Juni-Tipps: Schattige Plätzchen in London und Schnäppchen im Eurostar

London lockt im Juni wieder mit zahlreichen Events und einem großen Garten-Festival. Auch ein Besuch in einem geheimen Dachgarten-Café an der Southbank ist ein ganz besonderes Erlebnis. Dank Eurostar Sale gibt es aktuell günstige Bahntickets nach London für Reisen bis September 2026.

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Jedes Jahr im Juni sind in London jede Menge Events angesagt, und auch die Open Air Saison mit Festivals, Ausstellungen und Musikveranstaltungen hat begonnen. Unter anderem findet den ganzen Juni über die inzwischen 22. Ausgabe des Londoner Architekturfestivals statt. Dazu gibt es passende Ausstellungen, Touren, Vorträge und Workshops. Mehr dazu findet sich auf der Webseite vom London Festival of Architecture. Ein besonderes Highlight für Architektur- und Kunst-Fans ist auch in jedem Jahr der Pavillon im Garten der Serpentine Gallery in Kensington Gardens, eine Mischung aus Gebäude und Installation. Der diesjährige 25. Pavillon wurde nach den Entwürfen von LANZA Atelier gestaltet. Geöffnet ist während der Öffnungszeiten des Parks, und es gibt ein Pop-up Café. Mehr dazu auf der Webseite der Serpentine Gallery.

Grüne, oft verschlossene Oasen mitten in London

London Belgravia Eccleston Square Garden
Bei London Open Gardens gibt es Einblicke in Gärten wie am Eccleston Square in Belgravia. ©SCRITTI

Ein besonderes Highlight am ersten Juni-Wochenende ist auf jeden Fall das beliebte Event London Open Gardens. Unzählige Gärten, die sonst für die Allgemeinheit verschlossen sind, öffnen am 6. und 7. Juni 2026 ihre Pforten und lassen die Besucher in rund 120 kleinere und größere grüne Oasen eintauchen. Egal ob Dachgärten, Community Gardens, kleine Parks, historische Anlagen oder ganz private Hausgärten, die Auswahl ist riesig. Es werden auch Rundgänge oder Gesprächsrunden mit den Menschen angeboten, die Grünflächen für Natur, Klima und die Stadtbewohner pflegen und erhalten. Alle teilnehmenden Gärten finden sich auf der Webseite von London Open Gardens. Hier kann man nach Stadtteilen geordnet nach teilnehmenden Gärten suchen. Man muss allerdings Tickets buchen, um Zutritt zu den Gärten zu bekommen oder um an Walks, Führungen und Radtouren teilzunehmen.

Eurostar Bahntickets zum Schnäppchenpreis

London St Pandras Eurostar Arrival I want my time with you
Wer mit dem Eurostar im Bahnhof London St. Pancras ankommt, wird freudig begrüßt. ©SCRITTI

Und wie kommt man nun schnell hin nach London? Idealerweise per Bahn mit dem Eurostar in nur zwei Stunden ab Brüssel oder in 2,5 Stunden ab Paris. Aktuell bietet Eurostar wieder einen Ticketsale an, bei dem es Rabatte von 25 Prozent gibt in Eurostar Standard and Eurostar Plus. Fahrten sind im gesamten Streckennetz möglich zwischen London, Paris, Lille, Brüssel, Köln, Rotterdam oder Amsterdam. Gebucht werden muss bis zum 8. Juni 2026 für Reisen zwischen dem 24. Juni 2026 und 23. September 2026. Seltsamerweise wird auf der deutschen Version der Eurostar Webseite nur die Verbindung Köln – Paris beworben. Wenn man aber auf die Seite zum Buchen klickt, können alle Verbindungen ausgewählt werden, auch Brüssel – London. Für August und September gibt es für diese Verbindung aktuell viele günstige Tickets ab 36 Euro (einfache Fahrt) bei Hin- und Rückfahrt. Zahlreiche Tipps für die Reise mit dem Eurostar von Deutschland nach London gibt es hier im Blog und hier im Beitrag.

Das geheime Dachgarten-Café mitten in London

London Sputhbank QEH Roof Garden Cafe Dachgarten
Mitten in London findet sich eine kleine idyllische Oase, die kaum jemand kennt und schon gar nicht hier vermutet. ©SCRITTI

Obwohl ich nun schon seit so vielen Jahren regelmäßig nach London komme, bin ich wie Tausende andere beim Spaziergang entlang des südlichen Themseufers und der South Bank stets an dem knallgelben Treppenturm vor der Queen Elizabeth Hall am Kulturzentrum Southbank Centre vorbeigelaufen. Und dabei steht doch dort eigentlich unübersehbar, wohin dieser Treppenturm führt. Und wenn man sich tatsächlich einmal die Mühe macht, die Betonstufen zu erklimmen, mag man fast seinen Augen nicht trauen, was einen dort oben erwartet.

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Januar-Tipps: Wunderbare Lichtobjekte in London und Einblicke in ein ganz besonderes Wunderland in Hamburg

London lockt im Januar mit Licht-Festivals und phantasievollen Installationen gegen den Winterblues. Ein spannender Dokumentarfilm berichtet über Träume, aus denen ein echtes Wunderland erwachsen ist.

Um der allgemeinen Tristesse im Januar etwas entgegenzusetzen und auch um den Erfolg mit den Christmas Lights Beleuchtungen zur Weihnachtszeit fortzuführen, gibt es in London seit einigen Jahren spezielle „Light Festivals“ mit Lichtkunst, Skulpturen und Installationen von anerkannten Künstlern aus diesem Bereich. Die Evolution durch LED hat ja in den letzten Jahren vieles verändert und ganz neue Möglichkeiten für das Spiel mit Licht und Beleuchtung eröffnet. Im Winter gibt es inzwischen diverse kostenlose Festivals an unterschiedlichen Orten der Metropole, um die Menschen trotz Winterblues ins Freie zu locken und nebenbei noch zum Shoppen und Ausgehen zu animieren.

Bekannt, beliebt und überlaufen

London Canary Wharf Winter Lights Festival 2025
Auch 2025 gab es beim Winter Lights Festival in Canary Wharf wieder interessante Installationen zu entdecken. ©SCRITTI

Das bekannteste und älteste Licht Festival ist jenes zwischen den Hochhäusern von Canary Wharf. Das Winter Lights Festival findet 2026 bereits zum zehnten Mal statt und zwar vom 20. bis 31. Januar 2026. In Aktion sind die Licht-Installationen zwölf Tage lang immer bei Dunkelheit zwischen 17 und 22 Uhr. Das Festival steht 2026 unter dem Motto „Traumlandschaft“ und entführt die Besucher laut Veranstalter auf eine Reise durch surreale, ätherische und zutiefst menschliche Erlebnisse. Mehr Hintergrund zum Winter Lights Festival und weitere Kunstobjekte, die man in Canary Wharf entdecken kann, gibt es hier im Beitrag.

Art Deco Schmuckstück ins rechte Licht gesetzt

London Battersea Power Station Light Festival Winter
Lichtkunst setzte auch immer wieder die Battersea Power Station gekonnt in Szene. ©SCRITTI

Das kleinere und intimere Festival rund um die Battersea Power Station konnte bislang einen ganzen Monat lang ab Ende Januar besucht werden. Rund um das ikonische, ehemalige Kraftwerk im Stil des Art Deco, das in den vergangenen Jahren als großes Shopping- und Unterhaltungszentrum seine Wiederauferstehung erlebt hat, fanden sich 2025 acht teils recht große Lichtinstallationen von internationalen Künstlern. 2026 wird das Lichtfestival allerdings nicht in seiner bisherigen Form stattfinden, erläutert Will Emery, Communications Manager der
Battersea Power Station Development Company. „Wir konzentrieren uns darauf, das ganze Jahr über ein attraktives Programm mit neuen Veranstaltungen sowie Kultur- und Kunstpartnerschaften zu präsentieren.“ Im Rahmen dessen wird das größte Kunstwerk des Lichtfestivals 2025, „Aurora“ von James Glancy Design, in die Turbinenhalle A zurückkehren. Wie das The Light Festival vom Januar 2025 und die Installation „Aurora“ aussahen, erfährt man hier im Beitrag.

Lichtobjekte am Fluss

Nathaniel-Rackowe-Desire-Lines London Southbank Centre
Beim Festival Winter Light am Southbank Centre gibt es Lichtkunst entlang des Themseufers wie 2024 die Installation Desire Lines von Nathaniel Rackowe. ©Southbank Centre

Das Kulturforum Southbank Centre am Südufer der Themse bietet jährlich ab November ein spezielles Weihnachtsprogramm. Teil davon sind mit Winter Light auch Lichtinstallationen von verschiedenen Künstlern im Freien entlang der Promenade am Themseufer. Diese können noch bis 18. Januar 2026 besichtigt werden.

Vibrance: The new kid in town

Vibrance Festival 2026
Das neue Festival Vibrance will am letzten Januar-Wochenende ganz neue Erlebnisse in der City of London schaffen. ©Vibrance

Ein ganz neues Festival mit Licht und Sound gibt es 2026 mit Vibrance am letzten Januar-Wochenende in der City of London. Am 29. und 30. Januar 2026 wollen Künstler, Designer und Performer der Guildhall School mit Vibrance unvergessliche Erlebnisse mit Licht, Klang und Live-Performance an fünf ikonischen Orten in der City of London schaffen. Historische Wahrzeichen, versteckte Gärten und beeindruckende Fassaden werden jeweils zwischen 17:30 Uhr und 20:30 Uhr durch Farbe, Musik und Erzählungen neu interpretiert. Man darf gespannt sein!

Ein echtes Wunder: Wie aus einem Traum Realität wurde

Wenn in den dunklen Wintermonaten die Sehnsucht nach Sonne, Farben und grünen Landschaften wächst, muss man nicht unbedingt bis ans andere Ende der Welt reisen, um dieses Bedürfnis etwas zu stillen. Man kann auch in den hohen Norden nach Hamburg fahren, in ganz neue, unbekannte Welten eintauchen und sich dabei regelrecht verzaubern lassen. Wie das geht? Man muss einfach das Miniatur Wunderland besuchen! Dort gibt es alles, was man in der dunklen Jahreszeit so schmerzlich vermisst, und einem gute Laune macht: Gutes Wetter, viel Licht, Farben, üppige grüne Landschaften und tiefblaues Meer!

Miniatur Wunderland Film Kino Trailer
Faszinierend: Als animierte Miniaturfiguren wandern Frederik und Gerrit Braun (rechts) im Film „Wunderland“ durch die von ihnen selbst geschaffene Miniaturwelt. Foto: Screenshot Wunderland Trailer

Wer es jedoch nicht so schnell nach Hamburg schafft oder aus unerfindlichen Gründen gar noch nie vom Miniatur Wunderland gehört hat, der kann sich die ganze Geschichte noch einmal in schönen und beeindruckenden Bildern am heimischen TV erzählen lassen.

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London Spezial: Die alternative Bier- und Ausgehmeile von Bermondsey

Im Londoner Stadtteil Bermondsey südlich der Themse haben sich entlang der Bahnlinie in den darunter liegenden Eisenbahnbögen in den letzten Jahren unzählige Bars, Läden, Restaurants und Brauereien angesiedelt. Sie prägen nun die Bermondsey Beer Mile.

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Der Stadtteil Bermondsey am südlichen Ufer der Themse östlich des Bahnhofs London Bridge hat sich in den letzten Jahren zu einem kleinen alternativen Mekka in London entwickelt. Über eine spannende Tour durch Bermondsey habe ich bereits hier im Beitrag berichtet. Obwohl Bermondsey direkt zwischen dem Bahnhof London Bridge und der Tower Bridge am südöstlichen Ufer der Themse liegt, finden doch sehr wenige Touristen den Weg in das Viertel oder in die Bermondsey Street, wo sich teils in ehemaligen Warehouses oder alten Fabriken in den letzten Jahren kleine, inhabergeführte Läden, Cafés und Restaurants angesiedelt haben und (noch) sehr viele junge Leute unterwegs sind. Doch auch hier ist – typisch für London – die Gentrifizierung in vollem Gang und Hotel-Neubauten rücken dem Viertel auf die Pelle.

Bermondsey Beer Mile Railway Arches
In der Bermondsey Beer Mile haben sich entlang der Bahnlinie in den darunter liegenden Eisenbahnbögen in den letzten Jahren unzählige Bars, Läden, Restaurants und Brauereien angesiedelt. ©SCRITTI

Ein weiteres Highlight in Bermondsey ist eine neue Ausgehmeile, die sich erst in den letzten 10 Jahren entwickelt hat und die ich schon seit längerem einmal besuchen wollte. In einem Gebiet, das in erster Linie durch ehemalige Lagerhäuser und sozialen Wohnungsbau geprägt ist, haben sich zahlreiche Brauereien mit Bierausschank, Weinbars und Restaurants angesiedelt. Diese befinden sich fast ausschließlich in den Eisenbahnbögen unter den an dieser Stelle insgesamt 11 Gleisen der Bahnstrecken Richtung Greenwich und Lewisham. Am Wochenende ist hier die Hölle los, und auch immer mehr Touristen finden den Weg hierher. Die Lokalitäten haben so illustre Namen wie The Doodle Bar, The Beer Bar,  The Barrel Project oder Craft Beer Junction. Manche kommen und gehen, so dass das Erscheinungsbild immer wieder wechselt. Das Ganze firmiert auch inoffiziell als Bermondsey Beer Mile, da ursprünglich alles mit den kleinen Craft Beer Brauereien begann, die hier teils auch heute noch Bier brauen. Man kann tatsächlich von einer Biermeile sprechen, die sich über eine Strecke von fast zwei Kilometern beiderseits der Bahngleise hinzieht und die gastronomisch viel zu bieten hat.

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London Spezial: Buntes Treiben und Kontraste in Southwark

Der Stadtteil Southwark südlich der Themse eignet sich sehr gut als Basis bei einem London Trip.

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Quick Facts: Der szenige Stadtteil Southwark südlich der Themse eignet sich mit Hotels, Restaurants und Theatern sehr gut als Standort für einen London Besuch
Anreise: Mit Bus, U-Bahn oder Zug zu den Bahnhöfen London Bridge, Blackfriars, Southwark oder Waterloo, dann zu Fuß
Unterkunft: Diverse Hotels großer Ketten, Premier Inn Southwark Station oder H10 London Waterloo

Südlich der Themse hat sich in den letzten Jahren viel getan im Bereich zwischen den Bahnhöfen London Bridge und Waterloo Station im Bezirk Southwark. Zwischen alten Wohnblöcken und ehemaligen Lagerhäusern wachsen neue Hochhäuser in den Himmel, und es eröffnen überall Hotels. Die Gentrification ist auch in diesem Stadtviertel in vollem Gang, aber noch bietet sich ein sympathisches, buntes und vielseitiges Bild. Vieles erinnert ein bisschen an Shoreditch im Nordosten der Stadt, wo sich in den letzten Jahrzehnten die Kreativszene und junge Unternehmen in den ehemaligen Lagerhäusern ausgebreitet und das Gesicht des Viertels komplett verändert haben. Auch in Southwark eröffnen immer mehr Bars und Restaurants, das Nachtleben hat deutlich zugenommen vor allem rund um die Viadukte mit den Bahngleisen, und man sieht sehr viele junge Leute und Studenten in den Pubs. So hat zum Beispiel auch TV-Chef Gordon Ramsay mit dem Bread Street Kitchen 2021 ein Restaurant an der Ecke Union Street / Great Suffolk Street eröffnet. Dennoch leben hier aber immer noch auch normale Menschen in Straßen mit einfachen Council Houses, die gleich an die schicken Hotel-Neubauten angrenzen.

Entlang der Union Street in Southwark: Kaum Verkehr, Restaurants, Nightlife und im Hintergrund The Shard.©SCRITTI
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