Januar-Tipps: Wunderbare Lichtobjekte in London und Einblicke in ein ganz besonderes Wunderland in Hamburg

London lockt im Januar mit Licht-Festivals und phantasievollen Installationen gegen den Winterblues. Ein spannender Dokumentarfilm berichtet über Träume, aus denen ein echtes Wunderland erwachsen ist.

Um der allgemeinen Tristesse im Januar etwas entgegenzusetzen und auch um den Erfolg mit den Christmas Lights Beleuchtungen zur Weihnachtszeit fortzuführen, gibt es in London seit einigen Jahren spezielle „Light Festivals“ mit Lichtkunst, Skulpturen und Installationen von anerkannten Künstlern aus diesem Bereich. Die Evolution durch LED hat ja in den letzten Jahren vieles verändert und ganz neue Möglichkeiten für das Spiel mit Licht und Beleuchtung eröffnet. Im Winter gibt es inzwischen diverse kostenlose Festivals an unterschiedlichen Orten der Metropole, um die Menschen trotz Winterblues ins Freie zu locken und nebenbei noch zum Shoppen und Ausgehen zu animieren.

Bekannt, beliebt und überlaufen

London Canary Wharf Winter Lights Festival 2025
Auch 2025 gab es beim Winter Lights Festival in Canary Wharf wieder interessante Installationen zu entdecken. ©SCRITTI

Das bekannteste und älteste Licht Festival ist jenes zwischen den Hochhäusern von Canary Wharf. Das Winter Lights Festival findet 2026 bereits zum zehnten Mal statt und zwar vom 20. bis 31. Januar 2026. In Aktion sind die Licht-Installationen zwölf Tage lang immer bei Dunkelheit zwischen 17 und 22 Uhr. Das Festival steht 2026 unter dem Motto „Traumlandschaft“ und entführt die Besucher laut Veranstalter auf eine Reise durch surreale, ätherische und zutiefst menschliche Erlebnisse. Mehr Hintergrund zum Winter Lights Festival und weitere Kunstobjekte, die man in Canary Wharf entdecken kann, gibt es hier im Beitrag.

Art Deco Schmuckstück ins rechte Licht gesetzt

London Battersea Power Station Light Festival Winter
Lichtkunst setzte auch immer wieder die Battersea Power Station gekonnt in Szene. ©SCRITTI

Das kleinere und intimere Festival rund um die Battersea Power Station konnte bislang einen ganzen Monat lang ab Ende Januar besucht werden. Rund um das ikonische, ehemalige Kraftwerk im Stil des Art Deco, das in den vergangenen Jahren als großes Shopping- und Unterhaltungszentrum seine Wiederauferstehung erlebt hat, fanden sich 2025 acht teils recht große Lichtinstallationen von internationalen Künstlern. 2026 wird das Lichtfestival allerdings nicht in seiner bisherigen Form stattfinden, erläutert Will Emery, Communications Manager der
Battersea Power Station Development Company. „Wir konzentrieren uns darauf, das ganze Jahr über ein attraktives Programm mit neuen Veranstaltungen sowie Kultur- und Kunstpartnerschaften zu präsentieren.“ Im Rahmen dessen wird das größte Kunstwerk des Lichtfestivals 2025, „Aurora“ von James Glancy Design, in die Turbinenhalle A zurückkehren. Wie das The Light Festival vom Januar 2025 und die Installation „Aurora“ aussahen, erfährt man hier im Beitrag.

Lichtobjekte am Fluss

Nathaniel-Rackowe-Desire-Lines London Southbank Centre
Beim Festival Winter Light am Southbank Centre gibt es Lichtkunst entlang des Themseufers wie 2024 die Installation Desire Lines von Nathaniel Rackowe. ©Southbank Centre

Das Kulturforum Southbank Centre am Südufer der Themse bietet jährlich ab November ein spezielles Weihnachtsprogramm. Teil davon sind mit Winter Light auch Lichtinstallationen von verschiedenen Künstlern im Freien entlang der Promenade am Themseufer. Diese können noch bis 18. Januar 2026 besichtigt werden.

Vibrance: The new kid in town

Vibrance Festival 2026
Das neue Festival Vibrance will am letzten Januar-Wochenende ganz neue Erlebnisse in der City of London schaffen. ©Vibrance

Ein ganz neues Festival mit Licht und Sound gibt es 2026 mit Vibrance am letzten Januar-Wochenende in der City of London. Am 29. und 30. Januar 2026 wollen Künstler, Designer und Performer der Guildhall School mit Vibrance unvergessliche Erlebnisse mit Licht, Klang und Live-Performance an fünf ikonischen Orten in der City of London schaffen. Historische Wahrzeichen, versteckte Gärten und beeindruckende Fassaden werden jeweils zwischen 17:30 Uhr und 20:30 Uhr durch Farbe, Musik und Erzählungen neu interpretiert. Man darf gespannt sein!

Ein echtes Wunder: Wie aus einem Traum Realität wurde

Wenn in den dunklen Wintermonaten die Sehnsucht nach Sonne, Farben und grünen Landschaften wächst, muss man nicht unbedingt bis ans andere Ende der Welt reisen, um dieses Bedürfnis etwas zu stillen. Man kann auch in den hohen Norden nach Hamburg fahren, in ganz neue, unbekannte Welten eintauchen und sich dabei regelrecht verzaubern lassen. Wie das geht? Man muss einfach das Miniatur Wunderland besuchen! Dort gibt es alles, was man in der dunklen Jahreszeit so schmerzlich vermisst, und einem gute Laune macht: Gutes Wetter, viel Licht, Farben, üppige grüne Landschaften und tiefblaues Meer!

Miniatur Wunderland Film Kino Trailer
Faszinierend: Als animierte Miniaturfiguren wandern Frederik und Gerrit Braun (rechts) im Film „Wunderland“ durch die von ihnen selbst geschaffene Miniaturwelt. Foto: Screenshot Wunderland Trailer

Wer es jedoch nicht so schnell nach Hamburg schafft oder aus unerfindlichen Gründen gar noch nie vom Miniatur Wunderland gehört hat, der kann sich die ganze Geschichte noch einmal in schönen und beeindruckenden Bildern am heimischen TV erzählen lassen.

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Bekonscot Model Village: Zeitreise in ein ideales England der 1930er Jahre in Miniatur

Zurück in die gute alte Zeit: Vor den Toren Londons verzaubert in Beaconsfield die älteste Miniaturwelt Großbritanniens die Besucher mit Art Deco Gebäuden und historischen Eisenbahnen.

Wo: Beaconsfield, Buckinghamshire
Anreise: Mit Chiltern Railways mehrmals pro Stunde von London Marylebone bis Beaconsfield (ca. 25-35 Minuten Fahrt), Oyster Card gilt nicht!
Besonderheit: Großbritanniens älteste Open Air Miniaturwelt im Stil der 1930er Jahre im Maßstab 1:12 bzw. 1:32
Öffnungszeiten: Von Februar bis November täglich 10-17:30 Uhr, Ticketpreise aktuell Erwachsene £14, Familien ab £28

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Knapp 40 Kilometer vom Zentrum Londons entfernt findet sich auf dem Weg nach Oxford und Birmingham in Beaconsfield in Buckinghamshire ein ganz besonderes historisches Kleinod: Die älteste Miniaturwelt Großbritanniens! Bereits 1929 wurde Bekonscot Model Village & Railway zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und bezeichnet sich daher sogar als das „älteste originale Modelldorf der Welt“. Auf einer Fläche von rund 1,5 Hektar findet sich heute eine wunderbare Miniaturwelt aus gepflegten, grünen Gärten, fein detaillierten Modellgebäuden (meist im Maßstab 1:12) und historischen Modellbahnen der Spur 1 (im Maßstab 1:32), die zwischen Koniferen, Felsen und Teichen ihre Runden durch ein Großbritannien zur Zeit der 1930er Jahre drehen. Besonderes Highlight sind einige herausragende, typische Gebäude im Art Deco Stil, die das Lebensgefühl der Zeit widerspiegeln. In Großbritannien ist Bekonscot so bekannt, dass es im TV sogar schon als Krimi-Kulisse mit einem Mordfall inmitten der Miniaturwelt diente. Und auch der Ort Beaconsfield selbst dient immer wieder als Kulisse für die Ermittlungen von Inspektor Barnaby in der TV-Serie Midsomer Murders.

Ähnlichkeiten beabsichtigt: Das berühmte Hoover Building im Art Deco Stil im Westen Londons taucht in der „New Town“ von Bekonscot als Hoovolux Fabrik wieder auf. ©SCRITTI

Beaconsfield ist bequem mit den Zügen von Chiltern Railways vom Bahnhof London Marylebone aus in rund 30 Minuten erreichbar. Ein Fußweg von etwa zehn Minuten führt einen vom Bahnhof in das beschauliche Örtchen und zur Miniaturwelt, die etwas unscheinbar im Wohngebiet hinter Privathäusern versteckt liegt. Dies ist nicht verwunderlich, entstand die Modellwelt doch in den 1920er Jahren im Garten des wohlhabenden Londoner Buchhalters Roland Callingham in Zusammenarbeit mit seinem Gärtner W. A. Berry.

Alles, was England ausmacht, meist im Maßstab 1:12: Bekonscot Model Village in Beaconsfield nordwestlich von London. ©SCRITTI

Callingham hatte das Gelände gekauft, um ursprünglich mal einen Teich und Tennisplätze für die Belustigung seiner Kollegen aus der Londoner High Society anzulegen. Doch es kam schließlich alles anders als gedacht.

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