London Spezial: Immer am Wasser entlang

In London ist hinter dem Bahnhof King’s Cross in den letzten Jahren ein komplett neues Stadtviertel entstanden. Dort sind mehrere neue Hochhäuser in die Höhe gewachsen, die nun neben Büros zahlreiche Geschäfte und Restaurants beherbergen. Das neue Stadtquartier reicht bis an den Regent’s Canal heran, der im Osten von London von der Themse abzweigt und in einem großen Bogen durch den Norden Londons führt. Ein Spaziergang von King’s Cross entlang des Kanals bis nach Camden bringt interessante Einblicke in eine Gegend, die sonst nicht so sehr im Fokus der London-Besucher steht. Außerdem bekommt man hier sehr schöne Einblicke in die moderne Architektur von London. Man kann sehr bequem den schmalen Weg entlang des Kanals laufen, den Regent’s Canal Tow Path, muss sich diesen aber auch mit Radfahrenden teilen. Es geht manchmal sehr eng zu, vor allem unter den oft sehr niedrigen Brücken. Doch das macht die kleine Tour um so romantischer.

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Der schmale frühere Treidelpfad entlang des östlichen Teils des Regent’s Canal von King’s Cross bis Camden lädt zu gemütlichen und interessanten Spaziergängen ein ©SCRITTI

Gegenüber des Kanals geht es mit dem neu entwickelten und architektonisch höchst interessanten Coal Drops Yard weiter mit schicken Geschäften, Bars und noch mehr Restaurants. Das vom Londoner Designer Thomas Heatherwick gestaltete Areal ist Teil der gesamten King’s Cross Entwicklung und wurde 2018 eröffnet. An dieser Stelle befanden sich in viktorianischen Zeiten Umschlagplätze für Kohle, die per Bahn aus Nordengland nach London gebracht und von hier unter anderem mit den sogenannten Narrowboats über den Regent’s Canal weiter transportiert wurden. Zur sehr interessanten städtebaulichen Entwicklung gehören auch die ehemaligen Gasspeicher gleich nebenan, in denen früher das aus Kohle entstandene Gas gespeichert wurde und die heute runde Wohngebäude zur Erinnerung an die ehemaligen Strukturen beherbergen.

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Trip nach Kopenhagen: Immer am Wasser entlang

Quick Facts: Citytrip nach Kopenhagen März/April 2019
Anreise: natürlich per Bahn, von Hamburg zum Beispiel in etwas über 4,5 Stunden direkt im Intercity, Sparpreise unter 30 Euro
Unterkunft: citynah nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof direkt am Wasser im Wakeup Bernstorffsgade
Empfohlener Citywalk mit Architektur-Highlights:
Tag 1: Zu Fuß oder mit Leihfahrrad immer am Wasser entlang über Islands Brygge, Bibliothek, Alte Börse, Schloss Christiansborg und Parlament bis in die Innenstadt und zum Nyhavn
Tag 2: Hafenrundfahrt per Boot mit Kleiner Meerjungfrau, die neue Oper und anschließend Besuch des alternativen Stadtteils Freistadt Christiania

Das erste Mal in Dänemark und Kopenhagen! Kopenhagen ist eine jener Städte, von denen man immer wieder einmal etwas gehört und eigentlich nur positive Vorstellungen hat. Man denkt dabei an moderne Architektur, skandinavisches Design, viel Wasser und natürlich an die Fahrrad-Hauptstadt Europas. Die Stadt gilt als eine der Städte mit der größten Lebensqualität weltweit. In der Städteplatzierung des Beratungsunternehmens Mercer belegte sie im Jahr 2018 unter 231 Großstädten weltweit den achten Platz in dieser Rubrik. Insofern sind die Erwartungen hoch, und ich darf gleich verraten, dass sie nicht enttäuscht wurden! Es lohnt sich auf jeden Fall. Ich bin natürlich mit dem Zug von Hamburg aus angereist, was sehr bequem war und nicht zu lange gedauert hat. Mehr dazu am Ende des Beitrags. Da ich nur ein verlängertes Wochenende in der dänischen Hauptstadt verbrachte, gibt es hier nur mal ein paar erste Eindrücke und Tipps. In der Zukunft wird sicherlich noch einiges dazukommen…

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Fast wie Amsterdam: Entspanntes Stadtleben am Kanal in Kopenhagen. Das Fahrrad ist immer mit dabei ©SCRITTI

Am ersten Morgen führt mich der Weg vom Hotel direkt ans nahegelegene Wasser mit dem Südhafen, und der erste Eindruck ist gleich mehr als positiv: Man hat tolle Blicke auf eine moderne Stadt mit viel Geschichte. Während das westliche Ufer mit modernen Klötzen aus Stahl und Glas bebaut ist, liegt auf der gegenüberliegenden Seite das ehemalige Hafenviertel Islands Brygge, wo sich mit dem Hafenpark ein schmaler Streifen Grün entlang des Wassers erstreckt und die Menschen zum Sonnenbad einlädt.

Dahinter finden sich ehemalige historische Speicher, die inzwischen alle in Wohnungen umgebaut wurden. Man merkt sofort: Hier hat man klare Vorstellungen vom Leben am Wasser und bemüht sich, für die Stadtbewohner das Beste daraus zu machen. Besonders beeindruckend ist die Kalvebod Bolge eine faszinierende Anlage quer übers Wasser mit Wegen und Sitzmöglichkeiten sowie Turn- und Spielecken, es geht rauf und runter, überall sitzen Leute und genießen die Frühlingssonne.

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