Miniatur Wunderland: Kurz mal bis ans Ende der Welt reisen (Teil 1)

Das Miniatur Wunderland in Hamburg begeistert mit immer neuen, detailgetreuen Landschaften, die inzwischen bis nach Patagonien und in die Antarktis reichen.

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Wenn in den dunklen Wintermonaten die Sehnsucht nach Sonne, Farben und grünen Landschaften wächst, muss man nicht unbedingt bis ans andere Ende der Welt reisen, um dieses Bedürfnis etwas zu stillen. Man kann auch in den tiefsten Norden nach Hamburg fahren, in ganz neue, unbekannte Welten eintauchen und sich dabei regelrecht verzaubern lassen. Wie das geht? Man muss einfach das Miniatur Wunderland besuchen! Dort gibt es alles, was man in der dunklen Jahreszeit so schmerzlich vermisst, und einem gute Laune macht: Gutes Wetter, viel Licht, Farben, üppige grüne Natur und tiefblaues Meer!

Im Italien Abschnitt im Miniatur Wunderland scheint das ganze Jahr über die Sonne. ©SCRITTI

Als Travelblogger und Bahn Enthusiast bin ich natürlich auch ein Fan vom Miniatur Wunderland in Hamburg, seit vielen Jahren nun Deutschlands meist besuchte Touristenattraktion. Was die Brüder Frederick und Gerrit Braun mit dem Aufbau der größten Modelleisenbahnanlage der Welt in einem ehemaligen Lagerhaus in der Hamburger Speicherstadt seit 25 Jahren geleistet haben, ist einfach atemberaubend. Und ein Ende des Spektakels im Maßstab 1:87 ist noch lange nicht in Sicht. Zum Glück! Die Ideen gehen den Modellbauern nicht aus. Ständig kommen neue Welten hinzu, in denen zwar auch Züge fahren, deren Schwerpunkt inzwischen aber auf dem Landschafts- und Architekturbau liegt. So wie zuletzt das Ende der Welt mit Patagonien und der Antarktis oder Monaco und die Provence.

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Battersea Power Station: Ein Lichtfestival gegen den Winter Blues

Verschiedene Festivals mit Lichtkunst wollen in London zum Jahresbeginn gute Laune verbreiten und die Menschen ins Freie locken. Das Light Festival an der Battersea Power Station überzeugt dabei mit beeindruckenden Lichtskulpturen.

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Um der allgemeinen Tristesse im Januar etwas entgegenzusetzen und auch den Erfolg mit den Christmas Lights Beleuchtungen zur Weihnachtszeit fortzuführen, gibt es in London seit einigen Jahren spezielle „Light Festivals“ mit Lichtkunst, Skulpturen und Installationen von anerkannten Künstlern aus diesem Bereich. Die Evolution durch LED hat ja in den letzten Jahren vieles verändert und ganz neue Möglichkeiten für das Spiel mit Licht und Beleuchtung eröffnet. Im Winter 2025 gibt es inzwischen vier Festivals an unterschiedlichen Orten der Metropole, um die Menschen trotz Winter Blues ins Freie zu locken und nebenbei noch zum Shoppen und Ausgehen zu animieren.

Battersea Power Station Light Festival
Verschiedene Licht Skulpturen setzen die ikonische Battersea Power Station beim Light Festival im Januar gekonnt in Szene. ©SCRITTI

Während das Winter Lights Festival in Canary Wharf zwischen den etwas trostlosen Hochhäusern Ende Januar nur etwas über eine Woche läuft und mittlerweile Tausende Besucher anzieht, kann das kleinere und intimere Festival rund um die Battersea Power Station einen ganzen Monat lang besucht werden. In diesem Jahr ist das von 23. Januar bis 23. Februar 2025 möglich. Rund um das ikonische, ehemalige Kraftwerk im Stil des Art Deco, das in den vergangenen Jahren als großes Shopping- und Unterhaltungszentrum seine Wiederauferstehung erlebt hat, finden sich aktuell acht, teils recht große Lichtinstallationen von internationalen Künstlern. Diese können sich durchaus sehen lassen und sind auf jeden Fall einen Besuch im grauen Winterjanuar wert.

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Architektur-Erlebnis: Art Deco Highlights in London (Teil 3: Cinemas)

In London findet man noch sehr viele ehemalige Filmpaläste aus der Zeit des Art Deco, vor allem in den Vorstädten. Trotz Denkmalschutzes ist bei vielen die Zukunft fraglich.

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Seit ich angefangen habe, in London gezielt nach moderner Architektur aus der Zeit des Art Deco (also die aufstrebende Zeit der Moderne der späten 1920er und 1930er Jahre) zu suchen, entdecke ich ständig neue faszinierende Gebäude, an denen ich früher einfach vorbei gelaufen bin. London verfügt – trotz nicht unerheblicher Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg – vor allem in den Vororten immer noch über einen unglaublichen Schatz an architektonischen und einzigartigen Schmuckstücken. Wenn man einmal die Augen aufmacht und einen Blick für bestimmte Gestaltungselemente entwickelt hat, findet man in fast jedem Londoner Stadtteil und in vielen weiteren britischen Städten entsprechende Gebäude. Mal unter Denkmalschutz stehend und in sehr gut restaurierten Zustand, oft aber auch leerstehend, vernachlässigt und heruntergekommen. Zum Glück ändert sich auch in Großbritannien die Einstellung zum architektonischen Erbe des 20. Jahrhunderts, so dass inzwischen immer mehr epochemachende Gebäude unter Denkmalschutz gestellt werden. Dies ist auch der C20 Society zu verdanken, die immer wieder mit Kampagnen in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen auf vom Abriss bedrohte Gebäude aus dem 20. Jahrhundert aufmerksam macht und so im Idealfall einen Schutzstatus erreichen kann. Leider gelingt das nicht immer.

Teil des opulenten Rathaus Komplexes der Greenwich Town Hall ist im hinteren Bereich die Borough Hall von 1939 für Theater und Konzerte. Das Gebäude wurde 2024 an einen Investor verkauft, der daraus ein Hotel machen möchte. ©SCRITTI

Zum Glück findet man Gebäude im Stil des Art Deco heute immer noch fast in jeder britischen High Street. Dazu zählen ehemalige Warenhäuser, Bahnhöfe, aber auch öffentliche Gebäude wie Feuerwehr Depots oder Rathäuser aus den 1930er Jahren. Ein ganz besonderes Beispiel ist die Greenwich Town Hall, das ehemalige Rathaus im Stadtteil Greenwich bis 1965, das als einer der modernsten und vollständigsten Rathauskomplexe in London gilt. Der deutsch-britische Architektur- und Kunsthistoriker Sir Nikolaus Pevsner bezeichnete die Greenwich Town Hall damals als „das einzige Rathaus eines Londoner Bezirks, das den Stil unserer Zeit angemessen repräsentiert.“

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London Spezial: Das größte Silvester Feuerwerk Europas

Das Feuerwerk an Silvester in London ist ein grandioses und unvergessliches Spektakel. Man sollte einen Besuch der Show allerdings sorgfältig und rechtzeitig planen.

Jedes Jahr zum Jahreswechsel ist es wieder soweit: London erwartet hunderttausende Besucher zum alljährlichen Feuerwerksspektakel rund um das Riesenrad London Eye an der Themse. Tickets zu dem Event an Silvester (auf englisch: „New Year’s Eve Fireworks“) sind sehr schnell ausverkauft und waren 2024 für Nicht-Einheimische auch nicht mehr günstig.

Das New Year’s Eve Feuerwerk in London ist ein unvergessliches Erlebnis, das jedes Jahr Hunderttausende lockt. ©SCRITTI

Das Feuerwerk, ein Gesamtkunstwerk mit musikalischer Inszenierung, ist das größte in Europa und kann sich wirklich sehen lassen. 85 Teams arbeiten monatelang hinter den Kulissen daran, dass an Silvester alles rund läuft. Die Feuerwerkskörper werden von Booten und von 32 Positionen am London Eye aus abgefeuert. Pünktlich um Mitternacht mit den Glockenschlägen von Big Ben im Glockenturm von Westminster gegenüber vom London Eye geht es los. Weltweit verfolgen über 10 Millionen Zuschauer das Ereignis. BBC One sendet live im TV und auch über den BBC-Kanal auf Youtube. Ich war zum Jahreswechsel 2023/2024 zum ersten Mal vor Ort. Mein Fazit: Es war das beste Feuerwerk, das ich bislang gesehen habe! Vor allem hat ein einziges, sorgfältig inszeniertes Feuerwerk an einem zentralen Ort einen ganz anderen Charme als das sinnlose Rumgeböller über mehrere Stunden hinweg, wie es inzwischen in deutschen Städten üblich ist und wirklich vielen Menschen die Freude an Silvester vermiest. Wenn man das Feuerwerk in London besuchen und zugleich einen unbeschwerten Abend in der schönsten Stadt der Welt verbringen möchte, gibt es doch einiges zu beachten. Es ist wirklich davon abzuraten, ohne Ticket an Silvester in die Innenstadt von London zu kommen in der Hoffnung, irgendwo bequem etwas vom Feuerwerk sehen zu können. Das hat vielfältige Gründe.

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Christmas Lights in London: Meine Lichtblicke 2024

Die Christmas Lights in den Wochen vor Weihnachten locken inzwischen Massen von Besuchern nach London. Aber auch abseits der Haupteinkaufsstraßen gibt es weiterhin ganz besondere Lichtblicke.

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Ich reise ja nun schon seit mehreren Jahren regelmäßig in der Vorweihnachtszeit nach London, um vor allem die fantastischen und immer wieder beeindruckenden Christmas Lights zu genießen. Die Atmosphäre in London ist weiterhin einzigartig in dieser Jahreszeit. In den letzten Jahren scheint hier ein regelrechter Wettbewerb um die originellste Beleuchtung entbrannt zu sein. Leider muss ich gestehen, dass das diesjährige Erlebnis bei meinem Besuch Ende November 2024 etwas enttäuschend war. Die Stadt ist in den Wochen vor Weihnachten inzwischen unglaublich voll, und der Kaufrausch kennt keine Grenzen. Ich hatte aber den Eindruck, dass es selten so überlaufen war wie in diesem Jahr. Zwischen Regent Street und Covent Garden konnte man quer durch Soho an einem Samstag den Menschenmassen kaum entkommen. Zugleich war das Erlebnis in Sachen Christmas Lights in diesem Jahr doch zum ersten Mal etwas enttäuschend, da es relativ wenig neue Ideen für eine originelle Beleuchtung gab.

Auch wenn The Strand hauptsächlich als Durchgangsstraße fungiert und es wenig attraktive Geschäfte gibt, können sich die Christmas Lights doch immer wieder sehen lassen. ©SCRITTI

An den Einkaufsmagneten wurden einfach die gleichen Lichtinstallationen oder der gleiche Weihnachtsschmuck wie in den Jahren zuvor aufgehängt – was sicherlich im Sinne der Nachhaltigkeit zu begrüßen ist. Aber wenn man den besonderen Zauber Londons in der Zeit vor Weihnachten erleben will, nutzt sich das in den Haupteinkaufsstraßen doch recht schnell ab. Doch es gibt immer noch neue Lichtblicke, wenn man die ausgetretenen Pfade einmal verlässt.

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Stadtspaziergang: Von Surbiton entlang der Themse nach Kingston

Immer am Wasser entlang: Ein Spaziergang von Surbiton über die Queen’s Promenade entlang der Themse nach Kingston upon Thames zeigt London von seiner schönsten Seite und bietet zudem spannende Einblicke in die Art Deco Architektur von Suburbia.

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Im Herbst 2024 war ich zum ersten Mal im Stadtteil Surbiton im Südwesten Londons unterwegs, um endlich einmal das legendäre Bahnhofsgebäude der Surbiton Station zu erkunden. Von Surbiton bin ich dann an der Themse entlang nach Kingston upon Thames gelaufen – und das gleich an drei Tagen hintereinander, weil der Weg bei schönstem Oktober-Wetter über die historische Queen’s Promenade einfach zu schön war! Surbiton gehört zum Royal Borough of Kingston upon Thames und ist seit 1965 Teil von Greater London. Der Ort grenzt südlich von Kingston direkt an die Themse an, hat aber bislang nur in Teilen ein attraktives Flussufer, und ist eng mit der Entwicklung der Eisenbahn verbunden. Wie überall in Suburbia wurde es erst durch den Bahnanschluss attraktiv, im Umfeld des Bahnhofs Wohnhäuser zu bauen, mit günstigen Apartments zu locken und das Gebiet zu urbanisieren.

Die schönste Seite von Suburbia: Der Art Deco Bahnhof von Surbiton von 1938 mit Uhrenturm und dem Haupteingang zur lichtdurchfluteten Bahnhofshalle. ©SCRITTI

Auf einem etwa vier Kilometer langen, bequemen Spaziergang durchs Zentrum von Surbiton und danach entlang der Themse über die Queen’s Promenade bis ins Zentrum von Kingston upon Thames kann man mit die schönsten Seiten von Suburbia in London erleben und gut nachvollziehen, warum dies immer noch eine sehr beliebte Wohngegend ist. Wer wollte nicht in einem stylishen Apartment aus den 1930er Jahren mit Blick auf die Themse und den dahinter liegenden endlos weiten Park von Hampton Court Palace wohnen?

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Innotrans 2024: Erstes Fahrzeug für neue Stadtbahn-Generation präsentiert

Bei der Messe Innotrans in Berlin stellte Stadler die erste von 246 Zwei-System-Stadtbahnen für das Projekt Tram-Train verschiedener Betreiber vor.

Auf der weltgrößten Bahnmesse Innotrans in Berlin hat der Fahrzeughersteller Stadler Rail in der letzten September-Woche 2024 auf dem Freigelände hinter den Messehallen zahlreiche neue Bahnen vorgestellt. Darunter war auch das erste fertig gebaute Fahrzeug aus dem Projekt „Tram-Train“. Die moderne Zweisystem-Stadtbahn vom Typ Citylink für den Einsatz auf Straßenbahn- und Eisenbahngleisen in blau-weißem Design geht an die Saarbahn in Saarbrücken. Weitere Fahrzeuge unter anderem für die Stadtbahn-Systeme in Karlsruhe und Heilbronn werden folgen. Sechs Verkehrsunternehmen aus Deutschland und Österreich hatten sich erstmals zusammengetan, um einen Großauftrag für eine neue Generation von Stadtbahn-Fahrzeugen zu lancieren und somit Synergieeffekte und Kostenvorteile zu nutzen. Die Grundidee ist ein einheitlicher Fahrzeugtyp, der modular an die jeweiligen regionalen Bedürfnisse angepasst werden kann. 

Erste Stadtbahn vom Typ Stadler Citylink für die Saarbahn auf dem Freigelände der Messe Innotrans Ende September 2024. ©SCRITTI

Zu den Kooperationspartnern gehören Verkehrs­betriebe Karlsruhe GmbH (VBK, Karlsruher Straßenbahn), Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG, Regionalstadtbahn Karlsruhe und Heilbronn), Saarbahn Netz GmbH (Regionalstadtbahn Saarbrücken), Schiene Oberösterreich GmbH (Regionalstadtbahn Linz), Schiene Salzburg GmbH (Regionalstadtbahn Salzburg) und Zweckverband Regional-Stadtbahn Neckar-Alb. Stadler ging mit seinem Tram-Konzept Citylink als Sieger aus der entsprechenden Ausschreibung hervor und erhielt vor zwei Jahren den bislang grössten Auftrag in der Geschichte des Unternehmens. Hauptbestandteil ist die Lieferung von bis zu 504 Niederflurfahrzeugen vom Typ Stadler Citylink, 246 davon sind bereits fix bestellt. Der Rahmenvertrag umfasst neben der Fahrzeugherstellung auch einen auf bis zu 32 Jahre angelegten Instandhaltungsvertrag.

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London Spezial: 12 Tipps für den Besuch der Show ABBA Voyage

Das Live Konzerterlebnis ABBA Voyage zieht auch immer mehr deutschsprachige Touristen an. Alles was man für einen Besuch von ABBA Voyage in London wissen muss.

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Sie hat es wieder getan! Anni-Frid Lyngstad hat am Samstag, den 14. September 2024 die Nachmittagsvorstellung von ABBA Voyage in London besucht. Sie sprach sogar am Ende der Show zu den Fans und bedankte sich für deren jahrzehntelang Unterstützung. „I love you all“, sagte eine sichtlich bewegte Frida und warf den Fans in der ABBA Arena symbolisch Küsse zu. Und ob man es glaubt oder nicht, ich selbst war genau eine Show zuvor am Freitagabend bei ABBA Voyage. Dies war mein elftes Mal. Ich kann es nicht lassen, denn jedes Mal ist es erneut ein bewegendes und mitreißenden Erlebnis. Und natürlich konnte ich es nicht fassen, dass ich mein Idol aus Teenagerzeiten Frida nur um wenige Stunden verpasst hatte. Anders als beim Besuch von Benny in der ABBA Arena vor fast genau zwei Jahren, worüber ich hier im Beitrag berichte. 

Am Nachmittag des 14. September 2024 besuchte Frida von ABBA erneut die ABBA Arena in London und ließ sich nach der Show von den Fans feiern. ©Instagram/ABBA-Voayage


Die immersive Show ABBA Voyage mit einem Live Konzert der größten Pop-Band aller Zeiten hat sich in nur zwei Jahren zu einer der wichtigsten touristischen Attraktionen von London entwickelt. Pro Aufführung in der eigens errichteten ABBA Arena im Stadtteil Stratford zieht ABBA Voyage jedesmal bis zu 3.000 Gäste an. Und das an fünf Tagen in der Woche! Nach einem aktuellen Bericht zog ABBA Voyage im Jahr 2023 über eine Million Besucher*innen an und brachte bei 374 Aufführungen über 100 Millionen Pfund ein bei einer Auslastung von 97,8 Prozent.

Wer das umwerfende Spektakel einmal erlebt hat, kommt auch gerne ein zweites Mal wieder. Und ein drittes und viertes Mal… So wie Frida und die anderen ABBA Mitglieder. Egal wie oft man die Show schon besucht hat: Man traut seinen Augen kaum, wenn man die vier virtuellen ABBAtare in wunderschönen, extra entworfenen Kostümen über die Bühne fegen und mit dem Publikum interagieren sieht.

In London stößt man vor allem in der U-Bahn immer wieder auf Plakate, die für das „Concert like no other“ in der ABBA Arena werben. ©SCRITTI

Und was beim Auftakt Glissando von „Dancing Queen“ in der Arena passiert, haut viele auch nach über zwei Jahren noch aus den Socken! Am Ende verlässt man beseelt und verzaubert mit einem Lächeln im Gesicht die ABBA Arena. Und wenn man Glück hat, singen die Menschen auf der Heimfahrt auch noch im Zug weiter. Für mich ist ABBA Voyage weiterhin eines der größten Kunstwerke des 21. Jahrhunderts, das in so vielen Menschen unglaubliche Emotionen auslöst. Ich hoffe wie Millionen anderer Fans, dass ich dieses eizigartige Konzert noch viele Jahre immer wieder aufs Neue erleben darf!

Da die Show immer beliebter wird und zunehmend auch immer mehr deutschsprachige Besucher*innen anlockt, habe ich in diesem Beitrag einmal die wichtigsten Antworten auf die häufigsten Fragen zum Besuch von ABBA Voyage in London zusammengestellt: Wie kommt man hin? Wo gibt es Tickets? Wo übernachtet man am besten? Allgemeine Tipps zur Reise nach London und meine persönlichen Empfehlungen für ungewöhnliches Sightseeing abseits der üblichen Touristenpfade gibt es in diesem Blog in den London Reisetipps.

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Architekturerlebnis: Pullman Court, das Bauhaus von London

Im Süden von London im Stadtteil Streatham finden sich zahlreiche architektonische Zeitzeugen der Moderne, darunter die Wohnanlage Pullman Court von 1936.

AKTUELLES: Die Wohnanlage Pullman Court, die erste im Stil der Internationalen Moderne in Großbritannien von 1936, ist auch 2025 mit dabei beim Open House Festivals in London und kann am Sonntag, den 14. September 2024 zwischen 10 und 16 Uhr ohne Anmeldung besichtigt werden.

London Suburbia ist eine Welt für sich, und es gibt hier noch eine Vielzahl an gut erhaltenen Gebäuden der Moderne zu entdecken. Vieles stammt aus den 1930er Jahren, weil sich zu dieser Zeit die Stadt entlang der Bahnlinien rasant ausbreitete und vielerorts auf bis dahin unbebautem Land ganze Stadtviertel neu entstanden. So ist es nicht verwunderlich, dass vor allem im Westen und Süden der Metropole zahlreiche Gebäude und Wohnanlagen im Stil des Art Deco anzutreffen sind. Darüber habe ich an unterschiedlicher Stelle schon berichtet, etwa über meinen Art Deco Walk in Ealing im Westen oder auch in Tooting im Süden (Beitrag in Planung). Ein ganz besonderes Highlight ist der Stadtteil Streatham in der Nachbarschaft von Tooting und Crystal Palace. Manche Quellen bezeichnen Streatham sogar als „the Art Deco capital of South London“. Dennoch verirren sich nur selten Touristen in diesen Teil Südlondons, wo das alltägliche Leben noch ziemlich normal ist und man entlang der High Street von ehemaligen Theatern und Kinos bis hin zu großen Estates erstaunlich viele Art Deco Schätze findet.

Pullman Court steht groß an der Fassade der Wohnanlage in Streatham, ein architektonisches Highlight im Stile der Internationalen Moderne von 1936. Direkt daneben befindet sich auch heute noch ein ebenfalls historisches Bus- und früheres Tramdepot. ©SCRITTI

Ein absolutes Highlight, das einem bei einem Rundgang in Streatham sofort ins Auge fällt, ist die Wohnanlage Pullman Court von 1936 an der zentralen Nord-Süd-Achse Streatham Hill, die südlich in die Streatham High Road übergeht. Es lohnt sich, den Weg nach Streatham zu suchen und die weißen Häuserblöcke mit viel Grün drum herum etwas genauer zu erforschen. Ihre zeitlose Modernität und Ästhetik begeistern noch heute und sind ein Beispiel für den Weitblick vieler Architekten in den 1920er und 1930er Jahren.

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Immersive Kunst: Neue farbenprächtige Shows in Londons Outernet

Im Now-Building von Outernet an der Tottenham Court Road in London laufen permanent immersive und beeindruckende Kunst-Installationen, an denen man nicht vorbeikommt.

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Die immersiven Kunst Installationen von Outernet an der U-Bahn Station Tottenham Court Road im Zentrum von London sind immer einen Besuch wert. Nicht umsonst hat sich das Outernet seit seiner Eröffnung Ende 2022 zu einer der beliebtesten Touristenattraktionen der Stadt entwickelt und laut eigener Pressemitteilung innerhalb des ersten Jahres im Hauptgebäude, dem Now Building, bereits über sechs Millionen Besucher*innen angelockt! Damit übertrifft Outernet sogar noch die Besucherzahlen der größten Touristenattraktionen Schloss Windsor, Natural History Museum und British Museum. Mehr Hintergrund zum Outernet und den bisherigen Shows, die teilweise immer noch laufen, gibt es hier im Blog-Beitrag.

Die farbenprächtige Show Milagro im Outernet an der Tottenham Court Road Station. ©SCRITTI

Wegen seiner zentralen Lage kann man an der Tottenham Court Road auch einfach mal kurz die Fahrt mit U-Bahn oder Elizabeth Line unterbrechen, die Rolltreppen nach oben fahren und einen Blick auf die laufenden Shows in den beiden offenen Outernet Räumen werfen. Der große, hohe Raum ist das „Now Building“ mit Rundum-Bildschirmen, die eine Fläche von rund 2.136 Quadratmetern abdecken. Hinzu laufen rund um die Uhr die spektakulären Shows und lassen das Publikum meist in einen üppigen Farbenrausch mit dreidimensionalen Perspektiven eintauchen.

UPDATE April 2025: Aktuelle empfehlenswerte Installationen, die ich gesehen habe, sind Nature’s Confetti, The Dawn of Venus, das interaktive The Rain oder Squares Cubed. Teilweise laufen diese auch nur saisonal wie etwa das Baumblüten-Spektakel Nature’s Confetti. Das interaktive World of Tetris begeistert viele junge und alte Computerspieler. Außerdem laufen zu bestimmten Zeiten auch weiterhin das Quallen-Spektakel Forsaken, der kunterbunte und beliebte Butterfly Trail oder das überirdische The Summer Palace. Die genauen Zeiten für die Shows gibt es in der Outernet App oder auf der Outernet Webseite unter What’s on.

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