Designerglück: Die SPIEGEL-Kantine von Verner Panton

Im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg findet sich mit der SPIEGEL-Kantine der Rest eines ikonischen Designs von Verner Panton aus den 60ern.

Wo: Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, am Steintorplatz gegenüber Hauptbahnhof
Anreise: Hamburg Hauptbahnhof mit Bahn, S-Bahn, Bus
Designer: Verner Panton (1926-1998)
Besonderheit: Letztes Überbleibsel verschiedener Räume in Pop Art Gestaltung
Unterkunft: Premier Inn Hamburg City gegenüber Chilehaus, einem weiteren Design und Architektur-Höhepunkt von Hamburg, optimal gelegen zwischen Innenstadt, Hauptbahnhof und Hafencity.

In den sozialen Medien tauchen immer wieder einmal Fotos von ziemlich abgefahren gestalteten Räumen komplett in Orange, Blau oder Grün auf, die mich neugierig gemacht haben: Ein regelrechter Farbenrausch mit Teppichboden, runden Tischen und Stühlen und kugelförmigen Deckenleuchten komplett in Orange und Lila! Was wie ein Bühnenbild aus einem Stanley Kubrick Film aussieht, gab es tatsächlich in real: Es handelt ich um die ehemalige Kantine im Hamburger Verlagshaus DER SPIEGEL von Verner Panton. Der dänische Architekt und Designer Verner Panton ist vor allem bekannt für seine Stühle aus Kunststoff wie den Panton Chair, einer der wichtigsten Stühle des 20. Jahrhunderts, und die Verwendung knalliger Pop Art-Farben. Der 1998 verstorbene Möbeldesigner und Innenarchitekt entwarf neben Lampen und Möbeln komplette Inneneinrichtungen zum Beispiel für Hotels und eben 1969 auch für das Verlagshaus DER SPIEGEL in Hamburg. Neben der Kantine gestaltete Panton auch eine separate „Snackbar“ sowie die übrige Inneneinrichtung des Verlagshauses. Prägend war Panton auch für die Möbel der Vitra AG in Basel, so dass seine Arbeiten auch im Vitra Design Museum in Weil am Rhein besichtigt werden können, über das ich an anderer Stelle berichte.

Die SPIEGEL-Kantine in Hamburg: Ein (Alp-)Traum in Orange! ©SCRITTI

Für die einen ist die SPIEGEL-Kantine ein echter Pop Art Traum, für die anderen ein regelrechter Alptraum in Orange! Besonders abgefahren: Es gab auch einen Swimmingpool im Keller des Hauses, der in leuchtendem Rosa-orange-blau erstrahlte! Wohl dem, der damals als Journalist für das Nachrichtenmagazin tätig war!

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Trip nach Kopenhagen: Immer am Wasser entlang

Quick Facts: Citytrip nach Kopenhagen März/April 2019
Anreise: natürlich per Bahn, von Hamburg zum Beispiel in etwas über 4,5 Stunden direkt im Intercity, Sparpreise unter 30 Euro
Unterkunft: citynah nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof direkt am Wasser im Wakeup Bernstorffsgade
Empfohlener Citywalk mit Architektur-Highlights:
Tag 1: Zu Fuß oder mit Leihfahrrad immer am Wasser entlang über Islands Brygge, Bibliothek, Alte Börse, Schloss Christiansborg und Parlament bis in die Innenstadt und zum Nyhavn
Tag 2: Hafenrundfahrt per Boot mit Kleiner Meerjungfrau, die neue Oper und anschließend Besuch des alternativen Stadtteils Freistadt Christiania

Das erste Mal in Dänemark und Kopenhagen! Kopenhagen ist eine jener Städte, von denen man immer wieder einmal etwas gehört und eigentlich nur positive Vorstellungen hat. Man denkt dabei an moderne Architektur, skandinavisches Design, viel Wasser und natürlich an die Fahrrad-Hauptstadt Europas. Die Stadt gilt als eine der Städte mit der größten Lebensqualität weltweit. In der Städteplatzierung des Beratungsunternehmens Mercer belegte sie im Jahr 2018 unter 231 Großstädten weltweit den achten Platz in dieser Rubrik. Insofern sind die Erwartungen hoch, und ich darf gleich verraten, dass sie nicht enttäuscht wurden! Es lohnt sich auf jeden Fall. Ich bin natürlich mit dem Zug von Hamburg aus angereist, was sehr bequem war und nicht zu lange gedauert hat. Mehr dazu am Ende des Beitrags. Da ich nur ein verlängertes Wochenende in der dänischen Hauptstadt verbrachte, gibt es hier nur mal ein paar erste Eindrücke und Tipps. In der Zukunft wird sicherlich noch einiges dazukommen…

Kopenhagen-Wasser11
Fast wie Amsterdam: Entspanntes Stadtleben am Kanal in Kopenhagen. Das Fahrrad ist immer mit dabei ©SCRITTI

Am ersten Morgen führt mich der Weg vom Hotel direkt ans nahegelegene Wasser mit dem Südhafen, und der erste Eindruck ist gleich mehr als positiv: Man hat tolle Blicke auf eine moderne Stadt mit viel Geschichte. Während das westliche Ufer mit modernen Klötzen aus Stahl und Glas bebaut ist, liegt auf der gegenüberliegenden Seite das ehemalige Hafenviertel Islands Brygge, wo sich mit dem Hafenpark ein schmaler Streifen Grün entlang des Wassers erstreckt und die Menschen zum Sonnenbad einlädt.

Dahinter finden sich ehemalige historische Speicher, die inzwischen alle in Wohnungen umgebaut wurden. Man merkt sofort: Hier hat man klare Vorstellungen vom Leben am Wasser und bemüht sich, für die Stadtbewohner das Beste daraus zu machen. Besonders beeindruckend ist die Kalvebod Bolge eine faszinierende Anlage quer übers Wasser mit Wegen und Sitzmöglichkeiten sowie Turn- und Spielecken, es geht rauf und runter, überall sitzen Leute und genießen die Frühlingssonne.

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