Stadtspaziergang: Hampstead, Londons grüne Idylle mit Aussicht

Hampstead ist eine grüne Oase im Nordwesten von London und besticht mit tollen Aussichten auf die Stadt.

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Bei meinem Besuch in London im Mai 2024 verschlug es mich kurzfristig in den Stadtteil Hampstead im Bezirk Camden. Ich war früher schon ein paarmal in Hampstead Heath und nutzte nun die Gelegenheit, etwas tiefer ins Geschehen einzutauchen. Hampstead ist ein ruhiges und elegantes Wohnviertel inmitten einer grünen Hügellandschaft im Nordwesten von London und immer einen Besuch wert. Wenn man an den schönen Villen mit großen Gärten vorbeiläuft, versteht man schnell, warum sich hier vor allem Künstler und Intellektuelle niedergelassen haben. Es ist sicherlich nicht untertrieben zu behaupten, dass Hampstead eines der schönsten Viertel von London überhaupt ist. Es gibt tolle Cafés, Restaurants und Läden für die gehobene Klientel. Laut Wikipedia verfügt kein anderer Ort im Vereinigten Königreich über mehr Millionäre.

Kleine Straßen wie Flask Walk in der Nähe der U-Bahn Station Hampstead mit kleinen Shops und Cafés machen die besondere Atmosphäre in Hampstead aus. ©SCRITTI

Bekannt ist Hampstead vor allem für den weitläufigen Park Hampstead Heath, der 320 Hektar groß ist und über 25 größere Teiche und Gebiete mit alten Waldflächen, Sümpfen, Hecken und Grasflächen verfügt. Hier gibt es auch drei Teiche, in denen Schwimmen erlaubt ist, zwei nach Geschlecht getrennt, der dritte gemischt. In Hampstead Heath kann man sich wunderbar verlieren und auf dem Parliament Hill an einem sonnigen Tag beim Blick auf die Skyline von London die Zeit vergessen.

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Vertikales London: Stadt im Höhenrausch mit neuen Perspektiven

In London werden weiterhin unzählige Wolkenkratzer gebaut. In einigen der höchsten Gebäude gibt es an der Spitze nun kostenlose Aussichtsplattformen mit spektakulären Ausblicken.

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An unterschiedlichen Stellen in diesem Blog habe ich ja bereits über den Bauwahn in London berichtet, der insbesondere mit unzähligen Hochhäusern das Bild der Stadt dauerhaft verändert. Vor allem der Stadtteil Canary Wharf ist inzwischen kaum mehr wiederzuerkennen, wie ich schon 2022 in diesem Beitrag beschrieben habe. Wenn man sehen will, wie die Zukunft von Metropolen aussehen wird, dann lohnt sich auch in diesem Fall ein Besuch in London, wo der Kapitalismus in seltener Rücksichtslosigkeit weiterhin das Baugeschehen bestimmt.

Ein Wolkenkratzer nach dem anderen wächst in der City of London empor, hier der Stand im April 2024. Das beliebte und ästhetisch noch ansprechende Hochhaus „The Gherkin“ ist inzwischen kaum mehr zu sehen. ©SCRITTI

Der einzige Vorteil des Bauwahns für Touristen und Einheimische: Inzwischen ist es bei fast allen Hochhausplänen gängige Praxis, dass die Investoren gezwungen werden, in den oberen Etagen Aussichtsplattformen einzurichten, die der Öffentlichkeit kostenlos zugänglich gemacht werden müssen – und damit ganz neue Perspektiven auf die schönste Stadt der Welt eröffnen. Herausragend ist dabei im wahrsten Sinne des Wortes Horizon 22, aktuell Londons und Europas höchste kostenlose Aussichtsplattform im zweithöchsten Gebäude der Stadt (das höchste ist weiterhin The Shard) in der Nähe der Liverpool Street Station. Weniger als zwei Jahre nach der Eröffnung konnten im Juli 2025 bereits eine Million Besucher in Horizon 22 begrüßt werden.

London City Horizon 22 Skyscraper Building Outside
Die kostenlose Aussichtsplattform Horizon 22 ganz oben im zweithöchsten Gebäude der Stadt 22 Bishopsgate überragt derzeit (noch) alles. ©SCRITTI

Ob das noch lange so bleibt, ist fraglich. Derzeit kursieren Pläne für den Bau des mit 305 Metern Höhe und 73 Stockwerken höchsten Wolkenkratzers in London. Dieser soll nach den geänderten Plänen sogar noch das beliebte Wahrzeichen The Shard um ein paar Zentimeter überragen und im elften Stock einen öffentlichen Garten erhalten sowie eine kostenlose Aussichtsplattform an der Spitze des Gebäudes. Das Gelände von One Undershaft befindet sich mitten im Hochhausghetto der City of London, wo sich die Wolkenkratzer inzwischen zu stapeln scheinen und sich gegenseitig die Sicht nehmen. Mehr Hintergrund zu den Plänen für One Undershaft gibt es im Blog von Ian Visits.

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London Skyline: Developer’s paradise

Schöne neue Hochhauswelt! In London wachsen hunderte neuer Hochhäuser aus dem Boden und verändern dauerhaft das Antlitz der Stadt.

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Ich habe in diesem Blog ja bereits 2018 über den Bauwahn in London geschrieben, der insbesondere mit unzähligen Hochhäusern das Bild der Stadt dauerhaft verändert. Wenn man sehen will, wie die Zukunft von Megacities aussehen wird, dann lohnt sich auch in diesem Falle ein Besuch in London, wo der Kapitalismus weiterhin das Baugeschehen bestimmt. Vor ein paar Jahren stand mal in einem Artikel, dass in London über 200 neue Hochhäuser entstehen sollen. Ich konnte mir das damals nicht recht vorstellen, aber inzwischen scheint diese Zahl schon längst überschritten. Denn trotz Coronakrise geht der Bauwahn unvermindert weiter. Wie Time Out London berichtet, enthüllt der kürzlich veröffentlichte jährliche Architekturbericht Tall Buildings Survey für 2022, dass aktuell in London 583 Gebäude mit 20 oder mehr Etagen geplant oder bereits im Bau sind! Unter anderem haben 341 Hochhaustürme eine Baugenehmigung, 109 sind bereits gebaut und 71 haben eine Teilgenehmigung.

Hochhauspanorama: Die Skyline an der Canary Wharf in London hat sich in wenigen Jahren komplett gewandelt. ©SCRITTI

Besonders spektakulär sind die neuen Bauten rund um das Finanzzentrum an der Canary Wharf. Dies lässt sich besonders eindrucksvoll erleben bei einer Fahrt im Zug der aufgeständerten DLR zwischen den Hochhäusern hindurch.

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London: Megacity im Höhenrausch

Wenn man dieser Tage durch das Zentrum von London streift, dann fallen einem an allen Ecken und Enden die Baustellen auf – insbesondere rund um die „City“ und das Bankenviertel. Überall wachsen in den letzten Jahren Hochhäuser in den Himmel, Kapitalismus und Immobilienspekulation scheinen nicht zu bremsen zu sein. Herausragendes Wahrzeichen darunter ist inzwischen der spitze Glasturm The Shard neben dem Bahnhof London Bridge, der von überall her sichtbar ist und mit 310 Metern von Juli bis Oktober 2012 der höchste Wolkenkratzer Europas war. In einem Zeitungsbericht war einmal die Rede davon, dass gleichzeitig über 200 Hochhäuser über das Stadtgebiet verteilt in Planung oder Bau seien. Das mag zunächst unglaublich klingen, wenn man sich aber an unterschiedlichen Orten umsieht, dann kommt das der Realität schon ziemlich nahe. Selbst im Südosten im Stadtteil Lewisham wachsen um den Bahnhof herum mehrere Türme in die Höhe mit neuen Wohnungen und Apartments. Und das sind nicht nur einzelne, sondern wirklich gleich ein Dutzend. Ähnlich verhält es sich im zweiten Finanzviertel an der Canary Warf entlang der Themse, beim Bahnhof Waterloo oder an anderen zentralen Punkten rund um Bahnhöfe wie Lewisham oder East Croydon.

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