Seebad mit Zukunft: Frühlingserwachen im sonnenverwöhnten Eastbourne

Das traditionelle Seebad Eastbourne östlich von Brighton lockt mit dem schönsten Pier und der schönsten Seepromenade Großbritanniens, langen Stränden und dem höchsten Kreidefelsen im Westen der Stadt. Hier kann man bereits im Frühling Sonne und Farben tanken und nebenbei noch Art Deco Architektur bewundern.

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Eines der berühmtesten Seebäder Großbritanniens ist zweifellos Brighton südlich von London, das auch den Spitznamen „London by the Sea“ trägt. Brighton ist in der Tat eine angenehme, deutlich kleinere Stadt als London mit kilometerlangem Kiesstrand, in die es auch heute noch viele Londoner dank schneller Bahnverbindungen zieht. Entsprechend großstädtisch geht es auch in Brighton zu mit vielen Touristen, viel Trubel rund um das berühmte Pier, viel Verkehr und viel Lärm. Nur wenige Besucher verirren sich jedoch bis heute in das weiter östlich gelegene, viel entspanntere Seebad Eastbourne mit dem schönsten Pier und einer der schönsten Seepromenaden Großbritanniens. Eastbourne liegt in der Grafschaft East Sussex und ist mit rund 103.000 Einwohnern nach Brighton die zweitgrößte Stadt in Sussex. London liegt etwa 87 Kilometer oder eine eineinhalbstündige Zugfahrt entfernt. Nordöstlich an der Küste findet man bekannte Seeorte wie Hastings sowie Folkestone und Dover mit dem Fährhafen. In westlicher Richtung folgen Newhaven (ebenso mit Fährverbindungen nach Frankreich) und Brighton.

Eastbourne Promenade Beach
Die schön gestaltete Seepromenade in Eastbourne ist auch im Winter grün und bietet tolle Blicke auf das Pier, wie hier im März 2026. ©SCRITTI

Eastbourne liegt zudem geografisch günstig am östlichen Ende der South Downs, einer hügeligen Kreidelandschaft an deren Ende man auch Beachy Head findet, den mit 162 Metern höchsten Kreidefelsen in Südengland. Die weiten hügelige Landschaften im Hinterland von Eastbourne und steil zur Küste abfallende Kreidefelsen im Westen der Stadt bereichern das Bild. Zudem hat Eastbourne statistisch mit die höchste Anzahl an Sonnenstunden pro Jahr in Großbritannien, weshalb sich die Stadt auch selbst gern The Sunshine Coast nennt. Es gibt also genügend Gründe, öfter mal einen Abstecher nach Eastbourne zu machen, zumal sich von hier aus auch zahlreiche Ausflüge in die Umgebung anbieten! Doch was ist das Besondere an Eastbourne?

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Leigh-on-Sea: Ein Winterspaziergang am Meer entlang

Von London aus schnell ans Meer – das geht am besten per Bahn in Richtung Southend-on-Sea. Jenseits des Trubels der Großstadt bietet sich ein entspannter Tag mit Spaziergang entlang der Küste in Leigh-on-Sea an, das an ein idyllisches Fischerdorf erinnert.

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Wenn an einem schönen Wintertag in London die Sonne scheint und man sich nach einem entspannenden Spaziergang mit Licht und Weite sehnt, empfehle ich einen Tagestrip an die Küste. Zum Glück ist das Meer von London aus ja schon in rund einer Stunde Bahnfahrt erreichbar. Eines der nahegelegensten Seebäder ist Southend-on-Sea östlich von London, wo sich die Themse in einer weiten Bucht mit der Nordsee verbündet. Southend ist seit dem 19. Jahrhundert quasi die Badewanne des Londoner East End. Besonders beschaulich geht es dabei in Southends Stadtteil Leigh-on-Sea zu, rund 65 Kilometer von London entfernt und von London aus gesehen zwei Bahnstationen vor dem Bahnhof Southend Central.

Leigh-on-Sea Coast Boats Winter
Leigh-on-Sea an der Themse-Mündung an einem sonnigen Wintertag im Januar 2025. ©SCRITTI

Leigh-on-Sea ist von London aus der am schnellsten erreichbare Ort, an dem man richtige Seeluft schnuppern und ein Gefühl von British Seaside erleben kann, sommers wie winters. Genau genommen befindet sich Leigh-on-Sea noch nicht direkt am Meer, sondern in der großen Bucht, in der die Themse in die Nordsee übergeht, dem so genannten Thames Estuary. Aber am Horizont erkennt man bereits das über zwei Kilometer lange Pier von Southend, und dahinter befindet sich tatsächlich die Nordsee. Zudem hat Leigh-on-Sea den Charme eines kleinen Fischerdorfs an der britischen Küste, dem man sich auch an einem sonnigen Wintertag nur schwer entziehen kann.

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Juni-Tipps: Kühle Gärten, beschauliche Kanäle und endlose Strände

London lockt im Juni mit einem großen Garten-Festival oder beschaulichen Bootsfahrten auf dem Regent’s Kanal. Jenseits des Trubels bietet sich ein entspannter Tag am Meer an.

Das Pfingstwochenende wird auch in London wohl sehr voll werden. Zumal wieder jede Menge Events angesagt sind, und auch die Open Air Saison mit Festivals, Ausstellungen und Musikveranstaltungen begonnen hat. Ein Highlight am ersten Juni-Wochenende ist auf jeden Fall das beliebte Event London Open Gardens. Unzählige Gärten, die sonst für die Allgemeinheit verschlossen sind, öffnen am 7. und 8. Juni 2025 ihre Pforten und lassen die Besucher in über 100 kleinere und größere grüne Oasen eintauchen.

London Belgravia Eccleston Square Garden
Bei London Open Gardens gibt es Einblicke in Gärten wie am Eccleston Square in Belgravia. ©SCRITTI

Egal ob Dachgärten, Community Gardens, kleine Parks, historische Anlagen oder ganz private Hausgärten, die Auswahl ist riesig. Es werden auch Rundgänge oder Gesprächsrunden mit den Menschen angeboten, die Grünflächen für Natur, Klima und die Stadtbewohner pflegen und erhalten. Man muss Tickets buchen, um Zutritt zu den Gärten zu bekommen oder um an Walks, Führungen und Radtouren teilzunehmen.

Seltene Einblicke in die Verkehrsgeschichte

London Transport Museum Acton Depot
Historische Busse und Bahnen gibt es im Museums Depot in Acton zu entdecken. ©SCRITTI

Am ersten Juni-Wochenende gibt es zum zweiten Mal in diesem Jahr Tage der Offenen Tür im Museums Depot in Acton vom London Transport Museum. In den großen Hallen wird alles gesammelt und aufbewahrt, was bedeutend für den Londoner Nahverkehr war. An drei Wochenenden im Jahr gibt es jeweils einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des Depots mit rund 320.000 Objekten. Das Motto an den drei Tagen von Freitag 6. Juni bis Sonntag 8. Juni ist „All Signals Green“: Im Zentrum steht das Thema Nachhaltigkeit und wie Londons Öffentlicher Verkehr noch grüner werden kann. Es gibt auch immer Führungen und Diskussionsrunden und ein umfangreiches Programm für Kinder. Was es im Museums Depot alles Spannendes zu entdecken gibt, steht hier im Beitrag.

Am und auf dem Kanal durch den Norden von London

Regent's Canal Little Venice Narrow Boats
Mitten in London leben Menschen auf dem Regent’s Canal idyllisch auf Hausbooten. Eine der bekanntesten Bootsbewohnerin ist die deutsche ARD London Korrespondentin Annette Dittert. ©SCRITTI

Sonnige und heiße Sommertage verbringt man auch in London am besten am oder auf dem Wasser. Möglichkeiten für Bootstouren die Themse rauf und runter gibt es genügend, egal ob mit privaten Ausflugsschiffen oder ganz einfach mit dem River Bus im Linienverkehr. Ein etwas versteckteres Highlight sind die gemütlichen Bootsfahrten über den Regent’s Canal zwischen Camden und Little Venice, eine kleine grüne Oase mitten in London. Hier kann man auch sehr schön parallel zum Kanal nach Primrose Hill oder bis nach King’s Cross flanieren und eher unbekannte Seiten von London entdecken. Mehr dazu steht hier im Beitrag.

Worthing statt Brighton: Ein entspannter Tag am Meer

Wem es in London dann trotzdem zu heiß wird, der kann die Gelegenheit ja auch für einen Tagestrip ans Meer nutzen. Zum Glück ist das Meer von London aus ja schon nach einer Stunde Bahnfahrt erreichbar.

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By the Sea: 13 Impressionen – Coney Island, 9. November 2007

Ein Besuch der Halbinsel Coney Island im Süden von New York City ist zugleich eine Zeitreise in die Geschichte der USA. Die Zeit scheint stehen geblieben, und alles erinnerte 2007 noch an Kinofilme aus den 1970er Jahren.

Unsere vierte USA-Reise führte uns 2007 von Las Vegas über New Mexico und von dort mit dem Zug quer von West nach Ost über Chicago und Washington bis nach New York City. Dies war unser erster Besuch in dieser glorreichen Metropole, und wir wohnten aus Kostengründen im Süden von Brooklyn. Den letzten Tag unserer Reise am 9. November 2007 verbrachten wir in Coney Island. Dieser Stadtteil ist legendär und gehört zu New York City wie Manhattan oder Brooklyn. Die Halbinsel im Süden von Brooklyn ist vor allem bekannt für ihre großen Vergnügungsparks und die endlose Strandpromenade entlang der Atlantikküste.

New York City, Coney Island, 9. November 2007 ©SCRITTI

Es handelt sich bei Coney Island (auf englisch „Kanincheninsel“) nicht um eine wirkliche Insel, sondern es ist im Grunde die Verlängerung des Stadtbezirks Brooklyn im Süden bis an die Atlantikküste. Daher ist das Gebiet auch großstädtisch geprägt unter anderem mit Hochhaussiedlungen russischer Einwanderer, die im Osten der Halbinsel bis an die Strandpromenade heranreichen. Eine spannende und interessante Mischung und zugleich auch eine unvergessliche Zeitreise, selbst an einem trüben Novembertag.

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Frühlingsgefühle und Bella Italia in Bardolino am Gardasee

Rund um Bardolino am südöstlichen Ufer des Gardasees kann man nicht nur im Frühling auf ideale Weise Sonne und Energie tanken und Bella Italia von der schönsten Seite erleben.

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Quick Facts: Kleine Auszeit am Gardasee
Anreise: Per Bahn entweder mit dem Eurocity von München über den Brenner nach Verona, dann weiter mit dem Bus von ATV nach Bardolino / Garda. Alternativ durch die Schweiz bis Milano Centrale, dann noch etwa eine Stunde mit dem Zug bis Peschiera del Garda und dann mit dem Bus von ATV nach Bardolino / Garda.
Unterkunft: Zahlreiche Hotels und Campingplätze entlang des Seeufers in Bardolino oder Garda.
Trips in die Umgebung: Mit dem Rad am Seeufer entlang oder von Bardolino aus ins Weinanbaugebiet im Hinterland. Auch mit den Schiffen und Fähren von Navigazione Laghi lassen sich unterschiedliche Ziele am See ansteuern.

Die oberitalienischen Seen waren schon immer Sehnsuchtsorte für die Menschen nördlich der Alpen. Bereits Johann Wolfgang von Goethe zog es im Jahre 1786 auf seiner italienischen Reise an den Gardasee, wo er sich für das mediterrane Klima und die Vegetation mit Palmen, Zypressen, Oliven- und Zitronenbäumen begeisterte.

Bardolino liegt am südöstlichen Ende des Gardasees, wo die Berge langsam auslaufen und der See die größte Breite hat. Sonne gibt es von morgens bis abends inklusive traumhafter Sonnenuntergänge über den Bergen am gegenüberliegenden Seeufer. ©SCRITTI

Noch heute kann man nach der Alpenüberquerung am Gardasee die ersten sehnsuchtsvollen Momente in Bella Italia erleben und den ersten echten Espresso oder Cappuccino genießen. Der Gardasee ist dabei die perfekte Kulisse für ein Italien mit farbenfrohen Häusern, verwinkelten Gassen, üppiger Vegetation, kleinen Häfen und schönen Promenaden am Wasser entlang.

Sonne, bunte Blumen und grüne Olivenbäume direkt am Wasser: Bei diesem Anblick in Bardolino schlägt das Herz gleich höher. ©SCRITTI

Inzwischen habe ich den Gardasee und dessen Schönheiten und Qualitäten für einen sonnigen Italien Urlaub wiederentdeckt. Ich habe im Laufe der Jahre fast alle oberitalienischen Seen von Locarno über Lugano und Como bis nach Iseo bereist. Doch am südöstlichen Gardasee fühle ich mich inzwischen am wohlsten. Vor allem wenn es um mediterranes Flair, Entspannung und ein positives Urlaubsgefühl in Bella Italia geht. Auch wenn hier vor allem im Sommer sehr viele Touristen von nördlich der Alpen unterwegs sind und überall deutsch gesprochen wird, haben Orte wie Bardolino oder Garda weiterhin ihren eigenen Charme und bieten vor allem im Frühling oder Spätherbst eine hervorragende Infrastruktur mit Hotels und Restaurants in idyllischer Umgebung.

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Reise-Tipp: Frühlingsgefühle in Eastbourne

Das traditionelle Seebad Eastbourne im Osten von Brighton lockt mit toller Seepromenade, wunderschönem Pier, langen Stränden und dem höchsten Kreidefelsen im Süden. Hier kann man bereits im Frühling Sonne und Farben tanken.

UPDATE 2026: Eine neuere Version dieses Artikels mit aktuellen Tipps gibt es hier.

Das Seebad Brighton südlich von London kennt was jeder. Nur wenige Besucher verirren sich jedoch in das weiter östlich gelegene, viel entspanntere Eastbourne. Eastbourne ist ein populäres und traditionelles Britisches Seebad am Ärmelkanal in der Grafschaft East Sussex und mit knapp 100.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Sussex. London ist etwa 110 Kilometer oder eine eineinhalbstündige Zugfahrt entfernt. Nördlich liegen die bekannteren Seeorte und Fährhäfen Folkestone und Dover, südlich folgen Newhaven (ebenso mit Fährverbindungen nach Frankreich) und Brighton. Eastbourne liegt am östlichen Ende der South Downs, einer hügeligen Kreidelandschaft und dem bekannten Beachy Head, mit 162 Metern der höchste Kreidefelsen in Südengland. Zudem gibt es hier statistisch mit die höchste Anzahl an Sonnenstunden pro Jahr in Britannien. Wenn das mal kein Grund ist, einen Abstecher nach Eastbourne zu machen!

Eastbourne Promenade
Die schön gestaltete Seepromenade in Eastbourne im Frühling. ©SCRITTI

Im Vergleich zum großen und bekannteren Nachbarn Brighton geht es in Eastbourne eher gemächlich und traditionell britisch zu. Gerade im Frühjahr ist es eher beschaulich, manche finden es sogar regelrecht langweilig. Doch wenn man sich nach einer anstrengenden Woche in London mal etwas ausruhen und sich am Meer entspannen will, ist man hier genau richtig.

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