London Spezial: Hidden Underground Touren in die Vergangenheit der U-Bahn

Die sehr beliebten Touren vom London Transport Museum durch stillgelegte U-Bahn Stationen und aufgegebene Tunnel entführen in eine faszinierende Welt tief im Untergrund und in die Vergangenheit von London.

Update August 2026: Es können ab 26. August 2026 wieder über das London Transport Museum neue Tickets für die beliebten „Hidden London“ Underground Touren bis Anfang 2027 gebucht werden. Newsletter-Abonnenten können über einen speziellen Link bereits 24 Stunden vorher exklusiv Tickets für kommende Touren kaufen.

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Das London Transport Museum am Covent Garden (das übrigens wirklich einen Besuch wert ist, da über das Transportsystem von London auch viel über die geschichtliche Entwicklung der ganzen Stadt erzählt wird!) bietet regelmäßig als „Hidden London“ geführte Touren im Londoner Untergrund an. Ähnlich wie beim Verein Berliner Unterwelten geht es dabei um stillgelegte oder nicht mehr genutzte Tunnel, versteckte oder aufgegebene Stationen und geheime Wege im weit verzweigten Londoner U-Bahn System. Die Touren bieten meist nur Platz für wenige Teilnehmende und sind daher oft Monate im Voraus ausgebucht.

London Charing Cross Station Hidden London Underground Tour Escalators
Gespenstische Atmosphäre im stillgelegten Bereich der U-Bahn unter dem Bahnhof Charing Cross. ©SCRITTI

Um rechtzeitig Informationen über Termine und Tickets zu bekommen, abonniert man am besten den Newsletter des London Transport Museums. Die nächste Runde im Ticket-Verkauf startet am Mittwoch, den 25. Februar 2026. Newsletter-Abonnenten erhalten schon einen Tag vorher einen exklusiven Link, über den die begehrten Tickets erworben werden können. Es wird empfohlen, sich einen Account beim London Transport Museum zuzulegen, um den Ticketkauf zu beschleunigen. Aktuell kosten die Tickets für eine Tour pro Person meist zwischen 40 und 45 Pfund. Nicht gerade günstig, aber es lohnt sich auch für Nicht-Tube-Nerds! Die Touren dauern meist zwischen 75 und 90 Minuten.

Auf dem Programm stehen neben den Touren Euston: The Lost Tunnels und Charing Cross: Behind the silver screen, über die ich nachfolgend im Beitrag berichte, zum Beispiel Piccadilly Circus: The Heart of London, Baker Street: the world’s first Underground oder Aldwych: The End of the Line. Es gibt inzwischen auch noch eine oberirdische Walking Tour Secrets of central London durch das Theaterland und Covent Garden. Dieser Rundgang enthüllt wenig bekannte Fakten über die Gegend, die direkt aus den Archiven des London Transport Museum stammen. Man erfährt außerdem, wie bekannte Straßen die Londoner Verkehrsinfrastruktur prägten – vom Bau der Piccadilly Line und des Kingsway Tram Tunnels bis hin zum Bau der Elizabeth Line in den 2010er-Jahren. Aufregender sind jedoch sicherlich die Touren durch verlassene Tunnel und Bahnhöfe im Untergrund.

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Bekonscot Model Village: Zeitreise in ein ideales England der 1930er Jahre in Miniatur

Zurück in die gute alte Zeit: Vor den Toren Londons verzaubert in Beaconsfield die älteste Miniaturwelt Großbritanniens die Besucher mit Art Deco Gebäuden und historischen Eisenbahnen.

Wo: Beaconsfield, Buckinghamshire
Anreise: Mit Chiltern Railways mehrmals pro Stunde von London Marylebone bis Beaconsfield (ca. 25-35 Minuten Fahrt), Oyster Card gilt nicht!
Besonderheit: Großbritanniens älteste Open Air Miniaturwelt im Stil der 1930er Jahre im Maßstab 1:12 bzw. 1:32
Öffnungszeiten: Von Februar bis November täglich 10-17:30 Uhr, Ticketpreise aktuell Erwachsene £14, Familien ab £28

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Knapp 40 Kilometer vom Zentrum Londons entfernt findet sich auf dem Weg nach Oxford und Birmingham in Beaconsfield in Buckinghamshire ein ganz besonderes historisches Kleinod: Die älteste Miniaturwelt Großbritanniens! Bereits 1929 wurde Bekonscot Model Village & Railway zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und bezeichnet sich daher sogar als das „älteste originale Modelldorf der Welt“. Auf einer Fläche von rund 1,5 Hektar findet sich heute eine wunderbare Miniaturwelt aus gepflegten, grünen Gärten, fein detaillierten Modellgebäuden (meist im Maßstab 1:12) und historischen Modellbahnen der Spur 1 (im Maßstab 1:32), die zwischen Koniferen, Felsen und Teichen ihre Runden durch ein Großbritannien zur Zeit der 1930er Jahre drehen. Besonderes Highlight sind einige herausragende, typische Gebäude im Art Deco Stil, die das Lebensgefühl der Zeit widerspiegeln. In Großbritannien ist Bekonscot so bekannt, dass es im TV sogar schon als Krimi-Kulisse mit einem Mordfall inmitten der Miniaturwelt diente. Und auch der Ort Beaconsfield selbst dient immer wieder als Kulisse für die Ermittlungen von Inspektor Barnaby in der TV-Serie Midsomer Murders.

Ähnlichkeiten beabsichtigt: Das berühmte Hoover Building im Art Deco Stil im Westen Londons taucht in der „New Town“ von Bekonscot als Hoovolux Fabrik wieder auf. ©SCRITTI

Beaconsfield ist bequem mit den Zügen von Chiltern Railways vom Bahnhof London Marylebone aus in rund 30 Minuten erreichbar. Ein Fußweg von etwa zehn Minuten führt einen vom Bahnhof in das beschauliche Örtchen und zur Miniaturwelt, die etwas unscheinbar im Wohngebiet hinter Privathäusern versteckt liegt. Dies ist nicht verwunderlich, entstand die Modellwelt doch in den 1920er Jahren im Garten des wohlhabenden Londoner Buchhalters Roland Callingham in Zusammenarbeit mit seinem Gärtner W. A. Berry.

Alles, was England ausmacht, meist im Maßstab 1:12: Bekonscot Model Village in Beaconsfield nordwestlich von London. ©SCRITTI

Callingham hatte das Gelände gekauft, um ursprünglich mal einen Teich und Tennisplätze für die Belustigung seiner Kollegen aus der Londoner High Society anzulegen. Doch es kam schließlich alles anders als gedacht.

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Die schönsten Bahnen: Barmouth Viadukt erstrahlt in neuem Glanz

Seit Dezember 2023 rollen nach intensiver Renovierung wieder Züge über das grandiose Eisenbahn Viadukt von Barmouth in Wales und locken wieder Touristen in die traumhafte Landschaft.

Vor ein paar Jahren habe ich in diesem Blog einen Beitrag über das legendäre Bahnviadukt von Barmouth im Nordwesten von Wales veröffentlicht, auf das ich bei einer kleinen Rundreise im Juni 2011 überraschend gestoßen bin. Als alter Eisenbahn Enthusiast war ich sofort von dem historischen Bauwerk begeistert, zumal es in einer grandiosen Landschaft zwischen Meer und grünen Küstenbergen liegt – ein echter Traum für jeden Bahnreisenden und Modellbahner. Auch sonst ist die Gegend um Barmouth, wo der Fluss River Mawddach ins Meer mündet, ein absoluter Traum und unbedingt eine Reise wert. Die 820 Meter lange, denkmalgeschützte Barmouth Bridge ist eine der ältesten Eisenbahnbrücken Großbritanniens und wurde am 10. Oktober 1867 offiziell eröffnet. Da sie überwiegend aus Holz besteht, hat der Zahn der Zeit im rauen Seeklima an der Konstruktion sichtlich genagt, so dass nun eine umfangreiche Renovierung nötig war. Diese wurde im Dezember 2023 nach vier Jahren erfolgreich abgeschlossen.

Ein Zug fährt über die wiedereröffnete Barmouth Bridge in Wales im Dezember 2023. ©NetworkRail

Am 8. Dezember 2023 feierte der Infrastrukturbetreiber Network Rail daher zusammen mit den Beteiligten nicht ohne Stolz den Abschluss der Renovierungsarbeiten des ikonischen Bauwerks, das sich an der Cambrian Line fast einen Kilometer weit über das Flussdelta erstreckt und in der Eisenbahnwelt seinesgleichen sucht. Bei Ebbe führen Bahnlinie und Viadukt über weite, kilometerlange Sandstrände, die man unbedingt gesehen haben sollte.

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Die 13 besten Tipps, wie man das günstigste Bahnticket findet

Der Tarifdschungel der Bahn in Deutschland scheint immer undurchdringlicher. Doch mit ein paar Tricks lassen sich auch günstige Tickets finden.

UPDATE Juni 2024: Die DB hat laut Pressemitteilung seit dem 11. Juni 2024 wieder eine Super Sparpreis Aktion für Reisende im Fernverkehr aufgelegt. Für kurze Strecken im Fernverkehr gibt es Tickets bereits ab 12,99 Euro (mit BahnCard-Rabatt ab 9,74 Euro). Den Aktionspreis gibt es nun wieder bis 30. September für Reisen bis zum 14. Dezember 2024. Wenn man die Tickets geschickt kombiniert, kann man auch längere Strecken günstig im ICE zurücklegen (siehe Tipp 10 im Blog-Artikel).

Bahnfahren in Deutschland wird immer beliebter, aber im Fernverkehr auch immer teurer, weil inzwischen ICE-Züge auch unter der Woche hoch ausgelastet sind. Selbst mit einer BahnCard 25 muss man inzwischen etwa für Fahrten nach Berlin kurzfristig über 100 Euro bezahlen und im sogenannten Flexpreis fahren. Mit einigen Tricks, etwas Spürsinn und Ausdauer kann man im allgemeinen Tarifdschungel auch kurzfristig noch günstige Tickets für Bahnreisen im Fernverkehr finden. Inzwischen nutzen viele Bahngesellschaften wie schon die Airlines ein so genanntes „Yield-Management“, bei dem sich Preise nach Zeitpunkt der Buchung und Auslastung richten und – je näher der Reisezeitpunkt rückt – teurer werden. Damit soll die Auslastung besser gesteuert werden. Die Deutsche Bahn etwa bietet Super-Sparpreise (SSP) in Aktionen ab 9,90 Euro (ohne BahnCard) an, die man bei Buchung mehrere Wochen im Voraus auf Fernstrecken mit ICE-Verbindungen finden kann. Sind diese Kontingente erschöpft, wird es nach und nach teurer. Doch mit ein paar Tricks lassen sich im System auch kurzfristig noch versteckte Schnäppchen finden. Diese Tricks gelten auch für Bahnen in anderen Ländern wie Großbritannien, wo Ticketpreise ebenfalls extremen Schwankungen unterliegen. Für Anmerkungen oder weitere Tipps bin ich dankbar!

Reisen mit der Bahn wird immer beliebter – und teurer! Doch mit ein paar Tricks lassen sich im Tarifdschungel auch günstige Tickets finden. ©SCRITTI

Allgemeines zum Ticketkauf: Online über die Webseite der Deutschen Bahn oder auf dem Smartphone über die jeweiligen Apps der Bahnen, zum Beispiel dem DB Navigator. Es gibt auch Anbieter wie Trainline.com oder Mobilitäts-Plattformen wie Omio, die europaweit auch über Grenzen hinweg Auskünfte erteilen und durchgehende Bahntickets verkaufen. Wer etwa die DB Navigator App installiert und sich angemeldet hat, bekommt sein gekauftes Ticket automatisch in die App übertragen. Über die App kann man auch eine dazu gehörige BahnCard speichern, um sie im Zug vorzuzeigen. Mittlerweile muss man bei den meisten Bahnbetreibern Tickets nicht mehr ausdrucken und kann diese in den entsprechenden Apps vorzeigen. Zahlreiche Tipps für die Reise per Bahn nach London gibt es in diesem Beitrag.

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Daytrips von London: Salisbury, Stonehenge und Alternativen

Das berühmte Steinmonument von Stonehenge und das benachbarte Städtchen Salisbury mit beeindruckender Kathedrale sind von London aus bequem per Bahn in einem Tagesausflug erreichbar. Doch es gibt noch bessere Alternativen, wie etwa der prähistorische Steinkreis von Avebury, der frei zugänglich und weit weniger touristisch ist.

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UPDATE 2026: Die Organisation London Walks bietet auch 2026 bis Oktober etwa einmal im Monat geführte Tagesausflüge nach Bath und Avebury mit Guide Simon an. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der prähistorische Steinkreis von Avebury die bessere Alternative zum kommerziellen Stonehenge ist und Kenner dieses Ziel bevorzugen! Der Ausflug startet per Bahn im Bahnhof London Paddington und führt vor Ort in einem gecharterten Tourbus von Bath zum imposanten Steinkreis von Avebury. Frühzeitige Anmeldung wird empfohlen. Weitere Tagesausflüge mit London Walks führen regelmäßig in die Cotswolds, nach Cambridge und Oxford.

Für viele Touristen, die etwas mehr Zeit in London verbringen und die etwas Besonderes jenseits des Trubels der Großstadt erleben wollen, lohnt sich ein Tagesausflug zu Zielen außerhalb von London. Ganz oben auf dieser Liste stehen die historischen Städte Oxford, Cambridge oder auch das berühmte Steinmonument von Stonehenge, das vor allem zur jährlichen Sommersonnenwende am 21. Juni die Besucher in Scharen anzieht (auf englisch Solstice) und zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Zu vielen solcher touristischen Ziele werden von London aus von verschiedenen Veranstaltern Tagestouren mit Bussen angeboten. Da es jedoch von London aus in alle Richtungen sehr gute Bahnverbindungen gibt, kann man auch auf eigene Faust auf Entdeckungstour gehen.

Die berühmten Steine von Stonehenge stehen ganz oben auf der Liste mit Tagesausflügen von London. ©SCRITTI

Viele interessante Ziele sind in weniger als zwei Stunden per Bahn direkt erreichbar, etwa die Städte: Bath Spa (1:20 Std), Brighton (58 Min), Birmingham (1:30 Std), Bristol (1:35 Std), Cambridge (50 Min), Eastbourne (1:25 Std), Oxford (55 Min), Peterborough (50 Min) oder eben auch Salisbury (1:25 Std) im Südwesten nicht weit entfernt von Stonehenge. Vom Bahnhof Salisbury kann man per Bus oder Taxi weiter ins rund 16 Kilometer entfernte Stonehenge fahren. Die Stadt Salisbury mit der beeindruckenden Kathedrale und dem historischen Marktplatz ist aber auf jeden Fall auch einen Besuch wert. Eine Alternative zu Stonehenge bildet der Steinkreis von Avebury.

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London Spezial: Die Geschichte von U-Bahn, Bus und Tram in der Metropole

Das London Transport Museum beherbergt im Depot im Stadtteil Acton eine Vielzahl historischer Fahrzeuge und Materialien aus der Londoner Verkehrsgeschichte.

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UPDATE 2026: Der nächste Termin zum Besuch des Museum Depots in Acton vom London Transport Museum ist von Donnerstag 9. April bis Sonntag 12. April 2026. Das übergeordnete Motto lautet „Icons of London“: 2026 ist ein Jahr der Meilensteine mit 120 Jahre Bakerloo-Linie, 70 Jahre seit der Einführung der berühmten roten Routemaster-Busse und 10 Jahre Night Tube. Von Plakatkunst über ikonische Designstücke bis hin zum weltberühmten Design der Tube Map und der Londoner Fahrzeuge können Besucher im Depot in eine Sammlung mit über 320.000 Objekten eintauchen. Weitere Termine für die Depot Open Days sind Freitag, 3. bis Sonntag 5. Juli 2026 sowie Freitag, 18. bis Sonntag 20. September 2026. Bei der Veranstaltung gibt es immer auch Führungen zu den unterschiedlichsten Themen.

Das London Transport Museum ist eine Institution und immer wieder einen Besuch wert. Auf sehr anschauliche Weise wird hier in ehemaligen Markthallen von 1871 in Covent Garden seit 1980 die Geschichte der Mobilität in London erzählt. Von den Anfängen mit Pferdekutschen bis zum heute ausgedehnten Verkehrsnetz mit U-Bahnen, Tram, DLR, Overground und natürlich den berühmten Doppelstockbussen. Über das Verkehrswesen in London wird auf spannende Weise auch die Entwicklung der Stadt zur heutigen Größe erzählt. Ohne den Bau der Eisenbahn- und U-Bahn-Linien ins Umland wäre die heutige Struktur der Stadt überhaupt nicht möglich gewesen. Ohne öffentliche Verkehrsmittel wäre ein Leben in London undenkbar. Im Museum am Covent Garden gibt es auch eine Auswahl an typischen Fahrzeugen der Londoner Verkehrsgeschichte.

Im Acton Depot des London Transport Museums gibt es eine große Sammlung von Omnibussen, Trams und U-Bahnen aus allen Epochen. ©SCRITTI

Da der Raum mitten in der Innenstadt ohne adäquaten Gleisanschluss natürlich begrenzt ist, verfügt das London Transport Museum noch über eine weniger bekannte Außenstelle: Das Museum Depot in Acton im Westen von London mit direktem Anschluss an das Londoner U-Bahn-Netz. In diesem Depot werden U-Bahnen, Busse und allerlei andere Objekte mit Relevanz für die Londoner Transportgeschichte aufbewahrt. Drei- bis viermal im Jahr hat auch die Öffentlichkeit an langen Wochenenden Zutritt. Die nächsten Termine für Open Depot Days in 2026 sind 9. bis 12. April, 3. bis 5. Juli sowie 18. bis 20. September 2026.

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Meister der Moderne: Charles Holden, Architekt für London Underground

Der herausragende Architekt Charles Holden wurde 1875 geboren und ist vor allem wegen seiner Bauten für die Londoner U-Bahn im Stil der Moderne der 1930er Jahre berühmt.

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Am 12. Mai 1875 wurde der Architekt Charles Holden in Bolton, Lancashire geboren. Bekannt wurde Holden vor allem für seine teils ikonischen Entwürfe für Stationen der Londoner U-Bahn, die vor allem bei den Erweiterungen der Northern Line und der Piccadilly Line in den 1930er Jahren entstanden und heute als typische, wegweisende Gebäude im Stile der Moderne und des Art Deco angesehen werden. Im Jahr 2026 werden tatsächlich einige der ersten U-Bahn-Stationen nach Plänen von Charles Holden hundert Jahre alt! Holden arbeitete eng an der Seite von Frank Pick, der damals als Chef der Underground Electric Railways Company of London (UERL) in den 1930er Jahren das Londoner Verkehrswesen transformierte und für eine moderne und einheitliche Designsprache in allen Bereichen sorgte. Mehr zu diesem herausragenden Design insbesondere bei Plakaten und Postern im Stil des Art Deco gibt es hier im Beitrag.

Das Ufo ist gelandet! Und zwar schon 1933 mitten in Southgate im Norden von London. ©SCRITTI

Im Frühjahr 2023 hatte ich zum ersten Mal die Möglichkeit, die U-Bahn-Station Southgate an der Piccadilly Line im Norden von London im Original zu besichtigen, nachdem ich diese schon lange auf meiner Liste hatte. Für mich ist dieses elegante runde Gebäude, das wie ein gerade gelandetes Ufo mitten in Southgate sitzt, ein Meisterwerk unter den vielen Stationen, die Charles Holden in den 1920er und 1930er Jahren für die Londoner U-Bahn entworfen hat und die heute in der Regel unter Denkmalschutz stehen. Wenn man einmal auf die herausragenden Gebäude von Charles Holden aufmerksam geworden ist, sieht man schnell seine Handschrift auch bei anderen Bauten für die Londoner U-Bahn. Auch hundert Jahre nach deren Entstehen überzeugen sie immer noch durch Modernität, Funktionalität und zeitloses Design.

Von Charles Holden gestaltete, modernistische Gebäude aus den 1930er Jahren sind auch jedes Jahr Bestandteil des Open House London Festivals im September und können wie etwa das Senate House bei dieser Gelegenheit besichtigt werden. Alles was man rund ums Open House Festival wissen muss, steht hier im Beitrag.

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Stadtspaziergang: London Ealing, kompakte Kleinstadt mit Charme

Der Stadtteil Ealing im Westen von London hat mit der Elizabeth Line eine hervorragende Anbindung und eignet sich nun gut als Standort für den Städte-Trip.

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Im März 2023 bin ich bei zum ersten Mal im Londoner Stadtteil Ealing im Westen der Stadt gelandet. Anlass dafür war mein Besuch der Open Depot Days im benachbarten Acton Depot des London Transport Museums, die meist nur an drei Wochenenden im Jahr stattfinden und über die ich hier im Beitrag berichte. Ich war positiv überrascht über den Stadtteil am westlichen Ende von London, der mit über 367.000 Einwohner*innen zum drittgrößten Bezirk (Borough) von Greater London zählt. Er umfasst dabei sieben größere Ortschaften, nämlich Acton, Ealing, Greenford, Hanwell, Northolt, Perivale und Southhall. Ealing ist auch bekannt als die „Queen of the Suburbs“ wegen der vielen Parks und grünen, von Bäumen gesäumten Straßen. Zudem gibt es in der Gegend einige wichtige und gut erhaltene Art Deco Gebäude aus den 1930er Jahren wie das weltberühmte Hoover Building, für die ich hier im Beitrag eine kleine Architektur-Tour zusammengestellt habe.

Broadway und New Broadway in Ealing sind die Hauptverkehrsachsen mit Einkaufsmöglichkeiten in Shopping Centern und sehr vielen Cafés und Restaurants. ©SCRITTI

Mit dem Bahnhof Ealing Broadway hat der Bezirk zudem einen großen Nahverkehrsknoten. Hier im Westen enden einerseits die U-Bahnen der Central Line und der District Line aus dem Zentrum von London kommend. Es stoppen auch Regionalzüge von Great Western auf der Great Western Mainline, der Hauptstrecke Richtung Westen. Das größte Plus aber ist die Elizabeth Line, die neue Ost-West-Bahnlinie, die seit ihrer Eröffnung im Mai 2022 in Ealing Broadway hält, und nun unglaublich schnelle Verbindungen in die Innenstadt von London ermöglicht. Die Fahrt mit dem Zug der Elizabeth Line dauert nur 22 bis 24 Minuten bis ins Zentrum von London.

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Die schönsten Bahnen: Zeitreise mit der Bluebell Railway in Sussex

Die historische Bluebell Railway befindet sich nur eine Stunde Bahnfahrt von London entfernt und bezaubert durch Dampfzugfahrten in satt grüner Landschaft mit blauen Bluebells Blumen im Frühjahr.

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Jetzt im Frühjahr beginnt wieder die Saison der historischen Eisenbahnen. In Großbritannien werden diese Heritage Railways genannt. Es geht also weniger um Nostalgie, sondern um die Eisenbahn als kulturelles Erbe und „lebendige Geschichte“. In kaum einem anderen europäischen Land gibt es so viele historische Eisenbahnen, die in der Regel ehrenamtlich von Vereinen am Leben erhalten und mit historischen Fahrzeugen betrieben werden. Die Briten lieben ihre Eisenbahnen! Eine Übersicht mit Landkarte und Veranstaltungskalender bietet die Webseite Heritage-Railways.com. Meist geht es dabei um Strecken, die in den 1960er Jahren durch den Kahlschlag der so genannten „Beeching Axe“ stillgelegt wurden. Damals ging auch in Großbritannien der Trend hin zum Automobil, und die staatliche Eisenbahn British Rail kämpfte wie überall mit veralteter Technik, vernachlässigter Infrastruktur und vermeintlich hohen Kosten. Richard Beeching hat deshalb im Auftrag der Regierung zwei Papiere verfasst: The Reshaping of British Railways (1963) und The Development of the Major Railway Trunk Routes (1965), die das Schicksal vieler Nebenstrecken wegen vermeintlicher Unwirtschaftlichkeit besiegelten. Wir kennen das gleiche Vorgehen aus Deutschland, wo bis in die 1990er Jahre tausende Bahnkilometer von der Deutschen Bahn stillgelegt wurden, weil die Bahn als altmodisch und teuer und Busverkehr vermeintlich als modern und als wirtschaftlich galt. Die Konsequenzen insbesondere fürs Klima sind bekannt.

Auf der 17,7 Kilometer langen Bluebell Railway in West Sussex finden das ganze Jahr über Fahrten mit historischen Dampfzügen in herrlich viktorianischem Ambiente statt. ©SCRITTI

In Großbritannien konnten zum Glück schon recht früh viele solcher zur Stilllegung vorgesehener Strecken von Eisenbahn Enthusiasten übernommen und damit zumindest abschnittsweise für die Zukunft gerettet werden. Heute sind dies wichtige Touristenmagnete, an denen meist am Wochenende Fahrten in historischen Zügen oder Motto Events wie Teatime- oder Dinner-Züge meist in viktorianischem Ambiente geboten werden. Etwa eine Stunde Bahnfahrt von London entfernt findet sich zum Beispiel die Bluebell Railway in herrlicher, typisch englischer Landschaft. Ihren Namen hat die Bahn von den gleichnamigen Glockenblumen, die meist im April entlang der Strecke blaue Blumenteppiche bilden. Um die kleinen Bluebells gibt es in Großbritannien einen regelrechten Hype, wie man im Blog von A decent Cup of Tea nachlesen kann.

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13 Profi-Tipps für die Bahnreise mit dem Eurostar nach London

Internationale Bahnreisen werden immer beliebter, und gerade nach London kann man auch sehr bequem mit den Zügen von Eurostar von Deutschland aus über Brüssel oder Paris reisen. 13 Tipps worauf man bei der Ticketbuchung und im Zug achten sollte.

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UPDATE 9. September 2026: Aktuell bietet Eurostar wieder einen Ticketsale an, mit Rabatten für Reisen in Eurostar Standard. Fahrten sind im gesamten Streckennetz möglich zwischen London, Paris, Lille, Brüssel, Köln, Rotterdam oder Amsterdam. Gebucht werden muss bis zum 14. September 2026 für Reisen zwischen zwischen dem 23. September und 16. Dezember 2026. Seltsamerweise wird auf der deutschen Version der Eurostar Webseite nur die Verbindung Köln – Paris beworben. Auf der internationalen Eurostar Webseite kann man alle Verbindungen auswählen. Für Oktober und November gibt es für Paris – London oder Brüssel – London fast täglich günstige Tickets ab 39 Euro (einfache Fahrt) bei Buchung von Hin- und Rückfahrt. Wenn man auf der deutschen Eurostar Webseite in die normale Ticketbuchung geht, werden die Sonderpreise ebenfalls angezeigt.

London St Pancras International Eurostar 2 Class trains
Eurostar setzt auf den Linien von London nach Brüssel und Paris immer noch zwei unterschiedliche Zugtypen ein, die älteren Fahrzeuge auf Basis des französischen TGV (vorne) sowie neuere Züge vom Typ Siemens Velaro (hinten). ©SCRITTI

Eurostar Upgrade und Last Minute Tickets: Man kann mit einem Eurostar Standard Ticket auf eine höhere Klasse bieten und so ab 25 Euro zusätzlich mit mehr Platz und einer kostenlosen Mahlzeit inklusive Getränke reisen. Ob man auf ein Upgrade bieten kann, erfährt man auf der entsprechenden Eurostar-Upgrade Seite. Wer flexibel in seiner Reisezeit ist, kann auch noch wenige Tage vorher je nach Verfügbarkeit Tickets ab 40 Euro je Fahrt über Eurostar Snap erhalten. Gebucht werden kann frühestens 14 Tage im Voraus. Alle Details unten im Beitrag.

Ich fahre ja regelmäßig per Bahn nach London und habe in verschiedenen Posts in diesem Blog und auf den Seiten mit Reisetipps bereits viele Informationen zur Bahnreise von Deutschland nach Großbritannien geteilt. An dieser Stelle möchte ich nochmals einige nützliche Tipps zur Ticketbuchung und rund um die Reise mit dem Eurostar zusammenfassen. Eurostar International ist aktuell die einzige Gesellschaft, die durch den Eurotunnel unter dem Ärmelkanal zwischen Calais und Dover verkehrt und hat daher ein Monopol auf dieser Route. Daher sind die Tickets nicht immer günstig. Ankündigungen der Deutschen Bahn oder anderer Wettbewerber, mit Schnellzügen nach London zu fahren, bleiben bislang eine Luftnummer. Hauptproblem dabei ist, dass Passagiere und Gepäck vor der Nutzung des Eurotunnels Sicherheitschecks unterzogen werden müssen. Daher braucht es für die Kontrollen von Gepäck und Reisepässen entsprechende abgeschlossene Terminals wie für Eurostar in Brüssel Midi, Paris Gare du Nord oder im grandiosen Bahnhof London St. Pancras.

Endlich angekommen: Wenn man im Bahnhof London St. Pancras den Schriftzug „I want my time with you“ liest, weiß man, dass es nur noch wenige Meter sind bis ins Gewühl der schönsten Stadt der Welt. ©SCRITTI

Nachteilig auf die Ticketpreise wirkt sich auch aus, dass Eurostar seit dem Brexit teils ein Drittel weniger Tickets pro Zug für die Fahrt von London nach Paris oder Brüssel verkaufte, da sich die Formalitäten für die Ausreise von Briten deutlich verkompliziert haben und es zeitweise nicht genügend Personal (und Platz) für die Grenzkontrollen im Bahnhof London St. Pancras International gab. Dies ist auch der Grund, warum Eurostar seit dem Brexit nicht mehr in den Bahnhöfen Ashford International oder Ebbsfleet International auf britischer Seite hält. Von hier aus hatte man früher einen bequemen Zugang zu den Seebädern am Meer. Doch die Bahnreise nach London ist weiterhin schnell, umweltfreundlich und preislich attraktiv, wenn man ein paar entscheidende Tipps befolgt.

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