Welterbe Jurassic Coast: Lohnt sich ein Besuch des berühmten Durdle Door Felsens in Dorset?

Die spektakuläre Küstenlinie der Jurassic Coast in Dorset zählt zum UNESCO Welterbe, und viele Besucher wollen nur eines sehen: Die bekannte Felsformation Durdle Door. Doch lohnt sich die ganze Mühe, um diesem Naturdenkmal nahe zu kommen?

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In Großbritannien ist Durdle Door eines der bekanntesten Naturwahrzeichen an der Südküste Englands, der sogenannten Jurassic Coast in Dorset. Gelegen zwischen den beliebten Seebädern Bournemouth im Osten und Weymouth im Westen lockt Durdle Door zahlreiche Tagestouristen, Ausflügler und auch Wanderer auf dem South West Coast Path entlang der englischen Südküste an. Durdle Door ist eigentlich fast jedem Engländer ein Begriff. Es handelt sich um einen aus dem Meer ragenden, 60 Meter hohen Kalksteinfelsen, der in der Mitte durch die Gezeiten ausgehöhlt wurde und so einen gigantischen Bogen beziehungsweise eine Art Felsentor bildet.

Dorset Jurassic Coast Durdle Door
Beliebtes Fotomotiv: Der berühmte Kalksteinfelsen Durdle Door an der Jurassic Coast in Dorset. ©SCRITTI

Durdle Door liegt an der felsigen Steilküste von Dorset und ist nur umständlich zu erreichen. Die Hauptstrecke der Bahn entlang der Südküste liegt mehrere Kilometer weit im Inland, so dass man nur mit dem Bus oder Auto an die Küste kommt. Die nächstgelegene Ortschaft zu Durdle Door ist das idyllische Dorf Lulworth etwa zwei Kilometer entfernt, wo sich auch ein Visitor Centre für den Besuch der Jurassic Coast und der ebenso bekannten halbkreisförmigen Bucht Lulworth Cove befindet. Rund eine halbe Million Besucher kommen jährlich hierher, davon anscheinend rund 30 Prozent im Juli und August. Sie alle wollen die einzigartigen Landschaftsformen von Lulworth Cove und Durdle Door bewundern. Ich habe es ihnen gleichgetan, als ich im August 2026 ein paar Tage in Bournemouth verbracht habe. Ob das wirklich eine so gute Idee war?

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Architektur-Erlebnis: Berlin, Die Weiße Stadt

Die Großsiedlung Weiße Stadt im Norden von Berlin von 1931 zählt zum UNESCO-Welterbe und ist als typisches Beispiel für das Neue Bauen einen Besuch wert

Wo: Berlin Reinickendorf im Karree an der Aroser Allee, Gotthardstraße, Emmentaler Straße
Anreise: U-Bahnhof Residenzstraße an der U8
Architekten: Otto Rudolf Salvisberg, Bruno Ahrends und Wilhelm Büning
Besonderheit: UNESCO Welterbe

Im Norden von Berlin findet sich ein faszinierendes architektonisches Kleinod, das seinesgleichen sucht: Die Weiße Stadt. Der Name ist Programm: Das Ensemble aus weißen Mietshäusern in unterschiedlichen Größen und Höhen entstand zwischen 1929 und 1931 im Stil des Neuen Bauens und erinnert sehr stark an die berühmte Bauhaus-Architektur. Zwischen den diversen Gebäuderiegeln befinden sich ausgedehnte Grünzonen und kleine Gärten, die viel Licht und Sonne in die Freiräume zwischen den Häusern bringen.

Die Weiße Stadt macht ihrem Namen alle Ehre und ist ein faszinierendes Architektur Denkmal im Norden Berlins. ©SCRITTI

Hintergrund für den Bau solcher Großsiedlungen am Stadtrand war die Suche nach modernen und zeitgemäßen Wohnformen, die menschliche Bedürfnisse in den Vordergrund rückten und zugleich bezahlbaren Wohnraum für sehr viele Menschen schaffen sollten – jenseits der klassischen Berliner Mietskasernen mit engen und dunklen Innenhöfen und der mit dem Nachbarn geteilten Außentoilette im Treppenhaus. So entstand auch die Weiße Stadt als genossenschaftlich organisierte, moderne Großsiedlung mit 1.268 Wohnungen. Zusammen mit fünf anderen Berliner Siedlungen ist sie seit 2008 als UNESCO-Welterbe eingetragen als Siedlungen der Berliner Moderne. Es lohnt sich, zwischen den verschiedenen Gebäuden umherzustreifen, die entspannte Atmosphäre auf sich wirken zu lassen und die vielen Details der Architektur zu entdecken. Die Moderne ist unübersehbar und wirkt auch noch hundert Jahre später zeitgemäß. Gerne würde man hier in der Großstadt wohnen!

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Zwischenstopp: Bamberg, Welterbe

Bamberg zählt zurecht zum Weltkulturerbe der UNESCO und ist mit Abstand eine der schönsten Städte Deutschlands!

Wenn man mit dem Zug aus dem Süden nach Berlin fährt, bieten sich unterwegs diverse Zwischenstopps an, um besondere Orte einmal näher kennenzulernen. Seit die Schnellfahrstrecke durch den Thüringer Wald in Betrieb gegangen ist, halten nun die meisten ICE zwischen Nürnberg, Erfurt und Berlin in Bamberg. Da die Fahrzeiten aus dem Süden nach Berlin über die neue Route nahezu identisch mit den bisherigen über Fulda, Göttingen und Wolfsburg sind, ist diese Verbindung nun eine echte Alternative. Von Bamberg sind es nur noch etwa 2:45 Stunden Fahrzeit bis Berlin-Hbf, Züge fahren stündlich. Man hat ja schon einiges gehört von Bamberg, dem UNESCO-Weltkuturerbe mit jahrhundertelater Braukultur.

Weltkulturerbe: Bamberg, mit Abstand eine der schönsten Städte Deutschlands! ©SCRITTI

Vom Bahnhof aus sind es ungefähr 20 Minuten zu Fuß bis in die Altstadt, man kann aber auch den Linienbus nutzen. Ich laufe solche Wege in der Regel, um so schon einmal einen Eindruck und ein Gefühl für eine fremde Stadt zu bekommen. Die Altstadt ist der größte unversehrt erhaltene historische Stadtkern in Deutschland und seit 1993 als Weltkulturerbe in die UNESCO-Liste eingetragen. Das macht neugierig!

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