Christmas Lights in London: Die Highlights 2025

Die einmaligen Christmas Lights in den Wochen vor Weihnachten locken inzwischen Massen von Besuchern nach London. Es ist immer eine ganz besondere Zeit, in der man sich auf vielfache Weise verzaubern lassen und auch zudem einiges entdecken kann.

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Wie jedes Jahr war ich auch 2025 wieder in der Vorweihnachtszeit in London, um mir die aktuellen Christmas Lights anzuschauen. Es ist immer wieder ein besonderes Erlebnis, in dieser Zeit nach London zu reisen und in die vielen bunten Lichterwelten einzutauchen. Man kommt tatsächlich hier schon Mitte November in totale Weihnachtsstimmung und möchte dann nichts anderes, als umgehend mit dem Dekorieren des eigenen Weihnachtsbaumes zu beginnen. In der Tat unterscheidet sich Weihnachten in Großbritannien und im englischsprachigen Raum deutlich von Weihnachten in Deutschland. Nicht nur der überwältigende Kitsch hat hier eine ganz andere Dimension. Als festlicher Weihnachtsschmuck geeignet ist so gut wie alles, und man hängt sich auch gerne Londoner Doppelstockbusse, britische Telefonzellen oder glitzernde Dinosaurier an den Weihnachtsbaum. Die Weihnachtszeit beginnt tatsächlich schon im November mit den ganzen Dekorationen und den Weihnachtseinkäufen. Man sieht in London auch überall schon Leute Weihnachtsbäume kaufen.

2025 London Christmas Lights Selfridges Window
London in Weihnachtsstimmung in einem Schaufenster des Kaufhauses Selfridges. ©SCRITTI

Leider gibt es in Sachen Christmas Lights auch 2025 in London nur bedingt Neues zu entdecken. Der Trend geht definitiv zur Nachhaltigkeit, so dass vielerorts die gleichen Dekorationen wie im Vorjahr verwendet werden und die Aha-Erlebnisse der mehrjährigen Besucher selten werden. Doch London wäre nicht London, wenn man nicht immer auch auf neue Lichtblicke und Ideen stoßen würde, wenn man die ausgetretenen Pfade einmal verlässt. Eines der Highlights, die immer noch mit Spannung erwartet werden, ist etwa der jährlich wechselnde besondere Weihnachtsbaum im Bahnhof St. Pancras. Auch die liebevoll dekorierten Schaufenster der großen Kaufhäuser bieten 2025 wieder besondere Einblicke. Und ein an Opulenz kaum zu überbietendes Highlight findet sich im Nobelviertel Mayfair. All das und noch mehr kann zudem bei einer virtuellen Tour erlebt werden.

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London Spezial: Die Christmas Season ist wieder eröffnet

Anfang November startet in London die Vorweihnachtszeit mit den teils spektakulären Christmas Lights und zauberhafter Atmosphäre.

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UPDATE November 2025: Die Daten im Beitrag und Links wurden weitgehend für die Christmas Saison 2025 aktualisiert.

Es ist mal wieder soweit: In London beginnt Anfang November die alljährliche Christmas Season. Die meisten Installationen mit den berühmten Christmas Lights werden jedes Jahr in den ersten zwei Wochen im November eingeschaltet und teilweise mit großem Tamtam der Öffentlichkeit präsentiert. In der Regel läuft die Weihnachtssaison bis in den Januar hinein, so dass man auch noch nach Weihnachten und Silvester, wenn es wieder etwas ruhiger wird, diese besondere Atmosphäre erleben kann. Mit Spannung erwartet wird unter anderem immer das Einschalten der großflächigen Lichtdeko über den Einkaufsstraßen Carnaby Street in Soho Regent Street (beide am 6.11.25) oder der Haupteinkaufsmeile Oxford Street (am 3.11.25), alle in Nachbarschaft der U-Bahn Station Oxford Circus. London steigert sich in den Wochen vor Weihnachten in einen regelrechten Weihnachtsrausch, der mit einer besonders festlichen Atmosphäre inzwischen Hunderttausende Touristen lockt und natürlich auch in erster Linie zum Shoppen animieren will. Auch die Gastronomie macht mit, und man kann sich der vorweihnachtlichen Stimmung kaum entziehen. Trotzdem oder gerade deswegen gibt es kaum eine andere Stadt, in der man die tristen und dunklen Tage im November und Dezember besser verbringen kann. Für viele London Enthusiasten gehört ein Besuch in der Vorweihnachtszeit inzwischen zum Pflichtprogramm. Was inzwischen leider dazu führt, dass die Stadt in dieser Zeit im Zentrum hoffnungslos überfüllt ist.

Ein ganz besonders nachhaltiger Weihnachtsbaum nur aus Licht stand 2024 am Themseufer mit Blick auf die Tower Bridge. Überall in London gibt es besondere weihnachtliche Licht Installationen und Kunstwerke. ©SCRITTI

Neben diversen Weihnachtsmärkten gibt es unzählige Lichtinstallationen in den großen Einkaufsstraßen und Shoppping Centern, aber auch kleinere, mehr künstlerische Projekte in Seitenstraßen, auf Plätzen und in den Stadtteilen. Jedes Jahr kommen neue Veranstaltungen hinzu, so dass es schwer fällt, den Überblick zu behalten. Zu meinen persönlichen Highlights gehörten bislang die phantasievolle, stets einem Motto folgende Beleuchtung in der Carnaby Street oder der meist überdimensionale Christbaum Schmuck in den historischen Markthallen von Covent Garden (ab 12.11.25). Die genauen Termine, wann welche Attraktion wo startet, gibt es auf verschiedenen Webseiten oder in einem Beitrag von Londonist.

Ich habe in diesem Blog schon mehrfach über diese faszinierende und für viele auch schönste Jahreszeit in London berichtet. Eine Zusammenfassung der Highlights im Winter 2023 gibt es hier im Beitrag. Meine Erfahrungen zu den Christmas Lights 2024 und neue Insider-Tipps gibt es hier im Beitrag. Nachfolgend eine kleine Übersicht, was einen in den rund acht Wochen zwischen Anfang November und Anfang Januar in London erwartet.

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Herausragende Bahnhöfe: Das Art Deco Juwel von Richmond

Das beschauliche Richmond im Südwesten von London hat neben einer idyllischen Uferpromenade an der Themse einen wunderschönen Bahnhof im Stil des Art Deco, der nach umfassender Restaurierung nun wieder in alter Pracht erstrahlt und ein Grund mehr für einen Ausflug in diese Ecke von London ist.

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Richmond, gelegen an der Themse im Südwesten von London, gehört sicherlich zu den schönsten Stadtteilen der Metropole. Es wundert nicht, dass hier in der gutbürgerlichen Idylle rund 15 Kilometer vom Zentrum entfernt vor allem Leute leben, die es sich leisten können. Ich kann einen Ausflug nach Richmond und einen Spaziergang am beschaulichen Ufer der Themse entlang oder durch den großen Richmond Park immer wieder empfehlen. Auch die Royal Botanic Gardens von Kew grenzen direkt an Richmond an und zählen zu den größten, umfangreichsten und ältesten botanischen Gärten der Welt. Besonders idyllisch ist die Fahrt nach Richmond mit dem Ausflugsschiff über die Themse, was allerdings einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Mehr dazu steht hier im Beitrag.

Richmond Station Restauration Fassade night SWR
Besonders elegant wirkt nun die abendlich beleuchtete Fassade vom Bahnhof Richmond mit dem Blick in die Bahnhofshalle durch die großen Türen und Fenster. ©SWR / Network Rail

Viele Wege führen nach Richmond. Am schnellsten erreicht man Richmond aus London heraus per Bahn, entweder mit der District Line der Londoner U-Bahn oder mit Zügen der Mildmay Line der London Overground, die beide im Bahnhof Richmond ihre Endstation haben. Hinzu kommen noch Vorortzüge von South Western Railway (SWR), die vom Bahnhof London Waterloo aus den Bahnhof Richmond auf direktem Weg in nur 16 Minuten erreichen. Von dort ist es nur ein Fußweg von etwa zehn Minuten bis zum Themseufer, wo das Herz von Richmond schlägt.

Richmond hat mit der tollen Uferpromenade seinen ganz besonderen Reiz und lockt vor allem am Wochenende zahlreiche Ausflügler an. ©SCRITTI

Wenn man per Bahn in Richmond ankommt, dann erwartet einen seit Sommer 2025 gleich die erste Attraktion direkt im Bahnhof: Das wunderschöne, frisch und stilecht renovierte Bahnhofsgebäude im Stil des Art Deco von 1937! Zahlreiche wiederhergestellte Details lassen einen in die Eisenbahnwelt der 1930er Jahre eintauchen und verströmen eine Aura von zeitloser Eleganz und Modernität, die anschaulich zeigt, wie weit die Architekten in jener Epoche ihrer Zeit voraus waren. Wer erleben will, wie man vergessene Schätze durch sorgfältige Restaurierung wieder wach küssen kann, sollte unbedingt hinfahren.

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Einmaliges Naturspektakel: Über den Kreidefelsen von Eastbourne

Nur 1,5 Stunden per Bahn von London entfernt, bietet East Sussex nicht nur das klassische Seebad Eastbourne, sondern auch die beeindruckenden Kreidefelsen der Seven Sisters und Beachy Head. Die grandiose Natur lädt zu Wanderungen ein und ist leicht per Sightseeing-Bus erreichbar. Ein Besuch der atemberaubenden Klippen und der spektakulären Landschaft lässt sich auch gut als Tagesausflug von London organisieren.

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Nur rund eineinhalb Stunden Bahnfahrt von London entfernt kann man in East Sussex nicht nur ein wunderbares, klassisches britisches Seebad erleben, sondern auch ein grandioses Naturspektakel. Die weißen Klippen von Dover sind ja allgemein bekannt und werden sogar in Liedern wie in Vera Lynn’s (There’ll Be Bluebirds Over) The White Cliffs of Dover von 1942 besungen. Viel spektakulärer sind jedoch die Kreidefelsen weiter südlich im South Downs Nationalpark rund um Beachy Head und die Seven Sisters genannten steilen Klippen. Über das viktorianische Seebad Eastbourne habe ich schon einiges hier im Beitrag geschrieben. Das schöne Küstenstädtchen Eastbourne eignet sich auch für einen längeren Aufenthalt, da es neben einem wunderschönen Pier mit goldenen Kuppeln auch kilometerlange Strände und eine sehr schöne, begrünte Strandpromenade ohne nervigen Autoverkehr besitzt. Hier kann man in einer Strandbar entspannt das Meer genießen und unter Palmen in fast schon mediterraner Atmosphäre die Promenade entlang schlendern.

Seven Sisters Klippen Birling Gap
Wie ein Gemälde: Die atemberaubenden Kreidefelsen Seven Sisters westlich von Birling Gap in East Sussex. ©SCRITTI

Ein besonderer Vorteil von Eastbourne ist jedoch die grandiose Natur gleich südwestlich der Stadt, wo es aus den Wohngebieten heraus steil zu den Klippen und Kreidefelsen der Landspitze von Beachy Head hoch geht. Der Kreidefelsen Beachy Head ist Teil der South Downs und des South Downs National Park und mit 162 Metern über dem Meeresspiegel der höchste in Großbritannien. Ihm schließen sich die Seven Sisters genannten sieben weiteren Kreideklippen in Richtung Seaford und Brighton an. Ein grandioses und atemberaubendes Naturschauspiel, das man unbedingt gesehen haben muss und das sich auch leicht als bequemer Tagesausflug von London aus umsetzen lässt.

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London entdecken: Im DLR Zug zu den Highlights im Südosten (Teil 2)

Mit den automatisch fahrenden Zügen der Docklands Ligh Railway DLR lassen sich der Osten und Südosten von London mit neu emporwachsenden Stadtvierteln aus einer ganz neuen Perspektive entdecken. In Kombination mit Seilbahn und Schiff ergibt sich zudem eine außergewöhnliche und spannende Sightseeing Tour bis nach Greenwich.

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Seit nunmehr bald 40 Jahren verkehren die automatisierten und fahrerlosen Züge der Docklands Light Railway (DLR) überwiegend oberirdisch durch den Osten und Südosten von London. Vor 38 Jahren fuhr am 31. August 1987 der erste Passagierzug, nachdem Königin Elisabeth II. die DLR offiziell am 30. Juli 1987 eröffnet hatte. Schätzungsweise 40.000 Menschen reisten an diesem Tag mit den ersten Bahnen, die damals nur aus zweiteiligen Triebwagen bestanden und durch ein Gelände fuhren, das noch weitgehend aus Baustellen im Niemandsland der ehemaligen Docks bestand. Anlass für den Bau der DLR war die Erschließung der London Docklands in den 1980er Jahren, in denen sich rund um das Finanzzentrum in Canary Wharf in den vergangenen Jahrzehnten ein komplett neuer Stadtteil entwickelte. Am Anfang hielten die Züge nur an 15 oberirdischen Stationen, und die Linie endete im Westen in Tower Gateway, im Norden in Stratford und im Süden in Island Gardens auf der Nordseite der Themse kurz vor Greenwich. Im Laufe der Jahre hat sich daraus ein Netzwerk mit 34 Kilometern Länge und 45 Stationen entwickelt, das von aktuell sieben Linien bedient wird. Außer auf dem Weg von/zum City Airport verirren sich nicht allzu viele Touristen in den neu entwickelten Osten von London. Dabei eignen sich die Züge der DLR hervorragend für eine spannende Sightseeing Tour durch weniger bekannte Stadtteile von London zum Preis eines Nahverkehrstickets.

DLR train Canary Wharf Poplar
Die automatischen Züge der Dockland Light Railway (DLR) erschließen oberirdisch den Osten und Südosten von London. An der Spitze des Zuges gibt es freie Sicht auf die Umgebung. ©SCRITTI

Dass die Züge der DLR automatisiert und ferngesteuert verkehren, so dass in der Regel kein Fahrpersonal benötigt wird, hat einen immensen Vorteil: Wie im Obergeschoss der berühmten Londoner Doppelstockbusse befinden sich die ersten Sitze für die Fahrgäste direkt hinter den Glasscheiben an der Front der Fahrzeuge. Zudem verkehrt die DLR vielerorts auf einem aufgeständerten Fahrweg hoch über dem Straßenniveau. Beste Aussichten auf die Stadt sind von hier aus garantiert!

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Die Künstler Gillie and Marc bringen noch mehr wilde Tiere nach London

Mit den teils monumentalen Tierskulpturen beeindruckt das Künstlerpaar Gillie and Marc seit Jahren die Besucher nicht nur in London. Nun gibt es eine neue beeindruckende Versammlung wilder Tiere in der City of London.

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Die Skulpturen des australischen Künstlerpaars Gillie and Marc gehören inzwischen fest zum Stadtbild von London. Über verschiedene Orte verteilt, findet man teils dauerhaft die vor allem bei Touristen beliebten Skulpturen von meist wilden Tieren wie Elefanten oder Affen. Seit 25. Mai 2025 gibt es wieder ein neues Kunstwerk in der City of London: Go Wildlife Go heißt dieses erneut monumentale Werk, das so in London bislang noch nicht zu sehen war. Es wird für exakt ein Jahr am Paternoster Square hinter der St. Paul’s Cathedral bis 25. Mai 2026 stehen. In den vergangenen Jahren gab es an gleicher Stelle immer wieder Installation von Gillie and Marc. Zuletzt ab Januar 2024 das Ensemble Wild About Babies, das Babies einiger der am meisten bedrohten Tierarten der Welt sowie eine überdimensionale Gorilla Mutter zeigte, die die universale, alles beschützende Mutter repräsentierte. An verschiedenen Orten in London stehen weiterhin Skulpturen von Gillie and Marc, und es kommen immer wieder mal neue hinzu.

London Gillie+Marc Go Wildlife Go Paternoster
Go Wildlife Go von Gillie and Marc: Panda, Elefant, Giraffe, Zebra, Löwe und Co. fahren auf einem überdimensionalen Roller. ©SCRITTI

Bei der neuen Skulptur auf dem Paternoster Square fahren unterschiedliche Wildtiere gemeinsam auf einem überdimensionalen Scooter. Was spaßig aussieht, hat einen ernsten Hintergrund: Die Tiere auf dem Scooter sind nämlich auf der Flucht und versuchen, sich in Sicherheit zu bringen und zu überleben. Wie bei den bisherigen Monumenten der Künstler geht es auch bei Go Wildlife Go darum, eindringlich auf den Klimawandel und vom Aussterben bedrohte Tierarten aufmerksam zu machen und gleichzeitig Spenden zur Unterstützung gefährdeter Arten zu generieren. Die Skulpturen der beiden Künstler findet man übrigens auch in New York, Toronto, Singapur und natürlich in Melbourne oder Sydney.

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April-Tipps: Bluebell Blüten und Nostalgie-Bahnen zum Anfassen

Reise-Tipps für den April: Die Depot Open Days vom London Transport Museum locken Besucher nach Acton. Viele Heritage Railways starten zudem in die Saison, und auch die älteste Miniaturwelt Großbritanniens im Freien hat wieder geöffnet.

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Der April ist nicht nur in London stets ein toller Monat: Überall blüht es, die Tage werden immer länger und wärmer, und es zieht die Menschen endlich wieder nach draußen. Wenn man Glück hat, kann man auch schon die ersten Tage mit 20 Grad erleben und die Welt mit einem Kaffee im Sonnenschein genießen. Eine ideale Zeit also, um nach London zu reisen und den besonderen Spirit der schönsten Stadt der Welt zu atmen. Bei gutem Wetter empfiehlt es sich natürlich, dieses für Tagesausflüge ins grüne Umland zu nutzen und zum Beispiel eine Fahrt in einer historischen Eisenbahn zu unternehmen. Aber auch im Westen von London erwartet die Fans von London Transport ein besonderes Erlebnis, das so nur an wenigen ausgewählten Wochenenden möglich ist. Hier drei Tipps für einen ganz besonderen April in London und Umgebung.

Ein ganzes Depot voll historischer U-Bahnen, Busse und Trams

London Transport Museum Acton Depot
Historische U-Bahnen, Busse und Trams in voller Größe gibt es im Acton Depot vom London Transport Museum, das leider nur dreimal im Jahr geöffnet hat. ©SCRITTI

Ein besonderes Highlight in London jedes Jahr im April sind die Depot Open Days des London Transport Museum im riesigen Depot in Acton im Westen der Stadt. Dieses ist in der Regel nur dreimal im Jahr für Besucher geöffnet, da dort über das Jahr auch ganz normal an der historischen Sammlung von Bussen, Bahnen und Gerätschaften gearbeitet wird. Der nächste Termin für einen Besuch ist von Freitag 4. April bis Sonntag 6. April 2025. Zu entdecken gibt es nicht nur in Acton unglaublich viel!

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Magnolien und Kirschblüten: Der Frühling kommt mit voller Pracht!

Der Frühling ist da, es grünt und blüht bald allerorten. Die buntesten Tage des Jahres kann man zum Beispiel gut in Großbritannien, beim Tulpenfestival am Gardasee oder mit Kirschblüten und Sakura in Berlin verbringen.

Es ist wieder so weit, der Winter befindet sich langsam auf dem Rückzug, und die Natur kommt mit Wucht zurück! In Großbritannien und vor allem in London passiert das dank des milderen Klimas auf der Insel deutlich früher als in Deutschland. Viele Londoner lassen auch im Winter ihre Geranien draußen stehen, da richtig eisige Frosttage eher selten sind und auch meist nur kurz andauern. In London und im Süden Englands kann man oft schon Mitte oder Ende Februar die ersten zarten Blüten entdecken. So standen in der ersten März-Woche 2024 zum Beispiel Magnolien- und Kirschbäume in London bereits in voller Blüte! Kirschblüten gibt es in London in vielen Parks wie etwa im Regent’s Park, im Greenwich Park, in Kew Gardens oder ganz prominent vor der St. Paul’s Cathedral oder beim Victoria & Albert Museum. Eine Übersicht mit den schönsten 30 Orten für Kirschblüten in London gibt es bei Secret London. Auch Simone hat im Blog Totally London eine Übersicht zu Kirschblüten in London.

London Aldgate Blüten
Ein Meer aus Kirschblüten in der City of London am Aldgate Square am 9. März 2024. ©SCRITTI

Ein Besuch in London oder im Süden Großbritanniens lohnt sich in dieser Jahreszeit auf jeden Fall! Hier ein paar meiner persönlichen Frühlingstipps.

Frühlingserwachen in Eastbourne

Eastbourne Promenade
Das Seebad Eastbourne zwischen Brighton und Folkestone am Ärmelkanal im Frühling. ©SCRITTI

Auch am Meer kann man Blüten und Frühlingssonne genießen, so zum Beispiel im klassischen Seebad Eastbourne im Osten von Brighton mit toller Seepromenade, wunderschönem Pier und weißen Klippen im Süden. Eastbourne ist nur knapp eineinhalb Stunden Bahnfahrt von London entfernt und eignet sich auch gut für einen Tagestrip. Mehr über Eastbourne gibt es hier im Beitrag.

Frühlingsgefühle in Bardolino

Bardolino Gardasee
In Bardolino lassen sich im Frühling milde Tage und Abende am Gardasee genießen. ©SCRITTI

Natürlich ist es im Frühling auch immer eine gute Idee, Richtung Süden über die Alpen zu reisen, wo es bei viel Sonne und milden Temperaturen ebenfalls früher los geht. Im April 2023 besuchte ich Bardolino am Gardasee, und es war einfach wunderbar, am Abend durch die schönen Gassen der Altstadt und über die Seepromenade zu schlendern, im Restaurant draußen zu sitzen und sich die milde Frühlingsluft um die Nase wehen zu lassen. Zudem verzaubert Bardolino seine Gäste jedes Jahr mit dem Festival Tulipanomania, einem Farbenmeer aus Tulpen entlang der schön gestalteten Uferpromenade. Mehr dazu gibt es hier im Beitrag.

Die schönsten Kirschblüten in Berlin

Ein besonderes Highlight für mich ist jedes Jahr die Kirschblüte – und zwar nicht in Japan, obwohl es von dort immer wieder grandiose Fotos mit Zügen mitten im rosafarbenen Blütenmeer zur Zeit von Sakura gibt. Nein, ein idealer Ort, um die jährliche Kirschblüte zu genießen, ist zum Beispiel Berlin. In der deutschen Hauptstadt gibt es sogar mehre Hotspots zur Zeit der Kirschblüte, die jedes Jahr von Tausenden Besuchern angesteuert werden.

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Christmas Lights in London: Meine Lichtblicke 2024

Die Christmas Lights in den Wochen vor Weihnachten locken inzwischen Massen von Besuchern nach London. Aber auch abseits der Haupteinkaufsstraßen gibt es weiterhin ganz besondere Lichtblicke.

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Ich reise ja nun schon seit mehreren Jahren regelmäßig in der Vorweihnachtszeit nach London, um vor allem die fantastischen und immer wieder beeindruckenden Christmas Lights zu genießen. Die Atmosphäre in London ist weiterhin einzigartig in dieser Jahreszeit. In den letzten Jahren scheint hier ein regelrechter Wettbewerb um die originellste Beleuchtung entbrannt zu sein. Leider muss ich gestehen, dass das diesjährige Erlebnis bei meinem Besuch Ende November 2024 etwas enttäuschend war. Die Stadt ist in den Wochen vor Weihnachten inzwischen unglaublich voll, und der Kaufrausch kennt keine Grenzen. Ich hatte aber den Eindruck, dass es selten so überlaufen war wie in diesem Jahr. Zwischen Regent Street und Covent Garden konnte man quer durch Soho an einem Samstag den Menschenmassen kaum entkommen. Zugleich war das Erlebnis in Sachen Christmas Lights in diesem Jahr doch zum ersten Mal etwas enttäuschend, da es relativ wenig neue Ideen für eine originelle Beleuchtung gab.

Auch wenn The Strand hauptsächlich als Durchgangsstraße fungiert und es wenig attraktive Geschäfte gibt, können sich die Christmas Lights doch immer wieder sehen lassen. ©SCRITTI

An den Einkaufsmagneten wurden einfach die gleichen Lichtinstallationen oder der gleiche Weihnachtsschmuck wie in den Jahren zuvor aufgehängt – was sicherlich im Sinne der Nachhaltigkeit zu begrüßen ist. Aber wenn man den besonderen Zauber Londons in der Zeit vor Weihnachten erleben will, nutzt sich das in den Haupteinkaufsstraßen doch recht schnell ab. Doch es gibt immer noch neue Lichtblicke, wenn man die ausgetretenen Pfade einmal verlässt.

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Stadtspaziergang: Von Surbiton entlang der Themse nach Kingston

Immer am Wasser entlang: Ein Spaziergang von Surbiton über die Queen’s Promenade entlang der Themse nach Kingston upon Thames zeigt London von seiner schönsten Seite und bietet zudem spannende Einblicke in die Art Deco Architektur von Suburbia.

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Im Herbst 2024 war ich zum ersten Mal im Stadtteil Surbiton im Südwesten Londons unterwegs, um endlich einmal das legendäre Bahnhofsgebäude der Surbiton Station zu erkunden. Von Surbiton bin ich dann an der Themse entlang nach Kingston upon Thames gelaufen – und das gleich an drei Tagen hintereinander, weil der Weg bei schönstem Oktober-Wetter über die historische Queen’s Promenade einfach zu schön war! Surbiton gehört zum Royal Borough of Kingston upon Thames und ist seit 1965 Teil von Greater London. Der Ort grenzt südlich von Kingston direkt an die Themse an, hat aber bislang nur in Teilen ein attraktives Flussufer, und ist eng mit der Entwicklung der Eisenbahn verbunden. Wie überall in Suburbia wurde es erst durch den Bahnanschluss attraktiv, im Umfeld des Bahnhofs Wohnhäuser zu bauen, mit günstigen Apartments zu locken und das Gebiet zu urbanisieren.

Die schönste Seite von Suburbia: Der Art Deco Bahnhof von Surbiton von 1938 mit Uhrenturm und dem Haupteingang zur lichtdurchfluteten Bahnhofshalle. ©SCRITTI

Auf einem etwa vier Kilometer langen, bequemen Spaziergang durchs Zentrum von Surbiton und danach entlang der Themse über die Queen’s Promenade bis ins Zentrum von Kingston upon Thames kann man mit die schönsten Seiten von Suburbia in London erleben und gut nachvollziehen, warum dies immer noch eine sehr beliebte Wohngegend ist. Wer wollte nicht in einem stylishen Apartment aus den 1930er Jahren mit Blick auf die Themse und den dahinter liegenden endlos weiten Park von Hampton Court Palace wohnen?

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