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Anreise: Am schnellsten erreicht man den Bahnhof Greenwich mit dem Zug von der Station London Bridge aus in etwa 10 Minuten. Weitere Alternativen sind die Dockland Light Railway (DLR), die ab der Station Bank etwa alle 5 Minuten direkt bis Greenwich Bahnhof und Lewisham verkehrt. Eine Station vor dem Bahnhof Greenwich liegt die unterirdische DLR-Station Cutty Sark, die das Zentrum von Greenwich erschließt. Achtung: Ab Ende Mai 2025 ist die DLR-Station Cutty Sark für etwa ein Jahr geschlossen bis Mai 2026, damit die störanfälligen Rolltreppen ausgetauscht werden können. Man muss dann am Bahnhof Greenwich ein- und aussteigen und von dort in etwa 10 Minuten ins Zentrum laufen oder mit dem Bus 177 direkt vor dem Bahnhofsgebäude fahren. Man kann Greenwich auch über die Themse mit dem River Bus Thamesclipper (auch Uber Boat genannt) erreichen oder aus dem Zentrum per Bus zum Beispiel mit der Linie 188.
Für mich persönlich zeigt London mit dem Stadtteil Greenwich im Südosten an einer großen Schleife der Themse eine seiner schönsten Seiten. Seit Jahren kehre ich immer wieder nach Greenwich zurück und empfehle Greenwich inzwischen auch als Standort bei einem Besuch von ABBA Voyage in der ABBA Arena in Stratford. Zwar wird inzwischen auch hier vor allem entlang der Themse immer noch viel gebaut und entwickelt. Aber der historische Kern mit dem Old Royal Naval College am Flussufer und dem großen Park gegenüber mit dem Observatorium an der Spitze hat seinen unverwechselbaren Charme behalten. Deshalb ist Greenwich inzwischen meine zweite Heimat in London, und ich möchte an dieser Stelle ein paar grundsätzliche Tipps für London Besucher geben. Das Besondere an Greenwich: Es ist sehr idyllisch, es hat die entspannte Atmosphäre einer kleinen, lebendigen Studentenstadt mit wenig Verkehr und viel historischer Bausubstanz, und alles liegt kompakt und nah beieinander. Es gibt jede Menge Restaurants, Pubs, kleine Läden und den Greenwich Market im historischen Zentrum, und alles ist fußläufig erreichbar.

Die markanteste Landmarke in Greenwich ist wahrscheinlich das gigantische Segelschiff Cutty Sark, das direkt am Ufer der Themse Ufer gestrandet ist, als Museum dient und an dessen Masten man inzwischen auch hochklettern kann. Aber auch sonst hat Greenwich auf engstem Raum viel zu bieten.
Das Zentrum von Greenwich ist nicht zu verwechseln mit North Greenwich, einer komplett neu gebauten Welt auf der Greenwich Peninsula mit der O2-Arena gegenüber des historischen Kerns. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich bei Gelegenheit näher beleuchten werde.

Zudem ist die Lage zwischen Themse und dem Hügel mit dem Greenwich Park einfach phänomenal. Der Greenwich Park mit dem berühmten Royal Greenwich Observatorium an der Spitze zählt zum UNESCO Weltkulturerbe.





Es lohnt sich eigentlich zu jeder Jahreszeit, durch den Park nach oben zu wandern und von dort die grandiose Aussicht über London mit der Skyline von Canary Wharf zu genießen. Infos zum Geschehen und Veranstaltungen im Greenwich Park gibt es auf der offiziellen Webseite.



Ein Highlight im Frühling sind immer die wunderbaren Kirschblüten, die es vor allem am oberen Ende des Parks in einer Allee beim Ranger’s House zu besichtigen gibt.
Unterkunft
In der Regel wohne ich im Premier Inn Greenwich, das vom Bahnhof Greenwich oder von der DLR Station Deptford Bridge aus in fünf Minuten Fußweg zu erreichen ist. Die Zimmer im Hotel wurden Anfang 2024 alle modernisiert und im neuen Premier Inn Design ausgestattet. Zudem hat es den üblichen Premier Inn Standard mit Bar und Restaurant und ist meist günstiger als die Hotels näher an der City. Eine Übersicht meiner Empfehlungen für Premier Inn Hotels in London gibt es hier im Beitrag.

Empfehlen kann ich zudem das Ibis Hotel näher am Zentrum oder das etwas teurere Novotel direkt beim Bahnhof Greenwich. Es gibt zudem zweimal Travelodge und ein Double Tree by Hilton gegenüber vom Premier Inn, zu dem ich aber noch nichts sagen kann.
Falls Greenwich ausgebucht sein sollte, gibt es als Alternative das Premier Inn London Lewisham beim dortigen Bahnhof in einer meist ähnlichen Preislage. Mit der DLR sind das nur drei Stationen vom Bahnhof Greenwich, so dass man auch von dort aus schnell und bequem die Attraktionen von Greenwich besuchen kann.

Hinkommen
Am schönsten erreicht man Greenwich natürlich mit dem Schiff über die Themse. Ich empfehle bei einem Tagesausflug und genügend Zeit auf jeden Fall einen Weg übers Wasser zurückzulegen, siehe weiter unten. Mit dem Zug ist man vom Bahnhof Greenwich aus in rund 10 Minuten sehr schnell am Bahnhof London Bridge (und umgekehrt), von wo aus man in wenigen Minuten am Themseufer und bei der Tower Bridge ist. Zudem gibt es dort Anschlüsse in viele Richtungen per U-Bahn oder mit anderen Zügen.

Von Greenwich verkehren Züge mindestens alle 15 Minuten, jene von Southeastern bis zum Bahnhof Cannon Street in der City am nördlichen Ufer der Themse nicht weit von der U-Bahn Station Bank, wo sich zahlreiche U-Bahn-Linien kreuzen und auch die DLR-Linie von Lewisham und Greenwich endet.

Die zusätzlich verkehrenden Thameslink Züge (die langen weißen mit hellblauen Türen) fahren in Nord-Süd-Richtung unter der City hindurch und verbinden Greenwich auf direktem Weg über London Bridge mit Blackfriars, Farringdon (Umsteigen zur Elizabeth Line) und dem Bahnhof St. Pancras International in nur 26 Minuten. Das ist für Reisende, die mit dem Eurostar in St. Pancras ankommen oder abfahren, sehr praktisch. Weitere Verbindungen von/nach King’s Cross – St. Pancras International gibt es mit Umstieg in London Bridge.

Auch die Docklands Light Railway (DLR) bietet gute Verbindungen in die City bis zu den Endpunkten Bank oder Tower Gateway über Canary Wharf mit toller Aussicht auf die beeindruckende Hochhaus-Skyline, über die ich in diesem Beitrag schon berichtet habe. Vor allem, wenn man ganz vorne in den automatisch fahrenden DLR-Bahnen sitzt und einen Panoramablick hat. Dies empfehle ich als eine der Möglichkeiten für spannendes und kostenloses Sightseeing in London.

Man kann auch mit dem Schiff (River Bus) Thamesclipper schnell über die Themse in die Stadt fahren. Der sogenannte River Bus wird aktuell von Uber Boat von Thames Clippers betrieben und kann mit einem Aufpreis mit der Oyster Card bzw. Contactless genutzt werden. Die Schnellboote verkehren regelmäßig in beide Richtungen über die Themse und stoppen an 23 Piers zwischen Putney und Woolwich. Alternativ verkehren auch Ausflugsboote unterschiedlicher Betreiber über die Themse bis nach Greenwich. Solche Fahrten kann man etwa über Thames River Cruise buchen. Weitere Infos zur Anreise übers Wasser gibt es auf der Webseite der Royal Museums Greenwich.




Man erreicht das Zentrum von Greenwich auch mit der Buslinie 188, die zwischen North Greenwich und Tottenham Court Road verkehrt und auch in der Nähe der Tower Bridge vorbeifährt. Eine weitere Variante ist mit einem Zug von London Bridge schnell zum Bahnhof Lewisham südlich von Greenwich und von dort mit der DLR drei Stationen nach Norden bis zum Bahnhof Greenwich.
Sehenswert
Greenwich an sich hat schon so viel Charme, dass es auf jeden Fall immer einen Besuch wert ist und man bei einem Rundgang viel entdecken kann. Es gibt aber natürlich auch hier einige herausragende historische Sehenswürdigkeiten.

Neben dem spektakulären Museums-Segelschiff Cutty Sark am Ufer der Themse, dessen Masten man auch erklimmen kann, locken vor allem der Greenwich Market, der Greenwich Foot Tunnel unter der Themse hindurch, das National Maritime Museum oder das Old Royal Naval College die Besucher nach Greenwich.

Ein besonderes Highlight zu fast jeder Jahreszeit ist auch der riesige Greenwich Park mit dem Royal Greenwich Observatory und dem weltberühmten Null-Meridian oben auf dem Hügel. Von hier aus hat man traumhafte Ausblicke auf Greenwich und vor allem die sich stetig weiter entwickelnde Skyline mit den Hochhäusern von Canary Wharf.

Simone beschreibt die allermeisten der historischen Sehenswürdigkeiten in Greenwich und ihre persönlichen Highlights ausführlich in einem Beitrag im Blog Totally London. Eine Übersicht über all die Sehenswürdigkeiten in Greenwich gibt es auch bei Visit Greenwich.
Shopping



Greenwich ist ein kleines Paradies für Vintage Shopping. In der Halle des Greenwich Market gibt es neben den täglichen Verkaufsständen auch besondere Veranstaltungen, so etwa das Event Park It in the Market, das mehrmals im Jahr stattfindet und über das ich Ende Juli 2024 zufällig gestolpert bin. Dabei waren in der gesamten Markthalle wunderbare Vintage Cars zu besichtigen. Es ist ein typisches Oldtimer Treffen mit passenden Verkaufsständen, Rock’n Roll und Street Food. Auch einige der Teilnehmenden und Besucher waren passend zu den Vintage Fahrzeugen gekleidet. Auf der Webseite vom Greenwich Market heißt es: „Park it in the Market, Greenwich Market’s celebration of vintage cars, bikes and rock’n’roll, is on again for Halloween!“


Im Zentrum von Greenwich in der Greenwich Church Street gibt es mit dem Music & Video Exchange einen Second Hand Plattenladen, der zur Kette Music & Fashion Exchange mit verschiedenen Vintage Stores in London gehört. Die Kette betreibt seit 1967 verschiedene Läden mit Second Hand Kleidung, Büchern, Comics, Schallplatten und sonstigen Raritäten.
Wer etwas Zeit mitbringt, dem empfehle ich auch einen Abstecher ins benachbarte Deptford, wo man in der Deptford High Street noch relativ ursprüngliches Süd-London Feeling erleben kann. Zu Fuß sind es zum südlichen Ende der Deptford High Street vom Premier Inn Greenwich unter der DLR-Station Deptford Bridge hindurch nur wenige Minuten. Alternativ kann man auch mit dem Zug vom Bahnhof Greenwich aus eine Station Richtung City bis zum Bahnhof Deptford fahren, wo sich direkt unterhalb des Bahnhofes rund um den Deptford Market Yard und die Deptford High Street Restaurants und Läden befinden.
Gastronomie



Greenwich bietet im Zentrum auf sehr engem Raum eine Vielzahl an Restaurants aller Geschmacksrichtungen sowie eine ganze Reihe an Pubs, die auch alle Essen servieren und sonntags natürlich den traditionellen Sunday Roast. Einer meiner Favoriten in Greenwich ist Bill’s Greenwich Restaurant an der Straßenecke im Zentrum, wo man in der Regel auch gegen 22 Uhr noch etwas Leckeres zum Essen bekommt. Das Besondere bei Bill’s ist auch immer die Einrichtung in gemütlichem, bunten Industrial-Style. Die Karte bietet moderne, mediterran angehauchte Mischmasch-Küche mit vegetarischen Optionen. Hunde sind auch willkommen.
Eines der besten Thai Restaurants weit und breit ist Rosa’s Thai in Greenwich gleich neben Bill’s, zwar Teil einer Kette mit verschiedenen Restaurants in London, aber in der Regel mit sehr leckerem Essen!

Ansonsten gibt es sehr viele Pubs, ein paar nette und weniger von Touristen heimgesuchte in Old Greenwich etwas versteckt hinter der City Hall die Straße Royal Hill hoch.

Dort finden sich zum Beispiel der wie ein Museum eingerichtete The Prince of Greenwich Pub oder der Pub Richard The First mit einem großen Wintergarten und Biergarten hinterm Haus.
Hervorragendes Essen gibt es auch im The Guildford Arms mit einem tollen Biergarten gegenüber vom Premier Inn London Greenwich Hotel die Straße Devonshire Drive hoch.

Sehr schön direkt am Ufer der Themse liegt der historische Pub The Cutty Sark. Hier kann man entspannt direkt am Ufer der Themse sitzen mit toller Aussicht übers Wasser und auf die O2-Arena in North Greenwich im Hintergrund.




Am besten läuft man vom Cutty Sark Segelschiff aus am Ufer entlang Richtung Osten vorbei an einem weiteren Pub mit maritimem Thema direkt am Wasser, dem Trafalgar Tavern.


Als Fan von Chicken Piri-Piri liebe ich natürlich auch Nando’s Cutty Sark am Ufer der Themse gegenüber der Cutty Sark neben dem Eingang zum Greenwich Foot Tunnel.
Sehr nett ist es auch immer in der Champagner Bar Champagne + Fromage gleich neben dem Eingang zum Greenwich Markt, wo man sich mit unterschiedlichen Sorten Champagner und mit passenden Käseplatten verwöhnen kann.

Nightlife

Oliver’s Jazz Bar mit Live Jazz im Keller in der Nevada Street nicht weit vom Eingang zum Park ist eine coole Jazz Bar, in der man auch etwas später noch ein Bierchen bekommt. In der Regel ist ja in den meisten Pubs um 23 Uhr Schicht im Schacht.



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7 Gedanken zu „Greenwich: Die schönste Seite von London“