Herausragende Bahnhöfe: Das Art Deco Juwel von Richmond

Das beschauliche Richmond im Südwesten von London hat neben einer idyllischen Uferpromenade an der Themse einen wunderschönen Bahnhof im Stil des Art Deco, der nach umfassender Restaurierung nun wieder in alter Pracht erstrahlt und ein Grund mehr für einen Ausflug in diese Ecke von London ist.

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Richmond, gelegen an der Themse im Südwesten von London, gehört sicherlich zu den schönsten Stadtteilen der Metropole. Es wundert nicht, dass hier in der gutbürgerlichen Idylle rund 15 Kilometer vom Zentrum entfernt vor allem Leute leben, die es sich leisten können. Ich kann einen Ausflug nach Richmond und einen Spaziergang am beschaulichen Ufer der Themse entlang oder durch den großen Richmond Park immer wieder empfehlen. Auch die Royal Botanic Gardens von Kew grenzen direkt an Richmond an und zählen zu den größten, umfangreichsten und ältesten botanischen Gärten der Welt. Besonders idyllisch ist die Fahrt nach Richmond mit dem Ausflugsschiff über die Themse, was allerdings einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Mehr dazu steht hier im Beitrag.

Richmond Station Restauration Fassade night SWR
Besonders elegant wirkt nun die abendlich beleuchtete Fassade vom Bahnhof Richmond mit dem Blick in die Bahnhofshalle durch die großen Türen und Fenster. ©SWR / Network Rail

Viele Wege führen nach Richmond. Am schnellsten erreicht man Richmond aus London heraus per Bahn, entweder mit der District Line der Londoner U-Bahn oder mit Zügen der Mildmay Line der London Overground, die beide im Bahnhof Richmond ihre Endstation haben. Hinzu kommen noch Vorortzüge von South Western Railway (SWR), die vom Bahnhof London Waterloo aus den Bahnhof Richmond auf direktem Weg in nur 16 Minuten erreichen. Von dort ist es nur ein Fußweg von etwa zehn Minuten bis zum Themseufer, wo das Herz von Richmond schlägt.

Richmond hat mit der tollen Uferpromenade seinen ganz besonderen Reiz und lockt vor allem am Wochenende zahlreiche Ausflügler an. ©SCRITTI

Wenn man per Bahn in Richmond ankommt, dann erwartet einen seit Sommer 2025 gleich die erste Attraktion direkt im Bahnhof: Das wunderschöne, frisch und stilecht renovierte Bahnhofsgebäude im Stil des Art Deco von 1937! Zahlreiche wiederhergestellte Details lassen einen in die Eisenbahnwelt der 1930er Jahre eintauchen und verströmen eine Aura von zeitloser Eleganz und Modernität, die anschaulich zeigt, wie weit die Architekten in jener Epoche ihrer Zeit voraus waren. Wer erleben will, wie man vergessene Schätze durch sorgfältige Restaurierung wieder wach küssen kann, sollte unbedingt hinfahren.

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Architekturerlebnis: Jedes Jahr neue Highlights beim Open House Festival London

Das jährliche Open House Festival in London ist ein absolutes Highlight für alle Fans von Architektur und Geschichte und bietet Einblicke hinter sonst verschlossene Türen. Hunderte Gebäude machen jedes Jahr im September mit und bieten Besichtigungen und Touren an.

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Nicht nur für Architektur Fans bringt der September jedes Jahr ein absolutes Highlight: Das Open House Festival in London, veranstaltet von der gemeinnützigen Organisation Open City. Das Open House Festival London ist eines von weltweit über 60 gleichnamigen Events in unterschiedlichen Städten und findet jedes Jahr hauptsächlich am zweiten und dritten Wochenende im September statt. Insgesamt läuft das Architekturfestival über einen Zeitraum von acht Tagen vom 12. bis 20. September 2026 mit Veranstaltungen auch unter der Woche. In diesen Tagen gibt es unzählige Möglichkeiten für Fans von Architektur und Geschichte, hinter ansonsten verschlossene Türen zu blicken und so manchmal unglaubliche Entdeckungen zu machen. Auch 2026 beteiligen sich wieder über 600 Gebäude am Open House Festival, die wie immer viele Überraschungen für die Besucher bieten.

BAPS Shri Swaminarayan Mandir London Tempel
Der beeindruckende Hindu Tempel BAPS Shri Swaminarayan Mandir im Westen von London öffnet seine Türen auch wieder für das Open House Festival am 12. September 2026 von 10-16 Uhr. ©SCRITTI

Egal ob in Kirchen, großen historischen Komplexen, öffentlichen Gebäuden oder in kleinen Privatwohnungen. Im Mittelpunkt stehen dabei, wie der Name schon sagt „offene Häuser“ und Räume, die man besichtigen kann und die in der Regel in der restlichen Zeit des Jahres nicht zugänglich sind. Es beteiligen sich an dem Festival sehr viele Freiwillige, Institutionen und auch Privatleute, die einen Einblick in ihre besonderen Häuser und Wohnungen gewähren. In der Regel geschieht dies kostenlos. Seit Mitte Juli ist das Programm mit den teilnehmenden Gebäuden am Open House Festival 2026 auf der Open House Webseite online, und man kann sich schon mal durch Hunderte von Gebäuden arbeiten und die interessanten Objekte auf einer Liste vormerken. Auf der Open House Webseite gibt es eine Vorauswahl mit den Kategorien „Drop ins“ (also Objekte, in die man einfach reinschauen kann), geführte Touren oder „Walking Tours“.

Die interessantesten und bekanntesten Gebäude sind meist so stark nachgefragt, dass ein Zugang nur per Losverfahren möglich ist. Die Details zu den Gebäuden in der jährlichen Verlosung und die Termine für die Verlosungen werden meist Ende Juli bekannt gegeben. Ab Ende August kann man sich dann für den Besuch der übrigen Gebäude registrieren, sich für Touren anmelden und sich auf der Webseite seine persönliche Besuchsliste zusammenstellen.

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