London Spezial: Streetfood und Markt in Deptford

Nicht weit entfernt vom touristischen Trubel von Greenwich kann man in Deptford noch ein Stück ursprüngliches Süd-London mit seiner bunten Vielfalt und Kreativität finden.

Deptford, Südost London ideal für: #Alternativer Lifestyle, #Streetfood, #Märkte, #internationale Küche, #kleine internationale Läden, #Multikulti, #Bars

Greenwich im Osten südlich der Themse ist definitiv mein Lieblingsstadtteil von London. Es ist eine kleine, bezaubernde Welt für sich mit zahlreichen Restaurants, Bars, kleinen Läden, dem National Maritime Museum und natürlich dem großen Park, dem Observatorium auf dem Hügel und dem beeindruckenden Segelschiff „Cutty Sark“ direkt am Ufer der Themse. Doch dazu an anderer Stelle mehr.

Besonders an einem Samstag lohnt es sich, einen Abstecher von Greenwich über den Deptford Creek hinüber nach Westen in den Stadtteil Deptford zu machen. Deptford gilt derzeit noch als Geheimtipp. Es soll ein bisschen sein wie in den frühen Tagen von Shoreditch, bevor dieser Stadtteil im Nordosten mit den zahlreichen alten Fabriken und Lagerhäusern von Designern, Start-Ups und Filmemachern besetzt wurde und sich zum hippen und teuren Ausgehviertel mit unbezahlbaren Mieten gewandelt hat. Laut Wikipedia gilt Shoreditch inzwischen als Beispiel für eine nahezu abgeschlossene Gentrifizierung.

Es lohnt sich also, den Bereich zwischen der Station Deptford Bridge der Dockland Light Railway (DLR) im Süden und der Bahnstation Deptford im Norden zu erkunden, beides nur jeweils eine Station vom Bahnhof Greenwich entfernt. Zwischen New Cross Road im Süden und Deptford Bahnhof verläuft schnurgerade die Deptford High Street.

Trotz auch hier sichtbarer Gentrifizierung haben viele Gebäude noch ihren ursprünglichen Charme, und es gibt noch sehr viele kleine Läden, die vom Halal-Metzger über den Afro-Friseur und Stoffladen mit phantastievollen, grellbunten Stoffen auf die Bedürfnisse der Bewohner der benachbarten Viertel zugeschnitten sind. Dazwischen finden sich Bars, internationale Restaurants und coole Cafés. Weiterlesen „London Spezial: Streetfood und Markt in Deptford“

Berlin Spezial: Berliner Mauer 2018

Wer fast 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer einen Eindruck bekommen will, wie das Leben damals in der geteilten Stadt vor 1990 war, dem sei ein Besuch der Gedenkstätte Berliner Mauer / Berlin Wall Memorials empfohlen. Insbesondere junge Menschen, die die Mauer in Realität nie erlebt haben, finden hier zahlreiche Informationen zur jüngeren deutschen Geschichte. Entlang der Bernauer Straße führte über Jahrzehnte die Grenze zwischen den Bezirken Mitte und Wedding und damit zwischen Ost und West, zwischen DDR und BRD. Grenzsoldaten der DDR riegelten das Gelände ab und verhinderten, dass die Menschen diese brutale Grenze überwinden konnten. Deutsche Geschichte lässt sich hier entlang eines einzelnen Straßenzuges auch noch im Jahr 2018 anschaulich nacherleben. Weiterlesen „Berlin Spezial: Berliner Mauer 2018“

Zwischenstopp: Bamberg, Welterbe

Wenn man mit dem Zug aus dem Süden nach Berlin fährt, bieten sich unterwegs diverse Zwischenstopps an, um besondere Orte einmal näher kennenzulernen. Seit die Schnellfahrstrecke durch den Thüringer Wald in Betrieb gegangen ist, halten nun die meisten ICE zwischen Nürnberg, Erfurt und Berlin in Bamberg. Da die Fahrzeiten aus dem Süden nach Berlin über die neue Route nahezu identisch mit den bisherigen über Fulda, Göttingen und Wolfsburg sind, ist diese Verbindung nun eine echte Alternative. Von Bamberg sind es nur noch etwa 2:45 Stunden Fahrzeit bis Berlin-Hbf, Züge fahren stündlich. Man hat ja schon einiges gehört von Bamberg, dem Unesco-Weltkuturerbe mit jahrhundertelater Braukultur. Vom Bahnhof aus sind es ungefähr 20 Minuten zu Fuß bis in die Altstadt, man kann aber auch den Linienbus nutzen. Ich laufe solche Wege in der Regel, um so schon einmal einen Eindruck und ein Gefühl für eine fremde Stadt zu bekommen. Die Altstadt ist der größte unversehrt erhaltene historische Stadtkern in Deutschland und seit 1993 als Weltkulturerbe in die UNESCO-Liste eingetragen. Das macht neugierig! Weiterlesen „Zwischenstopp: Bamberg, Welterbe“

London Spezial: Wandern auf den Spuren alter Eisenbahnen

Der Parkland Walk im Nordosten von London führt auf einer ehemaligen Eisenbahnstrecke durch grüne, wilde Natur über Highgate bis Alexandra Palace mit dem besten Ausblick über London.

Auf der Seite LONDONIST bin ich auf einen interessanten Ausflugstipp gestoßen: In einem Video wandert Vicki entlang des idyllischen Parkland Walk, der über die ehemalige Eisenbahnlinie von Finsbury Park über Highgate bis Alexandra Palace führt. In Highgate kann man dabei dem berühmten Friedhof Highgate Cemetery, auf dem unter anderem auch Karl Marx bestattet ist, mit epochalen Grabmälern einen Besuch abstatten.

Der Spaziergang über den Parkland Walk über die ehemalige Bahnlinie von Finsbury Park über Highgate nach Alexandra Palace bei Londonist.com

Die Strecke des Parkland Walk beginnt im Stadtteil Islington im Nordosten von London am Bahnhof Finsbury Park, ist etwa 4 Kilometer lang und ohne größere Anstrengungen auch mit dem Fahrrad zu bewältigen. Sie führt vorbei an Brücken und Viadukten durch Stroud Green, Crouch End, Highgate und Muswell Hill. Von Süden kommend bietet sich ein Zwischenstopp im beschaulichen, ehemaligen Dorf Highgate an, da hier die Bahntunnel als Fledermaus-Habitat gesperrt sind und man den Parkland Walk verlassen muss, um oben rum durch Highgate weiter zu laufen. Gleich wenn man den schmalen Weg vom Parkland Walk nach oben kommt, befindet sich mit dem Boogaloo ein gemütlicher und cooler Pub mit einem kleinen Biergarten, Konzerten und einer eigenen Radiostation im Schuppen im Garten. Gleich um die Ecke vorbei an der U-Bahnstation Highgate liegt an der großen Kreuzung The Woodman, ein weiterer klassischer Pub mit großem Biergarten, wo man in der sommerlichen Abendsonne auch sehr gut speisen kann. Von Highgate ist man mit der U-Bahn auch schnell wieder zurück in die City gefahren. Natürlich kann man auch in Highgate starten und den Weg in unterschiedlichen Etappen zurücklegen. Die wunderbare London-Führerin Katie Wignall schreibt in ihrem lesenswerten Blog Look Up London ebenfalls über den Parkland Walk. Auch über den berühmten Friedhof in Highgate, den Highgate Cemetary schreibt Katie in ihrem Blog. Ein Besuch lässt sich optimal mit dem Parkland Walk verbinden. Darüber werde ich bei Gelegenheit noch berichten.

Hier eine kleine Fotostrecke auf dem Parkland Walk von Süden bis Highgate:

Laut wikipedia wurde die Bahnstrecke 1867 eröffnet als Teil der Linie von Finsbury Park bis Edgware und wurde später Teil der London & North Eastern Railway (LNER). In den 30er Jahren gab es Pläne, sie in das Londoner U-Bahnnetz zu integrieren, die jedoch wegen des Zweiten Weltkriegs zum Erliegen kamen. 1957 wurde der Personenverkehr von British Rail eingestellt. Die ehemaligen Tunnel der Bahnlinie sind gesperrt und werden umgangen.

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London Spezial: Tagestrip ans Meer

London liegt ja bekanntlich nicht weit vom Meer, da ist es naheliegend, dass man mal gerne ein paar Stunden Seeluft schnuppern will. Ich empfehle in diesem Fall einem Ausflug nach Leigh-On-Sea und Southend-On-Sea, vor allem wenn Sonnenschein angesagt ist. Das ist von London aus der schnellste Weg ans Meer im Bereich der Themsemündung. Man fährt vom Bahnhof Fenchurch Street in der Nähe von Tower und Bank mit dem Zug Richtung Southend Central in rund einer Stunde bis Leigh-On-Sea, wo sich die Themse langsam zum Meer hin aufweitet. Dort gibt es unweit vom Bahnhof ein paar nette Cafés und Pubs, wo man vor allem auch im Winter in der Sonne sitzen und aufs Wasser schauen kann. Bei schönem Wetter kann man am Ufer entlang über Westcliff-On-Sea in etwa einer Stunde bis Southend-On-Sea spazieren. Unterwegs gibt es ein paar Restaurants und Pubs. Southend ist das erste größere Seebad in der Gegend und geprägt vom einem Pier mit Rummelplatz, was aber in der Abendsonne auch seinen besonderen Charme haben kann. Aber aufgepasst: Es gibt noch eine zweite Bahnlinie vom Bahnhof Liverpool Street bis zur Station Southend Victoria, die nicht am Wasser entlang, sondern durchs Hinterland führt.

Fundstück: Doppelstock als Straßenbahn in Como

In Como gibt es eine Bahnlinie, die wie eine Straßenbahn parallel zur Straße mitten durch die Stadt führt. Die Strecke vom Bahnhof Como Nord direkt am Seeufer unmittelbar neben der historischen Altstadt wird von der Ferrovie Nord Milano (heute Trenord) betrieben und führt von Como über Saronno bis nach Mailand. Die Züge verkehren alle halbe Stunde und benötigen etwa eine Stunde bis zum Bahnhof Milano Cadorno. 1927–1930 wurde die Strecke doppelspurig ausgebaut, wobei der Abschnitt Como Camerlata – Como Lago einspurig blieb. Der Grund: Der letzte Abschnitt der Strecke war ursprünglich eine Straßenbahnlinie, die in die neue Eisenbahnverbindung intergriert wurde. So kommt es, dass man noch heute im Doppelstockzug wie in der Tram durch die Straßen von Como fahren kann. Es ist die zweite Bahnstrecke, die neben der Hauptstrecke der FS vom Bahnhof Como San Giovanni aus von Como nach Mailand führt.

Im Test: Hochwertiges Fotobuch von Saal-Digital

Wer viel reist, macht viele Fotos. Doch wo früher Fotoabzüge stapelweise in Schachteln verstaubten, liegen die Foto-Schätzchen heutzutage allzu oft auf der Festplatte und erreichen nur noch selten das Auge eines Betrachters. Hier kann ein schön gestaltetes Fotobuch Abhilfe schaffen, zumal man dann auch für Freunde und Bekannte etwas zum Vorzeigen hat.

Wir haben das Angebot der Saal-Digital Fotoservice GmbH über einen Gutschein getestet und ein Coofeetable-Buch mit Fotos von diversen Trips nach London gestaltet. Wir müssen feststellen: Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Die Qualität des Buches ist sehr gut, es wirkt auch sehr hochwertig. Weiterlesen „Im Test: Hochwertiges Fotobuch von Saal-Digital“

Hotel-Tipp: Schöner schlafen in Berlin

Da ich mehrfach in Berlin gelebt habe, immer noch regelmäßig in die Hauptstadt reise und mich fast ausschließlich im Bezirk Mitte zwischen Hackescher Markt, Rosenthaler Platz, Rosa-Luxemburg-Platz und Alexanderplatz aufhalte, möchte ich heute einmal meine Lieblingshotels in dieser Gegend vorstellen. Man befindet sich hier zentral an der Grenze zwischen den Bezirken Mitte und Prenzlauer Berg und kann in der Regel alle wichtigen und interessanten Bereiche bequem zu Fuß oder mit einem der zahlreichen Leihfahrräder erreichen: Unzählige Restaurants und Bars, die Volksbühne, den Alexanderplatz mit Shopping-Möglichkeiten, Kino und Fernsehturm, die zahlreichen Mode- und Designerläden rund um den Hackeschen Markt, die Museumsinsel oder die vielen alternativen Restaurants, Läden und Bars vom Rosenthaler Platz aus in Richtung Kastanienallee im Prenzlauer Berg oder entlang der Torstraße. Der S-Bahnhof Hackescher Markt sowie der S- und Regionalbahnhof Alexanderplatz mit Verbindungen in alle Himmelsrichtungen sind ebenfalls nicht weit. Seit 2016 bindet zudem die Tramlinie M8 den Berliner Hauptbahnhof direkt an das Viertel über Rosenthaler und Rosa-Luxemburg-Platz an. Man steigt aus dem ICE und ist in rund 15 Minuten am Ort des Geschehens. Weiterlesen „Hotel-Tipp: Schöner schlafen in Berlin“

Reise-Tipp: Frühlingsgefühle in Eastbourne

Eastbourne ist ein populäres und traditionelles Seebad am Ärmelkanal in der Grafschaft East Sussex und mit knapp 100.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Sussex. London ist etwa 110 Kilometer oder eine eineinhalbstündige Zugfahrt entfernt. Nördlich liegen die bekannteren Seeorte und Fährhäfen Folkestone und Dover, südlich folgen Newhaven (ebenso mit Fährverbindungen nach Frankreich) und Brighton. Eastbourne liegt am östlichen Ende der South Downs, einer hügeligen Kreidelandschaft und dem bekannten Beachy Head, mit 162 Metern der höchste Kreidefelsen in Südengland. Zudem gibt es hier statistisch mit die höchste Anzahl an Sonnenstunden pro Jahr in Britannien. Wenn das mal kein Grund ist, einen Abstecher nach Eastbourne zu machen!

Eastbourne-Spring-Flowers
Eastbourne Promenade im Frühling

Im Vergleich zum großen und bekannteren Nachbarn Brighton geht es in Eastbourne eher gemächlich und traditionell britisch zu. Gerade im Frühjahr ist es eher beschaulich, manche finden es sogar regelrecht langweilig. Doch wenn man sich nach einer anstrengenden Woche mal ausruhen und sich am Meer entspannen will, ist man hier genau richtig. Während es in Brighton meist hektisch und lärmig zugeht und an der Seepromenade eine laute, nervige Straße den Strand von den endlosen Hotelketten trennt, kann man in Eastbourne abends ohne nervigen Verkehr die sehr schöne Strandpromenade und den nach einem Brand neu renovierten viktorianischen Pier in all seiner Pracht genießen. Besuchern aus Deutschland werden früher oder später die nicht zu übersehenden Gruppen mit deutschen, aber auch italienischen oder spanischen Teenagern auffallen. Ganze Schulklassen kommen das ganze Jahr über zu Sprachkursen nach Eastbourne. Im Sommer kann es daher abends entlang der Strandpromenade durchaus lebhaft zugehen.

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Fundstück: Don’t flush your hopes down the toilet

Britischer Humor auf der Zugtoilette im Pendolino von Virgin Trains auf der West Coast Main Line auf dem Weg in den Lake District. Das Beste: Wenn man die Tür zur Toilette geschlossen hat, erfolgt eine automatische Durchsage mit genau dem selben Inhalt! Die Briten halt…

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