Berlins coolstes Museum: Gib mir ein B!

Das Buchstabenmuseum in Berlin bietet eine riesige Sammlung mit Neonschriften, Buchstaben und Leuchtobjekten ehemaliger Geschäfte.

In Berlin gibt es ein kleines, wunderbares Museum, versteckt in einem Backsteingewölbe im modernistischen Hansaviertel aus den 1950er Jahren. In den sogenannten S-Bahn-Bögen unter der Berliner Stadtbahn hat das Buchstabenmuseum nach zahlreichen Ortswechseln nun nicht weit vom S-Bahnhof Bellevue ein (hoffentlich dauerhaftes) Zuhause gefunden.

Eingang des Buchstabenmuseum in den S-Bahnbögen im Berliner Hansaviertel ©SCRITTI

Seit vielen Jahren schon sammelt das Buchstabenmuseum ganz banal Buchstaben, die die Moderne geprägt und in erster Linie in der Konsumkultur eine wichtige Rolle gespielt haben. Hauptsächlich sind es beleuchtete Neonschriften, die so typisch für die bundes- wie auch die ostdeutschen Innenstädte waren. Das Buchstabenmuseum leistet mit seiner Sammlung einen wichtigen Beitrag, um deutsche Design- und Kulturgeschichte und damit verbundene ikonische Schriftzüge für die Nachwelt zu bewahren. Im Laufe der Jahre kam so einiges zusammen, und die Notwendigkeit eines großen Lagers für die inzwischen über 2.000 Objekte wurde immer dringlicher. Und so finden sich nun in den Archiven des Museums eben auch die typischen Schriftzüge deutscher Warenhäuser, die aktuell in einer besonderen Ausstellung zu sehen sind. 

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Reisetipp: Trolleybus und Pferdetram – kleine Zeitreise in Lüttich

Die ehemalige Industriemetropole Lüttich im Osten Belgiens ist für ihren Flohmarkt berühmt. Seit 2009 kommen auch Architekturfans und solche, die sich für alles rund ums Bahnfahren begeistern: Den Hauptbahnhof Liège-Guillemins, gestaltet von Architekt Santiago Calatrava, kann man getrost als moderne Kathedrale der Mobilität bezeichnen.

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Architektonisches Meisterwerk: Bahnhof Liège-Guillemins von Stararchitekt Santiago Calatrava von 2009. Wer möchte hier nicht seine Stadterkundung starten? © Cordula Schulze

Und für die Freunde des ÖPNV wird es ab 2022 noch zusätzlich spannend: Dann soll eine neue Straßenbahnlinie eröffnen  – die erste seit der Stilllegung des Tramnetzes im Jahr 1968. Wer so lange nicht warten kann, dem empfehlen wir den Besuch des Musée des Transports en Commun de Wallonie – das Museum des öffentlichen Nahverkehrs der Wallonie (MTCW). In einem rund hundert Jahre alten Straßenbahndepot gibt es hier alles rund um den öffentlichen Personennahverkehr in Lüttich und der Provinz Wallonien zu sehen – von Postkutschen über Pferdebahnen bis zu historischen Trolleybussen, dem ältesten in Belgien erhaltenen elektrischen Triebwagen und elektrischen Straßenbahnen. Die Sammlungen des Museums umfassen laut Eigendarstellung alle aus dem städtischen Personennahverkehr Lüttich und Verviers erhaltenen Fahrzeuge sowie einen Großteil der aus dem Verkehrsnetz Charleroi erhaltenen Transportmittel. Ebenso sind rund zwölf Fahrzeuge der nationalen belgischen Kleinbahngesellschaft SNCV zu sehen.

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