Private Westbahn steigt in Hochgeschwindigkeitsverkehr ein – bald auch Fahrten in Deutschland?

Die private WESTbahn expandiert weiter und steigt in den Verkehr mit Hochgeschwindigkeitszügen im Süden Österreichs ein. Diese könnten künftig auch auf deutschen Schnellfahrstrecken unterwegs sein.

Wie die private WESTbahn aus Österreich und der Fahrzeughersteller Stadler Rail jetzt bekannt gaben, wird die WESTbahn bereits im März 2026 in den Hochgeschwindigkeitsverkehr zunächst innerhalb von Österreich einsteigen. Zu diesem Zweck hat die WESTbahn bei Stadler Rail drei 250 km/h schnelle Hochgeschwindigkeitszüge des Typs SMILE bestellt. Diese entsprechen weitgehend den seit 2020 bei den Schweizer Bundesbahnen (SBB) als Giruno (Baureihe RABe 501) verkehrenden, mehrsystemfähigen Hochgeschwindigkeitszügen zwischen der Nordschweiz und Italien. Bei der WESTbahn sollen die bewährten Züge bereits ab März 2026 auf der Strecke Wien – Graz – Klagenfurt – Villach zum Einsatz kommen und den Fahrgästen höchsten Reisekomfort bieten. Auch für Fahrgäste aus Süddeutschland werden sich damit neue und voraussichtlich preiswerte Reisemöglichkeiten ergeben, zumal die WESTbahn auch das Deutschlandticket anerkennt und entsprechend ermäßigte Tickets für ihre internationalen Fernverbindungen verkauft.

WESTbahn Stadler Rail SMILE Hochgeschwindigkeitszug
So sollen die neuen Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ SMILE von Stadler Rail (in der Schweiz bekannt als GIRUNO) für die WESTbahn aussehen. ©WESTbahn Management GmbH

Der SMILE wird der erste Hochgeschwindigkeitszug von Stadler in Österreich sein und kann bis zu Tempo 250 fahren. Gebaut werden die SMILE-Züge im Stadler-Werk im thurgauischen Bussnang (Schweiz). Die drei neuen Züge erlauben es der WESTbahn, ihr Angebot auf die Strecke Wien – Graz – Klagenfurt – Villach kurz vor der Grenze nach Slowenien auszudehnen. Im Januar 2024 hatte die Westbahn bereits bekanntgegeben, nach der für Ende 2025 geplanten Inbetriebnahme des Koralmtunnels einen eigenen Verkehr zwischen Wien und Villach über Graz und Klagenfurt über die österreichische Südbahn und die Koralmbahn anzustreben. Das private Unternehmen WESTbahn verkehrt seit Dezember 2011 in Konkurrenz zu den staatlichen Österreichischen Bundesbahnen auf der 317 Kilometer langen Strecke Wien – Salzburg meist im Stundentakt. Im April 2022 wurden diese Verkehre in Konkurrenz zur Deutschen Bahn bis nach München und jüngst bis Stuttgart ausgeweitet. Weitere Verbindungen auch innerhalb Deutschlands werden angestrebt, auch wenn die Deutsche Bahn keine Tickets für Wettbewerber im Fernverkehr verkauft.

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Innotrans 2024: Erstes Fahrzeug für neue Stadtbahn-Generation präsentiert

Bei der Messe Innotrans in Berlin stellte Stadler die erste von 246 Zwei-System-Stadtbahnen für das Projekt Tram-Train verschiedener Betreiber vor.

Auf der weltgrößten Bahnmesse Innotrans in Berlin hat der Fahrzeughersteller Stadler Rail in der letzten September-Woche 2024 auf dem Freigelände hinter den Messehallen zahlreiche neue Bahnen vorgestellt. Darunter war auch das erste fertig gebaute Fahrzeug aus dem Projekt „Tram-Train“. Die moderne Zweisystem-Stadtbahn vom Typ Citylink für den Einsatz auf Straßenbahn- und Eisenbahngleisen in blau-weißem Design geht an die Saarbahn in Saarbrücken. Weitere Fahrzeuge unter anderem für die Stadtbahn-Systeme in Karlsruhe und Heilbronn werden folgen. Sechs Verkehrsunternehmen aus Deutschland und Österreich hatten sich erstmals zusammengetan, um einen Großauftrag für eine neue Generation von Stadtbahn-Fahrzeugen zu lancieren und somit Synergieeffekte und Kostenvorteile zu nutzen. Die Grundidee ist ein einheitlicher Fahrzeugtyp, der modular an die jeweiligen regionalen Bedürfnisse angepasst werden kann. 

Erste Stadtbahn vom Typ Stadler Citylink für die Saarbahn auf dem Freigelände der Messe Innotrans Ende September 2024. ©SCRITTI

Zu den Kooperationspartnern gehören Verkehrs­betriebe Karlsruhe GmbH (VBK, Karlsruher Straßenbahn), Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG, Regionalstadtbahn Karlsruhe und Heilbronn), Saarbahn Netz GmbH (Regionalstadtbahn Saarbrücken), Schiene Oberösterreich GmbH (Regionalstadtbahn Linz), Schiene Salzburg GmbH (Regionalstadtbahn Salzburg) und Zweckverband Regional-Stadtbahn Neckar-Alb. Stadler ging mit seinem Tram-Konzept Citylink als Sieger aus der entsprechenden Ausschreibung hervor und erhielt vor zwei Jahren den bislang grössten Auftrag in der Geschichte des Unternehmens. Hauptbestandteil ist die Lieferung von bis zu 504 Niederflurfahrzeugen vom Typ Stadler Citylink, 246 davon sind bereits fix bestellt. Der Rahmenvertrag umfasst neben der Fahrzeugherstellung auch einen auf bis zu 32 Jahre angelegten Instandhaltungsvertrag.

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Mehr Komfort zwischen Köln, Brüssel, Amsterdam und Paris im neuen ICE 3neo 

Seit Sommer 2024 setzt die Deutsche Bahn auf dem Weg nach Brüssel und Amsterdam komfortablere ICE 3neo ein.

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Früher als erwartet setzt die Deutsche Bahn (DB) seit dem kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2024 ihre neuen Mehrsystem-Triebwagen vom Typ ICE 3neo der Baureihe 408 auf den Verbindungen von Frankfurt/Main über Köln nach Brüssel und Amsterdam ein. Damit kommen nun auch Reisende von/nach London in den Genuss von mehr Komfort auf der Teilstrecke von/bis Brüssel, sofern sie hier nicht mit den alten TGV-Zügen vom Wettbewerber Eurostar unterwegs sind. Die DB ersetzt mit den neuen Zügen vom Hersteller Siemens Mobility die älteren Mehrsystem-Fahrzeuge vom Typ ICE 3 der Baureihe 406 für den internationalen Verkehr, die zunehmend störanfällig waren und somit immer wieder für kurzfristige Fahrtausfälle auf den wichtigen internationalen Verbindungen sorgten. Reisende von/nach Brüssel und London konnten zuletzt ein Lied davon singen, dass immer wieder kurzfristig der ICE ausfiel und sie stattdessen eine Stunde später mit einem Eurostar fahren mussten, sofern in diesem noch Plätze verfügbar waren. Laut DB war der vorzeitige Einsatz der internationalen Züge nur „dank der exzellenten Zusammenarbeit mit dem Hersteller Siemens Mobility, den Zulassungsbehörden und den europäischen Kooperationsbahnen“ möglich.

Der neue ICE 3neo vor der Abfahrt nach Brüssel in Köln Hbf am 7. August 2024. ©SCRITTI

Ich konnte im Juli 2024 zum ersten Mal mit den neuen Zügen auf dem Weg nach London von Köln nach Brüssel fahren, und der Unterschied zu den bisherigen Fahrzeugen ist wirklich bemerkenswert.

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London Spezial: Hidden Underground Touren in die Vergangenheit der U-Bahn

Die sehr beliebten Touren vom London Transport Museum durch stillgelegte U-Bahn Stationen und aufgegebene Tunnel entführen in eine faszinierende Welt tief im Untergrund und in die Vergangenheit von London.

Update August 2026: Es können ab 26. August 2026 wieder über das London Transport Museum neue Tickets für die beliebten „Hidden London“ Underground Touren bis Anfang 2027 gebucht werden. Newsletter-Abonnenten können über einen speziellen Link bereits 24 Stunden vorher exklusiv Tickets für kommende Touren kaufen.

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Das London Transport Museum am Covent Garden (das übrigens wirklich einen Besuch wert ist, da über das Transportsystem von London auch viel über die geschichtliche Entwicklung der ganzen Stadt erzählt wird!) bietet regelmäßig als „Hidden London“ geführte Touren im Londoner Untergrund an. Ähnlich wie beim Verein Berliner Unterwelten geht es dabei um stillgelegte oder nicht mehr genutzte Tunnel, versteckte oder aufgegebene Stationen und geheime Wege im weit verzweigten Londoner U-Bahn System. Die Touren bieten meist nur Platz für wenige Teilnehmende und sind daher oft Monate im Voraus ausgebucht.

London Charing Cross Station Hidden London Underground Tour Escalators
Gespenstische Atmosphäre im stillgelegten Bereich der U-Bahn unter dem Bahnhof Charing Cross. ©SCRITTI

Um rechtzeitig Informationen über Termine und Tickets zu bekommen, abonniert man am besten den Newsletter des London Transport Museums. Die nächste Runde im Ticket-Verkauf startet am Mittwoch, den 25. Februar 2026. Newsletter-Abonnenten erhalten schon einen Tag vorher einen exklusiven Link, über den die begehrten Tickets erworben werden können. Es wird empfohlen, sich einen Account beim London Transport Museum zuzulegen, um den Ticketkauf zu beschleunigen. Aktuell kosten die Tickets für eine Tour pro Person meist zwischen 40 und 45 Pfund. Nicht gerade günstig, aber es lohnt sich auch für Nicht-Tube-Nerds! Die Touren dauern meist zwischen 75 und 90 Minuten.

Auf dem Programm stehen neben den Touren Euston: The Lost Tunnels und Charing Cross: Behind the silver screen, über die ich nachfolgend im Beitrag berichte, zum Beispiel Piccadilly Circus: The Heart of London, Baker Street: the world’s first Underground oder Aldwych: The End of the Line. Es gibt inzwischen auch noch eine oberirdische Walking Tour Secrets of central London durch das Theaterland und Covent Garden. Dieser Rundgang enthüllt wenig bekannte Fakten über die Gegend, die direkt aus den Archiven des London Transport Museum stammen. Man erfährt außerdem, wie bekannte Straßen die Londoner Verkehrsinfrastruktur prägten – vom Bau der Piccadilly Line und des Kingsway Tram Tunnels bis hin zum Bau der Elizabeth Line in den 2010er-Jahren. Aufregender sind jedoch sicherlich die Touren durch verlassene Tunnel und Bahnhöfe im Untergrund.

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London entdecken: Mit dem Boot über die Themse von Ost nach West

Bei einer entspannten Bootstour in London über die Themse zwischen Westminster und dem idyllischen Richmond oder Hampton Court im Westen lässt sich die Stadt aus einer ganz neuen Perspektive entdecken. Man kann die Schifffahrt auch ideal mit Bus und Bahn kombinieren.

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Bei unserem London Trip im Juli 2023 wollten wir eigentlich in den Südwesten von London nach Richmond und den dortigen, bekannten Park besuchen. Aber wer schon einmal in Richmond war, der weiß, dass man sich dort am Ufer der Themse nur schwer dem Reiz dieses wunderbaren Ortes entziehen kann. Als wir dann zufällig entdeckten, dass es um 16 Uhr eine Rückfahrt in die Innenstadt mit dem Anbieter Thames River Boats bis Westminster Pier gab, haben wir kurzerhand aufs Boot gewechselt. Und ich muss sagen, das war mit das Tollste, was ich seit langem an einem sonnigen Sommertag in London gemacht habe!

Richmond im Südwesten von London hat mit der tollen Uferpromenade seinen ganz besonderen Reiz und lockt vor allem am Wochenende zahlreiche Ausflügler an. Von hier aus fährt das Ausflugsboot nach Hampton Court oder bis nach Westminster. ©SCRITTI

Man erlebt bei solch einer Bootstour von Hampton Court oder Richmond aus über Kew Gardens und die westliche Themse bis Westminster (oder anders herum) einmal ganz andere Seiten von London. Wie immer in London ist auch solch eine Bootstour über den großen Fluss voller Geschichte. Man gleitet vorbei an Parks, grünen Oasen, historischen Palästen, viktorianischen Schleusen, traumhaften Herrenhäusern, ehrwürdigen Brücken und modernen Apartmenthäusern. Manchmal glaubt man sich beim Blick auf idyllische Uferpromenaden fast in einen kleinen Küstenort am Meer versetzt und möchte sofort in einen der schönen Pubs mit Terrasse am Ufer einkehren. Also nichts wie rauf aufs Wasser!

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Die 13 besten Tipps, wie man das günstigste Bahnticket findet

Der Tarifdschungel der Bahn in Deutschland scheint immer undurchdringlicher. Doch mit ein paar Tricks lassen sich auch günstige Tickets finden.

UPDATE Juni 2024: Die DB hat laut Pressemitteilung seit dem 11. Juni 2024 wieder eine Super Sparpreis Aktion für Reisende im Fernverkehr aufgelegt. Für kurze Strecken im Fernverkehr gibt es Tickets bereits ab 12,99 Euro (mit BahnCard-Rabatt ab 9,74 Euro). Den Aktionspreis gibt es nun wieder bis 30. September für Reisen bis zum 14. Dezember 2024. Wenn man die Tickets geschickt kombiniert, kann man auch längere Strecken günstig im ICE zurücklegen (siehe Tipp 10 im Blog-Artikel).

Bahnfahren in Deutschland wird immer beliebter, aber im Fernverkehr auch immer teurer, weil inzwischen ICE-Züge auch unter der Woche hoch ausgelastet sind. Selbst mit einer BahnCard 25 muss man inzwischen etwa für Fahrten nach Berlin kurzfristig über 100 Euro bezahlen und im sogenannten Flexpreis fahren. Mit einigen Tricks, etwas Spürsinn und Ausdauer kann man im allgemeinen Tarifdschungel auch kurzfristig noch günstige Tickets für Bahnreisen im Fernverkehr finden. Inzwischen nutzen viele Bahngesellschaften wie schon die Airlines ein so genanntes „Yield-Management“, bei dem sich Preise nach Zeitpunkt der Buchung und Auslastung richten und – je näher der Reisezeitpunkt rückt – teurer werden. Damit soll die Auslastung besser gesteuert werden. Die Deutsche Bahn etwa bietet Super-Sparpreise (SSP) in Aktionen ab 9,90 Euro (ohne BahnCard) an, die man bei Buchung mehrere Wochen im Voraus auf Fernstrecken mit ICE-Verbindungen finden kann. Sind diese Kontingente erschöpft, wird es nach und nach teurer. Doch mit ein paar Tricks lassen sich im System auch kurzfristig noch versteckte Schnäppchen finden. Diese Tricks gelten auch für Bahnen in anderen Ländern wie Großbritannien, wo Ticketpreise ebenfalls extremen Schwankungen unterliegen. Für Anmerkungen oder weitere Tipps bin ich dankbar!

Reisen mit der Bahn wird immer beliebter – und teurer! Doch mit ein paar Tricks lassen sich im Tarifdschungel auch günstige Tickets finden. ©SCRITTI

Allgemeines zum Ticketkauf: Online über die Webseite der Deutschen Bahn oder auf dem Smartphone über die jeweiligen Apps der Bahnen, zum Beispiel dem DB Navigator. Es gibt auch Anbieter wie Trainline.com oder Mobilitäts-Plattformen wie Omio, die europaweit auch über Grenzen hinweg Auskünfte erteilen und durchgehende Bahntickets verkaufen. Wer etwa die DB Navigator App installiert und sich angemeldet hat, bekommt sein gekauftes Ticket automatisch in die App übertragen. Über die App kann man auch eine dazu gehörige BahnCard speichern, um sie im Zug vorzuzeigen. Mittlerweile muss man bei den meisten Bahnbetreibern Tickets nicht mehr ausdrucken und kann diese in den entsprechenden Apps vorzeigen. Zahlreiche Tipps für die Reise per Bahn nach London gibt es in diesem Beitrag.

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Grüne Oasen: BUGA Mannheim mit Parklandschaft und Zukunftslabor

Die BUGA 2023 in Mannheim verbindet klassische Gartenbaukunst mit Experimenten zur Zukunft der Städte in Zeiten des Klimawandels.

UPDATE: Am 8. Oktober 2023 endete die BUGA 2023 in Mannheim und hat mit 2,2 Millionen gezählten Eintritten ihr gesetztes Ziel übertroffen. Wie es mit beiden Geländen weitergeht, was überleben soll und was nicht, wird in einem Beitrag des SWR erläutert. Vor allem der Luisenpark wird in der jetzigen Form als Freizeitoase erhalten bleiben.

Zum zweiten Mal in ihrer Geschichte findet im Jahr 2023 die Bundesgartenschau (BUGA) in Mannheim statt. Und zum zweiten Mal spielt bei der Gestaltung der weitläufige Luisenpark eine zentrale Rolle. Bislang scheint das Konzept aufzugehen. Zur Halbzeit der BUGA Mannheim 2023 hat die Deutsche Bundesgartenschau Gesellschaft (DBG) eine Zwischenauswertung ihrer Besucherbefragung bekanntgegeben. Über eine Million Besucher*innen, zehn bunte Blumenhallenschauen, fast 81.000 verkaufte Dauerkarten, 2.944 Veranstaltungen und 330.000 gepflanzte Blumen – das waren die ersten 89 Tage der Mannheimer Bundesgartenschau, wie man hier im Detail nachlesen kann. Fast die Hälfte (49%) kam mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die BUGA kann noch bis zum 8. Oktober 2023 täglich besucht werden. Die Eingänge sind teils bis 20:30 Uhr geöffnet, die Kassen schließen um 19 Uhr.

Am Eingang zum Luisenpark begrüßen die Besucher*innen üppige Staudenbeete. Der Mannheimer Fernsehturm überragt das Gelände, das zu seinen Füßen liegt. ©SCRITTI

Wie bereits bei der ersten Bundesgartenschau im Jahre 1975 besteht auch die BUGA 2023 aus zwei Bereichen, die mit einem innovativen Verkehrsmittel – dieses Mal eine neugebaute Seilbahn über den Neckar – miteinander verbunden sind. Im Osten von Mannheim liegt der klassische Luisenpark in der Nähe des Fernsehturms südlich des Neckars. Nördlich davon befindet sich das Spinelli Gelände, eine großflächige Hinterlassenschaft der US Armee, auf dem sich noch zahlreiche frühere Militärgebäude befinden und die man nun versucht, in ein für die Großstadt nutzbares Gelände zu konvertieren. Entsprechend groß sind die Kontraste, die die Besucher*innen bei der BUGA 2023 erwarten.

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London Spezial: Die Geschichte von U-Bahn, Bus und Tram in der Metropole

Das London Transport Museum beherbergt im Depot im Stadtteil Acton eine Vielzahl historischer Fahrzeuge und Materialien aus der Londoner Verkehrsgeschichte.

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UPDATE 2026: Der nächste Termin zum Besuch des Museum Depots in Acton vom London Transport Museum ist von Donnerstag 9. April bis Sonntag 12. April 2026. Das übergeordnete Motto lautet „Icons of London“: 2026 ist ein Jahr der Meilensteine mit 120 Jahre Bakerloo-Linie, 70 Jahre seit der Einführung der berühmten roten Routemaster-Busse und 10 Jahre Night Tube. Von Plakatkunst über ikonische Designstücke bis hin zum weltberühmten Design der Tube Map und der Londoner Fahrzeuge können Besucher im Depot in eine Sammlung mit über 320.000 Objekten eintauchen. Weitere Termine für die Depot Open Days sind Freitag, 3. bis Sonntag 5. Juli 2026 sowie Freitag, 18. bis Sonntag 20. September 2026. Bei der Veranstaltung gibt es immer auch Führungen zu den unterschiedlichsten Themen.

Das London Transport Museum ist eine Institution und immer wieder einen Besuch wert. Auf sehr anschauliche Weise wird hier in ehemaligen Markthallen von 1871 in Covent Garden seit 1980 die Geschichte der Mobilität in London erzählt. Von den Anfängen mit Pferdekutschen bis zum heute ausgedehnten Verkehrsnetz mit U-Bahnen, Tram, DLR, Overground und natürlich den berühmten Doppelstockbussen. Über das Verkehrswesen in London wird auf spannende Weise auch die Entwicklung der Stadt zur heutigen Größe erzählt. Ohne den Bau der Eisenbahn- und U-Bahn-Linien ins Umland wäre die heutige Struktur der Stadt überhaupt nicht möglich gewesen. Ohne öffentliche Verkehrsmittel wäre ein Leben in London undenkbar. Im Museum am Covent Garden gibt es auch eine Auswahl an typischen Fahrzeugen der Londoner Verkehrsgeschichte.

Im Acton Depot des London Transport Museums gibt es eine große Sammlung von Omnibussen, Trams und U-Bahnen aus allen Epochen. ©SCRITTI

Da der Raum mitten in der Innenstadt ohne adäquaten Gleisanschluss natürlich begrenzt ist, verfügt das London Transport Museum noch über eine weniger bekannte Außenstelle: Das Museum Depot in Acton im Westen von London mit direktem Anschluss an das Londoner U-Bahn-Netz. In diesem Depot werden U-Bahnen, Busse und allerlei andere Objekte mit Relevanz für die Londoner Transportgeschichte aufbewahrt. Drei- bis viermal im Jahr hat auch die Öffentlichkeit an langen Wochenenden Zutritt. Die nächsten Termine für Open Depot Days in 2026 sind 9. bis 12. April, 3. bis 5. Juli sowie 18. bis 20. September 2026.

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Stadtspaziergang: London Ealing, kompakte Kleinstadt mit Charme

Der Stadtteil Ealing im Westen von London hat mit der Elizabeth Line eine hervorragende Anbindung und eignet sich nun gut als Standort für den Städte-Trip.

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Im März 2023 bin ich bei zum ersten Mal im Londoner Stadtteil Ealing im Westen der Stadt gelandet. Anlass dafür war mein Besuch der Open Depot Days im benachbarten Acton Depot des London Transport Museums, die meist nur an drei Wochenenden im Jahr stattfinden und über die ich hier im Beitrag berichte. Ich war positiv überrascht über den Stadtteil am westlichen Ende von London, der mit über 367.000 Einwohner*innen zum drittgrößten Bezirk (Borough) von Greater London zählt. Er umfasst dabei sieben größere Ortschaften, nämlich Acton, Ealing, Greenford, Hanwell, Northolt, Perivale und Southhall. Ealing ist auch bekannt als die „Queen of the Suburbs“ wegen der vielen Parks und grünen, von Bäumen gesäumten Straßen. Zudem gibt es in der Gegend einige wichtige und gut erhaltene Art Deco Gebäude aus den 1930er Jahren wie das weltberühmte Hoover Building, für die ich hier im Beitrag eine kleine Architektur-Tour zusammengestellt habe.

Broadway und New Broadway in Ealing sind die Hauptverkehrsachsen mit Einkaufsmöglichkeiten in Shopping Centern und sehr vielen Cafés und Restaurants. ©SCRITTI

Mit dem Bahnhof Ealing Broadway hat der Bezirk zudem einen großen Nahverkehrsknoten. Hier im Westen enden einerseits die U-Bahnen der Central Line und der District Line aus dem Zentrum von London kommend. Es stoppen auch Regionalzüge von Great Western auf der Great Western Mainline, der Hauptstrecke Richtung Westen. Das größte Plus aber ist die Elizabeth Line, die neue Ost-West-Bahnlinie, die seit ihrer Eröffnung im Mai 2022 in Ealing Broadway hält, und nun unglaublich schnelle Verbindungen in die Innenstadt von London ermöglicht. Die Fahrt mit dem Zug der Elizabeth Line dauert nur 22 bis 24 Minuten bis ins Zentrum von London.

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13 Profi-Tipps für die Bahnreise mit dem Eurostar nach London

Internationale Bahnreisen werden immer beliebter, und gerade nach London kann man auch sehr bequem mit den Zügen von Eurostar von Deutschland aus über Brüssel oder Paris reisen. 13 Tipps worauf man bei der Ticketbuchung und im Zug achten sollte.

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UPDATE 9. September 2026: Aktuell bietet Eurostar wieder einen Ticketsale an, mit Rabatten für Reisen in Eurostar Standard. Fahrten sind im gesamten Streckennetz möglich zwischen London, Paris, Lille, Brüssel, Köln, Rotterdam oder Amsterdam. Gebucht werden muss bis zum 14. September 2026 für Reisen zwischen zwischen dem 23. September und 16. Dezember 2026. Seltsamerweise wird auf der deutschen Version der Eurostar Webseite nur die Verbindung Köln – Paris beworben. Auf der internationalen Eurostar Webseite kann man alle Verbindungen auswählen. Für Oktober und November gibt es für Paris – London oder Brüssel – London fast täglich günstige Tickets ab 39 Euro (einfache Fahrt) bei Buchung von Hin- und Rückfahrt. Wenn man auf der deutschen Eurostar Webseite in die normale Ticketbuchung geht, werden die Sonderpreise ebenfalls angezeigt.

London St Pancras International Eurostar 2 Class trains
Eurostar setzt auf den Linien von London nach Brüssel und Paris immer noch zwei unterschiedliche Zugtypen ein, die älteren Fahrzeuge auf Basis des französischen TGV (vorne) sowie neuere Züge vom Typ Siemens Velaro (hinten). ©SCRITTI

Eurostar Upgrade und Last Minute Tickets: Man kann mit einem Eurostar Standard Ticket auf eine höhere Klasse bieten und so ab 25 Euro zusätzlich mit mehr Platz und einer kostenlosen Mahlzeit inklusive Getränke reisen. Ob man auf ein Upgrade bieten kann, erfährt man auf der entsprechenden Eurostar-Upgrade Seite. Wer flexibel in seiner Reisezeit ist, kann auch noch wenige Tage vorher je nach Verfügbarkeit Tickets ab 40 Euro je Fahrt über Eurostar Snap erhalten. Gebucht werden kann frühestens 14 Tage im Voraus. Alle Details unten im Beitrag.

Ich fahre ja regelmäßig per Bahn nach London und habe in verschiedenen Posts in diesem Blog und auf den Seiten mit Reisetipps bereits viele Informationen zur Bahnreise von Deutschland nach Großbritannien geteilt. An dieser Stelle möchte ich nochmals einige nützliche Tipps zur Ticketbuchung und rund um die Reise mit dem Eurostar zusammenfassen. Eurostar International ist aktuell die einzige Gesellschaft, die durch den Eurotunnel unter dem Ärmelkanal zwischen Calais und Dover verkehrt und hat daher ein Monopol auf dieser Route. Daher sind die Tickets nicht immer günstig. Ankündigungen der Deutschen Bahn oder anderer Wettbewerber, mit Schnellzügen nach London zu fahren, bleiben bislang eine Luftnummer. Hauptproblem dabei ist, dass Passagiere und Gepäck vor der Nutzung des Eurotunnels Sicherheitschecks unterzogen werden müssen. Daher braucht es für die Kontrollen von Gepäck und Reisepässen entsprechende abgeschlossene Terminals wie für Eurostar in Brüssel Midi, Paris Gare du Nord oder im grandiosen Bahnhof London St. Pancras.

Endlich angekommen: Wenn man im Bahnhof London St. Pancras den Schriftzug „I want my time with you“ liest, weiß man, dass es nur noch wenige Meter sind bis ins Gewühl der schönsten Stadt der Welt. ©SCRITTI

Nachteilig auf die Ticketpreise wirkt sich auch aus, dass Eurostar seit dem Brexit teils ein Drittel weniger Tickets pro Zug für die Fahrt von London nach Paris oder Brüssel verkaufte, da sich die Formalitäten für die Ausreise von Briten deutlich verkompliziert haben und es zeitweise nicht genügend Personal (und Platz) für die Grenzkontrollen im Bahnhof London St. Pancras International gab. Dies ist auch der Grund, warum Eurostar seit dem Brexit nicht mehr in den Bahnhöfen Ashford International oder Ebbsfleet International auf britischer Seite hält. Von hier aus hatte man früher einen bequemen Zugang zu den Seebädern am Meer. Doch die Bahnreise nach London ist weiterhin schnell, umweltfreundlich und preislich attraktiv, wenn man ein paar entscheidende Tipps befolgt.

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