Christmas Lights in London: Meine Lichtblicke 2024

Die Christmas Lights in den Wochen vor Weihnachten locken inzwischen Massen von Besuchern nach London. Aber auch abseits der Haupteinkaufsstraßen gibt es weiterhin ganz besondere Lichtblicke.

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Ich reise ja nun schon seit mehreren Jahren regelmäßig in der Vorweihnachtszeit nach London, um vor allem die fantastischen und immer wieder beeindruckenden Christmas Lights zu genießen. Die Atmosphäre in London ist weiterhin einzigartig in dieser Jahreszeit. In den letzten Jahren scheint hier ein regelrechter Wettbewerb um die originellste Beleuchtung entbrannt zu sein. Leider muss ich gestehen, dass das diesjährige Erlebnis bei meinem Besuch Ende November 2024 etwas enttäuschend war. Die Stadt ist in den Wochen vor Weihnachten inzwischen unglaublich voll, und der Kaufrausch kennt keine Grenzen. Ich hatte aber den Eindruck, dass es selten so überlaufen war wie in diesem Jahr. Zwischen Regent Street und Covent Garden konnte man quer durch Soho an einem Samstag den Menschenmassen kaum entkommen. Zugleich war das Erlebnis in Sachen Christmas Lights in diesem Jahr doch zum ersten Mal etwas enttäuschend, da es relativ wenig neue Ideen für eine originelle Beleuchtung gab.

Auch wenn The Strand hauptsächlich als Durchgangsstraße fungiert und es wenig attraktive Geschäfte gibt, können sich die Christmas Lights doch immer wieder sehen lassen. ©SCRITTI

An den Einkaufsmagneten wurden einfach die gleichen Lichtinstallationen oder der gleiche Weihnachtsschmuck wie in den Jahren zuvor aufgehängt – was sicherlich im Sinne der Nachhaltigkeit zu begrüßen ist. Aber wenn man den besonderen Zauber Londons in der Zeit vor Weihnachten erleben will, nutzt sich das in den Haupteinkaufsstraßen doch recht schnell ab. Doch es gibt immer noch neue Lichtblicke, wenn man die ausgetretenen Pfade einmal verlässt.

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Innotrans 2024: Erstes Fahrzeug für neue Stadtbahn-Generation präsentiert

Bei der Messe Innotrans in Berlin stellte Stadler die erste von 246 Zwei-System-Stadtbahnen für das Projekt Tram-Train verschiedener Betreiber vor.

Auf der weltgrößten Bahnmesse Innotrans in Berlin hat der Fahrzeughersteller Stadler Rail in der letzten September-Woche 2024 auf dem Freigelände hinter den Messehallen zahlreiche neue Bahnen vorgestellt. Darunter war auch das erste fertig gebaute Fahrzeug aus dem Projekt „Tram-Train“. Die moderne Zweisystem-Stadtbahn vom Typ Citylink für den Einsatz auf Straßenbahn- und Eisenbahngleisen in blau-weißem Design geht an die Saarbahn in Saarbrücken. Weitere Fahrzeuge unter anderem für die Stadtbahn-Systeme in Karlsruhe und Heilbronn werden folgen. Sechs Verkehrsunternehmen aus Deutschland und Österreich hatten sich erstmals zusammengetan, um einen Großauftrag für eine neue Generation von Stadtbahn-Fahrzeugen zu lancieren und somit Synergieeffekte und Kostenvorteile zu nutzen. Die Grundidee ist ein einheitlicher Fahrzeugtyp, der modular an die jeweiligen regionalen Bedürfnisse angepasst werden kann. 

Erste Stadtbahn vom Typ Stadler Citylink für die Saarbahn auf dem Freigelände der Messe Innotrans Ende September 2024. ©SCRITTI

Zu den Kooperationspartnern gehören Verkehrs­betriebe Karlsruhe GmbH (VBK, Karlsruher Straßenbahn), Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG, Regionalstadtbahn Karlsruhe und Heilbronn), Saarbahn Netz GmbH (Regionalstadtbahn Saarbrücken), Schiene Oberösterreich GmbH (Regionalstadtbahn Linz), Schiene Salzburg GmbH (Regionalstadtbahn Salzburg) und Zweckverband Regional-Stadtbahn Neckar-Alb. Stadler ging mit seinem Tram-Konzept Citylink als Sieger aus der entsprechenden Ausschreibung hervor und erhielt vor zwei Jahren den bislang grössten Auftrag in der Geschichte des Unternehmens. Hauptbestandteil ist die Lieferung von bis zu 504 Niederflurfahrzeugen vom Typ Stadler Citylink, 246 davon sind bereits fix bestellt. Der Rahmenvertrag umfasst neben der Fahrzeugherstellung auch einen auf bis zu 32 Jahre angelegten Instandhaltungsvertrag.

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Architekturerlebnis: Pullman Court, das Bauhaus von London

Im Süden von London im Stadtteil Streatham finden sich zahlreiche architektonische Zeitzeugen der Moderne, darunter die Wohnanlage Pullman Court von 1936.

AKTUELLES: Die Wohnanlage Pullman Court, die erste im Stil der Internationalen Moderne in Großbritannien von 1936, ist auch 2025 mit dabei beim Open House Festivals in London und kann am Sonntag, den 14. September 2024 zwischen 10 und 16 Uhr ohne Anmeldung besichtigt werden.

London Suburbia ist eine Welt für sich, und es gibt hier noch eine Vielzahl an gut erhaltenen Gebäuden der Moderne zu entdecken. Vieles stammt aus den 1930er Jahren, weil sich zu dieser Zeit die Stadt entlang der Bahnlinien rasant ausbreitete und vielerorts auf bis dahin unbebautem Land ganze Stadtviertel neu entstanden. So ist es nicht verwunderlich, dass vor allem im Westen und Süden der Metropole zahlreiche Gebäude und Wohnanlagen im Stil des Art Deco anzutreffen sind. Darüber habe ich an unterschiedlicher Stelle schon berichtet, etwa über meinen Art Deco Walk in Ealing im Westen oder auch in Tooting im Süden (Beitrag in Planung). Ein ganz besonderes Highlight ist der Stadtteil Streatham in der Nachbarschaft von Tooting und Crystal Palace. Manche Quellen bezeichnen Streatham sogar als „the Art Deco capital of South London“. Dennoch verirren sich nur selten Touristen in diesen Teil Südlondons, wo das alltägliche Leben noch ziemlich normal ist und man entlang der High Street von ehemaligen Theatern und Kinos bis hin zu großen Estates erstaunlich viele Art Deco Schätze findet.

Pullman Court steht groß an der Fassade der Wohnanlage in Streatham, ein architektonisches Highlight im Stile der Internationalen Moderne von 1936. Direkt daneben befindet sich auch heute noch ein ebenfalls historisches Bus- und früheres Tramdepot. ©SCRITTI

Ein absolutes Highlight, das einem bei einem Rundgang in Streatham sofort ins Auge fällt, ist die Wohnanlage Pullman Court von 1936 an der zentralen Nord-Süd-Achse Streatham Hill, die südlich in die Streatham High Road übergeht. Es lohnt sich, den Weg nach Streatham zu suchen und die weißen Häuserblöcke mit viel Grün drum herum etwas genauer zu erforschen. Ihre zeitlose Modernität und Ästhetik begeistern noch heute und sind ein Beispiel für den Weitblick vieler Architekten in den 1920er und 1930er Jahren.

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Immersive Kunst: Neue farbenprächtige Shows in Londons Outernet

Im Now-Building von Outernet an der Tottenham Court Road in London laufen permanent immersive und beeindruckende Kunst-Installationen, an denen man nicht vorbeikommt.

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Die immersiven Kunst Installationen von Outernet an der U-Bahn Station Tottenham Court Road im Zentrum von London sind immer einen Besuch wert. Nicht umsonst hat sich das Outernet seit seiner Eröffnung Ende 2022 zu einer der beliebtesten Touristenattraktionen der Stadt entwickelt und laut eigener Pressemitteilung innerhalb des ersten Jahres im Hauptgebäude, dem Now Building, bereits über sechs Millionen Besucher*innen angelockt! Damit übertrifft Outernet sogar noch die Besucherzahlen der größten Touristenattraktionen Schloss Windsor, Natural History Museum und British Museum. Mehr Hintergrund zum Outernet und den bisherigen Shows, die teilweise immer noch laufen, gibt es hier im Blog-Beitrag.

Die farbenprächtige Show Milagro im Outernet an der Tottenham Court Road Station. ©SCRITTI

Wegen seiner zentralen Lage kann man an der Tottenham Court Road auch einfach mal kurz die Fahrt mit U-Bahn oder Elizabeth Line unterbrechen, die Rolltreppen nach oben fahren und einen Blick auf die laufenden Shows in den beiden offenen Outernet Räumen werfen. Der große, hohe Raum ist das „Now Building“ mit Rundum-Bildschirmen, die eine Fläche von rund 2.136 Quadratmetern abdecken. Hinzu laufen rund um die Uhr die spektakulären Shows und lassen das Publikum meist in einen üppigen Farbenrausch mit dreidimensionalen Perspektiven eintauchen.

UPDATE April 2025: Aktuelle empfehlenswerte Installationen, die ich gesehen habe, sind Nature’s Confetti, The Dawn of Venus, das interaktive The Rain oder Squares Cubed. Teilweise laufen diese auch nur saisonal wie etwa das Baumblüten-Spektakel Nature’s Confetti. Das interaktive World of Tetris begeistert viele junge und alte Computerspieler. Außerdem laufen zu bestimmten Zeiten auch weiterhin das Quallen-Spektakel Forsaken, der kunterbunte und beliebte Butterfly Trail oder das überirdische The Summer Palace. Die genauen Zeiten für die Shows gibt es in der Outernet App oder auf der Outernet Webseite unter What’s on.

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London Spezial: Fabelhafte Street Art und mehr in Penge

Im Stadtteil Penge im Süden von London gibt es eine der größten Open Air Galerien der Stadt mit rund 200 ehrenamtlich organisierten Street Art Kunstwerken an Häuserwänden.

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Der Stadtteil Penge im Süden von London ist nicht gerade eine Gegend, in die viele Touristen kommen. Zumal der Stadtteil im Bezirk Bromley eher für die typische diverse Mischung an Bewohner*innen in South London bekannt ist und sich deutlich vom wesentlich bürgerlicheren Nachbar-Stadtteil Beckenham abhebt. Man sieht Beckenham mit seinen zahlreichen Kirchen und Parks noch an, dass es bis 1965 einmal ein gut gepflegtes Städtchen im ländlichen Kent war. Das nur rund zwei Kilometer entfernte Penge ist dagegen deutlich rauher und hat das typische South London Flair, weshalb es inzwischen auch viele junge Leute hierher zieht.

Bunte Häuserwände in der Southey Street im Londoner Stadtteil Penge. ©SCRITTI

Was einem in Penge sofort ins Auge sticht: Es gibt rund um die High Street und in verschiedenen Seitenstraßen erstaunlich viel bunte, extrem kunstvolle Street Art auf Häuserwänden. Rund 200 oft herausragende Kunstwerke wurden bislang im Bezirk von einer ehrenamtlichen Gruppe gestaltet, die Hauseigentümer und Künstler in Kontakt und mit Hilfe von Spenden die Kunstwerke auf Wände bringt. Ihr Ziel ist es, Penge schöner und das Leben in dem nicht ganz unproblematischen Bezirk besser zu machen. Eine wirklich beeindruckende Initiative, die tatsächlich gute Laune macht und Neugierige von außerhalb anlockt.

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London Spezial: Die Zukunft von Metropolis im Modell

Im London Centre informieren großformatige Architekturmodelle über die künftige Entwicklung der Metropole.

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Wo: NLA The London Centre, City of London, 3 Aldermanbury bei der Guildhall
Anreise: U-Bahn St. Paul’s oder Bank, Bus
Besonderheit: Verschiedene Modelle der Großstadt London in unterschiedlichen Maßstäben zur künftigen Stadtentwicklung und Architektur
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 11-17 Uhr, Eintritt frei

Wer sich für die Geschichte von London, aber vor allem auch für die Zukunft dieser Mega City interessiert, dem empfehle ich einen Besuch des London Centre nicht weit von der St. Paul’s Cathedral bei der Guildhall. Der Eingang zu dem von der unabhängigen Vereinigung New London Architecture (NLA) 2005 gegründeten Forum befindet sich außerhalb des großen Platzes auf der westlichen Seite. Dort gibt es in einem großen Raum drei gigantische Stadtmodelle, die in unterschiedlichem Maßstab die Entwicklung von London in der Vergangenheit und vor allem in der Zukunft zeigen. Der Fokus liegt hier vor allem auf der Weiterentwicklung der Stadt in den kommenden Jahren und wie diese Entwicklung nachhaltig gestaltet werden kann. Selbstverständlich sollen diese Themen in dem Forum auch hinterfragt und diskutiert werden.

Erst im New London Modell wird die gigantische Größe von Greater London wirklich deutlich. Und die Stadt wächst weiter. ©SCRITTI

Das flächenmäßig größte Modell, das New London Model, zeigt im Maßstab 1:2.000 auf 12,5 Meter Länge fast die gesamte Fläche von Greater London und in welchen Zonen von den Royal Docks im Osten bis zur White City im Westen in Zukunft weitere Entwicklungen geplant sind. Das Modell deckt eine Fläche von rund 200 Quadratkilometern mit 240.000 Gebäuden ab – gigantische Dimensionen für eine europäische Großstadt. Wer sich für Architektur interessiert, aber auch für die künftige Entwicklung unserer Großstädte in Zeiten des Klimawandels, erhält im London Centre einen spannenden Einblick in die Herausforderungen der Zukunft. Denn auch in London geht es wie in vielen anderen Großstädten ja nicht nur darum, möglichst rasch neuen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Es muss ja zugleich auch die gesamte neue Infrastruktur an die Herausforderungen des Klimawandels angepasst und die notwendige Energie- und Mobilitätswende gestaltet werden. Nachhaltigkeit steht daher im Fokus der künftigen Stadtentwicklung.

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Zauberhafte Christmas Lights in London: Die Highlights 2023

Jedes Jahr in der Zeit vor Weihnachten verzaubert London seine Besucher mit ganz besonderen Christmas Lights.

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Seit ich in den Wochen vor Weihnachten Ende November oder Anfang Dezember jedes Jahr nach London fahre, hat sich meine Einstellung zu Weihnachten doch etwas geändert. Es ist diese Jahreszeit, in der die Tage kurz sind und die Dunkelheit überwiegt. Viele Menschen sind müde und deprimiert, weil der Sommer plötzlich unweigerlich vorbei ist, in Deutschland kaum mehr die Sonne scheint und es viel zu schnell viel zu wenig Tageslicht gibt. Da ist es geradezu Balsam für die Seele, wenn man in die Stadt des Lichts kommt: London, die aufregendste Stadt Europas, die jedes Jahr aufs Neue mit kreativen Illuminationen begeistert. Inzwischen entsteht sogar bei vielen Besuchern eine regelrechte Vorfreude darauf, in der Vorweihnachtszeit endlich wieder nach London zu kommen und die neuesten Christmas Lights zu entdecken.

Grüßen in der Regent Street auch in diesem Jahr wieder die großen Engel? ©SCRITTI

Hängen in der Regent Street wieder die betörend schönen Engel mit den weit ausgebreiteten Flügeln? Welches farbenfrohe Thema gibt es dieses Jahr in der Carnaby Street? Und wie sind die vielen anderen Deko-Schwerpunkte im Zentrum der Stadt geschmückt? Die meisten Illuminationen laufen bis in die erste Januarwoche hinein und enden zwischen dem 5. und 7. Januar 2024.

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Berlins coolstes Museum: Gib mir ein B!

Das Buchstabenmuseum in Berlin bietet eine riesige Sammlung mit Neonschriften, Buchstaben und Leuchtobjekten ehemaliger Geschäfte.

In Berlin gibt es ein kleines, wunderbares Museum, versteckt in einem Backsteingewölbe im modernistischen Hansaviertel aus den 1950er Jahren. In den sogenannten S-Bahn-Bögen unter der Berliner Stadtbahn hat das Buchstabenmuseum nach zahlreichen Ortswechseln nun nicht weit vom S-Bahnhof Bellevue ein (hoffentlich dauerhaftes) Zuhause gefunden.

Eingang des Buchstabenmuseum in den S-Bahnbögen im Berliner Hansaviertel ©SCRITTI

Seit vielen Jahren schon sammelt das Buchstabenmuseum ganz banal Buchstaben, die die Moderne geprägt und in erster Linie in der Konsumkultur eine wichtige Rolle gespielt haben. Hauptsächlich sind es beleuchtete Neonschriften, die so typisch für die bundes- wie auch die ostdeutschen Innenstädte waren. Das Buchstabenmuseum leistet mit seiner Sammlung einen wichtigen Beitrag, um deutsche Design- und Kulturgeschichte und damit verbundene ikonische Schriftzüge für die Nachwelt zu bewahren. Im Laufe der Jahre kam so einiges zusammen, und die Notwendigkeit eines großen Lagers für die inzwischen über 2.000 Objekte wurde immer dringlicher. Und so finden sich nun in den Archiven des Museums eben auch die typischen Schriftzüge deutscher Warenhäuser, die aktuell in einer besonderen Ausstellung zu sehen sind. 

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London Spezial: Die Geschichte von U-Bahn, Bus und Tram in der Metropole

Das London Transport Museum beherbergt im Depot im Stadtteil Acton eine Vielzahl historischer Fahrzeuge und Materialien aus der Londoner Verkehrsgeschichte.

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UPDATE 2026: Der nächste Termin zum Besuch des Museum Depots in Acton vom London Transport Museum ist von Donnerstag 9. April bis Sonntag 12. April 2026. Das übergeordnete Motto lautet „Icons of London“: 2026 ist ein Jahr der Meilensteine mit 120 Jahre Bakerloo-Linie, 70 Jahre seit der Einführung der berühmten roten Routemaster-Busse und 10 Jahre Night Tube. Von Plakatkunst über ikonische Designstücke bis hin zum weltberühmten Design der Tube Map und der Londoner Fahrzeuge können Besucher im Depot in eine Sammlung mit über 320.000 Objekten eintauchen. Weitere Termine für die Depot Open Days sind Freitag, 3. bis Sonntag 5. Juli 2026 sowie Freitag, 18. bis Sonntag 20. September 2026. Bei der Veranstaltung gibt es immer auch Führungen zu den unterschiedlichsten Themen.

Das London Transport Museum ist eine Institution und immer wieder einen Besuch wert. Auf sehr anschauliche Weise wird hier in ehemaligen Markthallen von 1871 in Covent Garden seit 1980 die Geschichte der Mobilität in London erzählt. Von den Anfängen mit Pferdekutschen bis zum heute ausgedehnten Verkehrsnetz mit U-Bahnen, Tram, DLR, Overground und natürlich den berühmten Doppelstockbussen. Über das Verkehrswesen in London wird auf spannende Weise auch die Entwicklung der Stadt zur heutigen Größe erzählt. Ohne den Bau der Eisenbahn- und U-Bahn-Linien ins Umland wäre die heutige Struktur der Stadt überhaupt nicht möglich gewesen. Ohne öffentliche Verkehrsmittel wäre ein Leben in London undenkbar. Im Museum am Covent Garden gibt es auch eine Auswahl an typischen Fahrzeugen der Londoner Verkehrsgeschichte.

Im Acton Depot des London Transport Museums gibt es eine große Sammlung von Omnibussen, Trams und U-Bahnen aus allen Epochen. ©SCRITTI

Da der Raum mitten in der Innenstadt ohne adäquaten Gleisanschluss natürlich begrenzt ist, verfügt das London Transport Museum noch über eine weniger bekannte Außenstelle: Das Museum Depot in Acton im Westen von London mit direktem Anschluss an das Londoner U-Bahn-Netz. In diesem Depot werden U-Bahnen, Busse und allerlei andere Objekte mit Relevanz für die Londoner Transportgeschichte aufbewahrt. Drei- bis viermal im Jahr hat auch die Öffentlichkeit an langen Wochenenden Zutritt. Die nächsten Termine für Open Depot Days in 2026 sind 9. bis 12. April, 3. bis 5. Juli sowie 18. bis 20. September 2026.

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Meister der Moderne: Charles Holden, Architekt für London Underground

Der herausragende Architekt Charles Holden wurde 1875 geboren und ist vor allem wegen seiner Bauten für die Londoner U-Bahn im Stil der Moderne der 1930er Jahre berühmt.

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Am 12. Mai 1875 wurde der Architekt Charles Holden in Bolton, Lancashire geboren. Bekannt wurde Holden vor allem für seine teils ikonischen Entwürfe für Stationen der Londoner U-Bahn, die vor allem bei den Erweiterungen der Northern Line und der Piccadilly Line in den 1930er Jahren entstanden und heute als typische, wegweisende Gebäude im Stile der Moderne und des Art Deco angesehen werden. Im Jahr 2026 werden tatsächlich einige der ersten U-Bahn-Stationen nach Plänen von Charles Holden hundert Jahre alt! Holden arbeitete eng an der Seite von Frank Pick, der damals als Chef der Underground Electric Railways Company of London (UERL) in den 1930er Jahren das Londoner Verkehrswesen transformierte und für eine moderne und einheitliche Designsprache in allen Bereichen sorgte. Mehr zu diesem herausragenden Design insbesondere bei Plakaten und Postern im Stil des Art Deco gibt es hier im Beitrag.

Das Ufo ist gelandet! Und zwar schon 1933 mitten in Southgate im Norden von London. ©SCRITTI

Im Frühjahr 2023 hatte ich zum ersten Mal die Möglichkeit, die U-Bahn-Station Southgate an der Piccadilly Line im Norden von London im Original zu besichtigen, nachdem ich diese schon lange auf meiner Liste hatte. Für mich ist dieses elegante runde Gebäude, das wie ein gerade gelandetes Ufo mitten in Southgate sitzt, ein Meisterwerk unter den vielen Stationen, die Charles Holden in den 1920er und 1930er Jahren für die Londoner U-Bahn entworfen hat und die heute in der Regel unter Denkmalschutz stehen. Wenn man einmal auf die herausragenden Gebäude von Charles Holden aufmerksam geworden ist, sieht man schnell seine Handschrift auch bei anderen Bauten für die Londoner U-Bahn. Auch hundert Jahre nach deren Entstehen überzeugen sie immer noch durch Modernität, Funktionalität und zeitloses Design.

Von Charles Holden gestaltete, modernistische Gebäude aus den 1930er Jahren sind auch jedes Jahr Bestandteil des Open House London Festivals im September und können wie etwa das Senate House bei dieser Gelegenheit besichtigt werden. Alles was man rund ums Open House Festival wissen muss, steht hier im Beitrag.

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