London Spezial: Fabelhafte Street Art und mehr in Penge

Im Stadtteil Penge im Süden von London gibt es eine der größten Open Air Galerien der Stadt mit rund 200 ehrenamtlich organisierten Street Art Kunstwerken an Häuserwänden.

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Der Stadtteil Penge im Süden von London ist nicht gerade eine Gegend, in die viele Touristen kommen. Zumal der Stadtteil im Bezirk Bromley eher für die typische diverse Mischung an Bewohner*innen in South London bekannt ist und sich deutlich vom wesentlich bürgerlicheren Nachbar-Stadtteil Beckenham abhebt. Man sieht Beckenham mit seinen zahlreichen Kirchen und Parks noch an, dass es bis 1965 einmal ein gut gepflegtes Städtchen im ländlichen Kent war. Das nur rund zwei Kilometer entfernte Penge ist dagegen deutlich rauher und hat das typische South London Flair, weshalb es inzwischen auch viele junge Leute hierher zieht.

Bunte Häuserwände in der Southey Street im Londoner Stadtteil Penge. ©SCRITTI

Was einem in Penge sofort ins Auge sticht: Es gibt rund um die High Street und in verschiedenen Seitenstraßen erstaunlich viel bunte, extrem kunstvolle Street Art auf Häuserwänden. Rund 200 oft herausragende Kunstwerke wurden bislang im Bezirk von einer ehrenamtlichen Gruppe gestaltet, die Hauseigentümer und Künstler in Kontakt und mit Hilfe von Spenden die Kunstwerke auf Wände bringt. Ihr Ziel ist es, Penge schöner und das Leben in dem nicht ganz unproblematischen Bezirk besser zu machen. Eine wirklich beeindruckende Initiative, die tatsächlich gute Laune macht und Neugierige von außerhalb anlockt.

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London Spezial: Street Food und Street Art in Lambeth

Im bunten und quirligen Lower Marsh Market in London Southwark hinter dem Bahnhof Waterloo gibt es bunte Häuser, authentisches Street Food, kleine unabhängige Shops und verrückte, ständig neue Street Art im berühmtem Leake Street Tunnel unter den Gleisen.

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Die Gegend in Southwark zwischen dem Bahnhof London Bridge und dem Bahnhof Waterloo hat sich in den letzten Jahren ja sehr verändert, wie ich in meinen Beiträgen über Southwark oder Bermondsey bereits beschrieben habe. Neue, verkehrsberuhigte (Fahrrad-)Straßen sind entstanden mit vielen kleinen Läden, Gallerien, unabhängigen Coffeeshops und Restaurants und ein paar Hotels. Auf Grund von Bildungseinrichtungen wie dem Southwark College sind hier auch viele Studenten unterwegs. In meinen Augen eine bislang ganz gut gelungene Mischung von Alt und Neu, ohne dass man wie an anderen Ecken von London das Gefühl hat, dass die komplette ursprüngliche Bevölkerung verdrängt und alles mit Hochhäusern zugepflastert wird. Man spürt immer noch den Hauch des ursprünglichen, armen South London, einst klassische Arbeiterbezirke mit Docks und Lagerhäusern entlang der Themse.

Bummelzone: In der verkehrsberuhigten Straße Lower Marsh hinter dem Bahnhof Waterloo befindet sich der Lower Marsh Market mit Street Food Ständen, Coffeeshops und kleinen Läden. ©SCRITTI

Ähnlich wie die Bermondsey Street am anderen Ende ist auch der Lower Marsh Market in Lambeth eine weitere positive Entwicklung in der gleichnamigen Straße, die parallel zum Bahnhof Waterloo verläuft und eine Verlängerung der Verbindung über Union Street und The Cut parallel zu den Bahngleisen in Southwark bildet.

Leake Street Tunnel Graffiti London Waterloo
Der Leake Street Tunnel unter den Gleisen des Bahnhofs Waterloo ist ein Mekka für Street Art, die allerdings immer wieder übermalt wird. Der Tunnel sieht daher immer anders aus, hier etwa im August 2025. ©SCRITTI

Am einen Ende der Straße befindet sich auch ein Eingang zum berühmten Leake Street Grafitti Tunnel, wo es permanent neue Graffitis und beeindruckende Street Art gibt.

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