicke in die faszinierende Welt einer Künstlerin, die am 22. März 2026 sage und schreibe 97 Jahre alt wurde und leider am 14. August 2026 verstorben ist. Das Werk der 1929 geborenen japanischen Künstlerin ist vor allem für die obsessive Wiederholung von Mustern, immersive Installationen und die Verschmelzung von persönlicher Psychologie mit visueller Kunst bekannt. Die Kunst von Yayoi Kusama ist eine Antwort auf Halluzinationen, die sie seit ihrer Kindheit erlebte. Halluzinationen, in denen sie den eigenen Körper und die Umgebung von Punkten, Blüten und anderen Wiederholungsmustern überwuchert wahrnahm. Bereits auf dem frühesten Bild in der Ausstellung, einer Kinderzeichnung aus dem Jahr 1934, sind diese Punkte sichtbar. Die Kunst diente ihr seitdem als Katharsis und Bewältigungsmechanismus, um Ängste abzubauen.

Köln Museum Ludwig Exhibition Yayoi Kusama 2026
Am Eingang zur Ausstellung über das Lebenswerk von Yayoi Kusama im Museum Ludwig in Köln wird der Besucher bereits auf eine Welt voller runder, störender Objekte eingestimmt. ©SCRITTI

Bei meinem Besuch in der ersten Woche nach der Eröffnung war die Ausstellung in Köln auch mehr als gut besucht. Auf mehreren Ebenen präsentierte das Museum Ludwig wichtige Stationen aus dem Schaffen von Yayoi Kusama. Dazu zählen frühe Zeichnungen, Gemälde, zahlreiche Skulpturen bis hin zu speziellen Räumen mit Spiegeln und Lichtreflexen, die einen in psychedelische Dimensionen entführen. Das optische Highlight und Liebling des Publikums in Köln war ein hoher Raum über zwei Etagen, komplett von überdimensionalen schwarzen Tentakeln mit gelben Punkten durchzogen, die einen verblüffenden Effekt auslösen.

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Januar-Tipps: Wunderbare Lichtobjekte in London und Einblicke in ein ganz besonderes Wunderland in Hamburg

London lockt im Januar mit Licht-Festivals und phantasievollen Installationen gegen den Winterblues. Ein spannender Dokumentarfilm berichtet über Träume, aus denen ein echtes Wunderland erwachsen ist.

Um der allgemeinen Tristesse im Januar etwas entgegenzusetzen und auch um den Erfolg mit den Christmas Lights Beleuchtungen zur Weihnachtszeit fortzuführen, gibt es in London seit einigen Jahren spezielle „Light Festivals“ mit Lichtkunst, Skulpturen und Installationen von anerkannten Künstlern aus diesem Bereich. Die Evolution durch LED hat ja in den letzten Jahren vieles verändert und ganz neue Möglichkeiten für das Spiel mit Licht und Beleuchtung eröffnet. Im Winter gibt es inzwischen diverse kostenlose Festivals an unterschiedlichen Orten der Metropole, um die Menschen trotz Winterblues ins Freie zu locken und nebenbei noch zum Shoppen und Ausgehen zu animieren.

Bekannt, beliebt und überlaufen

London Canary Wharf Winter Lights Festival 2025
Auch 2025 gab es beim Winter Lights Festival in Canary Wharf wieder interessante Installationen zu entdecken. ©SCRITTI

Das bekannteste und älteste Licht Festival ist jenes zwischen den Hochhäusern von Canary Wharf. Das Winter Lights Festival findet 2026 bereits zum zehnten Mal statt und zwar vom 20. bis 31. Januar 2026. In Aktion sind die Licht-Installationen zwölf Tage lang immer bei Dunkelheit zwischen 17 und 22 Uhr. Das Festival steht 2026 unter dem Motto „Traumlandschaft“ und entführt die Besucher laut Veranstalter auf eine Reise durch surreale, ätherische und zutiefst menschliche Erlebnisse. Mehr Hintergrund zum Winter Lights Festival und weitere Kunstobjekte, die man in Canary Wharf entdecken kann, gibt es hier im Beitrag.

Art Deco Schmuckstück ins rechte Licht gesetzt

London Battersea Power Station Light Festival Winter
Lichtkunst setzte auch immer wieder die Battersea Power Station gekonnt in Szene. ©SCRITTI

Das kleinere und intimere Festival rund um die Battersea Power Station konnte bislang einen ganzen Monat lang ab Ende Januar besucht werden. Rund um das ikonische, ehemalige Kraftwerk im Stil des Art Deco, das in den vergangenen Jahren als großes Shopping- und Unterhaltungszentrum seine Wiederauferstehung erlebt hat, fanden sich 2025 acht teils recht große Lichtinstallationen von internationalen Künstlern. 2026 wird das Lichtfestival allerdings nicht in seiner bisherigen Form stattfinden, erläutert Will Emery, Communications Manager der
Battersea Power Station Development Company. „Wir konzentrieren uns darauf, das ganze Jahr über ein attraktives Programm mit neuen Veranstaltungen sowie Kultur- und Kunstpartnerschaften zu präsentieren.“ Im Rahmen dessen wird das größte Kunstwerk des Lichtfestivals 2025, „Aurora“ von James Glancy Design, in die Turbinenhalle A zurückkehren. Wie das The Light Festival vom Januar 2025 und die Installation „Aurora“ aussahen, erfährt man hier im Beitrag.

Lichtobjekte am Fluss

Nathaniel-Rackowe-Desire-Lines London Southbank Centre
Beim Festival Winter Light am Southbank Centre gibt es Lichtkunst entlang des Themseufers wie 2024 die Installation Desire Lines von Nathaniel Rackowe. ©Southbank Centre

Das Kulturforum Southbank Centre am Südufer der Themse bietet jährlich ab November ein spezielles Weihnachtsprogramm. Teil davon sind mit Winter Light auch Lichtinstallationen von verschiedenen Künstlern im Freien entlang der Promenade am Themseufer. Diese können noch bis 18. Januar 2026 besichtigt werden.

Vibrance: The new kid in town

Vibrance Festival 2026
Das neue Festival Vibrance will am letzten Januar-Wochenende ganz neue Erlebnisse in der City of London schaffen. ©Vibrance

Ein ganz neues Festival mit Licht und Sound gibt es 2026 mit Vibrance am letzten Januar-Wochenende in der City of London. Am 29. und 30. Januar 2026 wollen Künstler, Designer und Performer der Guildhall School mit Vibrance unvergessliche Erlebnisse mit Licht, Klang und Live-Performance an fünf ikonischen Orten in der City of London schaffen. Historische Wahrzeichen, versteckte Gärten und beeindruckende Fassaden werden jeweils zwischen 17:30 Uhr und 20:30 Uhr durch Farbe, Musik und Erzählungen neu interpretiert. Man darf gespannt sein!

Ein echtes Wunder: Wie aus einem Traum Realität wurde

Wenn in den dunklen Wintermonaten die Sehnsucht nach Sonne, Farben und grünen Landschaften wächst, muss man nicht unbedingt bis ans andere Ende der Welt reisen, um dieses Bedürfnis etwas zu stillen. Man kann auch in den hohen Norden nach Hamburg fahren, in ganz neue, unbekannte Welten eintauchen und sich dabei regelrecht verzaubern lassen. Wie das geht? Man muss einfach das Miniatur Wunderland besuchen! Dort gibt es alles, was man in der dunklen Jahreszeit so schmerzlich vermisst, und einem gute Laune macht: Gutes Wetter, viel Licht, Farben, üppige grüne Landschaften und tiefblaues Meer!

Miniatur Wunderland Film Kino Trailer
Faszinierend: Als animierte Miniaturfiguren wandern Frederik und Gerrit Braun (rechts) im Film „Wunderland“ durch die von ihnen selbst geschaffene Miniaturwelt. Foto: Screenshot Wunderland Trailer

Wer es jedoch nicht so schnell nach Hamburg schafft oder aus unerfindlichen Gründen gar noch nie vom Miniatur Wunderland gehört hat, der kann sich die ganze Geschichte noch einmal in schönen und beeindruckenden Bildern am heimischen TV erzählen lassen.

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London Transport: Herausragendes Design im Stil des Art Deco

Das London Transport Museum zeigt in einer neuen Ausstellung die Bedeutung und den Einfluss des Art Deco auf die Gestaltung von Postern, die Fahrgastkommunikation und die Designsprache des Nahverkehrs in London bis heute.

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Was: „Art deco: the golden age of poster design“, Ausstellung mit Postern und Grafikdesign
Wo: London Transport Museum in Covent Garden
Wann: 21. November 2025 bis Frühjahr 2027. Der Eintritt zur Global Poster Gallery innerhalb des Museums ist im Eintritt enthalten.

Die Moderne und vor allem der Stil des Art Deco spielen eine herausragende Rolle in der Designsprache und der Wahrnehmung des öffentlichen Verkehrs in London. Das liegt vor allem daran, dass viele maßgebliche Entwicklungen in den 1920er und 30er Jahren stattfanden, in denen die Londoner U-Bahn weit in die Vororte expandierte und in der Folge dort das klassische „Suburbia“ mit großen Wohnanlagen und neuen Stadtzentren entstand. Diese ganze Zeit wurde maßgeblich von zwei herausragenden Persönlichkeiten geprägt, die sich den Prinzipien der Moderne und des Zeitgeistes verpflichtet fühlten: Frank Pick und Charles Holden. Frank Pick war von der Gründung des London Passenger Transport Board im Jahr 1933 bis 1940 dessen Geschäftsführer und stellvertretender Vorsitzender und weitgehend für das Design des Londoner Transportwesens, dessen Schrift oder das klassische rote runde Logo (Roundel) verantwortlich. Eng an Picks Seite arbeitete Architekt Charles Holden, der für eine Vielzahl der in dieser Zeit entstandenen, modernistischen U-Bahn-Gebäude verantwortlich war, die sich durch geometrische Formen, stromlinienförmige Kurven und funktionale Schönheit auszeichnen. Mehr zur Architektur von Charles Holden in London findet sich hier im Beitrag.

So ist es kein Wunder, dass die Archive des London Transport Museum voll sind mit Objekten aus der Zeit des Art Deco. Das Museum erzählt in den ehemaligen Hallen des Blumenmarktes von 1872 in Covent Garden seit 1980 in beeindruckender Weise und mit vielen Exponaten die Geschichte der Mobilität in London und ist immer wieder einen Besuch wert.

London Transport Museum Global Poster Gallery
In einem abgegrenzten Bereich innerhalb des London Transport Museums gibt es in der Global Poster Gallery die Ausstellung mit zahlreichen Postern im Stil des Art Deco. ©SCRITTI

Eine neue Ausstellung mit dem Titel Art deco: the golden age of poster design in der Global Poster Gallery innerhalb des Museums beleuchtet seit kurzem den Einfluss des Art Deco auf das Kunst- und Designerbe des Londoner Nahverkehrs. Anlässlich des 100. Jahrestages der Pariser Weltausstellung von 1925, auf der rückblickend Art Deco seinen Ursprung hat, bietet diese Ausstellung die Gelegenheit, mehr über diesen so prägenden Stil in Design und Architektur zu erfahren und einzigartige, noch nie öffentlich ausgestellte Kunstwerke zu entdecken.

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Kulturtipp: Der Film The Clock – Minute um Minute, 24 Stunden lang

„The Clock“ ist ein faszinierendes cineastisches Meisterwerk von Christian Marclay, das über 24 Stunden Minute für Minute Szenen aus einem Jahrhundert Filmgeschichte aneinander reiht, die ein spannendes Kaleidoskop des menschlichen Alltags ergeben. BIs Ende Januar wird The Clock in der Neuen Nationalgalerie Berlin gezeigt.

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Was: „The Clock“, 24-stündige Videoarbeit von Christian Marclay
Wo: Neue Nationalgalerie Berlin
Wann: 29. November 2025 bis 25. Januar 2026

Die Neue Nationalgalerie am Kulturforum in Berlin präsentiert noch bis 25. Januar 2026 das cineastische Meisterwerk The Clock des Videokünstlers Christian Marclay. Täglich zehn Stunden lang von 10 bis 20 Uhr (außer montags). Für die Präsentation des Werks wurde in dem ikonischen modernistischen Glaspavillon von Architekt Ludwig Mies van der Rohe, der erst im August 2021 nach jahrelanger Restaurierung wiedereröffnet wurde, im Erdgeschoss ein kompletter Kinoraum errichtet. The Clock von Christian Marclay ist eine 24-stündige Videoarbeit, die anhand eines Jahrhunderts Filmgeschichte den realen Zeitverlauf synchron nachzeichnet. Seit ihrer Premiere in London im Jahr 2010 und dem Gewinn des Goldenen Löwen bei der 54. Biennale di Venezia am 4. Juni 2011 hat die Arbeit große Aufmerksamkeit erregt und wurde seither in weltweit bedeutenden Museen gezeigt wie dem Centre Pompidou in Paris, der Tate Modern in London oder dem MoMA in New York. Nun ist The Clock erstmals in Berlin zu sehen und zwar noch bis Ende Januar 2026. Es gibt weltweit nur sechs Kopien des Meisterwerks, und der Künstler hat verfügt, dass der Film nie zeitgleich an mehreren Orten gezeigt werden darf.

Neue Nationalgalerie Berlin The Clock
Die Neue Nationalgalerie in Berlin zeigt bis Ende Januar 2026 das Meisterwerk The Clock von Christian Marclay. ©SCRITTI

Wir haben uns The Clock an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zu unterschiedlichen Zeiten angesehen und konnten uns nur schwer der Magie dieses grandiosen Werkes entziehen. Wir haben jeweils eineinhalb bis zwei Stunden The Clock verfolgt, und es wurde uns in keinem Moment langweilig. Im Gegenteil! Das Werk verfügt über alles, was einen guten Film ausmacht: Ironie, Witz, Spannung, eine oft verblüffende Geschichte und eine perfekt begleitende Filmmusik. Der Künstler Christian Marclay hat in The Clock mit einem Team über drei Jahre in akribischer Kleinarbeit tausende – wirklich tausende! – Szenen aus einem Jahrhundert Filmgeschichte aneinander gereiht und ein 24 Stunden dauerndes Epos geschaffen, das durch einen ganz besonderen Effekt zusammengehalten wird.

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Christmas Lights in London: Die Highlights 2025

Die einmaligen Christmas Lights in den Wochen vor Weihnachten locken inzwischen Massen von Besuchern nach London. Es ist immer eine ganz besondere Zeit, in der man sich auf vielfache Weise verzaubern lassen und auch zudem einiges entdecken kann.

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Wie jedes Jahr war ich auch 2025 wieder in der Vorweihnachtszeit in London, um mir die aktuellen Christmas Lights anzuschauen. Es ist immer wieder ein besonderes Erlebnis, in dieser Zeit nach London zu reisen und in die vielen bunten Lichterwelten einzutauchen. Man kommt tatsächlich hier schon Mitte November in totale Weihnachtsstimmung und möchte dann nichts anderes, als umgehend mit dem Dekorieren des eigenen Weihnachtsbaumes zu beginnen. In der Tat unterscheidet sich Weihnachten in Großbritannien und im englischsprachigen Raum deutlich von Weihnachten in Deutschland. Nicht nur der überwältigende Kitsch hat hier eine ganz andere Dimension. Als festlicher Weihnachtsschmuck geeignet ist so gut wie alles, und man hängt sich auch gerne Londoner Doppelstockbusse, britische Telefonzellen oder glitzernde Dinosaurier an den Weihnachtsbaum. Die Weihnachtszeit beginnt tatsächlich schon im November mit den ganzen Dekorationen und den Weihnachtseinkäufen. Man sieht in London auch überall schon Leute Weihnachtsbäume kaufen.

2025 London Christmas Lights Selfridges Window
London in Weihnachtsstimmung in einem Schaufenster des Kaufhauses Selfridges. ©SCRITTI

Leider gibt es in Sachen Christmas Lights auch 2025 in London nur bedingt Neues zu entdecken. Der Trend geht definitiv zur Nachhaltigkeit, so dass vielerorts die gleichen Dekorationen wie im Vorjahr verwendet werden und die Aha-Erlebnisse der mehrjährigen Besucher selten werden. Doch London wäre nicht London, wenn man nicht immer auch auf neue Lichtblicke und Ideen stoßen würde, wenn man die ausgetretenen Pfade einmal verlässt. Eines der Highlights, die immer noch mit Spannung erwartet werden, ist etwa der jährlich wechselnde besondere Weihnachtsbaum im Bahnhof St. Pancras. Auch die liebevoll dekorierten Schaufenster der großen Kaufhäuser bieten 2025 wieder besondere Einblicke. Und ein an Opulenz kaum zu überbietendes Highlight findet sich im Nobelviertel Mayfair. All das und noch mehr kann zudem bei einer virtuellen Tour erlebt werden.

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London Spezial: Die Christmas Season ist wieder eröffnet

Anfang November startet in London die Vorweihnachtszeit mit den teils spektakulären Christmas Lights und zauberhafter Atmosphäre.

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UPDATE November 2025: Die Daten im Beitrag und Links wurden weitgehend für die Christmas Saison 2025 aktualisiert.

Es ist mal wieder soweit: In London beginnt Anfang November die alljährliche Christmas Season. Die meisten Installationen mit den berühmten Christmas Lights werden jedes Jahr in den ersten zwei Wochen im November eingeschaltet und teilweise mit großem Tamtam der Öffentlichkeit präsentiert. In der Regel läuft die Weihnachtssaison bis in den Januar hinein, so dass man auch noch nach Weihnachten und Silvester, wenn es wieder etwas ruhiger wird, diese besondere Atmosphäre erleben kann. Mit Spannung erwartet wird unter anderem immer das Einschalten der großflächigen Lichtdeko über den Einkaufsstraßen Carnaby Street in Soho Regent Street (beide am 6.11.25) oder der Haupteinkaufsmeile Oxford Street (am 3.11.25), alle in Nachbarschaft der U-Bahn Station Oxford Circus. London steigert sich in den Wochen vor Weihnachten in einen regelrechten Weihnachtsrausch, der mit einer besonders festlichen Atmosphäre inzwischen Hunderttausende Touristen lockt und natürlich auch in erster Linie zum Shoppen animieren will. Auch die Gastronomie macht mit, und man kann sich der vorweihnachtlichen Stimmung kaum entziehen. Trotzdem oder gerade deswegen gibt es kaum eine andere Stadt, in der man die tristen und dunklen Tage im November und Dezember besser verbringen kann. Für viele London Enthusiasten gehört ein Besuch in der Vorweihnachtszeit inzwischen zum Pflichtprogramm. Was inzwischen leider dazu führt, dass die Stadt in dieser Zeit im Zentrum hoffnungslos überfüllt ist.

Ein ganz besonders nachhaltiger Weihnachtsbaum nur aus Licht stand 2024 am Themseufer mit Blick auf die Tower Bridge. Überall in London gibt es besondere weihnachtliche Licht Installationen und Kunstwerke. ©SCRITTI

Neben diversen Weihnachtsmärkten gibt es unzählige Lichtinstallationen in den großen Einkaufsstraßen und Shoppping Centern, aber auch kleinere, mehr künstlerische Projekte in Seitenstraßen, auf Plätzen und in den Stadtteilen. Jedes Jahr kommen neue Veranstaltungen hinzu, so dass es schwer fällt, den Überblick zu behalten. Zu meinen persönlichen Highlights gehörten bislang die phantasievolle, stets einem Motto folgende Beleuchtung in der Carnaby Street oder der meist überdimensionale Christbaum Schmuck in den historischen Markthallen von Covent Garden (ab 12.11.25). Die genauen Termine, wann welche Attraktion wo startet, gibt es auf verschiedenen Webseiten oder in einem Beitrag von Londonist.

Ich habe in diesem Blog schon mehrfach über diese faszinierende und für viele auch schönste Jahreszeit in London berichtet. Eine Zusammenfassung der Highlights im Winter 2023 gibt es hier im Beitrag. Meine Erfahrungen zu den Christmas Lights 2024 und neue Insider-Tipps gibt es hier im Beitrag. Nachfolgend eine kleine Übersicht, was einen in den rund acht Wochen zwischen Anfang November und Anfang Januar in London erwartet.

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