Leigh-on-Sea: Ein Winterspaziergang am Meer entlang

Von London aus schnell ans Meer – das geht am besten per Bahn in Richtung Southend-on-Sea. Jenseits des Trubels der Großstadt bietet sich ein entspannter Tag mit Spaziergang entlang der Küste in Leigh-on-Sea an, das an ein idyllisches Fischerdorf erinnert.

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Wenn an einem schönen Wintertag in London die Sonne scheint und man sich nach einem entspannenden Spaziergang mit Licht und Weite sehnt, empfehle ich einen Tagestrip an die Küste. Zum Glück ist das Meer von London aus ja schon in rund einer Stunde Bahnfahrt erreichbar. Eines der nahegelegensten Seebäder ist Southend-on-Sea östlich von London, wo sich die Themse in einer weiten Bucht mit der Nordsee verbündet. Southend ist seit dem 19. Jahrhundert quasi die Badewanne des Londoner East End. Besonders beschaulich geht es dabei in Southends Stadtteil Leigh-on-Sea zu, rund 65 Kilometer von London entfernt und von London aus gesehen zwei Bahnstationen vor dem Bahnhof Southend Central.

Leigh-on-Sea Coast Boats Winter
Leigh-on-Sea an der Themse-Mündung an einem sonnigen Wintertag im Januar 2025. ©SCRITTI

Leigh-on-Sea ist von London aus der am schnellsten erreichbare Ort, an dem man richtige Seeluft schnuppern und ein Gefühl von British Seaside erleben kann, sommers wie winters. Genau genommen befindet sich Leigh-on-Sea noch nicht direkt am Meer, sondern in der großen Bucht, in der die Themse in die Nordsee übergeht, dem so genannten Thames Estuary. Aber am Horizont erkennt man bereits das über zwei Kilometer lange Pier von Southend, und dahinter befindet sich tatsächlich die Nordsee. Zudem hat Leigh-on-Sea den Charme eines kleinen Fischerdorfs an der britischen Küste, dem man sich auch an einem sonnigen Wintertag nur schwer entziehen kann.

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Juni-Tipps: Kühle Gärten, beschauliche Kanäle und endlose Strände

London lockt im Juni mit einem großen Garten-Festival oder beschaulichen Bootsfahrten auf dem Regent’s Kanal. Jenseits des Trubels bietet sich ein entspannter Tag am Meer an.

Das Pfingstwochenende wird auch in London wohl sehr voll werden. Zumal wieder jede Menge Events angesagt sind, und auch die Open Air Saison mit Festivals, Ausstellungen und Musikveranstaltungen begonnen hat. Ein Highlight am ersten Juni-Wochenende ist auf jeden Fall das beliebte Event London Open Gardens. Unzählige Gärten, die sonst für die Allgemeinheit verschlossen sind, öffnen am 7. und 8. Juni 2025 ihre Pforten und lassen die Besucher in über 100 kleinere und größere grüne Oasen eintauchen.

London Belgravia Eccleston Square Garden
Bei London Open Gardens gibt es Einblicke in Gärten wie am Eccleston Square in Belgravia. ©SCRITTI

Egal ob Dachgärten, Community Gardens, kleine Parks, historische Anlagen oder ganz private Hausgärten, die Auswahl ist riesig. Es werden auch Rundgänge oder Gesprächsrunden mit den Menschen angeboten, die Grünflächen für Natur, Klima und die Stadtbewohner pflegen und erhalten. Man muss Tickets buchen, um Zutritt zu den Gärten zu bekommen oder um an Walks, Führungen und Radtouren teilzunehmen.

Seltene Einblicke in die Verkehrsgeschichte

London Transport Museum Acton Depot
Historische Busse und Bahnen gibt es im Museums Depot in Acton zu entdecken. ©SCRITTI

Am ersten Juni-Wochenende gibt es zum zweiten Mal in diesem Jahr Tage der Offenen Tür im Museums Depot in Acton vom London Transport Museum. In den großen Hallen wird alles gesammelt und aufbewahrt, was bedeutend für den Londoner Nahverkehr war. An drei Wochenenden im Jahr gibt es jeweils einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des Depots mit rund 320.000 Objekten. Das Motto an den drei Tagen von Freitag 6. Juni bis Sonntag 8. Juni ist „All Signals Green“: Im Zentrum steht das Thema Nachhaltigkeit und wie Londons Öffentlicher Verkehr noch grüner werden kann. Es gibt auch immer Führungen und Diskussionsrunden und ein umfangreiches Programm für Kinder. Was es im Museums Depot alles Spannendes zu entdecken gibt, steht hier im Beitrag.

Am und auf dem Kanal durch den Norden von London

Regent's Canal Little Venice Narrow Boats
Mitten in London leben Menschen auf dem Regent’s Canal idyllisch auf Hausbooten. Eine der bekanntesten Bootsbewohnerin ist die deutsche ARD London Korrespondentin Annette Dittert. ©SCRITTI

Sonnige und heiße Sommertage verbringt man auch in London am besten am oder auf dem Wasser. Möglichkeiten für Bootstouren die Themse rauf und runter gibt es genügend, egal ob mit privaten Ausflugsschiffen oder ganz einfach mit dem River Bus im Linienverkehr. Ein etwas versteckteres Highlight sind die gemütlichen Bootsfahrten über den Regent’s Canal zwischen Camden und Little Venice, eine kleine grüne Oase mitten in London. Hier kann man auch sehr schön parallel zum Kanal nach Primrose Hill oder bis nach King’s Cross flanieren und eher unbekannte Seiten von London entdecken. Mehr dazu steht hier im Beitrag.

Worthing statt Brighton: Ein entspannter Tag am Meer

Wem es in London dann trotzdem zu heiß wird, der kann die Gelegenheit ja auch für einen Tagestrip ans Meer nutzen. Zum Glück ist das Meer von London aus ja schon nach einer Stunde Bahnfahrt erreichbar.

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Stadtspaziergang: Von Surbiton entlang der Themse nach Kingston

Immer am Wasser entlang: Ein Spaziergang von Surbiton über die Queen’s Promenade entlang der Themse nach Kingston upon Thames zeigt London von seiner schönsten Seite und bietet zudem spannende Einblicke in die Art Deco Architektur von Suburbia.

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Im Herbst 2024 war ich zum ersten Mal im Stadtteil Surbiton im Südwesten Londons unterwegs, um endlich einmal das legendäre Bahnhofsgebäude der Surbiton Station zu erkunden. Von Surbiton bin ich dann an der Themse entlang nach Kingston upon Thames gelaufen – und das gleich an drei Tagen hintereinander, weil der Weg bei schönstem Oktober-Wetter über die historische Queen’s Promenade einfach zu schön war! Surbiton gehört zum Royal Borough of Kingston upon Thames und ist seit 1965 Teil von Greater London. Der Ort grenzt südlich von Kingston direkt an die Themse an, hat aber bislang nur in Teilen ein attraktives Flussufer, und ist eng mit der Entwicklung der Eisenbahn verbunden. Wie überall in Suburbia wurde es erst durch den Bahnanschluss attraktiv, im Umfeld des Bahnhofs Wohnhäuser zu bauen, mit günstigen Apartments zu locken und das Gebiet zu urbanisieren.

Die schönste Seite von Suburbia: Der Art Deco Bahnhof von Surbiton von 1938 mit Uhrenturm und dem Haupteingang zur lichtdurchfluteten Bahnhofshalle. ©SCRITTI

Auf einem etwa vier Kilometer langen, bequemen Spaziergang durchs Zentrum von Surbiton und danach entlang der Themse über die Queen’s Promenade bis ins Zentrum von Kingston upon Thames kann man mit die schönsten Seiten von Suburbia in London erleben und gut nachvollziehen, warum dies immer noch eine sehr beliebte Wohngegend ist. Wer wollte nicht in einem stylishen Apartment aus den 1930er Jahren mit Blick auf die Themse und den dahinter liegenden endlos weiten Park von Hampton Court Palace wohnen?

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