London Spezial: Die Zukunft von Metropolis im Modell

Im London Centre informieren großformatige Architekturmodelle über die künftige Entwicklung der Metropole.

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Wo: NLA The London Centre, City of London, 3 Aldermanbury bei der Guildhall
Anreise: U-Bahn St. Paul’s oder Bank, Bus
Besonderheit: Verschiedene Modelle der Großstadt London in unterschiedlichen Maßstäben zur künftigen Stadtentwicklung und Architektur
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 11-17 Uhr, Eintritt frei

Wer sich für die Geschichte von London, aber vor allem auch für die Zukunft dieser Mega City interessiert, dem empfehle ich einen Besuch des London Centre nicht weit von der St. Paul’s Cathedral bei der Guildhall. Der Eingang zu dem von der unabhängigen Vereinigung New London Architecture (NLA) 2005 gegründeten Forum befindet sich außerhalb des großen Platzes auf der westlichen Seite. Dort gibt es in einem großen Raum drei gigantische Stadtmodelle, die in unterschiedlichem Maßstab die Entwicklung von London in der Vergangenheit und vor allem in der Zukunft zeigen. Der Fokus liegt hier vor allem auf der Weiterentwicklung der Stadt in den kommenden Jahren und wie diese Entwicklung nachhaltig gestaltet werden kann. Selbstverständlich sollen diese Themen in dem Forum auch hinterfragt und diskutiert werden.

Erst im New London Modell wird die gigantische Größe von Greater London wirklich deutlich. Und die Stadt wächst weiter. ©SCRITTI

Das flächenmäßig größte Modell, das New London Model, zeigt im Maßstab 1:2.000 auf 12,5 Meter Länge fast die gesamte Fläche von Greater London und in welchen Zonen von den Royal Docks im Osten bis zur White City im Westen in Zukunft weitere Entwicklungen geplant sind. Das Modell deckt eine Fläche von rund 200 Quadratkilometern mit 240.000 Gebäuden ab – gigantische Dimensionen für eine europäische Großstadt. Wer sich für Architektur interessiert, aber auch für die künftige Entwicklung unserer Großstädte in Zeiten des Klimawandels, erhält im London Centre einen spannenden Einblick in die Herausforderungen der Zukunft. Denn auch in London geht es wie in vielen anderen Großstädten ja nicht nur darum, möglichst rasch neuen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Es muss ja zugleich auch die gesamte neue Infrastruktur an die Herausforderungen des Klimawandels angepasst und die notwendige Energie- und Mobilitätswende gestaltet werden. Nachhaltigkeit steht daher im Fokus der künftigen Stadtentwicklung.

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London: Megacity im Höhenrausch

Wenn man dieser Tage durch das Zentrum von London streift, dann fallen einem an allen Ecken und Enden die Baustellen auf – insbesondere rund um die „City“ und das Bankenviertel. Überall wachsen in den letzten Jahren Hochhäuser in den Himmel, Kapitalismus und Immobilienspekulation scheinen nicht zu bremsen zu sein. Herausragendes Wahrzeichen darunter ist inzwischen der spitze Glasturm The Shard neben dem Bahnhof London Bridge, der von überall her sichtbar ist und mit 310 Metern von Juli bis Oktober 2012 der höchste Wolkenkratzer Europas war. In einem Zeitungsbericht war einmal die Rede davon, dass gleichzeitig über 200 Hochhäuser über das Stadtgebiet verteilt in Planung oder Bau seien. Das mag zunächst unglaublich klingen, wenn man sich aber an unterschiedlichen Orten umsieht, dann kommt das der Realität schon ziemlich nahe. Selbst im Südosten im Stadtteil Lewisham wachsen um den Bahnhof herum mehrere Türme in die Höhe mit neuen Wohnungen und Apartments. Und das sind nicht nur einzelne, sondern wirklich gleich ein Dutzend. Ähnlich verhält es sich im zweiten Finanzviertel an der Canary Warf entlang der Themse, beim Bahnhof Waterloo oder an anderen zentralen Punkten rund um Bahnhöfe wie Lewisham oder East Croydon.

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