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Die Gegend in Southwark zwischen dem Bahnhof London Bridge und dem Bahnhof Waterloo hat sich in den letzten Jahren ja sehr verändert, wie ich in meinen Beiträgen über Southwark oder Bermondsey bereits beschrieben habe. Neue, verkehrsberuhigte (Fahrrad-)Straßen sind entstanden mit vielen kleinen Läden, Gallerien, unabhängigen Coffeeshops und Restaurants und ein paar Hotels. Auf Grund von Bildungseinrichtungen wie dem Southwark College sind hier auch viele Studenten unterwegs. In meinen Augen eine bislang ganz gut gelungene Mischung von Alt und Neu, ohne dass man wie an anderen Ecken von London das Gefühl hat, dass die komplette ursprüngliche Bevölkerung verdrängt und alles mit Hochhäusern zugepflastert wird. Man spürt immer noch den Hauch des ursprünglichen, armen South London, einst klassische Arbeiterbezirke mit Docks und Lagerhäusern entlang der Themse.

Ähnlich wie die Bermondsey Street am anderen Ende ist auch der Lower Marsh Market in Lambeth eine weitere positive Entwicklung in der gleichnamigen Straße, die parallel zum Bahnhof Waterloo verläuft und eine Verlängerung der Verbindung über Union Street und The Cut parallel zu den Bahngleisen in Southwark bildet.

Am einen Ende der Straße befindet sich auch ein Eingang zum berühmten Leake Street Grafitti Tunnel, wo es permanent neue Graffitis und beeindruckende Street Art gibt.
Zwar sind diese Gegenden entlang der South Bank inzwischen auch starker Gentrifizierung und Modernisierung ausgesetzt. Trotzdem ist die Atmosphäre noch authentischer und echt im Vergleich zum Beispiel zum Camden Market.

Hier sind hauptsächlich Einheimische und Studenten unterwegs, und das Street Food ist tatsächlich noch echtes Street Food. Man kann hier gemütlich entlang schlendern oder sich zum Lunch Break in die verkehrsberuhigte Straße setzen, ohne von Menschenmassen erdrückt zu werden.

Das Restaurant und der Nachtclub Cubana am Beginn der Straße ist bis spät in die Nacht geöffnet, wenn in der Umgebung die Pubs und Bars alle schon geschlossen haben. Freitags und samstags gibt es Live Musik bis 3 Uhr.
Tipps für die besten Pubs rund um Waterloo und entlang der Southbank gibt es in einem Beitrag von Londonist. Persönlich empfehlen kann ich zum Beispiel für einen guten Sunday Roast den Pub Duke of Sussex mit einem netten Biergarten gleich gegenüber vom Eingang zum Lower Marsh Market neben dem kleinen Park Waterloo Millenium Green.







Am südwestlichen Ende der Straße zweigt der berühmte Leake Street Graffiti-Tunnel unter den Bahngleisen vom Bahnhof Waterloo ab, auch als Banksy Tunnel bekannt. Banksy hatte hier 2008 das Cans Festival mit Street Art organisiert. Ein Mekka für alle, die sich für Street Art und Graffiti interessieren.

Der 300 Meter lange Tunnel wurde 2008 für den Durchgangsverkehr geschlossen und ist seitdem eine kreative Oase unter den Gleisen der Waterloo Station.




Eine Übersicht über weitere Orte mit Street Art in London findet sich auch bei Visit London. Auch Simone als überzeugter Street Art Fan hat in ihrem Blog Totally London Tipps für die besten Orte für Street Art in London.

In der Mitte des Tunnels findet sich das alternative Kulturzentrum und Theater The Vaults mit verschiedenen Räumlichkeiten für Events. Teil der Unternehmung The Vaults ist auch der „quirky“ Pub Vaulty Towers oben in der Straße Lower Marsh.

Unter dem Titel The Sidings entstand auf der nördlichen Seite under den Gleisen des ehemaligen Eurostar Terminals der Waterloo Station auf drei Etagen eine weitere Shopping Mall mit Gastronomie und Geschäften, wie man sie auch von anderen Bahnhöfen schon kennt.




Mehr Street Art im Südosten von London
London ist ein Mekka für Fans von Street Art! Eine Ecke, in der man nicht unbedingt große Street Art Kunst vermuten würde, ist der Stadtteil Penge im Südosten in unmittelbarer Nachbarschaft von Crystal Palace mit dem tollen Park und den historischen Dinosauriern.

Dank ehrenamtlichem Engagement der Bewohner gibt es in den Seitenstraßen der High Street von Penge rund 200 Kunstwerke auf Häuserwänden, und ständig kommen neue hinzu. Mehr über Street Art in Penge gibt es hier im Beitrag.
Danke fürs Lesen des Beitrags!
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3 Gedanken zu „London Spezial: Street Food und Street Art in Lambeth“