Ein echtes Plus: Die Plus-Zimmer in Premier Inn Hotels

Über 60 Premier Inn Hotels gibt es inzwischen in deutschen Großstädten. Markenzeichen der britischen Kette ist ein moderner Standard mit hervorragenden Betten und tollem Design zu einem in der Regel günstigen Preis. Premier Plus Zimmer bieten zusätzlichen Komfort wie eine gute Aussicht und lohnen oft den Aufpreis.

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UPDATE März 2026: Der Discounter Aldi bietet aktuell wieder in Kooperation mit Animod eine Gutschein-Aktion für Übernachtungen in Premier Inn Hotels in Deutschland an. Für 49 Euro gibt es eine Übernachtung in einem beliebigen Premier Inn Hotel in Deutschland für 2 Personen (also 24,50 Euro pro Person). Frühstück oder Zusatznächte kosten extra. Der Gutschein kann nach dem Kauf ein Jahr lang über die Aldi-Webseite eingelöst werden. Weitere Details dazu und Buchung auf der Aldi-Webseite.

Ich habe ja in diesem Blog schon mehrfach über die Vorzüge der Hotels der Kette Premier Inn berichtet, die es in Großbritannien in so gut wie jeder Stadt gibt. Meine Empfehlungen für die besten Premier Inn in Hotels in London gibt es hier im Beitrag. Dort gibt es auch weitere Hinweise zum Service und Tipps zur Buchung. Ich mache das nicht, weil ich dafür bezahlt werde oder sonstige Vorteile bekomme. Im Gegenteil, Premier Inn hat noch nicht einmal ein Bonussystem für Vielbucher wie es andere Ketten anbieten. Aber ich finde weiterhin, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis bei Premier Inn Hotels insbesondere in London und für Alleinreisende bei zugleich hoher Flexibilität unschlagbar ist. Mit etwas Glück bekommt man bei zeitiger Buchung ein oft geräumiges Zimmer in einem Neubau schon ab 50 Pfund (oder 50 Euro) die Nacht. Aber man findet Hotels der Marke Premier Inn nicht nur in Großbritannien, wo das britische Hospitality-Unternehmen Whitbread PLC beheimatet ist, sondern seit 2016 auch in vielen deutschen Großstädten. Über die Anfänge von Premier Inn in Deutschland habe ich 2020 bereits in diesem Beitrag berichtet. Stand März 2026 gibt es bereits über 60 Premier Inn Hotels in 31 deutschen Städten, und das Unternehmen expandiert weiter. Über die Firmenphilosophie kann man etwas in einem Artikel der Wirtschaftswoche vom Juli 2024 nachlesen.

Premier Inn Plus-Zimmer Köln Mediapark
Ein komfortables Premier Plus Zimmer im Premier Inn Köln City Mediapark Hotel. ©SCRITTI

Der Standard in den Zimmern ist gut, das Design angenehm und modern, vor allem wenn sich das Hotel in einem Neubau befindet. Gebucht werden Premier Inn Hotels am besten über die Hotel-eigene Webseite, weshalb sie oft in Hotel- oder Vergleichsportalen nicht auftauchen. Etwa 2023 begann Premier Inn, in bestimmten Hotels einzelne Zimmer auf einen höheren Standard zu bringen und diese als Premier Plus Zimmer zu vermarkten. Diese Zimmer sind für Geschäftsreisen oder besondere Anlässe gedacht und bieten ein noch stilvolleres Design mit zusätzlichen Annehmlichkeiten. Der Kunde soll sich dort besonders wohlfühlen bei einem weiterhin attraktiven Preis. Und das kann sich durchaus lohnen!

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Berlins coolstes Museum: Gib mir ein B!

Das Buchstabenmuseum in Berlin bietet eine riesige Sammlung mit Neonschriften, Buchstaben und Leuchtobjekten ehemaliger Geschäfte.

In Berlin gibt es ein kleines, wunderbares Museum, versteckt in einem Backsteingewölbe im modernistischen Hansaviertel aus den 1950er Jahren. In den sogenannten S-Bahn-Bögen unter der Berliner Stadtbahn hat das Buchstabenmuseum nach zahlreichen Ortswechseln nun nicht weit vom S-Bahnhof Bellevue ein (hoffentlich dauerhaftes) Zuhause gefunden.

Eingang des Buchstabenmuseum in den S-Bahnbögen im Berliner Hansaviertel ©SCRITTI

Seit vielen Jahren schon sammelt das Buchstabenmuseum ganz banal Buchstaben, die die Moderne geprägt und in erster Linie in der Konsumkultur eine wichtige Rolle gespielt haben. Hauptsächlich sind es beleuchtete Neonschriften, die so typisch für die bundes- wie auch die ostdeutschen Innenstädte waren. Das Buchstabenmuseum leistet mit seiner Sammlung einen wichtigen Beitrag, um deutsche Design- und Kulturgeschichte und damit verbundene ikonische Schriftzüge für die Nachwelt zu bewahren. Im Laufe der Jahre kam so einiges zusammen, und die Notwendigkeit eines großen Lagers für die inzwischen über 2.000 Objekte wurde immer dringlicher. Und so finden sich nun in den Archiven des Museums eben auch die typischen Schriftzüge deutscher Warenhäuser, die aktuell in einer besonderen Ausstellung zu sehen sind. 

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Architektur-Erlebnis: Art Deco in London und UK (Teil 1)

In London und anderen Städten Großbritanniens findet sich ein reichhaltiges Erbe an moderner Architektur im Stil des Art Deco.

London ist im Hinblick auf die Architektur ein echtes Mekka. Es gibt immer noch teils jahrhundertealte Gebäude aus allen Epochen, die die Entwicklung der Stadt und der Gesellschaft vor allem im 19. und 20. Jahrhundert widerspiegeln. Anders als in deutschen Städten, wo die meisten Innenstädte, aber auch Fabriken im Zweiten Weltkrieg unwiederbringlich zerstört wurden, findet man in London immer noch viele Gebäude aus der Vorkriegszeit, insbesondere auch aus der kurzen Zeit der Moderne zwischen 1925 und dem Beginn des Zweiten Weltkriegs, die man heute weitgehend dem Begriff Art Deco zuordnet.

London Bloomsbury, die frühere Daimler Car Hire Garage, Herbrand Street, 1931-33 erbaut nach Plänen von Wallis, Gilbert and Partners. Im runden Gebäudeteil rechts befand sich eine spiralförmige Auffahrt ins Obergeschoss, eine der ersten ihrer Zeit. ©SCRITTI

Es gibt insbesondere im sogenannten Metroland, in den Siedlungen und Vorstädten von Greater London, die in den 1930er Jahren entwickelt wurden, noch sehr viele architektonische Zeitzeugen aus dieser Epoche. Was die Gebäude oft so faszinierend macht, ist ihre zeitlose Eleganz und ihr modernes Erscheinungsbild, das auch noch fast 100 Jahre später funktioniert und bei den Menschen immer noch den Wunsch weckt, in solch einem Gebäude leben oder arbeiten zu wollen. Besonders Instagram-Accounts wie Londonsuburbia von Simon Pollock oder ArtdecoUK widmen sich intensiv der Dokumentation von noch erhaltenen architektonischen Highlights aus der Zeit des Art Deco. Man kann sich in der Tat beim Betrachten dieser Fotos in einer nicht enden wollenden Zeitreise verlieren.

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Designerglück: Die knallbunte SPIEGEL-Kantine in Hamburg von Verner Panton

Im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg findet sich mit der SPIEGEL-Kantine der Rest eines ikonischen Designs im Pop Art Stil von Verner Panton aus den 1960er Jahren.

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Wo: Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, am Steintorplatz gegenüber Hamburg Hauptbahnhof
Anreise: Hamburg Hauptbahnhof mit Bahn, S-Bahn, Bus
Designer: Verner Panton (1926-1998)
Besonderheit: Letztes Überbleibsel verschiedener Räume in Pop Art Gestaltung

In den sozialen Medien tauchen immer wieder einmal Fotos von ziemlich abgefahren gestalteten Räumen komplett in Orange, Blau oder Grün auf, die mich neugierig gemacht haben: Ein regelrechter Farbenrausch mit Teppichboden, runden Tischen und Stühlen und kugelförmigen Deckenleuchten komplett in Orange und Lila! Was wie ein Bühnenbild aus einem Stanley Kubrick Film aussieht, gab es tatsächlich in real: Es handelt ich um die ehemalige Kantine im Hamburger Verlagshaus DER SPIEGEL von Verner Panton. Der dänische Architekt und Designer Verner Panton ist vor allem bekannt für seine Stühle aus Kunststoff wie den Panton Chair, einer der wichtigsten Stühle des 20. Jahrhunderts, und die Verwendung knalliger Pop Art-Farben. Der 1998 verstorbene Möbeldesigner und Innenarchitekt entwarf neben Lampen und Möbeln komplette Inneneinrichtungen zum Beispiel für Hotels und eben 1969 auch für das Verlagshaus DER SPIEGEL in Hamburg. Neben der Kantine gestaltete Panton auch eine separate „Snackbar“ sowie die übrige Inneneinrichtung des Verlagshauses. Prägend war Panton auch für die Möbel der Vitra AG in Basel, so dass seine Arbeiten auch im Vitra Design Museum in Weil am Rhein besichtigt werden können, über das ich an anderer Stelle berichte.

Die SPIEGEL-Kantine in Hamburg: Für manche ein (Alp-)Traum in Orange! ©SCRITTI

Für die einen ist die SPIEGEL-Kantine ein echter Pop Art Traum, für die anderen ein regelrechter Alptraum in Orange! Besonders abgefahren: Es gab auch einen Swimmingpool im Keller des Hauses, der in leuchtendem Rosa-orange-blau erstrahlte! Wohl dem, der damals als Journalist für das Nachrichtenmagazin tätig war!

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Im Test: Hochwertiges Fotobuch von Saal-Digital

Wer viel reist, macht viele Fotos. Doch wo früher Fotoabzüge stapelweise in Schachteln verstaubten, liegen die Foto-Schätzchen heutzutage allzu oft auf der Festplatte und erreichen nur noch selten das Auge eines Betrachters. Hier kann ein schön gestaltetes Fotobuch Abhilfe schaffen, zumal man dann auch für Freunde und Bekannte etwas zum Vorzeigen hat.

Wir haben das Angebot der Saal-Digital Fotoservice GmbH über einen Gutschein getestet und ein Coofeetable-Buch mit Fotos von diversen Trips nach London gestaltet. Wir müssen feststellen: Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Die Qualität des Buches ist sehr gut, es wirkt auch sehr hochwertig. „Im Test: Hochwertiges Fotobuch von Saal-Digital“ weiterlesen

Fundstück: The New Ladies Waitingroom 1962

Manchester-Piccadilly 1962
Ladies Waitingroom Bahnhof Manchester-Piccadilly 1962 aus dem Buch British Rail Designed 1948-97.

Das Foto zeigt den neuen Wartesaal nur für Frauen im Bahnhof Manchester Piccadilly im Jahr 1962 nach der Umgestaltung des Bahnhofes Anfang der 60er Jahre. Reisen mit dem Zug war offenbar eine sehr deprimierende Angelegenheit, vor allem für Frauen…

British Rail Designed 1948-97
British Rail Designed 1948-97

Das Foto stammt aus dem bemerkenswerten Buch British Rail Designed 1948-97 von David Lawrence. Das Buch ist unter anderem erhältlich im Museums-Shop des London Transport Museums am Covent Garden. Dazu heißt es: This book is a very particular and very engrossing book charting the immense story of British Rail design in the period of railway nationalization from 1948 to 1997. British Rail Designed 1948 – 97 is about the design successes, and failures, of Britain’s most extensive state-sponsored industry. It is a story of people and ideas, movement, speed and colour. This book is required reading for anyone with an interest in railway and Industrial Design and Railway practice and politics.