By the Sea: Art Deco Schätze an der englischen Südküste

An der Südküste Englands kann man noch heute eine Vielzahl an Architekturdenkmälern im Stil der Moderne und des Art Deco entdecken wie etwa den Saltdean Lido, das Worthing Pier oder den De La Warr Pavilion in Bexhill. Vieles kann man auch bei einem Tagesausflug von London aus erkunden.

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Großbritannien kann auch heute noch mit grandioser Seebad Architektur punkten, und es lässt sich bei Reisen an die Küste immer noch viel entdecken. Trotz des Niedergangs vieler Seebäder in den vergangenen Jahrzehnten scheint langsam eine Trendwende in Sicht, und es wird vielerorts wieder in den Erhalt der historischen Bausubstanz in den Seebädern und in Modernisierungsmaßnamen investiert. Dabei geht es nicht nur um Überbleibsel aus viktorianischen Zeiten. Gerade in den 1920er und 1930er Jahren erhielten viele bis dahin sehr traditionelle Seebäder einen Schub durch die aufkommende Moderne und neue Bautechniken. Der moderne Stil des Art Deco entwickelte sich in der Zeit zwischen den Weltkriegen zum ultimativen Symbol für kollektiven Optimismus, Hedonismus und markiert so den Beginn des modernen Massentourismus. Befeuert durch gesetzliche Neuerungen wie den Holidays with Pay Act 1938, der erstmals Arbeitern bezahlten Urlaub zugestand, wandelten sich vormals elitäre, viktorianische Küstenorte in „Spielplätze für die breite Bevölkerung“. Schnörkellose, moderne Gebäude im Stil des Art Deco dienten hierbei als visuelle Kulisse in Zeiten des Aufbruchs. Architekten nutzten die gestalterische Freiheit an den Küsten für radikal moderne, vom Stil der Streamline Moderne und des International Style beeinflusste Entwürfe vor allem bei öffentlichen Gebäuden.

Worthing Beach und Pier
Schöne Aussichten: Die historische Pieranlage in Worthing von 1935 mit dem Gebäude für Pier Amusements in der Mitte. ©SCRITTI

Gebaut wurde damals alles von Casinos, Cafés, Musikpavillons über Veranstaltungshallen, Schwimmbäder und Hotels bis zu Pieranlagen, um mit zeitgemäßem Komfort zusätzliche Besucher in die Seebäder zu locken. Noch heute gibt es einige herausragende architektonische Schätze an Englands Südküste zu entdecken, die auf jeden Fall einen Besuch wert sind. Nachfolgend einige Highlights, die man auch gut bei einem Tagesausflug von London erkunden kann.

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Bequem per Bahn nach London reisen

London ist per Bahn nur vier Stunden Fahrzeit von Köln entfernt und mit dem Eurostar bequem zu erreichen.

UPDATE Dezember 2021: Seit März 2020 können über die Deutsche Bahn keine Sparpreise nach London mehr gebucht werden! Man bekommt Tickets nun über die internationale Seite der Deutschen Bahn (DB) bzw. muss in der Regel nun zwei Tickets kombinieren, was entsprechend teurer wird und zu unterschiedlichen Storno-Bedingungen führt. Ich nutze bei der Fahrt über Brüssel in der Regel ein DB-Ticket zum Sparpreis bis Brüssel (meist so um die 30 Euro mit BahnCard 25) und dann ein Ticket direkt bei Eurostar gebucht über die Webseite oder App (ab 44 Euro je Fahrt). Man kann bei Eurostar nach Anmeldung beim Ticketkauf auch Punkte sammeln, die dann zum Beispiel als 20-Euro-Ermäßigung eingesetzt werden können. Aktuell gilt es nach Brexit und Corona dringend, die Einreisebestimmungen nach Großbritannien zu beachten, die sich leider wöchentlich ändern können. Einen Überblick gibt es auf der Eurostar-Webseite. Achtung: Es müssen auch die Einreisebestimmungen der durchfahrenen Länder beachtet werden. So muss im Dezember 2021 bei der Rückreise von London nach Belgien ein Einreiseformular ausgefüllt werden, weil man von außerhalb der EU kommt. Bei der Fahrt durch Frankreich ist aktuell auch für Geimpfte ein Corona-Test vorgeschrieben.

Back on track: Im September 2021 waren seit langer Zeit wieder Reisen mit dem Eurostar von Brüssel nach London ohne allzu großen Aufwand machbar. ©SCRITTI

Ich fahre ja regelmäßig per Bahn nach London und habe in verschiedenen Posts in diesem Blog und auf den Seiten mit Reisetipps bereits viele Informationen zur Bahnreise von Deutschland nach Großbritannien geteilt. Hier gibt es zudem einige nützliche Tipps zur Ticketbuchung und rund um die Reise mit dem Eurostar (Stand Frühjahr 2023).

Der Bahnbetreiber Eurostar hat seine Zugflotte modernisiert und 17 neue Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ Siemens Velaro beschafft (Eurostar 320, Class 374). Diese entsprechen im Grundgerüst dem deutschen ICE 3 und sind seit Ende 2015 im Einsatz.

Daneben erhielten auch einige der betagten Schnellzüge auf TGV-Basis (Class 373) ein komplettes Refurbishment mit neuer Inneneinrichtung, die weitgehend jener der neuen Züge entspricht. Mitte 2018 werden auch die meisten Fahrten ab Brüssel mit den neuen oder modernisierten Fahrzeugen angeboten. Diese verfügen nun auch über kostenloses WLAN im Zug und einem bordeigenen Entertainment Angebot mit Filmen und TV-Serien (Amazon Prime), die man sich auf seinem Laptop, Tablet oder Smartphone anschauen kann. Das WLAN funktioniert übrigens auch im Eurotunnel unter dem Ärmelkanal sehr gut.

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