London Spezial: Was macht die neue futuristische Londoner U-Bahn in Berlin?

London erhält von Siemens Mobility 94 neue U-Bahnen für die Piccadilly Line, die ab Ende 2026 in den Fahrgasteinsatz gehen sollen und im September 2026 auf der InnoTrans Messe in Berlin zu besichtigen waren.

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Wer hätte gedacht, dass man in Berlin eine nagelneue U-Bahn für die Londoner Tube erleben kann? Und das nicht nur von Außen, sondern auch von Innen? Das war definitiv das Highlight meiner Woche Ende September 2026 in Berlin und ein echter Hingucker! Doch was macht der Zug im unverkennbaren blau-weiß-roten Design von Transport for London eigentlich mitten in Berlin? Genauer gesagt konnte man die Bahn nicht mitten in Berlin antreffen, sondern weiter westlich auf der Berliner Messe. Dort fand wie alle zwei Jahre vom 22. bis 25. September 2026 die weltgrößte Verkehrsmesse InnoTrans statt. Mit 3.170 Ausstellern aus 59 Ländern sprengte die Weltleitmesse für Verkehrstechnik 2026 alle Rekorde. Zugleich feierte die InnoTrans ihr 30-jähriges Bestehen. Alle großen Hersteller von Schienenfahrzeugen waren vertreten und präsentierten eine Vielzahl neuer Fahrzeuge für den Regional- und Fernverkehr sowie Technik und Komponenten rund um den Schienenverkehr.

London Piccadilly Line Siemens Inspiro Berlin Innotrans 2026
Ein kompletter neuer U-Bahn Zug für die Londoner Piccadilly Line in Berlin. ©SCRITTI

Auf dem Außengelände der Messe Berlin gibt es sehr viele Gleise, so dass hier immer zahlreiche nagelneuen Züge von den Herstellern präsentiert werden können. Siemens Mobility hatte in diesem Jahr tatsächlich einen kompletten, 113 Meter langen U-Bahn Zug für die Piccadilly Line in London auf dem Außengelände stehen. Die Fahrzeuge befinden sich derzeit in Bau überwiegend in Großbritannien und sollen die uralten Rumpelkisten aus den 1970er Jahren ersetzen, die dort heute noch im Einsatz sind. Doch was haben die neuen Züge zu bieten, und wann kann man sie tatsächlich in London im Einsatz erleben?

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Obama plant Zukunft für die Bahn in USA

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Mit Barack Obama soll die Eisenbahn in den USA wieder eine Zukunft haben. Der US-Präsident hat angekündigt, Milliarden in den Ausbau des amerikanischen Schienennetzes zu investieren und Pläne für ein System von Hochgeschwindigkeitszügen vorgestellt. Obama hält den Ausbau des amerikanischen Schienennetzes für längst überfällig. Bis 2012 sollen acht Milliarden Dollar für bis zu zehn Schienennetze in den Ballungsgebieten investiert werden. Eine Verbindung quer durch die USA ist zunächst nicht geplant. Auf den Bahnstrecken mit bis zu knapp 1000 Kilometern Länge sollen Züge mit bis zu 240 Kilometern pro Stunde fahren können. Bislang verkehren lediglich zwischen Washington, New York und Boston Hochgeschwindigkeitszüge von Amtrak auf Basis des TGV unter der Marke Acela. Die Züge können Tempo 240 erreichen, sind jedoch nur eine halbe Stunde schneller als Regionalzüge. Die Fahrzeit für die rund 360 Kilometer von Washington nach New York sank unter drei Stunden.

Hier gibt es ein offizielles Dokument über die Regierungspläne zum künftigen Hochgeschwindigkeitsnetz der Bahn in den USA: US highspeed rail strategic plan (pdf ca. 2 MB).

Obama calls for high-speed rail development mit Film von Obamas Ansprache bei msnbc.

Obamas Pläne haben in den USA gleich zu heftigen Debatten über die Sinnhaftigkeit von Eisenbahnen geführt, wie man auf vielen Nachrichtenseiten und Blogs sehen kann. Tenor: Wozu brauchen wir Züge, wenn Fliegen und Autofahren viel billiger ist und schneller geht?

Mit dem Thema beschäftigen sich auch verschiedene US-Blogs:
California High Speed Rail Blog
Switching Modes

Hier gibt es eine SCRITTI-Reisereportage über eine Zugfahrt von San Francisco nach Chicago.